Im Schatten des Tigers

Susanne Rzymbowski für #kkl5 „Endlich unendlich, unendlich endlich“


Im Schatten des Tigers

Grenzen als Fassaden von Freiheit, in einer Welt, die sich geteilt hat im virtuellen
Raum. Es entdeckt und verflüchtigt sich der Boden, auf dem du gestanden hast und
doch nur die Hitze verbarg von Lava, aus dem der Kern.
Verschmelzende Krusten, die dir bleiben im Rausch der Geschwindigkeit, die dich
ergriffen hat und zum Einsturz bringt, das Denken der alten Zeit, die vergänglich und
doch Brücken baute zum Hier. Du bist im Morgen erwacht, im Schatten des Tigers,
der durch die Gitter enteilt.
Dein Denken, das du als Muster von Zeichen gefunden hast, in einer lichten
Wahrnehmung von gleichbleibender Struktur, die jetzt in ihrer kombinatorischen
Anordnung die Seiten wechselt, um dich zu einem abstrakten Raum zu führen, der
sich unmerklich ausbreitet und nun erwacht zu einer neuen Existenz – im Schatten
des Tigers, deine einzige Spur.
Du wirst geführt, an die Stirnseite der Verdrängung in ihrer gegenseitigen
Abhängigkeit eines Miteinanders. Gewaltig durchbricht es als Bezugspunkt die
Kausalität, wie ein Transformator aus Koordinaten, um zu Wachsen zu einer
ausgangslosen Wahrscheinlichkeit.
Der Schatten des Tigers, so dicht gefolgt im Gestern von Heute und Morgen.
Doch zufällig fügt sich die Ahnung, aus dem dir doch vertrauten Terrain, zu einer
wiederkehrenden Erscheinung, des sich verändernden Schwerpunkts zu einer
komplexen Lichtgestalt – dem Schatten des Tigers, der sich befreit.
Noch beziehungslos und ohne Sinn und Ort, gleicht er dem konstruktlosen Schema
des Chaos und verwandelt sich in seiner rhythmischen Bewegung zum Ziel zu deiner
zukünftigen Imagination aus rationaler Struktur in den Anfang des Endes
– in den Schatten des Tigers, zu dem du in den Fassaden einer Welt gereift bist.



Susanne Rzymbowski, geb. 1964 in Köln, im Büroalltag zu Hause, bezeichnet sich selbst
gerne als Spinnerin von Wort und Sinn, Autorin aus Leidenschaft, in ihrer Freizeit als
Lektorin und Coach aktiv. Seit 2015 nimmt sie an den unterschiedlichsten Ausschreibungen teil, um neue Ideen zu entwickeln.
Lyrische Texte liegen ihr am Herzen. Neben reinen poetischen Texten, die sich durch
Selbstreflexion und den Entwurf neuer Bilder auszeichnen, schreibt sie auch kritische
Gedichte.
Sie schreibt aber auch gerne Kurzgeschichten (seit 2018 auch unter Pseudonym).
Ihr Anspruch: Zum Nachdenken anregen. Ihre Texte berühren gedanklich und emotional und sind hintergründig, subtil und humorvoll geschrieben, immer den nötigen
Interpretationsrahmen für den Rezipienten lassend.
Zahlreiche Veröffentlichungen in unterschiedlichen Anthologien als Resultat teilgenommener Ausschreibungen sowie Veröffentlichung eines eigenen Erzählbandes in 2020.

Veröffentlicht von kklkunstkulturliteratur

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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