Aufbruch


Aufbruch

Ode an die Liebe und das Leben von Doreen Malinka für #kkl1 „Zukunf neu erdenken“

Verzaubert sich in mir die Welt

Von weißen Blüten – gelb umsäumt 

Auf nacktem Felde, kargen Wiesen

Hab ich im Winterschlaf geträumt

Dass sie als Märzenbecher sprießen

Auch träumte mir in dieser Zeit

Vom Aufbruch aus dem faulig Alten

Schneeglöckchen wiegte sich gefreit

Dass Kräfte neu im Humus walten.

Nun bin ich aus dem Schlaf erwacht

Um jenes Regen zu genießen

Wenngleich Aprilis launisch lacht

Oh, Frühlingspracht, ich lass dich grüßen!

Mir einzigartig es erscheint

Es keimt und strebt in allem wilde

Gott Maius die Natur jetzt eint

Das Treiben schützt er mit dem Schilde

Geweiht entflammt das ‚Golden Kleid‘

Zur fruchtbaren Mittsommerwende

Der Brunst erklärt sich Jupiter bereit

Und reicht der Juno seine Hände

Berauscht vom Augenblick der Lust

Legt sich ein süßer Duft hernieder

Es wispern Julius und August

Betörend kesse Liebeslieder

Verzaubert sich in mir die Welt

Sie trägt ein schillerndes Gewand

Benetzt vom Sommer ‚Sonnengelb‘

Das sich mit meinem Haar verband

Es weh ‘n beschwipst Septemberfeen

Umspinnen Nornen raunend Leiber

In Gräser, Tannen, Dornenschleh‘n

Ins Lichterloh sinnlicher Weiber

Ihr letzter Atem haucht – verpackt

In Tau und Reif – leuchtende Farben

Oktavius malt in einer Nacht

Kaschiert geschickt die Sommerlarven

Ein Teppichmeer von Blättern bunten

Auf Bäumen, Fluren im November

Entschläft der Tod, der nun entschwunden

Enthüllt im Zehnt sich der December?

Noch tagt der Zyklus – unvollbracht

Das stete Dunkel währt als Plage?

Vollendet sich die Weihenacht

Sofort verlängern sich die Tage

Und Janus taucht zum Anbeginn

In Frost und Schnee die Länderei‘n

Der Feber schmilzt im Eis dahin

Und wäscht die Erde wieder rein

Aus weißen Bechern – gelb umsäumt

Wallt Martius über Feld und Wiesen

Des Rausches wirr, die Fülle schäumt

Den Samen restlos zu ergießen


Portrait

Doreen Malinka

Wie ich Schriftstellerin wurde

„Es war eine alte tschechische Schreibmaschine, namens Adler, die mich seit Kindertagen bis ins Erwachsensein begleitet hatte und in mir die große Begeisterung zum Schreiben weckte. Immer, wenn ich bei meinen Großeltern zu Gast war, zog mich der schwarze Lackkasten wie eine Muse an sich, dass ich stundenlang darauf herumklimperte. Ich fühlte mich dabei wie im Rausch und in Zauber versetzt, dass ich alles um mich vergaß. Heute ist es noch genauso, nur – an Stelle der Adler – entführt mich ein digitales Tastaturbrett in diese Wunderwelt.“

Ich studierte ‚Die große Schule der Belletristik‘ und wirkte einige Jahre im Schriftstellerzirkel ‚Berlin-Pankow‘ mit. Der Schriftsteller Jan Koplowitz, mein damaliger Freund und Mentor, ermutigte mich stets zum Schreiben.

Neben mehreren Gedichten, die in verschiedenen Medien veröffentlicht wurden, gestaltete ich mein erstes Buch, das Lyrik und Kurzgeschichten vereint. 

Zudem veröffentliche ich verschiedenartige Lyrik, Kurzgeschriebenes, Essays, Fotografien, Auszüge aus aktuellen Kompositionen und Illustrationen auf meinem Blog. Neben meinem intensiven Klavierspiel bilde ich mich im Fach des klassischen Gesangs, der Rhetorik und des Schauspiels. 

www.doreenmalinka.de


„Zu liebe und zu leben“ Paul Wunderlich

Die Ausstellung

Das Innere des Kreishauses beherbergt eine Dauerausstellung mit mehr als 300 Originalen des in Eberswalde geborenen Malers und Bildhauers und wird auf drei Stockwerken des Landratsamtes präsentiert. Zu sehen sind Bilder, Lithografien, filigrane Porzellanarbeiten, Schmuck und Möbelstücke.

Paul Wunderlich – Haus

Veröffentlicht von kklkunstkulturliteratur

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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