Simon Madaus für #kkl29 „Zeit“
Sonnenzeit
Verpasste Chancen
kommen nie mehr zurück –
komm, greif dein Glück!
Mit beiden Händen
an beiden Enden,
es hängt jetzt alles davon ab,
ob du den Mut hast, neue Wege zu sehn
oder immer nur die alten zu gehn.
Den Blick nach vorne
und oben die Sterne,
dein Geist entflieht in die Nacht.
In dieser Nacht,
in dieser Nacht
wird alles anders gemacht.
Lass dich bewegen,
ich komm dir entgegen,
führ mich durch die Dunkelheit.
Zum nächsten Morgen
ist es nicht mehr weit.
Wir nehmen uns die Zeit,
die an uns vorbei fliegt
mit wehenden Fahnen
in die Unendlichkeit.
Ich bin soweit,
mach dich jetzt bereit,
es ist Sonnenzeit.
Sonnenzeit,
es ist Sonnenzeit,
wir sind bereit.
Wenn im Sommer die gemähten Wiesen
nach meiner Jugend riechen
und der Regen den heißen Asphalt küsst,
weiß ich, ich bin am Leben.
Und im Winter dieselben Wiesen,
in Weiß bedeckt,
ein neues Jahr begrüßen, den Frühling begrüßen,
weiß ich, es ist unsre Zeit,
unsre Zeit,
es ist unsre Zeit.
Mach dich jetzt bereit.
Sonnenzeit,
es ist Sonnenzeit.
Wir sind bereit.
Die ganze Zeit
Wohin geht sie, die ganze Zeit?
Ist es der Sinn, dass sie verrinnt und nie stehen bleibt,
Glücksmomente verfliegen wie im Traum
und qualvolle Stunden endlos dauern?
Ist es wahr
oder Illusion?
Wohin wir gehen, da war sie schon!
Wenn sie nicht stehen bleibt,
wohin geht sie dann?
Alles was gestern war,
ist heute verloren gegangen.
Aus dem Buch „Was du Seele nennst“



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