Der leere Stuhl

Torsten Krippner für #kkl7 „Ursache und Wirkung“



Der leere Stuhl

Peter spürte, wie ihm der Schreck und die Freude zugleich in die Glieder fuhr. Da stand Herat vor ihm. Peter erhob sich rasch von seinem Stuhl, um Herat zu begrüßen: „Du scheinst immer noch genau zu wissen, wo ich mich aufhalte.“ So war es seit ihrer ersten Begegnung, als er Herat und dessen Gefährtin Sepalika kennenlernte. Herat tauchte plötzlich allein oder mit Sepalika für einige Stunden auf, um dann wieder zu verschwinden.  Manchmal sogar für Jahre. Das war bereits so, als er vor vielen Jahren als buddhistischer Novize im Kloster und später in einer Einsiedelei im Wald lebte.

Peter war kurz zuvor aus Europa zurückgekehrt, um oben in den Bergen in einer abgelegenen Gegend Nahe Udewela ein Meditationszentrum zu übernehmen. Ein Jahr davor hatte er das Mönchsleben aufgegeben. Aber es hatte ihn dann noch einmal, auch diese Mal wieder aufgrund verschiedener Umstände, die er nicht wollte, nach Sri Lanka verschlagen.

Er wusste nicht, dass das letzte Mal sein würde, dass er heute Herat begegnete. Herat hatte ihn an einer Raststätte abgefangen, die sich auf dem Wege nach Kandy befand. Einmal in der Woche musste Peter nach Kandy fahren, um Besorgungen zu erledigen. Bei dieser Gelegenheit hielt er dann immer auf dem Rückweg bei der Raststätte, um eine Tasse Tee zu trinken. Peter tauchte dort immer am gleichen Tag und zur gleichen Zeit auf. Auch dies hatte Herat in Erfahrung gebracht. Peter freute das Wiedersehen natürlich, denn inzwischen waren Jahre verstrichen. Herat sagte, er wisse schon lange von seiner Rückkehr nach Sri Lanka und seiner Gewohnheit, in der Raststätte einzukehren. Doch vermeintlich sei es trotzdem reiner Zufall, dass er ausgerechnet an diesem Tag und zu dieser Zeit in der Gegend etwas zu erledigen hatte.

Herat gehörte zur „Janatha Vimukthi Peramuna“, kurz der JVP, der bewaffneten kommunistischen Guerillaorganisation, die gegen die Zentralregierung Sri Lankas kämpfte. Sie rekrutierte sich vor allem aus der mit der Regierung unzufriedenen Studenten und Universitätsdozenten. Ihr Ziel war die Errichtung einer kommunistischen Regierung in ganz Sri Lanka.

Wenige Monate zuvor waren Angehörige der Polizei, darunter auch Frauen und Kinder, von der JVP ermordet worden. Das hatte wiederum zur Folge, dass Armeeeinheiten am Tage uniformiert die Dörfer durchkämmten und nachts in Zivil, wenn sie Leute mitnahmen, die nie wiederauftauchten. Die damalige singhalesische Regierung unter der Führung von Ranasinghe Premadasa, der später einem Attentat zum Opfer fiel, bestritt, dass sie und ihre Armee irgendetwas mit den Morden an den Jugendlichen zu tun hatten. Es waren Tausende, die täglich monatelang die Flüsse hinunterschwammen oder im Gebüsch am Straßenrand durch Genickschuss hingerichtet wurden. Auch mit den abgeschlagenen Köpfen wollten die Armee nichts zu tun haben, die für jedermann sichtbar zur Abschreckung an Straßenecken aufgestellt wurden. Bezeichnenderweise hatte die Regierung, bevor sie Sri Lanka in ein Schlachthaus verwandelte, einen Tourismus-Stopp über das Land verhängt. So gab es wenige ausländische Zeugen. Dieses Verbrechen wurde von der Regierung perfekt verschleiert. Zwar gab es verzweifelte Aufklärungsversuche von Amnesty International. Aber was sie herausfanden, war nicht das, was tatsächlich geschah. So erfuhr die Weltöffentlichkeit wenig von den Verbrechen.

Herat war ein Verwandlungskünstler. Peter erkannte ihn auch dieses Mal beinahe nicht wieder. Seine traditionelle schneeweiße Kleidung, bestehend aus einem Sarong, einer Art weißem Leinentuch, das um die Hüfte gebunden wird und bis zu den Fußknöcheln herunterreicht, war bis in Höhe der Knie von einem Benjen bedeckt, einer Art kragenlosem Hemd, das über dem Sarong getragen wird. In der von Kopf bis Fuß schneeweißen Kleidung sah Herat aus, als käme er aus einem Tempel. Seine enganliegenden Haare waren kurz geschnitten und glänzten wie eine Speckschwarte. Er trug ein säuberlich ausrasiertes Lippenbärtchen. Die tief in den Höhlen eingesunkenen Augen und die weit herausragenden Backenknochen ließen eine schlimme Vergangenheit ahnen. Auch der Körper, der sich trotz der lockeren Kleidung deutlich abzeichnete, besaß etwas unnatürlich Eckiges. Die saubere gepflegte Fassade konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Mensch bis auf die Knochen abgemagert war.

Der Freund wollte nun wissen, was Herat seit ihrem letzten Treffen widerfahren sei. Und so hörte er, dass Herat seit einigen Jahren Besitzer eines Frisörgeschäfts war. Aber weil er da nur selten anzutreffen war, sei der Geheimdienst auf ihn aufmerksam geworden.

„Man hat uns in einer Reihe aufgestellt“, erzählte Herat tonlos. „Wir waren etwa zwanzig bis dreißig Leute. Die meisten waren jünger als ich. Die Fenster, des in helles Licht getauchten Raumes, waren vergittert und fest verschlossen. Ein Mann mit einem Sack über den Kopf – damit er nicht identifiziert werden konnte- ging langsam die Reihe ab und betrachtete jeden einzelnen aufmerksam durch die zwei in Augenhöhe geschnitten Löcher im Sack. Hin und wieder gab er ein Handzeichen, woraufhin derjenige, vor dem er kurz stehen blieb, abgeführt wurde.“

Herat hatte Glück. Seine Verkleidungskünste retteten ihm das Leben. Nach seiner Entlassung brach er die Verbindung zur JVP ab. Und die JVP zu ihm. Es entsprach einer altbewährten Taktik. Die JVP trennte sich grundsätzlich von einem Mitglied, sobald es sich verdächtig gemacht hat. Das lag etwa einem Monat zurück. Seitdem bekam er keinerlei finanzielle Zuwendungen mehr. „Vermutlich sind sie alle tot“, sagte er wie beiläufig, ohne sich irgendwelche Gefühlsregungen anmerken zu lassen. Beinahe schien es Peter, dass er keine Gefühlsregungen mehr besaß. Sein regungsloses maskenhaftes Gesicht ließ vermuten, dass er unter Schock stand. Seitdem lebte er von dem, was sein Geschäft ihm einbrachte. Und es war kaum genug, um damit die Miete zu bezahlen. Er hatte seit Wochen schon nichts Richtiges mehr gegessen. Als Peter aufstand, um ihn etwas zum Essen zu kaufen, hielt er ihn am Arm fest und sah Peter mit weitaufgerissenen Augen flehend an. Aber dann senkte er plötzlich den Blick und sprach wie zu sich selbst: „Ich bin es nicht mehr gewohnt, dass jemand etwas für mich tut. Ich habe keinen Hunger. Aber für eine Tasse Tee wäre ich dankbar.“

Peter wagte nicht, ihn über seine Vergangenheit zu befragen, und offensichtlich war Herat nicht gekommen, um über sich zu sprechen. Aber das hatte er ja noch nie getan – bei seinen unregelmäßigen Besuchen an den abgelegenen Orten – an denen Peter lebte. In diesem Moment wurde Peter bewusst, wie wenig er über Herat wusste. Was war er eigentlich für ein Mensch? „Ich habe ihn immer nur als revolutionären Clown kennengelernt, der mir mit kindlicher Freude seine Verwandlungskünste vorspielte“, sann Peter. Aber hin und wieder sprach Herat damals von der Zukunft. Dann strahlten seine Augen. Er träumte von einer Welt, in der es weder Polizei noch Armee geben müsste. Von einer Welt, in der die Menschen endlich einmal aus der Vergangenheit gelernt haben würden. Eine Welt, in der die Zugehörigkeit und Zuständigkeit sowohl Für- als auch Miteinander als höchstes Gesetz der Vernunft anerkannt sein würde.

Peter erinnerte sich: Damals bei einer ihrer letzten Begegnungen in Kandy, kurz nach Herats Entlassung aus dem Gefängnis, unternahmen beide einen Spaziergang kreuz und quer durch das Wäldchen, abseits von allen Wegen. Herat zeigte Peter die riesigen Krater, die ihre selbstgebastelten Bomben hinterlassen hatten. Die Armee hatte dort die eroberten Sprengkörper zum Detonieren gebracht. Er zeigte Peter den uralten Baum am stillen See, dort wo der Weg sich teilt, um sich in zwei verschiedene Richtungen irgendwo hinter hohen Bäumen zu verlieren. Der Baum, von dem Herat durch die Kugeln eines Maschinengewehrs geschützt wurde, blutete damals immer noch aus vielen Löchern eine dunkle harzige Flüssigkeit. Der See hat dort, wo dicke Bambusstämme weit in den Himmel ragen, einen kleinen Strand. Dort saßen sie schließlich eine lange Zeit und blickten schweigend auf die stille spiegelglatte Oberfläche des Sees. Der See war so klein, dass man sich mit jemandem am anderen Ufer durch Zurufe verständigen könnte. Peter kam oft zu diesem See. Im Grunde war es eher ein Teich, so klein war er. Er war immer glatt wie ein Spiegel. Die Winde, die mit dem Blättern im Baumwipfel spielten, lagen viel zu fern. Nie bewegte der Wind die Wasseroberfläche. Und doch gab es auf dieser stillen Oberfläche gelegentlich Wellen, die einen trägen Leguan trugen. Gelegentlich tauchte aus den trüben Tiefen ein Fischrücken auf und erzeugte kleine Kreise im Wasser. Die Fische waren sehr groß, vermutlich war der Teich in seiner Mitte sehr tief. Für Peter war es bisher ein stiller, friedlicher Ort gewesen. Doch Herat summte leise und nachdenklich eine Melodie. Peter kannte diese Melodie von einer Kassette mit revolutionären Liedern, die Herat ihm einmal vorgespielt hatte. Zu dieser Melodie gab es auch einen Text: „Geh hinein in den Schock, damit du aus ihm herauskommst.“ Herat nahm einen Stein und warf ihn ins Wasser. In dem Moment, in dem der Stein einschlug, tauchte in ihm das Bild eines zersplitternden Fensters auf. Er sagte zu Peter sagte: „Wie dünn und verwundbar doch unsere Haut ist. Wie sieht die Welt doch kaputt aus, wenn sie durch die Scherben eines Fensters betrachtet wird.“ Peter spürte damals, dass Herat auf eine Reaktion wartete. Doch er schwieg. Und so stellte Herat sich selbst die Frage, die er wohl von Peter erwartete: „Wenn die Welt nur meine eigene Vorstellung ist, so wie ihr Buddhisten sagt, dann gibt es sie vielleicht gar nicht in der Zukunft? Aber ist es dann nicht Verrat an der Zukunft, für die wir ja kämpfen?“ Peter erwiderte ihm: „Du fragst wie jemand, der nicht weiß, dass er träumt.“ Herat stand auf, und indem er sich anschickte zu gehen, sagte er traurig: „Ich weiß es wirklich nicht. Ich weiß nur, ich muss in diesen Krieg. Es ist meine einzige Chance rauszukommen.“ Und so war er dann wieder verschwunden. Für lange Zeit. So wie er es immer tat. Er war ihm auch damals so nah. Und doch konnte er Herat nicht helfen.

Als sich jetzt – Jahre später – beide nun in jenem Rasthaus wieder wiedertrafen, war Herat nur noch ein Schatten seiner selbst. Er hatte alles verloren, all das, wofür er kämpfte – vor allem Sepalika, seine langjährige Gefährtin war nicht mehr am Leben. Ein Beben durchfuhr seinen Körper, als er Peter zuflüsterte, dass ihre gemeinsame Freundin Sepalika bei einem missglückten Überfall auf die Polizeistation in Kataragama erschossen wurde. „Sie hatte Glück, denn sie wusste, wofür sie starb,“ fügte er tonlos hinzu.

Sepalika ist tot, Sepalika ist tot. Peter fühlte, wie das Blut in seinen Kopf schoss, es in seinen Schläfen hämmerte. Unwillkürlich stiegen die Bilder an seine erste Begegnung mit Herat und Sepalika in ihm auf. Eine Erinnerung an eine Begegnung, die nun eine Ewigkeit zurücklag: Peter befand sich an jener ersten Begegnung, er war noch Mönch, gerade auf dem Rückweg von seinem Bettelgang, als er an einem verlassenen Bungalow vorbeikam. Aus dem Inneren war unvermittelt ein undeutliches Geräusch zu hören. Er kehrte um, ging noch einmal zum Fenster zurück, stellte seine Bettelschale auf den Boden, um auf Zehenspitzen so tief wie möglich in das Zimmer hineinschauen zu können. Da sah er, dass sich unterhalb des Fensters im Inneren des Raumes einige Stofffetzen befanden, die sich offensichtlich bewegten. Zweifellos gab es doch Leben in diesem Bungalow. Sogleich beschlich ihn ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend, das immer dann auftaucht, wenn in unmittelbarer Nähe Hilfe notwendig ist. Dabei dachte Peter nicht gleich daran, dass es ein Mensch sein könnte. Vielleicht war es eine Hündin, die hier ihre Jungen geworfen hatte und nun in Not war. Auf jeden Fall wollte er das Haus nun genauer untersuchen. Wenn es in diesem Haus Leben gab, musste es ja auch von außen hineingelangt sein. Und tatsächlich fand er bald darauf eine Tür, die nur angelehnt war. In dem Moment, als er recht unbekümmert über die Türschwelle schritt, wurde ihm plötzlich bewusst, dass er schon seit Jahren keine Angst mehr empfand. Das buddhistische Gewand symbolisierte vollkommene Besitz- und Harmlosigkeit. Selbst im Urwald schien das Gewand wie ein Schutz vor wilden Tieren. Peter war also eine Randerscheinung, mit der niemand etwas anfangen konnte. Und er hatte sie gelernt zu lieben: diese Gleichgültigkeit. Für diesen Schutz, den er empfand, und die Freiheit, die ihm gewährt wurde, bedurfte es nur dieser Kleidung. Als Individuum machte sie ihn unsichtbar. Die Kleidung repräsentierte nicht ihn, sondern eine Weltanschauung. Wer oder was auch immer mit ihm als Mönch zu tun hatte, konnte ihn sofort einordnen. Er war nichts anderes als ein zweieinhalbtausendjähriger wunderbarer Gedanke. Und genau so sollte es auch damals bei der ersten Unterhaltung mit Herat wieder sein. Nachdem Peter den kleinen Flur, die ersten Zimmer durchschritten hatte und jetzt die letzte Tür öffnete, die in das Zimmer führte, welches er von außen durch die Gitterstäbe gesehen hatte, sprang eine dunkle Gestalt mit weit aufgerissenen Augen auf die Füße, um noch im Sprung sofort wieder zu erstarren. Der starre Blick verwandelte sich augenblicklich in kindliches Erstaunen. Der von schwarzen Barthaaren zugewachsene Mund zog sich, so schien es Peter, nun zu einem Lächeln in die Länge. Ohne seinen Blick von Peter abzuwenden, tastete seine rechte Hand in Richtung eines Bündels, das neben ihm lag und schüttelte es heftig. Daraufhin erhob sich noch eine zweite Gestalt und rieb sich die Augen. Die zweite Gestalt strich sich das lange schwarze Haar aus dem jungen noch kindlichen Gesicht. Es war ein Mädchen. Ihr Alter zu schätzen war nicht leicht, denn asiatische Mädchen sehen jünger aus als sie in Wahrheit sind. Aber zweifellos war sie noch ein Teenager. Während der Bärtige etwa Anfang zwanzig war. Da durchfuhr Peter ein freudiger Schreck. Ja doch- ja natürlich- Peter hatte ihn nur nicht gleich erkannt. Wegen der vielen Barthaare. Er war jener verrückte Bettler, der ihm vor einigen Tagen mitten auf der Straße den Weg versperrte. Peter hatte ihn vorher auf seinem Spendengang noch nie gesehen, er musste ein Vagabund sein. Dieser hatte ein Brot aus seiner schmutzigen Tasche gezogen, es in zwei Hälfte gebrochen und die eine Hälfte in Peters Schale gelegt. Das Brot ging gerade noch in seine Schale hinein, denn sie war bereits voll der Spenden, die Peter zuvor erhalten hatte. Aber damit nicht genug, so legte er ihm auch noch ein paar Münzen in die Schale, bevor Peter es verhindern konnte. Peter bat ihn höflich, das Geld aus der Schale zu nehmen. Schließlich verbieten die Regeln den Besitz von Geld. Aber dies tat er nicht. Stattdessen belehrte er Peter ärgerlich, dass er als Mönch gefälligst anzunehmen habe, was man ihm gebe. Auch das gleiche Mädchen, welches jetzt neben ihm stand, war damals in seiner Nähe. Dieses Pärchen hatte Peter schon damals fasziniert. Sie wirkten auf ihn so verwundbar. So völlig ausgeliefert. In einer Welt, die für sie nur Verachtung empfand. Aber die beiden erkannten Peter nicht wieder. Ihr freundliches Lächeln galt wieder einmal nicht ihm, sondern seinem Gewand. Sie sahen Peter immer noch mit großen Augen und einem erstaunten Lächeln an. Es war also nicht damit zu rechnen, dass sie ein Wort an ihn richten würden. So entschloss sich Peter, erst einmal den jungen Mann anzusprechen, denn er hoffte, dass er englisch sprach. Peter erwiderte das Lächeln und fragte freundlich: „Kennen wir uns nicht? Habt ihr mir nicht eine Gabe gereicht?“ Ohne die geringsten Veränderungen seiner Gesichtszüge nickte er zustimmend. Es war also nur eine Höflichkeitsfloskel. In Wahrheit erinnerte er sich an gar nichts. Auch das Mädchen hatte nun den Blick gesenkt und lächelte nur zurückhaltend vor sich hin. Zwischen ihnen stand eine unsichtbare Wand. Immerhin hatte Peters Mönchsgewand ihnen die Angst genommen. Dies allein war offensichtlich nicht Grund genug, um sich mit ihm zu unterhalten. Peter schien, als ob beiden seine Anwesenheit unangenehm sei. Schließlich waren sie gerade erst aufgewacht und hatten womöglich erst einmal wichtigeres zu tun, als sich auf eine Unterhaltung einzulassen. So blieb ihm zunächst nichts anderes übrig, als sich freundlich zu entschuldigen und den Rückweg zu seiner Behausung anzutreten. Sie ließen es bereitwillig geschehen, aber als Peter draußen war, rief ihm der junge Mann durch das Fenster nach: „Wirst du uns auch nicht verraten?“ Peter verneinte. Doch als er am Abend zurückkam, waren sie nicht mehr da. Sicher hatten sie seinen Worten nicht geglaubt. Es war die erste Begegnung mit Herat und Sepalika. Diese beiden seltsamen Menschen hatten bereits damals bei der ersten Unterhaltung seine Neugier geweckt. Er glaubte, dass sie seinesgleichen seien. Er musste sich etwas einfallen lassen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Natürlich kannte er die Regel: Ein Mönch besucht niemanden unaufgefordert. Er musste sie entweder dazu bringen, ihn zu besuchen oder ihnen eine Möglichkeit geben, ihn einzuladen. Eine dritte Möglichkeit wäre, eine Begegnung zu inszenieren.

Wenige Tage nach dieser ersten Begegnung hatten einige Tausend Anhänger der Untergrundbewegung JVP an einem einzigen Tag fast sämtlich Polizeistationen überfallen und durch eine Art Blitzkrieg große Teile Sri Lankas unter ihre Kontrolle gebracht. Doch die Regierung mobilisierte rasch die Armee und schlug den Aufstand nach wenigen Tagen nieder.

Herat holte Peter aus seiner Erinnerung in die Gegenwart zurück. Inmitten der Erstarrung und des Schweigens hörte Peter ihn wie durch einen Filter sagen: „Als der Buddha starb, war der Tod genau wie das Leben für ihn nichts weiter als eine biologische Tatsache.“

Nun fasste ihn Peter seinerseits fest ins Auge und erwiderte: „Nun, die Natur ist verschwenderisch. Sie schöpft aus dem Überfluss. Euch dagegen mangelt es an allem. Ihr seid wie Verdurstende, die bis zum Hals im Wasser stehen. Sepalika hatte sich selbst zum Opfer gebracht – noch vor ihrer natürlichen Lebensspanne. Sie hat der Natur ins Handwerk gepfuscht. Sie dachte immer nur an andere und hat dabei übersehen, dass sie auch existierte.“ Peter hatte sich nicht mehr unter Kontrolle. Seine Stimme zitterte, seine Gefühle begannen sich zu überschlagen. Er packte Herat am Arm und sah ihn flehend an. „Ist Selbstzerstörung nicht die Zerstörung des einzigen Maßstabes, der es uns ermöglicht, die Welt zu verstehen. Sieh dich doch mal selbst an. Du bist nicht die Spiegelung dessen, was du am meisten liebst, sondern die Wirkung dessen, was du am meisten hasst. Und je mehr du selbst zu dieser Wirkung wirst, umso ähnlicher wirst du ihre Ursache sein. Du glaubst gegen die Welt zu kämpfen, aber in Wahrheit kämpfst du gegen dich selbst. Hör doch bitte endlich auf zu kämpfen. Sieh doch nur, was du dir angetan hast. In Wahrheit hast du immer nur mit dir selbst gekämpft.“

Herat hatte wieder seinen Stuhl zurückgezogen und hielt den gesenkten Kopf in beiden Händen. Plötzlich erhob er sich wieder vom Stuhl, während er seinen erschöpften Körper mit den Händen an der Tischkante abstützte. Und wieder nagelte er Peter mit den von schlaflosen Nächten blutrot unterlaufenen Augen fest. „Die, gegen die wir kämpfen, würden sich bei deinen Worten ins Fäustchen lachen.“ Peter unterbrach ihn: „Aber ihr wollt, dass ihnen das Lachen vergeht“, und fügte hinzu: „Darum seid ihr euch ähnlich. Hass kommt nicht durch Hass zur Ruhe, sondern durch Nicht- Hass kommt der Hass zur Ruhe. Der Hass hat euch genauso blind gemacht wie eure Feinde. Ihr hättet sie nur mit dem schlagen können, was sie nicht besitzen: Mit Liebe.“ Herat zuckte zusammen und verzog das Gesicht, als habe er Zitronensaft im Mund. Doch bevor er etwas sagen konnte, fügte er schnell hinzu: „Ihr hattet Freunde im Volk gewonnen und auch in der Armee. Viel mehr als damals. Aber durch eure brutale Ungeduld habt ihr die Gunst derer verspielt, die eigentlich auf eurer Seite standen. Ihr hattet als Idealisten begonnen und endet als brutale Fanatiker, die das Volk tyrannisierten. Auch diesmal wandtet ihr euch gegen das Volk.“

Herat, der nun wieder saß, fuhr sich mit der Hand über das Gesicht, als ob er verzweifelt versuchte, sich an irgendetwas zu erinnern. „Du hast recht“, murmelte er schließlich. „Aber der Grund für die Grausamkeit liegt ganz woanders. Der Grund liegt in unserer mangelnden Menschenkenntnis. Unsere anfänglichen Erfolge zogen Kriminelle an wie das Licht die Motten. Als wir bemerkten, dass wir von Dieben, Betrügern und Totschlägern durchsetzt waren, da war es bereits zu spät. Um uns von diesem Abschaum zu reinigen, hätten wir Leute aus unseren eigenen Reihen erschießen müssen. Doch wir waren wie betrunken vom eigenen Erfolg. Wir waren so mächtig und zahlreich geworden, dass die Führung die Kontrolle verlor. Sie interessierte sich nur noch für ihren Erfolg. Es kümmerte sie wenig, dass durch ihre Maßnahmen das Volk in Angst und Schrecken geriet. Die meisten von ihnen bezahlten dafür mit ihrem Leben. Aber selbst, wenn wir alle draufgehen: Es wird unserer korrupten Regierung nichts nützen. Sie selbst säen die Saat, die sie am Ende doch vernichten wird. Bei jedem Aufgehen der Saat wird sie stärker, widerstandsfähiger und einflussreicher sein. Darin besteht der Unterschied zwischen uns und unseren Feinden. Im Gegensatz zu uns haben sie nichts im Krieg dazugelernt. Wir aber werden wiederkehren. Nicht weil wir es wollen, sondern weil wir wiederkehren müssen. Du sagst, dass uns der Hass mit unseren Feinden verbindet und Hass nur durch Nicht- Hass zur Ruhe kommt. Du glaubst an diese Zusammenhänge: Tag und Nacht, Ebbe und Flut, die Beziehung zwischen Sonne, Erde, Mond und Sternen. Nein, die Luft reinigt sich nicht dadurch, dass die Wolken aufgelöst werden, die der Wind zusammengetrieben hat, sondern dadurch, dass sich die Spannung zwischen Wind und Wolken steigern muss, um sich in einem Gewitter zu entladen. Wind und Wolken bedingen einander. Es bleibt nun einmal ihr Schicksal, sich in einer letzten gewaltigen Umarmung gegenseitig zu vernichten. Aber dann wird die Luft rein sein. Der Boden wird dann wieder fruchtbar für eine geraume Zeit sein. Bis sich wieder ein Wind erhebt und Wolken zusammengetrieben werden. Aus diesem Kreislauf gibt es kein Entrinnen. Du glaubst, dass du dein Leben dadurch bewahren kannst, weil du dich den Gesetzen der Vernunft unterwirfst. Aber ich sage dir, es gibt Wichtigeres als die Erhaltung des bloßen Lebens. Wenn du deine Hand in einen Ameisenhaufen steckst, dann rennen die Ameisen nicht davon, um ihr Leben zu beschützen. Sie greifen an, immer wieder, ganz gleich wie viele du in deiner Hand zerquetscht. Denn es gilt etwas zu bewahren, das weitaus wertvoller als das Leben ist. Aber wenn sich schon der Kampf gegen das Unrecht im Kampf der Ameise offenbart, um wie viel mehr muss es sich im Menschen offenbaren. Aber wenn du diesen Kampf gegen das Unrecht preisgibst, dann gibst du dein Menschsein preis.“

Nach den letzten Worten sank Herat wieder in sich zusammen. Er hüstelte verhalten in ein Taschentuch. War es nur Erschöpfung oder war er vielleicht sehr krank? Peter spürte, dass er sich um ihn sorgte- und zugleich seine eigene Verlegenheit. Ihm schien, als täte er Herat andauernd Unrecht. Auch mit allem, was er für ihn empfand. Seine Worte hatten Peter tief beeindruckt, aber er wollte sich seine Zuneigung nicht anmerken lassen. Er würde es wohl als ungelenke Vertraulichkeit empfinden. „Er stellte mein Menschsein in Frage und hatte mich damit schachmatt gesetzt. Dabei habe ich es mich entwöhnt, mich mit anderen Menschen zu vergleichen,“ dachte Peter. Aber Herats Bemerkung zwang ihn nun doch zu einem Vergleich. Ging es Peter darum, Mensch zu sein oder Mensch zu werden? Diese allseits so gepriesene Vervollkommnung der menschlichen Evolution war für den Buddha bestenfalls eine Begleiterscheinung, aber eben kein Ideal. Peter fühlte instinktiv, dass die Richtung dieser Argumentation zu verhängnisvollen Missverständnissen führen würde. Also beschränkte er sich, darauf hinzuweisen, dass der Buddha jene Faszination und tiefe Ehrfurcht vor dem Leben – die gegebenenfalls auch die Vernichtung des eigenen Lebens in Kauf nimmt- gekannt haben muss. Der Buddha stammte schließlich aus der Kriegerkaste und hatte eine Ausbildung in allen damals bekannten Waffengattungen erhalten.

So entgegnete er Herat: „Die Überlieferung sagt, dass der Buddha ein großer Kämpfer war und das Kriegshandwerk von Grund auf gelernt und gemeistert hatte. Eingedenk dieser Tatsache muss also die Gewaltlosigkeit, die der Buddha lehrte, etwas anderes bedeuten, als was ihr darunter versteht. Was für dich Vernachlässigung des Menschseins bedeutet, war für den Buddha des Menschseins höchste Vollendung. Im Gegensatz zu dir fehlte dem Buddha jene Voraussetzung, die den Kampf notwendig fordert. Denn jeder Kampf beruht auf Notwendigkeit. Kampf ist das Mittel, von dem sich eine Wendung der Not versprochen wird. Aber solche Notwendigkeit war für den Buddha nicht Ausdruck des Menschseins, sondern die Mangelerscheinung, die Notdurft, welche das Menschsein zur Hölle werden lässt. Indem er so die Ursache oder den Kern aller Kriege in sich selbst entdeckte, war es nur noch eine Frage der Zeit, diesen seit Urzeiten bestehenden Krieg gegen die Notdurft in sich selbst zu führen und schließlich zu beenden. So war für den Buddha nie der Kampf Ausdruck von Edelmut, sondern vielmehr die Gewaltlosigkeit. In den überlieferten Schriften über die Aussagen des Buddhas steht geschrieben: ´Die Edlen stellen sich nicht zum Kampf´. Und so hat es bis auf den heutigen Tag nie einen Krieg im Namen des Buddhas gegeben.“

Herat hatte, ohne Peter zu unterbrechen, aufmerksam zugehört. Aber nun schüttelte er den gesenkten Kopf. „Du hast mich nicht verstanden“, sagte er traurig. „Ich kämpfe nicht gegen die Notdurft, sondern gegen die Ungerechtigkeit. Sieh mich doch an. Sieht so einer aus, der nur an die Befriedigung seiner Bedürfnisse denkt? Du weißt nicht, wie viele Menschen mir ihr Leben zu verdanken haben. Auch du würdest ohne meine Hilfe längst nicht mehr hier sein. Als damals die Polizei die Bauern in deiner Gegend vertrieben, weil das Land, das sie bewohnten, verkauft werden sollte, verhinderten wir gerade noch rechtzeitig die Fortsetzung dieser Maßnahme. Das hatte zur Folge, dass du in deiner Stätte von einer Invasion heimatloser Bauern verschont geblieben bist. Diese wären nämlich so zahlreich geworden, dass sich ihre Hütten an deinem Haus angelehnt hätten. Übrigens beobachteten wir dich seit Jahren und wussten, dass du dort Lebensmittel unter der Bevölkerung verteilt und eine Erste- Hilfe- Station eingerichtet hattest. Durch deine Unterstützung konnte ein Spielplatz für die Dorfkinder gebaut werden. Ganz zu schweigen von den Kinderfesten, den Ausflügen und sportlichen Wettkämpfen, die du organisiert und finanziert hattest. All dies bewahrte dich, von unserer Organisation auf die gleiche Stufe all dieser religiösen Scharlatane gestellt zu werden, die das Volk nur ausbeuten. Wir hatten eine Todesliste von jenen angefertigt, die sich im Namen der Religion am Volk bereichern. Hättest du dies alles nicht für die Bevölkerung geleistet, wärst du auch auf diese Liste gekommen. Denn als du damals plötzlich in diesem Herrenhaus auftauchtest, welches dir ein Mönch anvertraute, um daraus ein Meditationszentrum zu errichten, wurden wir auf dich aufmerksam. Aber du ließest dir nichts zu Schulden kommen. So wurdest du von uns verschont. Und doch stelltest du uns zuweilen auf eine harte Probe. Zum Beispiel hatten wir unseren Jungs erzählt, dass du ihnen bei einer Begegnung Essen und Trinken geben würdest. Aber als sie eines nachts, nachdem sie in den umliegenden Dörfern alle Ausweise der Bauern eingesammelt hatten, um somit die Identifizierung durch die Polizei zu erschweren, an deinem Haus vorbeikamen, da waren sie müde, erschöpft und gebeugt vom Gewicht ihrer schweren Maschinenpistolen und wären dir für eine kleine Zuwendung sicher dankbar gewesen. Aber du hast ihnen lediglich den Weg erklärt und dann ziehen lassen. Und ein anderes Mal, als wir eine Ausgangssperre über das ganze Land verhängten, wagtest du es, mit deinem Motorrad in der Gegend herumzufahren. Zum Glück gehörte ich zu jener Mannschaft, welche die Straßen bewachte. Ich saß im Gebüsch, als du an uns vorüberfuhrst und bemerkte gerade noch rechtzeitig, als sich einer unserer Leute anschickte, dich mit seinem Gewehr aus dem Sattel zu schießen.“

Seine Offenbarungen verschlugen Peter die Sprache. Herat nahm dies mit sichtlichem Vergnügen wahr und ließ eine Minute der Genugtuung verstreichen, bevor er wieder zu sprechen begann. „Es ist wahr, dass nie im Namen des Buddhas ein Krieg geführt wurde. Aber ist unser Kampf, unser Krieg gegen die Ungerechtigkeit ist Ausdruck einer tief verwurzelten Sehnsucht nach Frieden, Harmonie und Freiheit, nach einem Pfad der Reinheit, wie er seit Urzeiten in unserem Blut liegt und auf seine Verwirklichung wartet. Wir sind wie die Lemminge, die aus einem uralten Instinkt heraus in die gleiche Richtung rennen. Es kommt nicht darauf an, ob wir einzig überleben oder nicht, sondern die wahre Richtung beibehalten. Nur darauf kommt es an- sowohl für uns als auch für folgende Generationen. Wir sind der Ausdruck eines Naturgesetzes. Und ihr, die nicht in diesen Krieg ziehen, die an abgelegenen Orten in Höhlen nur eure eigene Befreiung zum Ziel habt, könnt bestenfalls mit unserem Verständnis, aber nicht mit unserer Billigung rechnen. Zwar richtet ihr in eurer Harmlosigkeit keinen Schaden an, aber für die Menschheit seid ihr bedeutungslos. Ihr seid die Ausnahme. Ihr seid die Relikte einer längst verflossenen Zeit, nach der wir uns sehnen. Ihr habt von uns nichts zu befürchten. Ihr steht unter Denkmalschutz wie die Ruinen der alten Klöster und Königsstädte, die nun nicht mehr das sind, was sie einst waren. Aber sie weisen doch auf den Geist ihrer Erbauer hin, auf Freiheit und Gerechtigkeit als Grundlage einer schöpferischen Kraft, die sich einst wohltuend und segensreich über das gesamte Land ausbreitete. Diese uralte Tradition der Gewaltlosigkeit aus der Zeit des Friedens habt ihr euch zur Unzeit – und somit zu Unrecht angeeignet. Die Welt ist in Unordnung! Ihr bringt nicht die Welt in Ordnung, sondern nur euch selbst. Aber wir führen durch unseren Krieg die Menschheit zu jenem Ausgangspunkt,

Während Herat sprach, stieg Peter der Gedanke auf, dass es vielleicht nicht immer ein „Richtig“ und ein „Falsch“, sondern auch ein „Richtig“ und ein „Richtig“ geben könnte. Nur eine Wahrheit kann ich nicht aushalten. Selbst der kategorische Imperativ ist ein Schreckgespenst. Aber nein, dass behielt er für sich. Denn er wusste, Herat würde dies nicht verstehen. 

Herat hatte zu Ende gesprochen. Er schwieg noch eine Weile. Und als er sah, dass Peter nichts hinzuzufügen hatte, erhob er sich schwerfällig und verließ den Raum auf schwachen, abgemagerten Beinen. Er ließ Peter ohne Abschied zurück, ohne sich nur einmal umzudrehen. Ebenso wie es immer seine Art war. Peter blieb noch eine Zeitlang am Tisch mit dem leeren Stuhl, der ihm gegenüberstand, sitzen. Und wenn er sich nun fragte, was ihm an diesem Abschied am tiefsten in der Erinnerung blieb, dann fiel ihm immer wieder dieser leere Stuhl ein.

Peter hatte noch viele Jahre später bis zu seiner endgültigen Rückkehr nach Deutschland in allen Städten, Dörfern und Ortschaften Sri Lankas in der Hoffnung Ausschau gehalten, dass ihm Herat noch einmal begegnen würde. In der Hoffnung, dass er Herat auch nur einmal von Weitem sehen würde. Allein um zu wissen, wie es Herat geht. Um zu wissen, dass er noch lebt. Um zu wissen, dass er unsterblich ist.




„Der Text entstand nach einem Interview mit dem Maler und ehemaligen buddhistischen Mönch, Peter Zacharias.“

Torsten Krippner, geboren 1968 in Köthen, nach der Wende Studium an der Martin- Luther- Universität Halle: Geschichte und Germanistik, anschließend Volontariat und Arbeit als Redakteur, seit 2001 pädagogischer Mitarbeiter in einer Jugendhilfeeinrichtung in Nauen.

Veröffentlicht von kklkunstkulturliteratur

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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