Da di da dum … der Kommissar geht um

Angelika Illner für #kkl3 „Liebe kann“

Klinkhammer, Museumsdirektor wie Kontrollfreak, wirft an diesem freundlichen Septembernachmittag turnusgemäß einen prüfenden Blick auf die Monitore und somit in die Kamera überwachten Räume.

Ab und an schüttelt er missbilligend den Kopf, gibt einen einem Grunzen nicht unähnlichen Ton von sich.

Erst in Saal acht erhellt sich seine Miene. Denn dort sind nicht nur die wirklich bedeutsamen Exponate seines Museums ausgestellt, nein, da schiebt zur Stunde auch Theo, sein überaus geschätzter „Chefaufseher“, Wache.

Die Hände hinter dem Rücken verschränkt, wandert Theo in seiner Autorität ausstrahlenden Uniform durch den weitläufigen geräumigen Saal. Seine Miene hochkonzentriert, sein Blick hin und her schweifend und mitunter geradezu durchdringend, scheint er auf wundersame Weise den seinem Beruf anhaftenden Übeln, Abstumpfung und Langeweile, erfolgreich die Stirn zu bieten.

Und Klinkhammers Weltbild bräche wohl zusammen, ahnte er, dass Theo sich kleine Räuberpistolen auszudenken pflegt, in welchen er als kaltblütiger und scharfsinniger Ermittler selbst gewiefte Ganoven zur Strecke bringt.

In seiner Fantasie feilt Theo die Charaktere des von ihm gemimten Kommissars sowie seiner wechselnden Gegenspieler mit hoher krimineller Potenz immer weiter aus. Seine intensiv, stumm ausgelebten Tagträume machen Theos Alltag erlebnis- und abwechslungsreich.

Jahr ein, Jahr aus trägt er mit seinen sorgsam gewienerten Schuhen den hochwertigen Marmorboden ab. Steter Tropfen höhlt den Stein. Unempfindlich geworden gegen die vielfältigen Eindrücke der Besuchermassen, die Insektenschwärmen gleich ins Museum einfallen, dreht er unverdrossen seine Runden.

Mal zieht er die Augenbrauen hoch und runzelt die Stirn, mal bleibt er unvermittelt stehen oder dreht sich abrupt um. Dieses Drehbuch getreue, Mimik reiche, Gestik starke Verhalten hat ihm den Ruf besonderer Wachsamkeit sowie inoffiziell die Beförderung zu Klinkhammers „Chefaufseher“ eingebracht.

Taub geworden für das vielstimmige ewige Gemurmel der Besucherströme dringen lediglich laute oder schrille Töne an Theos Ohr. Welche sich mühelos, ja oftmals geradezu willkommen spontan ins Drehbuch einfügen lassen und auf welche Theo dann angemessen reagiert. Mit gerunzelter Stirn und erhobenem Kinn tritt er sich räuspernd und mit dem Schlüsselbund rasselnd an die Störelemente heran, was noch nie ohne die gewünschte Wirkung geblieben ist.

Klinkhammer ist immer wieder aufs Neue entzückt, wird er Zeuge einer solchen Zurechtweisung, ist es ihm doch verhasst, wenn in seine heiligen Hallen gütig eingelassene Besucher sich erdreisten, es an der gebotenen Ehrerbietung mangeln zu lassen!

Unter den Museumsführern ist eindeutig Marie Claire seine Favoritin. Die wortgewandte, charmante Anfang Dreißigerin leiert nicht wie andere den immer gleichen Text herunter und weiß, auf jede Frage eine fundierte Antwort zu geben.

Marie Claire lässt den Besuchern erst ein wenig Zeit, die Exponate zu betrachten, bevor sie sie erläutert. Währenddessen beobachtet sie gern Leute, betreibt Studien über Marotten der Besucher und Wächter und ist nicht selten erheitert über Theos Mimikspiel.

In letzter Zeit ertappt sie sich mitunter dabei, fast ein wenig zu bedauern, dass der nicht unattraktive, verschlossene Mann, so ganz in seine detailverliebte Selbstdarstellung vertieft und zufrieden in sich ruhend, sie nicht bewusst wahrzunehmen scheint.

Zu gern hätte sie ein wenig mehr über sein Privatleben in Erfahrung gebracht. Doch selbst zu langjährigen Kollegen ist nicht mehr vorgedrungen, als dass er seit dem Tod seiner Mutter mit seinem geliebten Stubentiger alleine lebt.

Theos mangelndes Interesse beginnt die umschwärmte Marie zu fuchsen. Sie zieht ihre drei Freundinnen zu Rate, welche Theo vor Ort heimlich begutachten.

Zwei bemängeln das ein oder andere an Theos Aussehen, die dritte stichelt, Maries beste Zeiten seien halt allmählich auch vorbei.

Doch wenn Marie erst mal Feuer gefangen hat, bedarf es mehr als ein paar alberner Möchtegern-Feuerwehrfrauen, dieses zu löschen. Der mangelnde Zuspruch ihrer Freundinnen gießt Öl ins Feuer.

Haben die sich ihre Männer mal angesehen?!

Der Illusion über andere Männer beraubt, tritt Theo aus dem ihn umgebenden geheimnisumwitterten Halbdunkeln hinaus, erstrahlt wie eine Lichtgestalt. Marie Claire ist wie ein Schulmädchen bis über beide Ohren verliebt.

Seinen Kollegen ist Theo Dorn im Auge. Der verschlossen, immer mit dem Kopf in den Sternen ist. Durch sie hindurchschaut, sie ignoriert.

Der mal wie ein Panther durch die Wildnis schleicht, mal albern wie ein Gockel über den Acker stolziert.

Gern äffen sie ihn im Pausenraum, den der Kollege noch nie betreten hat, nach und suchen sich bei ihren pantomimischen Darstellungen gegenseitig zu überbieten.

Es stinkt ihnen gewaltig, ihn von Klinkhammer immer wieder als Vorbild vorgehalten zu bekommen. Sie argwöhnen, mit seiner Ernennung zum Vertreter Klinkhammers sowie zum „Chefaufseher“ könne auch ungerechtfertigt eine Gehaltserhöhung verknüpft sein.

Nein, den introvertierten Sonderling, der sich so gekonnt beim Chef einschleimt, kann niemand ab! Nur zu gern hätten sie dem mal einen Denkzettel verpasst!

Und als Kollege Harms eines Abends in der Kneipe einen Arbeitslosen kennenlernt, der früher mit Taschendiebstahl-Tricks auf der Bühne geglänzt hat, schmiedet er im besoffenen Kopf einen perfiden Plan, der am folgenden Tag von seinen Kollegen begeistert aufgenommen wird.

Von all dem ahnt Klinkhammer nichts. Beruhigt schickt er sich an, in seiner Lieblingspizzeria zu Tisch zu gehen, um sich für den anstehenden Zahnarztbesuch zu stärken.

Schon in der Früh im Bett hat Theo eine vage Vorahnung beschlichen. „Es gibt Tage, die sollte, die hätte man besser überschlafen!“, pflegt der mit Commissario Theo befreundete Staatsanwalt zu sagen. Ein solcher Tag ist heute. Denn Theo plagt ein entzündetes Hühnerauge am linken kleinen Zeh und der Schuh drückt zusehend.

Auf Grund seiner in einer atemberaubenden Verfolgungsjagd zugezogenen, höllisch schmerzenden Verletzung beschließt der Kommissar, seinen Dienst heute ausnahmsweise früher zu beenden.

Vielleicht sollte er den geplanten Umweg nach Dienstschluss zur Tierhandlung doch auf morgen verschieben. Vielleicht reicht das Katzenfutter ja noch für heute Abend und morgen früh. Zu dumm aber auch, dass der kleine Laden auf seinem Heimweg nur das billige minderwertige Futter führt! Denn für seinen Filou ist das Beste gerade gut genug!

Kurz vor ihrem Tod hatte seine Mutter ihm den verspielten und verschmusten Perserkater mit den blauen Augen geschenkt.

„Damit du mir nicht gänzlich vereinsamst!“, hatte sie gesagt und war in dem Kummer verstorben, ihr einziges Kind allein, ohne Familie, Partnerin, ja bar auch nur eines einzigen Freundes zurücklassen zu müssen. Der kleine Hausgenosse war denn auch rasch Theos Ein und Alles geworden.

Als Theo heute, von seinem entzündeten Zeh arg geplagt, ganz gegen seine Gewohnheit verstohlen auf seine Armbanduhr guckt, betritt Marie Claire mit ihrer für heute letzten Gruppe den Saal.

Plötzlich stutzt Theo, glaubt er doch, seinen eigenen Ohren misstrauend, Filous unverwechselbares Miauen gehört zu haben!

Und wie sich nachweislich Herz- und Pulsschlag einer Mutter beschleunigen, wenn ein Kind in ihrer Nähe „Mama“ ruft, so setzt Theo seine Runde mit geschärften Sinnen fort.

Da, schon wieder!“

Theo ist alarmiert und verwirrt zugleich. Seine Augen suchen jede Ecke, ja sogar die Kronleuchter ab. Er beugt sich vor und bückt sich, um überall nachschauen zu können, rempelt gar einen Besucher an, erregt Marie Claires Aufmerksamkeit.

Theo bricht der kalte Schweiß aus, er ruft sich selbst zur Ordnung. Ja, hat er denn den Verstand verloren! Wie um alles in der Welt sollte sein Filou ihre Wohnung verlassen und dann ausgerechnet zum und ins Museum hinein gelangt sein?!

Gedankenverloren greift er nach dem Schlüsselbund und … ins Leere!

Theo schaut auf seine rechte Hüfte, wo das überaus wichtige Utensil an seinem Gürtel befestigt sein sollte, und überzeugt sich ungläubig von dessen Fehlen.

Plötzlich wird ihm heiß und kalt. Das kann, das darf einfach nicht sein!

Marie Claire kürzt ihre Erläuterungen ein wenig ab, und ihr Blick schweift immer wieder zu Theo. Als sie schließlich ihre Gruppe in den nächsten Raum führt, sucht Theo den Saal akribisch ab. Ohne Erfolg!

Sein Hirn arbeitet auf Hochtouren. Man hat ihn hereingelegt, ihn abgelenkt, um ihm seinen Schlüsselbund zu entwenden! Ihm, dem langjährigen, erfahrenen, hochdekorierten Chefaufseher mit kriminalistischem Spürsinn! Kriminelle Elemente planen einen Diebstahl, einen Einbruch!

Rasch vergewissert Theo sich, dass in Saal acht noch alles an seinem Platz ist, und folgt Marie Claires Gruppe nach.

Claude, der bis zum Wechsel zur vollen Stunde in diesem Raum Aufsicht führt, kommt ihm erstaunt entgegen und schaut ihn groß an.

„Wir tauschen die Säle!“, sagt Theo im Vorübergehen kurz angebunden und hofft inständig, dass dem Kollegen das Fehlen seines Schlüsselbundes nicht auffallen möge.

Kopfschüttelnd kommt Claude der schroffen Aufforderung nach kurzem Zögern missmutig nach. Kaum ist Klinkhammer mal länger außer Haus, schon schwingt sich der olle Großkotz zum Chef auf! Also, Claude war ja eigentlich gegen die Verschwörung, aber verdient hätte der Kerl es!

Marie Claires geschultes Auge erforscht Theos Gesicht, tastet den Chefaufseher ab, bevor sie sich gewohnt freundlich einem Fragenden zuwendet.

Theo stellt sich etwas abseits. Und ins Bühnenbild, das sonst im Hintergrund wie in weiter Ferne sacht vor sich hin wogt, kommt mit einem Mal Bewegung. Farben leuchten intensiv auf, Formen kristallisieren sich zu Details aus der Masse heraus.

Die Statisten nehmen Gestalt an, werden zu Menschen aus Fleisch und Blut!

Mit denen ein Autist wie Theo nicht umzugehen weiß, unter denen er ohne die Krücke seiner Fantasie verloren ist …

Und zum ersten Mal seit sehr, sehr langer Zeit schaut Theo den Besuchern wieder bewusst ins Gesicht. Einer von ihnen muss ein Ganove sein!

Der in seiner Fantasie geschaffene Commissarrio bekommt weiche Knie! Schrecken und Angst gewinnen die Oberhand. Sein Leben droht von einer Minute zur anderen aus dem Ruder zu laufen, seine Existenzgrundlage ihm entzogen zu werden!

Fahrig, nervös und gänzlich überfordert folgt Theo der Besuchergruppe in der Bildergalerie, in der die Führung enden wird.

Ein hilfloser Schauspieler, aus der Rolle gefallen, der auf Winke und Worte seiner Souffleuse nicht reagiert! Machtlos sieht er zu, wie die Komparsen seine Bühne erobern.

Mit der Feinsinnigkeit eines Kindes bemerkt ein Junge seine Erstarrung, mit der Unbarmherzigkeit der Jugend macht der Rotzlöffel vor ihm Faxen. Und als sei er ein Wachsoldat unter Bärenfellmütze vor dem Buckingham Palast, lässt der sonst so autoritäre Aufseher den Bengel hilflos gewähren.

Erst Marie Claire beendet dass mit Häme beobachtete unwürdige Schauspiel, indem sie dem Jungen unsanft am Ohrläppchen zieht.

Unten in Klinkhammers Zimmer haben sich Theos Kollegen vor den Monitoren versammelt. Breites Grinsen, Schulter- und Schenkelklopfer. Ach, könnte man es nur ins Netz stellen!

Die Museumsführerin scheint heute ein wenig nervös zu sein, hüstelt und räuspert sich des Öfteren.

Dies bezieht ein Dreiergespann junger Männer auf sich und lässt einige lockere Sprüche vom Stapel. Marie Claire sucht Blickkontakt zu Theo, räuspert sich erneut und kontert mit den Worten:

„Ja, ja, ein Frosch im Hals! … Ja, ich weiß, man kann auch Tierliebe übertreiben!“

Während der allgemein einsetzenden Heiterkeit sucht Marie Claire vergeblich, des Chefaufsehers Blick in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Mit einnehmenden Lächeln bittet sie die Gruppe, sie kurz zu entschuldigen, führt etwas abseits kurz ein leises Telefonat, holt aus ihrer Umhängetasche eine kleine Flasche hervor und nimmt einen Schluck daraus.

Dabei tritt sie wieder an die Gruppe heran, hebt die Hand mit der Flasche auf das nächste Bild deutend und verschüttet Wasser auf das T-Shirt eines großen hageren Mannes mit Hakennase, der ihr verdächtig erscheint und auf den sie ihre Kollegen am Telefon hingewiesen hat.

Peinlich berührt entschuldigt sich die Museumsführerin mehrfach bei dem besprenkelten Besucher und tupft mit ihrem abgenommenen Schal vorsichtig auf sein T-Shirt.

Unwillig, ja barsch wehrt dieser ab, sehr zum Erstaunen der anderen männlichen Besucher, die sich nur allzu gerne von der hübschen charmanten Frau umsorgen ließen. Es entwickelt sich ein kleines Wortgeplänkel.

Der Hakennasige nutzt die Gelegenheit, sich dünne zu machen, und Theo sieht nicht, wie die Kollegen den Mann in der Eingangshalle applaudieren, ihm ein Kuvert mit Geld zustecken, und rasch die Videoaufzeichnungen löschen.

Als Klinkhammer wenig später in sein Museum zurückkehrt, wird er auf den Stufen, die zum Allerheiligsten hinaufführen, von einem großen schlanken Mann im Laufschritt derart angerempelt, dass er um ein Haar das Gleichgewicht verloren hätte. Voll böser Vorahnung eilt er ins Museum.
Theo fühlt sich noch immer wie gelähmt, zum verstummten ungläubigen Zuschauer des Geschehens degradiert, doch dank der lebhaft berichtenden Marie Claire wird Klinkhammer von seinem umsichtigen und sie instruierenden Verhalten in Kenntnis gesetzt.

Gerührt, ja ergriffen klopft Klinkhammer seinem Chefaufseher anerkennend auf die Schulter.

Theos betreten dabei stehende Kollegen, denen der Verbrecher entwischt ist, werden von ihm hingegen mit einem vernichtenden Blick bedacht.

Klinkhammer wundert sich, dass die Polizei so lange auf sich warten lässt. Die Kollegen drucksen verlegen herum. Daran, die Gesetzeshüter zu verständigen, hatten sie wohl in der Aufregung gar nicht gedacht. Und beim Versuch, den Verdächtigen mittels der Videoüberwachung ausfindig zu machen, hat Harms versehentlich das Band gelöscht.

Angesichts einer solchen Unprofessionalität verschlägt’s Klinkhammer die Sprache. Er ringt um Fassung!

Marie Claire blickt forschend in die Gesichter der Wächter.

Theo steht noch immer unter Schock und scheint nur körperlich anwesend.

Klinkhammer setzt an, ein Donnerwetter vom Stapel zu lassen, das sich gewaschen hat, als Marie Claire, leise Schwingungen auffangend und Böses ahnend, zu bedenken gibt, ob es nicht klüger sei, die Sache nicht nach außen dringen zu lassen, um dem Ruf des Hauses nicht zu schaden … Nicht, dass man entsprechende Kreise noch auf das Museum aufmerksam mache, welche vielleicht gar Sicherheitslücken vermuten könnten …

Dafür, dass zur internen Feierstunde, für die Klinkhammer eigens eine Ehrennadel für Theo hat anfertigen lassen, alle erscheinen, hat Marie Claire höchstpersönlich gesorgt.

Bei der Festansprache hebt Klinkhammer hervor, Theo habe die Gefahrenlage sogleich erkannt und jederzeit unter Kontrolle gehabt. Seinem bedächtigen, mutigen, ja geradezu heldenhaften Einsatz sei es zu verdanken, dass ein vielleicht nicht mehr gut zu machender Schaden vom Museum abgewendet worden sei!

Wenn Theo auch bedauerlicherweise der ihm gebührende Respekt der Öffentlichkeit versagt bleiben müsse, so werde er jedenfalls als Held in die Annalen des Museums eingehen!

Theo hat wie selbstverständlich zu seiner Rolle zurück gefunden. Der Commissario, von erlittener Schussverletzung genesen wieder im Dienst, nimmt die Ehrung gerührt unter dem verhaltenen Beifall seiner säuerlich dreinblickenden Kollegen entgegen.

Was Theo nicht bemerkt, hat er doch nur Augen für die hinreißende, für seinesgleichen unerreichbare Frau an Klinkhammers Seite.

Doch als Marie Claire ihm plötzlich einen innigen Kuss gibt und ihm etwas ins Ohr flüstert, ändert sich schlagartig alles für Theo.

Theo quittiert den Polizeidienst, tritt aus dem Reich der Tagträume hinaus ins wahre Leben.

Und hat plötzlich die Ausstrahlung einer Kartoffel! All das wundervolle, ihn umgebende Flair dahin geschmolzen!

Marie Claire blickt entgeistert einem verletzlichen, großen Jungen ins Gesicht, der seinen Kompass durchs Leben verloren hat, der sie dümmlich anhimmelt.

In ihren Augen erlischt das Feuer, Funken springen auf Theos Gehhilfe durchs Leben über, verzehren diese in Sekundenschnelle.

Nicht länger in seine Tagträume wattiert, stolpert und stottert Theo fortan gebrochen durch seine Tage.



Angelika Illner geb. 1957, Hotelfachfrau, studierte nach dem Abendgymnasium einige Semester, bevor sie heiratete und in die Eifel zog. Als Mutter zweier Kinder widmet sie sich vorwiegend der Familie, schreibt seit 2016 Kurzgeschichten.

Veröffentlicht von kklkunstkulturliteratur

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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