Wunsch nach einer weltoffenen Gesellschaft

Julia Kohlbach für #kkl13 „Über den Tellerrand“




Wunsch nach einer weltoffenen Gesellschaft


Mia ist 15 Jahre alt als sie Abschied von ihrer geliebten Großmutter Margarete nehmen muss. Nach kurzer aber schwerer Krankheit wurde sie aus dem Leben gerissen. Für Mia bricht eine Welt zusammen und erst Jahre danach hat sie gelernt mit der entstanden Lücke umzugehen. Mia und Margarete waren unzertrennlich. Schon als kleines Mädchen hat Mia zu ihr herauf geschaut und sie für ihre Lebensfreude und -stärke bewundert. Bis Heute, sucht sie in Gesprächen immer wieder die Nähe zu ihrer Großmutter und weiß, dass sie in ihrem Herzen weiter lebt.

So liegt Mia auch an diesem Abend im Bett, schaut in den Sternenhimmel und spricht zu ihrer Großmutter:
„Ach Oma, ich vermisse dich. Weißt du, das Leben ist nicht mehr das, was es mal war. Die Welt hat sich verändert, die Freiheit ist eingedämmt und die Gesellschaft ist gespalten. Die Bevölkerung wird in Gruppen eingeteilt und ich fühle mich teilweise ausgeschlossen. Eigentlich wollen wir in wenigen Wochen in die Provence reisen, doch ob das wirklich möglich sein wird, weiß keiner so genau. Ich wünschte, dass du etwas machen könntest. Vielleicht die Zeit zurück drehen oder uns alle positiv nach vorne schauen lassen.
In deinen letzten Worten an mich, hast du gesagt, dass ich nie vergessen soll, wie stark ich bin, meine Lebensfreude und Weltoffenheit zeigen soll. Doch zum jetzigen Zeitpunkt fehlt mir meine Freude, das Glück ist verschwunden und auch mein Lebensmut wird weniger. Ich bin sehr enttäuscht von der Gesellschaft und wünsche mir nichts sehnlicher, als dass alle Menschen auf deine Worte hören würden:
‚Zeige Lebensfreude, sei weltoffen und genieße die Freiheit, denn jeder hat das Recht darauf glücklich zu sein. Nur wenn du über den Tellerrand schaust, kannst du lernen und sehen, was gut oder schlecht ist. Der Blick in einen Tunnel ist der falsche Weg, denn die Welt ist vielmehr als ein dunkler Kreis.’
Und damit hast du recht, denn die Welt ist eine bunte Kugel, die ständig in Bewegung ist und sich verändert. Wer immer nur auf einen kleinen Ausschnitt blickt, wird nie sehen, wie zauberhaft verschieden die Welt ist. Doch für die Vielfalt und Veränderungen muss die Gesellschaft zusammen halten und sich gemeinsam auf Chancen und Risiken einlassen. Denn nur als Gemeinschaft werden wir in der Lage sein die Welt zu bewegen.
Wenn wir dieses Ziel erreicht haben, wird auch der Tag kommen an dem ich wieder glücklich bin.
Bitte hilf’ uns doch dabei. Ich vermisse dich so sehr, Oma Margarete.“





Julia Kohlbach

„Ich bin 1995 in Thüringen geboren. Seit dem Ende meines Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft arbeite ich als Bibliothekarin. Meine größten Hobbies sind Lesen, Handarbeiten und Sport. Seit kurzen habe ich auch das Schreiben für mich entdeckt.“





Über #kkl HIER

Veröffentlicht von kklkunstkulturliteratur

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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