Wie uns Vorbilder beeinflussen

Catharina Luisa Ilg für #kkl23 „Leitsterne und Irrlichter“




Wie uns Vorbilder beeinflussen

Ob nun bewusst oder unbewusst, jeder hat sie – Vorbilder. Sie begleiten uns auf unseren Wegen, dienen als Leitsterne und können sich von Zeit zu Zeit ändern.
Als beispielsweise ich klein war, war mein Vorbild der tätowierte und unkonventionelle YouTuber Taddl. Darüber, ob das gut oder schlecht für mich war, lässt sich streiten. Damals hatte ich dabei noch nicht einmal unbedingt das Gefühl, das Konsumieren seiner Videos würde mich beeinflussen oder dass ich ihn mir vorübergehend als Vorbild ausgepickt hatte. Das alles wurde mir erst im Nachhinein bewusst, da er mich in meiner persönlichen Entwicklung doch recht stark geprägt hat:
So bin ich wegen ihm vegetarisch und später vegan geworden, habe angefangen, Rapp zu hören und etwas an meinem Aussehen ändern zu wollen.

Denn Taddl und seine Freunde waren überaus schlank und sportlich, wohingegen ich in meiner kindlichen Gestalt, doch eher mollig gebaut war. Ich wollte einfach auch cool und schön sein, was noch dadurch begünstigt wurde, dass ich in der Grundschule von einigen Jungen auch wegen meines Gewichts gehänselt wurde.
Mir ist bewusst, dass in den Videos nie besonders viel über Ernährung oder ähnliches gesprochen wurde, doch die optischen Reize allein reichten, um mich zu verunsichern.

Wahrscheinlich ging es vielen so mit ihren Kindheitshelden: sie mochten einfach die Charaktere und wollten deshalb voll und ganz wie ihre Idole werden. Daran ist auch prinzipiell erstmal nichts Schlechtes, da uns Vorbilder motivieren und Möglichkeiten aufzeigen, die wir sonst möglicherweise nie kennengelernt hätten, aber da wo Licht ist, ist auch immer Schatten, weshalb wir uns und unsere Vorbilder hin und wieder hinterfragen sollten.
Dabei helfen beispielsweise einfache Fragen wie „Warum möchte ich so aussehen?“, „Warum mache ich das?“ oder „Was will ich damit bewirken?“. Wenn dann die Antwort etwas mit irgendeiner Person zu tun hat, kann man sich relativ sicher sein, dass man es nicht für sich selbst tut, sondern um einer fremden, eventuell fiktiven Person nachzueifern. Dabei solltet ihr doch eure eigenen Ziele verfolgen und einen Lebensweg finden der euch glücklich macht.

Passt also auf, dass eure Leitlichter nicht unbewusst zu Irrlichtern werden, denn dafür ist das Leben einfach zu kurz.




Mein Name ist Catharina Luisa Ilg, ich wurde 2005 im wunderschönen Erzgebirge geboren und lebe seitdem dort. Meine Hobbys sind Reiten, Lesen, Basteln und Schreiben. Sobald ich mein Abitur bestanden habe, würde ich gerne Architektur studieren und später einmal als Architekt arbeiten.






Über #kkl HIER

Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin und ZeitenGeist Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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