Alltagsgeschäft

Helmut Blepp für #kkl4 „Vertrauen“


Wir geben vor

Vertrauen zu schenken

um den Vertrauten prüfen


Wir versuchen

Vertrauen zu gewinnen

weil es uns von Vorteil ist


Wir bemühen uns

Vertrauen zu rechtfertigen

um es aufrecht zu erhalten


Wir stellen Vertrauensfragen

und meinen ihr Gegenteil


In unbedachten Augenblicken

werden wir sogar ins Vertrauen gezogen

obwohl uns das unangenehm ist


Die uns leichtfertig lieben

bringen uns Vertrauen entgegen

als sei das eine Zwangsläufigkeit


Aber wenn das Vertrauen der anderen

sich nicht kontrollieren lässt

was nützt uns dann die Selbstkontrolle


Wir gehen mit Vertrauen

so beliebig um

dass wir nicht mehr vertrauenswürdig sind

Doch auch wachsendes Vertrauen

von allen für alle

führt zu seinem Wertverlust


Wir können Schindluder treiben

mit dem Vertrauen

nur kaufen können wir es nicht

da macht es uns einen Strich

durch die Rechnung




Vorbehaltlos

Natürlich vertraut er ihr

aber selbstverständlich

kontrolliert er ihre Korrespondenz

prüft ihre Anruflisten

stellt ihr Fangfragen

schaut durch jedes Schlüsselloch

und schickt ihr Detektive hinterher

um jeglichem Misstrauen vorzubeugen




Helmut Blepp geboren 1959 in Mannheim, Studien der Germanistik und der politischen Wissenschaften, Trainer und Berater in Arbeitsrechtsfragen, lebe in Lampertheim/Hessen

Veröffentlicht von kklkunstkulturliteratur

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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