Was wir ersehnen von der Zukunft Fernen


Essay von Franziska Bauer für #kkl1 „Zukunft neu erdenken“.


                 
         Kennen Sie das von Hildegard Knef interpretierte Chanson mit dem Refrain „Von nun an ging’s bergab“? Wenn der  deutsche Soziologe Oliver Nachtwey über das Ende der Aufstiegsgesellschaft spricht, schlägt er in dieselbe Kerbe. Der Neoliberalismus feiert fröhliche Urständ’, der freie Markt ist global entfesselt. Die Gewinne der Multis steigen, jedoch sie vermeiden allein im EU-Raum auf legalem und illegalem Wege ausstehende Steuerleistungen in der Höhe von 1000 Milliarden (sic!) Euro. Diese fehlenden Steuereinnahmen erschweren es den Staaten, das soziale Netz intakt zu halten. Die Umverteilung von Arm zu Reich geht zügig vonstatten, die Massenkaufkraft sinkt, wen wundert es da, dass die zunehmende Ungleichheit laut der neuesten OECD-Studie das Wirtschaftswachstum bremst? Wer nichts hat, kann nichts kaufen. Dabei versteckt sich der Reichtum so geschickt vor dem Mangel, dass die Armen die Schuld für ihre Notlage bei den noch Ärmeren suchen und der Sozialhilfeempfänger dem Flüchtling und Asylwerber die geringen Geld-zuwendungen neidet, die dieser erhält. „Kampf dem Sozialschmarotzertum“ – schreit die auf Gewinnmaximierung ausge-richtete neoliberale Gesellschaft, und die Wirtschaftskrise persistiert. Am lautesten schreit dabei der Rechtspopulismus und vernebelt den Bedürftigen dadurch den letzten Rest von Durchblick. Besondere soziale Brisanz birgt die Tatsache, dass das Armutsrisiko junger Menschen zwischen 18 und 25 Jahren am höchsten ist, es liegt im OECD-Schnitt bei über 7%. Das „Hotel Mama“ puffert die kritische Lage vorläufig ab, was, wenn auch die Mittel für Altersversorgung und Pensionen nicht mehr hinlänglich vorhanden sind? Welcher Zukunft gehen wir, gehen unsere Kinder entgegen?

         Zuweilen frage ich mich, wieso wir in der Krise so offensichtlich feststecken. Wären die acht mageren Jahre seit der Lehmann-Pleite nicht schon genug? Ist es nur die missglückte Regelung der Geldflüsse durch zahnlose Politik, die die Krise verursacht hat und prolongiert, ist es der Paradigmenwechsel, in dem wir uns befinden, oder ist es die Kumulation der beiden Faktoren? 2014 erschien die deutsche Ausgabe des  Buches „The Zero Marginal Cost Society: The internet of things, the collaborative commons, and the eclipse of capitalism“. Autor dieses Werkes ist der amerikanische Soziologe und Ökonom Jeremy Rifkin, der in neoliberalen Kreisen als moderner Maschinenstürmer kritisiert wird. Sinngemäß stellt er fest, dass eine fundamentale Verschiebung  der Eckpunkte des  Triangels aus Energiegewinnung, Informa-tionstechnik und Transportwesen stets auch eine völlige Neuordnung der Wirtschaft und der Gesellschaft nach sich zieht. Die Neuordnung des Kommunikationswesens durch das Internet ist bereits vollzogen, die Energiewende mit der Abkehr von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen wie Fotovoltaik und Windkraft  befindet sich groß im Fluss, und die Revolutionierung des Transportwesens durch Drohnen und fahrerlose Lastkraftwagen steht unmittelbar bevor. Was Wunder, wenn das Wirtschaftsgefüge in allen Fugen kracht! Nach Rifkin stehen wir vor der „Dritten Industriellen Revolution“: Die Zusatzkosten für Produkte, also die so genannten Grenzkosten, entwickeln sich  gegen Null, und die Wirtschaftsordnung entwickelt sich Richtung „collaborative commons“, was man wörtlich mit „kollaboratives Gemeingut“ und sinngemäß mit gemeinsames Wirtschaften“ übersetzen könnte. Es wird in Zukunft genügen, Zugang zu einem Gut zu haben und es benützen zu können,  anstatt es exklusiv zu besitzen. Den anstehenden neuen Herausforderungen wird man allerdings mit neuen Konzepten begegnen müssen. Fundamentales Umdenken ist erforderlich, wo althergebrachte Problemlösungsstrategien nicht mehr greifen. Was mir dabei in den Sinn kommt, ist die Frage, wie man Arbeitsplätze für all die LKW-Fahrer finden wird, die durch die neuen fahrerlosen LKWs arbeitslos werden und außer dem C-Führerschein über keine nennenswerte Berufsausbildung verfügen. Das vielstrapazierte rechtspopulistische Rezept, alles auf die Migranten zu schieben, wird  das Problem mit Gewissheit nicht lösen . . .

         Was manche befürchten, ist, dass sich die Krise letztendlich in einen totalen Finanzcrash auswächst. Immerhin brächte so ein Crash einen Schuldenschnitt, denn wie die Geschichte zeigt, wurden elementare Finanzkrisen kaum jemals ohne Schuldenschnitt überwunden. Also dann halt Schuldenschnitt, tabula rasa, Neuanfang. Wunderbar! Alle schuldenfrei. Recht geschieht es den Spekulanten, wenn sie auch einmal durch die Finger schauen. Wie? Ja, leider verliert dabei auch die arme Witwe ihr letztes Scherflein. Was es heißt, nach einem Zusammenbruch des Währungssystems um das rein physische Überleben ringen zu müssen, haben uns unsere Eltern und Großeltern erzählt, die in den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg  bis in die Fünfzigerjahre hinein bei Lebensmittelmarken  darbten. Ein Glückspilz, wer einen Garten oder Kartoffelacker sein Eigen nennen konnte! Und mir haben meine russischen Freundinnen erzählt, wie schwer es war, den Zusammenbruch des Wirtschaftssystems nach Auflösung der Sowjetunion zu überstehen. Die Ersparnisse eines ganzen Lebens lösten sich über Nacht in Luft auf. Auch hier überlebten viele nur dank der Feldfrüchte, die sie von den ihnen zugeteilten Gartengrundstücken ernteten. So gesehen ist vielleicht ein Finanzcrash doch kein so wünschenswertes Szenario.

         Was also tun in Krisenzeiten? Weiterwursteln mit Hängen und Würgen? Das verbliebene Geld schnell noch ausgeben und es sich damit gut gehen lassen, bevor die Inflation es frisst? Sich beizeiten einen Tauschkreis suchen und sich dem „urban gardening“  oder zumindest der Balkongärtnerei widmen? Krügerrands in einem Sparstrumpf horten? Mit Nestroy seufzen:  „Die Wöt steht auf kan’  Fall mehr lang?“

         Der ehemalige französische Widerstandskämpfer und UN-Diplomat Stéphane Hessel rief 2010 in seinem knappen Essay „Indignez-vous!“ zur Empörung, zum zivilen Widerstand auf und kritisierte mit Vehemenz die Auswüchse des Finanzkapitalismus, der schleichenden Entsolidarisierung und platzgreifenden Ausgrenzung Unter-privilegierter. Das Büchlein verkaufte sich millionenfach. Was können Einzelne tun? Sich als willfährige Konsumenten verweigern, sich solidarisieren, die wahren Kausalitäten aufdecken, Alternativen entwickeln, aus der Geschichte und den begangenen Fehlern lernen, bestehende Lösungsansätze auf ihre Tauglichkeit abklopfen? Greifen die alten Rezepte für die neuen Probleme überhaupt? Gottlob sind die Populationen immer genauer informiert und Einzelne können sich immer besser und effektiver vernetzen. Wo sind sie also, die Querdenker und Visionäre, um die sich der zivile Widerstand formieren kann?

         Es gibt sie. Man nehme zum Beispiel unseren mehrfach wider den Stachel löckenden und wohltuend quertreiberischen Heini Staudinger. Er entzog sich 2012 der Gängelung durch seine Hausbank, indem er sich im Freundeskreis Geld lieh und seinen Geldgebern Zinsen dafür zahlte. Das brachte ihn zwar in Konflikt mit der Finanzmarktaufsicht, aber mittlerweile hat er sein Crowdfundingmodell und damit den bei der FMA anhängigen Kreditfall Staudinger durch ein rechtskonformes Nachrangigkeitsdarlehen legalisiert. Weniger bekannt ist, dass Heinrich Staudinger seinem Status als Wirtschaftsrebell schon 2005 durch die Einführung einer Komplementärwährung, des  „Waldviertlers“, gerecht wurde. Dieses Zahlungsmittel ist derzeit von zirka 200 Unternehmen anerkannt, offiziell handeln dürfen damit Mitglieder des „Vereins für regionales Wirtschaften“, der Wechselkurs zum Euro beträgt 1:1. Menschen wie Heinrich Staudinger zeigen eindrucksvoll, dass unser wahres und wertvollstes Kapital nie Geld sein kann, sondern Herz, Hirn und Hand, also soziale Verantwortung, Findigkeit und Tatkraft. Das sind die wahren Ressourcen, auf die man im Krisenfall zurückgreifen kann. Tröstlich zu wissen, oder?

         Überhaupt, das Waldviertel. Leicht war das Leben dort nie. Die granitene Böhmische Masse brachte einen selten zähen und eigenwilligen Menschenschlag hervor. Viele dort Ansässige verfügen über Dickschädel, die den überall im Land verstreuten Findlingsblöcken an Härte in nichts nachstehen. Mein Großvater mütterlicherseits war ein waldviertler Körndlbauer. Er lehrte mich, was Autarkie heißt. Ressourcen nutzen, Fähigkeiten entwickeln, Dinge selbst in die Hand nehmen, bei sich bleiben. Er fertigte neben federleichten Heurechen auch hölzerne Sohlen für Pantoffeln und Schürschuhe, die er mit Lederoberteil versah, hielt seine Gerätschaften und Werkzeuge instand und konnte Sensen dengeln wie kein anderer. Er hielt Schafe und baute Flachs, Großmutter spann auf dem Spinnrad Wolle und dünne Leinenfäden. Aus der selbstgesponnenen Schafwolle wurden Socken, Westen und Jacken gestrickt, die Leinenfäden wurden zum Weber ins Nachbardorf gebracht, der daraus grobes und feines Linnen webte. Daraus nähte Großmutter Bettwäsche, Tischwäsche, Unterwäsche und Oberkleidung. Auch ein Blaudrucker war in erreichbarer Nähe, er bedruckte die selbst gefertigten Stoffe. Eine Stoffart, der Zwie, war besonders nachhaltig: Hiezu wurde Wolle mit Flachs versponnen und vom Weber zu einem eher groben Stoff verwoben, der praktisch unverwüstlich war. Die daraus genähten Arbeitsschurze oder Fiata (Fiata kommt von „Fürtuch“, also einem Tuch, das man sich vor den Körper bindet, um sich nicht zu beschmutzen) überdauerten Generationen und wurden nicht selten von den Großvätern an die Enkel vererbt, waren also ein Paradebeispiel an Nachhaltigkeit. Freilich, Bargeld war selten im Haus, erzählte meine Mutter, Geburtsjahrgang 1925, aber zu essen war immer da, selbst in der Zeit der nach 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise und in der Nachkriegszeit. Freilich musste diese Autarkie durch unermüdliche schwere Arbeit errungen werden. Mägde und Knechte arbeiteten für nicht viel mehr als Kost, Quartier und Einkeidung, auch Kinderarbeit war gang und gäbe. Diese archaischen Strukturen hielten sich in Österreich bis in die Sechzigerjahre, wie man im autobiographischen Roman Franz Innerhofers „Schöne Tage“ erschüttert nachlesen kann. Nein, Autarkie in Ehren, aber dahin wollen wir ganz gewiss nicht mehr zurück.

         Stichwort Weltwirtschaftskrise 1929 – was ist damals schiefgelaufen, und was sollten wir in der derzeitigen Krise besser machen? Sowohl Keynesianer als auch Monetaristen stimmen in ihren Erklärungsansätzen darin überein, dass aus der Rezession von 1929 keine Weltwirtschaftskrise hätte werden müssen, wenn die Zentralbanken die spekulative Anhäufung der Geldmenge verhindert und die Liquidität der Banken durch Steuerung des Geldflusses aufrechterhalten hätten. Wenn es nicht gelingt, durch gesetztliche Vorgaben den Finanzmarkt zu stabilisieren, ist es um die Prosperität des Realmarktes schlecht bestellt. Im Klartext heißt das, wenn ein Großteil des Geldes in den Händen einiger weniger akkumuliert, und genau das passiert jetzt wieder, entsteht spekulativer Wildwuchs auf den Finanzmärkten, und das Geld fehlt in der realen Wirtschaft. Geld jedoch ist das Blut im Organismus der Wirtschaft. Und ein nahezu blutleerer Organismus ist mehr tot als lebendig. Das ist mittlerweile sogar dem Internationalen Währungsfonds klar. Laut IWF sinkt das Wirtschaftswachstum, wenn die reichsten zwanzig Prozent noch reicher werden, und umgekehrt steigt es, wenn die unteren zwanzig Prozent mehr zur Verfügung haben.  Wer nichts hat, kann nicht konsumieren, wer hat, der hortet sein Geld und lässt es für sich arbeiten. Arbeitsloses Einkommen nannte das der selbst in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Pierre-Joseph Proudhon. In seiner 1840 erschienenen Schrift über das Eigentum formulierte er provokant den allseits bekannten Satz „Eigentum ist Diebstahl“. Gemeint war damit Einkommen aus Zins und Pacht – heute würden noch Spekulationsgeschäfte mit Aktien und Derivaten dazukommen. Aristoteles nannte diese Art von wundersamer Geldvermehrung schlichtweg Wucher: „So ist der Wucher hassenswert, weil er aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür das Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich dagegen durch sich selbst. Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur.“

         Dem Begriff „arbeitsloses Einkommen“ im Proudhonschen Sinn steht heutzutage das sozialpolitische Konzept vom „bedingungslosen Grundeinkommen“ gegenüber. Wo Roboter den Menschen arbeitslos machen, kann man es ihm  klarerweise auch nicht vorwerfen, dass er sich nicht selbst das Geld verdient, mit dem er konsumieren kann. Streikdrohungen nach dem Slogan „Wo dein starker Arm es will, stehen alle Räder still“ schrecken die Eigentümer vollautomatischer Produktionsanlagen nicht mehr. Wo aber Produziertes nicht nachgefragt wird, werden Produzenten erpressbar. Sollte die wahre Kraft des Einzelnen jetzt etwa in der Konsumverweigerung liegen?      

         Gregor Sieböck, „der Der Weltenwanderer, der zu Fuß um die halbe Welt ging“, fordert uns in seinem gleichnamigen im Piper Verlag erschienenen Buch auf, das Wagnis des Traumes von einem anderen Leben einzugehen. Sieböck, 1976 in Oberösterreich geboren und studierter Wirtschaftswissenschafter, ist überzeugt davon, dass das eigene Handeln Folgen hat. Er vergleicht jede unserer Handlungen mit einem Stein, der ins Wasser fällt und dabei Kreise zieht. Auf Seite 253 seines Buches beschreibt er, wie Roger Douglas, als er 1984 in Neuseeland Finanzminister wurde, durch den kompromisslosen Umstieg auf eine neoliberale Wirtschaftsordung, die vielkritisierten „Rogernomics“, Neuseeland binnen Kurzem von einem klassischen Wohlfahrtsstaat mit ausgeglichener Sozialstruktur zu einem Land mit einer entsolidarisierten Wettbewerbsgesellschaft machte, in der die Schere der sozialen Ungerechtigkeit weit auseinanderklaffte. An seinem lesenswerten Buch haben mich fünf mögliche Alternativen, die man anstreben sollte, besonders beeindruckt: Selbst statt die anderen/ Jetzt statt nie/ Wertig statt billig/ Weniger statt zu viel/ Fair Trade statt Ausbeutung.

         Unterdrückung, Exklusion und Ausbeutung mündeten schon 1844 in die Einsicht der Notwendigkeit zu organisierter Selbsthilfe: Die Rochdale Pioneers als Väter der Genossenschaftsidee, die uns unser Geschichtslehrer mit dem ihm eigenen Fervor in der Abschlussklasse des Gymnasiums vorstellte, beschritten diesen Weg. Sie haben mir schon damals mächtig imponiert und wollen mir auch heute, in Zeiten des ungezügelten Neoliberalismus, nicht aus dem Kopf gehen.

         Dazu kommt noch, dass Ökononie und Ökologie untrennbar verquickt sind. Im steten Wunsch nach Wirtschaftswachstum zerstören wir unsere Umwelt. In einem begrenzten Lebensraum kann Wachstum nicht grenzenlos sein und uneingeschränktes Konsumieren nicht ungestraft bleiben, denn unser Planet verfügt nur über begrenzte Ressourcen, die wir momentan nicht bloß nutzen, sondern schamlos ausbeuten. Dabei müssten bei nachhaltigem Wirtschaften die Naturschätze unserer Mutter Erde durchaus genügen, um allen Menschen eine würdige Existenz zu bieten. Ohne gerechtes Teilen und faires Umverteilen wird das allerdings nicht zu bewerkstelligen sein. Wenn wir uns mit dem begnügen, was wir wirklich brauchen, ist für alle genug da. Das sei der Gier ins Stammbuch geschrieben, die ja oft der irrationalen Angst entstammt, nicht genug zu bekommen.

         Was also wünschen wir uns von der Zukunft? Bei der Beantwortung dieser Frage hilft uns wie so oft ein Blick in die Vergangenheit, zum Beispiel in die Prinzipienerklärung des  Hainfelder Parteitags vom 30. Dezember 1888 bis zum
1. Januar 1889: „Die sozialdemokratische Arbeiterpartei in Österreich erstrebt für das gesamte Volk ohne Unterschied der Nation, der Rasse und des Geschlechtes die Befreiung aus den Fesseln der ökonomischen Abhängigkeit, die Beseitigung der politischen Rechtlosigkeit und die Erhebung aus der geistigen Verkümmerung.“ Der deutsche Dichter Ferdinand Freiligrath hat den Wunsch nach sinnvoller Tätigkeit, Existenzsicherung und Recht auf Bildung in einem Gedicht so formuliert:

                  „Was wir ersehnen von der Zukunft Fernen,

                  dass Brot und Arbeit uns gerüstet stehen,

                  dass unsere Kinder in den Schulen lernen

                  und unsere Alten nicht mehr betteln gehen.“

Dieser Wunschliste wären bei Freiligrath noch Demokratie und Rechtssicherheit hinzuzufügen. Eine Politik, die sich nur an den Interessen der Wirtschaft und der Besitzenden orientiert, könnte uns in letzter Konsequenz die Demokratie kosten. Selbst Papst Franziskus spricht in seinem apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ die Kluft zwischen Arm und Reich als ein Übel an, das es zu beseitigen gilt. Dazu sind aber Demokratie und Sozialstaat nicht zurückzufahren, sondern auszubauen. Nur so können wir die Probleme der Zukunft menschenwürdig lösen.



Franziska Bauer, geb. 5.1.1951 in Güssing, Studium der Russistik und Anglistik an der Universität Wien, wohnhaft in Großhöflein bei Eisenstadt, Gymnasiallehrerin im Ruhestand, Alphabetisierungstrainerin, Schulbuchautorin, schreibt Lyrik, Essays und Kurzgeschichten, veröffentlicht in Zeitschriften und Anthologien, Mitglied des Wiener Vereins ::kunst:projekte:: und der Schreibinitiative beim Literaturhaus Mattersburg. Zwei Buchveröffentlichungen beim Münchener Apollon Tempel Verlag , Förderpreis der Burgenlandstiftung Theodor Kery 2016 für den kostenlosen Deutschlehrbehelf für Flüchtlinge „Neustart mit Deutsch“, Autorin der Alphabetisierungsfibel „Sag, wie geht das Alphabet?“, beide erschienen im E.Weber-Verlag Eisenstadt und ausgezeichnet mit dem SPIN-Gütesiegel 2019 des ÖSZ (Österreichisches Sprachen-Kompetenz-Zentrums). 1. Preis beim Essaywettbewerb des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt mit dem Essay „Nicht Arbeit, sondern Müßiggang?“, der 2019 in der Anthologie „Nachdenken über 4.0“ beim Verlag Kulturmaschinen veröffentlicht wurde.
Shortlist des Liselotte-Rauner-Lyrikwettbewerbs 2020 „Alles in Bewegung in Gegenwart & Zukunft“.

Publikationen und Lesungen nachzulesen unter:
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Zwei Rundfunkfeatures:
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Veröffentlicht von kklkunstkulturliteratur

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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