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#kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin

ISSN  2751-4188

„Kunst spiegelt, bewegt und setzt Ursachen!“

Aktuelle Beiträge

Wachstumsschmerz

Jana Gottenströter für #kkl23 „Leitsterne und Irrlichter“ Wachstumsschmerz „Growth, growth“, hallt es durch den Raum. „Growth!“ Ich presse den roten Knopf, bis sich das Gummi in meine Haut bohrt. Ein schwarzer Bildschirm, Stille im Raum. Nicht aber in meinem Kopf. Da hören wir es, laut und deutlich: Wir brauchen Wachstum. Keine Alternative, kein Wundermittel, keine„Wachstumsschmerz“ weiterlesen

Momente für die Ewigkeit

Jasmin Lincke für #kkl23 „Leitsterne und Irrlichter“ Momente für die Ewigkeit Es ist kalt. Frostige Nachtluft strömt von draußen herein, brennt in den Lungen und vermischt sich mit weißen Atemwolken. Den Rahmen des weit geöffneten Fensters zieren trübe Schleier und an den Rändern der Scheibe erstarrt Kondenswasser zu Diamant. Eisblumen erobern das Glas wie kalte„Momente für die Ewigkeit“ weiterlesen

Ich dachte, ich kenne den Weg…

Carina Aigner für #kkl23 „Leitsterne und Irrlichter“ „Ich dachte, ich kenne den Weg. Ich tat es nicht. Ein Stern zeigte mir, dass es auch anders geht. Nun zeige ich mein Licht.“ Mein Name ist Carina Aigner, ich lebe in Linz/Österreich und arbeite seit 2020 neben meinem Büro-Vollzeitjob als Collagenkünstlerin. Aus alten Büchern und Magazinen aus„Ich dachte, ich kenne den Weg…“ weiterlesen

Ich

Ursula Strätling für #kkl22 „Bewusstheit“ Ich Nur das Ticken der Uhr … Sie steht nicht still … Sekunden – Minuten – Stunden … Nur Ich Ein schräger Ton verirrte sich Der schräge Ton da vorne kommt mir gerade recht ich fang ihn ein und leg ihn mir in Position zurecht genüßlich schieb ich ihn ein„Ich“ weiterlesen

Verschwommen

René Oberholzer für #kkl22 „Bewusstheit“ Verschwommen Der Tanz um die MitteEin Versuch nach Nähe Wir waren elegantUnd blieben es nicht Der Tanz wurde zur FluchtIn mehreren Raten Der Strom fiel ausDie Räume wurden dunkel Tränen fielen auf die BilderDie Konturen lösten sich auf Qualitätskontrollen Sie ist diplomierte QualitätsprüferinSie überprüft auch unsere BeziehungEinmal die Woche vor„Verschwommen“ weiterlesen

Bewusstheit

Ann Kristin Bartke für #kkl22 „Bewusstheit“ Bewusstheit Ein merkwürdiger Begriff, denke ich, als ich diesen lese. Was meint er denn jetzt im Gegensatz zu Bewusstsein? Ist es eine globale Komplexität die sich dahinter verbirgt? Natürlich kann ich das jetzt wieder googeln und Wikipedia fragen, mag das aber nicht. Lieber lasse ich mich von mir überraschen„Bewusstheit“ weiterlesen

Die Macht der Stille

Ingrid Baumgart-Fütterer für #kkl22 „Bewusstheit“ Die Macht der Stille Ich tauche ein in mein Sein,fühl mich mit mir nicht allein,sondern verbunden mit mir – meiner göttlichen Natur – frei von jeglichem Aufruhrwird,s in meinem Herzen still,vielleicht weil Gott es so will und erfahre eine heilsame Stille,in der Körper, Seele, Geistzur friedvollen Einheit gelangen,in deren Zentrumder„Die Macht der Stille“ weiterlesen

ÜBERGEHEN

Roland Schmidlin für #kkl22 „Bewusstsein“ ÜBERGEHEN Die formenschwer spazierende Zufriedenheit Abspaltend das überzählige Vorzeigescheit Greift unbehindert ins untermauernde Rad Tauschflächen vollführen Endsprünge im Grat Doppelte Böden die Schiebe ins Blaue reichen Dem aufgeblähten Druck zeitnah entweichen Ausgerichtete Sehsucher im Dunkeln tappen Im Erkennen nach Luftschritten schnappen Als Roland Schmidlin habe ich am 11.11.1964 das Licht„ÜBERGEHEN“ weiterlesen

Zwiebelprinzip

Simon Felix Geiger für #kkl22 „Bewusstheit“ ZwiebelprinzipWir wandern durchwandelnd von Selbstbild zum Wert, der tief in uns wurzelt, frei vom Kleinmachzwerg, frei von Größengedanken, nah beim eigenen Selbst, Würde-Weite Brust-Bunker, von Goldsternen erhellt –Den Balken vorm Auge erkennen wir nicht, doch deine zwei Dornen, dafür hasse ich dich, mein Dunkel verdunkelt die Innenansicht, doch bei„Zwiebelprinzip“ weiterlesen

Die Bank

Chellinchen für #kkl22 „Bewusstsein Die Bank Ankunft in Hannover, der bekannte Bahnhof. Es ist immer einer der drei Tagungsorte hier. Diese Wege kenne ich so gut wie den Bahnhof, hatte noch nie darauf geachtet, ob es unterwegs eine Filiale dieser Bank gibt. Ob es sie woanders in Hannover gibt, weiß ich sowieso nicht. Bis auf„Die Bank“ weiterlesen

Drei Stufen der Introspektion

Veilleville für #kkl22 „Bewusstheit“ Drei Stufen der Introspektion (aus meinem Werk „Das Ende vor dem Beginn“) Wieder ein Versuch. Nicht die Gedanken anderer besänftigen mich, nur die eigenen. Das Schweigen der Wände, die Ruhe um mich herum, nichts zu erhören, kein Lebenszeichen zu erkennen – nur ich selbst. Der Körper verharrt, bewegt sich nicht, hält„Drei Stufen der Introspektion“ weiterlesen

Wissen:

Christian Baudy für #kkl22 „Bewusstheit“ Wissen: w i s s e n ist m  a  c  h  t aber n i c h t s. (Aphorismus) Christian Baudy, Anglist und promovierter Sprachverrmittler. Freiberuflicher Online-Redakteur, Journalist, Erwachsenenbildner und Übersetzer. Literarisch mit Glossen, Kurzprosa, Aphorismen, Haiku und Kurz-Gedichten in diversen Print- und Online-Medien unterwegs. Erster Gedichtband „Blättern unter„Wissen:“ weiterlesen

Aufmerken

Gisela Baudy, für #kkl22 „Bewusstheit“ Aufmerken Der Erdeder Kreaturihre Poesieund Würdewiedergeben. Aufmerken. Wortein die Erde legenund lauschen. Haiku: Die Ketten lösen.Deine Seele schönkämmen.Aus Sonnen lächeln. Gisela Baudy, gebürtige Pfälzerin. Die Germanistin, Gräzistin, Erzählforscherin und ausgebildete Verlagskauffrau arbeitet heute als freie Journalistin und freie Online-Redakteurin im Bereich Umwelt und Nachhaltige Entwicklung. Veröffentlichung erster Gedichte im LiTERRAturbrief„Aufmerken“ weiterlesen

Fallobsts Spiegelbild

Gerald Marten für #kkl22 „Bewusstheit“ Fallobsts Spiegelbild Bewusstheit ist die Fähigkeit Sich selbst im Geist zu scannen Doch willst du wirklich intensiv Denn alles von dir kennen? Und spricht das eigne Spiegelbild Verschwommen mal zu dir Bewusstheit ist das eher nicht Wahrscheinlich zu viel Bier Bewusstheit haben Tiere nicht Und drum kein Spiegelbild Hast du„Fallobsts Spiegelbild“ weiterlesen

SEELISCHER ZUSTAND

sara reichelt für #kkl22 „Bewusstsein“ SEELISCHER ZUSTAND Und sie entschieden sich dafür, jener Nähe Ein Atem, eine Stimme, ein einziger Gedanke sind sie, sich stundenlang gegenübersitzend, und sie entschieden sich dafür, jener Nähe, die sich zwischen ihnen mehr und mehr ein einziger Gedanke sind sie, sich stundenlang gegenübersitzend, so als säßen sie schon seit uralten„SEELISCHER ZUSTAND“ weiterlesen

Bei Bewusstsein

Achoaq Cherif für #kkl22 „Bewusstheit“ Bei Bewusstsein Ich höre wie Menschen ihre Münder bewegen und sehe wie Töne ihren Weg zu mir bahnen. Ich renne weg, in meinem Kopf, der mich schützend in die Arme nimmt. Der Himmel hat aufgehört zu existieren und nun sieht der Boden zu leer aus. Was, wenn die Bäume auf„Bei Bewusstsein“ weiterlesen

In die Falle gegangen

Thomas Faßbeck für #kkl22 „Bewusstheit“ In die Falle gegangen Es war in diesem einzigartigen Moment: wie vom Blitz getroffen, in voller Wucht spürte er zum allerersten Mal dieses Gefühl, das wohl schon seit Urzeiten in ihm war, das er aber bis jetzt noch nie bewusst wahrgenommen hatte. Das Gefühl, alles, wirklich alles falsch zu machen,„In die Falle gegangen“ weiterlesen

Das Bild

Astrid Kohlmeier für #kkl22 „Bewusstheit“ Das Bild Jeden Tag auf’s Neue zeichne ich ein Bild von mir Mit zarten Linien skizziere ich mein heutiges Ich Ich tauche meine Fingerspitze in die Buntheit Zeichne das Antlitz der Gedanken und Gefühle Male die Züge meines Wesens, meiner Gegenwart Und so entsteht nach und nach mein Porträt Doch„Das Bild“ weiterlesen

Mitnehmen

Melanie Bäreis für #kkl22 „Bewusstsein“ Mitnehmen Manche Dinge können nur gefühlt werden,wie die Stimme, die in einer gesungenen Textzeile bricht,und all jene andere Momente, in denen hier auf Erdenin Sekundenbruchteilen wird aus Wasser Licht.Oft ist es nur der Regen, der stürzt auf die Welt nieder,ertränkt rote Leuchtreklamen, die flammen vor dem sturmverdunkelten Firmament.Lässt uns dieMitnehmen weiterlesen

Was wirklich zählt

Julia Kohlbach für #kkl22 „Bewusstheit“ Was wirklich zählt  „Was zählt ist die Erinnerung, was zählt ist die Bewegung, was zählt ist das Leben.“ So beginnt Frau Müller die heutige Unterrichtsstunde zum Thema Altern in der 9c. Bevor sie mit der wissenschaftlichen Erläuterung des Alterungsprozesses beginnt, fragt sie ihre Schüler:  „Wie möchtet ihr alt werden –„Was wirklich zählt“ weiterlesen

Zauberhafter November – ein Märchen der Gegenwart

Klaus Enser-Schlag für #kkl22 „Bewusstheit“ Zauberhafter November – ein Märchen der Gegenwart  Es war noch früh an diesem Novembertag und der Park war fast menschenleer. Nur auf einer Bank saß eine Frau von ungefähr 35 Jahren. Julia liebte diesen Park und seine Atmosphäre. Wie gerne wäre sie öfter hier gesessen, doch der stressige Alltag ließZauberhafter November – ein Märchen der Gegenwart weiterlesen

Zwischenbilanz

Bettina Schneider für #kkl22 „Bewusstheit“ Zwischenbilanz Sorgsam zog ich die Haustür ins Schloss. Nach der Hitze vor dem Kamin wirkte die Kühle der Nacht belebend wie eine kalte Dusche. Ein frostklarer Sternenhimmel spannte sich über mir — ein mit Abertausend silbrig funkelnden Punkten geschmücktes Firmament. Ich konnte gar nicht anders, als den Kopf in den„Zwischenbilanz“ weiterlesen

Das Wesen in meinem Kopf und ich

Dorothee Seemann für #kkl22 „Bewusstheit“ Das Wesen in meinem Kopf und ich „Ist dir bewusst, dass du ein schlechter Mensch bist?“, fragt mein Gehirn und rückt sich die Nickelbrille auf seiner spitz zulaufenden Nase zurecht.Empört schnappe ich nach Luft und wende den Blick von der RyanAir- Buchungsbestätigung auf meinem Laptop ab. Dabei drängen sich eineDas Wesen in meinem Kopf und ich weiterlesen

Der Sinn

Sabrina Klingenmeier für #kkl22 „Bewusstsein“ Der Sinn Der eigenen Bewusstheit‘s Sinn Findet man nur tief in sich drin Versteckt hinter Gedanken, Gefühlen, Gaben Umhüllt von der leuchtenden Seele Schein Gesprochen mithilfe der eigenen Worte Wird dadurch gegeben Wirklichkeit Sabrina Klingenmeier wurde am 06.05.1999 in Stuttgart geboren und besitzt einenRealschulabschluss, die Fachhochschulreife, sowie ein Studium imDer Sinn weiterlesen

So. So ist das also

Sophia Josefine Mauder für #kkl22 „Bewusstheit“ So. So ist das also Flashfiction. Ein Wort, das ich vorher noch nie gehört habe. Doch jetzt. Eine Minigeschichte schreiben. Es klingt schaurig schön, verlockend, ergreifend, fesselnd. „So. So ist das also?“ Hörst du den Argwohn in der Stimme? Die indirekte Anklage an den Empfänger? Den harschen, unbarmherzigen Ton?„So. So ist das also“ weiterlesen

Zwischen den Wahrheiten.

Tom Stephan für #kkl22 „Bewusstheit“ Zwischen den Wahrheiten. Ich wollte eine andere Welt in mir erzeugen. Der Versuch zu Leugnen. Die Zeit, die hatte es mir immer wieder gezeigt. Wahrheiten, davon gibt es nicht nur eine, sondern gleich mehrere, von leichtere bis schwerere. Doch ich hatte nicht richtig hingesehen. Denn für die Wahrheit war ich„Zwischen den Wahrheiten.“ weiterlesen

Sinnlich

Annleena Backhaus für #kkl22 „Bewusstheit“ Sinnlich Alles ist zu spüren in diesem einen Moment. Kaffee wirkt sanft. Innen: Das Leben, die Liebe, ein Kribbeln, den eigenen Herzschlag. Die Kerze, der Wind – die Außenwelt – Geräusche, Ruhe – alles in einem Moment – Sein. Alles in einem Moment zusammengepresst, wie ein Diamant. So viel Potential,Sinnlich weiterlesen

Dualismus

Isabelle Wirth für #kkl22 „Bewusstheit“ Dualismus Er gibt mir die Hand, als ich rein komme. Sie ist leicht feucht, aber fein temperiert. Die Tür hat er mit einer solch einstudierten Präzession geöffnet, dass kein Zweifel darüber bestehen bleibt, dass er sich selbst zur vorsichtigen Maschine konditioniert hat, deren Abläufe punktuell und zielsicher passieren. Ich wische„Dualismus“ weiterlesen

Ein Augen-Blick

Angela Beck für #kkl22 „Bewusstheit“ Ein Augen-Blick „Zu spät, zu spät, zu spät“ pulst es durch meinen Körper. Das Garagentor ist gerade hoch genug geöffnet, als ich auch schon durchbrause. Die Gewohnheit hilft mir, den steilen engen Anstieg ohne Kollision hinter mich zu bringen. Aus der Einfahrt kupple ich zu schnell, biege mit quietschenden ReifenEin Augen-Blick weiterlesen

Bewusstheit durch Ruhe

Markus Haas für #kkl22 „Bewusstheit“ Bewusstheit durch Ruhe Einem wird vieles bewusst, wenn man mal nur dasitzt. Je länger ich so in Stille verharre, desto mehr kann ich wahrnehmen. Hupende Autos auf der Straße, bellende Hunde, weinende Kinder. Und zwischendurch auch mal singende Vögel. Die hört man aber nur, wenn die anderen mal ruhig sind.Bewusstheit durch Ruhe weiterlesen

Auf dem Weg zum Bewusstsein!?

Dr. Andreas Lukas für #kkl22 „Bewusstheit“ Auf dem Weg zum Bewusstsein!? Am Beginn unserer Dekade, den 20er Jahren, begebe ich mich auf eine Reise. Ich will etwas Orientierung zum Start für die bevorstehenden Jahre finden. Zuversicht, Wünsche, Hoffnungen, Neugierde und Erwartungen begleiten mich. Wohin führt unser Weg? Was erwartet uns? Was können wir erreichen? WasAuf dem Weg zum Bewusstsein!? weiterlesen

Bewusstheit

Florian Sachsenhofer für #kkl22 „Bewusstheit“ Bewusstheit Geregnet hat’s und Wasser fließt den Weg entlangin eine Grube neben der die Linde mächtigihre Krone breitet, prächtigunter der manch‘ Lied erklang Es plätschert, ergießt sich ins Erdreich hineinwo es feuchtet und findet, und eignet sich anwas es nicht gekannt und geahnt und es dringtin hässliche Ritzen, enge Gänge,Bewusstheit weiterlesen

Erkenntnis

Karin Puntigam für #kkl22 „Bewussheit“ Erkenntnis Emotional an meine Grenzen gegangen, lange in intensivsten Emotionen festgehangen. Emotionen, die mein gesamtes Wesen durchdrangen. Ich fühlte mich in meinen Gefühlen gefangen. Schritt für Schritt die Situation anerkennend, mich wieder zum selbstbestimmten Menschen ernennend, den Einfluss meiner Gedanken auf meine Gefühle erkennend, so kämpfte ich mich frei, inErkenntnis weiterlesen

Wiederherstellungsarbeiten

Lena Kurzen für #kkl22 „Bewusstheit“ Wiederherstellungsarbeiten Noch fünf Minuten und seine Frau ist endlich weg. Johann öffnet seine Pillendose, die Elisabeth jeden Morgen füllt. Er schüttet die drei lachsrosafarbenen Pillen in seine Handfläche und schluckt sie mit Kaffee runter. Elisabeth schließt die Spülmaschine, küsst ihn auf die Wange, geht in den Flur und holt ihren„Wiederherstellungsarbeiten“ weiterlesen

Der Totengräber

Dr. Astrid Holzmann-Koppeter für #kkl22 „Bewusstheit“ Der Totengräber Ich stolpere über Gefühle die mich einmal gefesselt haben werden Seelenkleider liegen zerknittert auf dem Boden in einer Reihe statt einer Größenordnung nur der verstümmelte Ärmel als Ausschussware meines Gewissens. Ich verlasse die Wirklichkeit sage Adieu ganz leise nur; das Leben im gläsernen Gedankenkarussell. Die Krater, dieDer Totengräber weiterlesen

02:13.67

Janna Brunn für #kkl22 „Bewusstheit“ 02:13.67 Wasser brennt in meinen Augen, als ich sie öffne. Licht bricht sich an der Oberfläche und sinkt in tausend dünnen Fäden auf mich hinab. Hier unten höre ich ein Rauschen. Es ist wie als würde es aus den Wänden selber kommen. Es rauscht wie das Meer. Ich fühle mich02:13.67 weiterlesen

SchattenDasein

Wolfgang Kunerth für #kkl22 „Bewusstheit“ SchattenDasein Ihm war weder seine Abhängigkeit von seinem Spender noch seine Vergänglichkeit mit dem Erreichen von Seinsegleichen bewusst. Wolfgang Kunerth Geboren am 26.11.1968 in Amstetten/ Niederösterreich wohnt in Mödling Absolvent des Kollegs Fotografie und Audiovisuelle Medien an der Graphischen/ Wien Arbeitet als Fotograf im NÖ Landesarchiv Über #kkl HIER

Wenn es erstmal so weit ist…

Andreas Kraft für #kkl22 „Bewusstheit“ Wenn es erstmal so weit ist… Letztens saß ich an der atemberaubenden Nordsee und träumte in Gedanken vor mich hin. Warum „atemberaubende Nordsee“ hier besondere Erwähnung findet? Weil es schon mindestens zwei Jahre mein Wunschtraum war, mal wieder hin zu kommen! Aufgrund des Weltgeschehens war verreisen nicht drin und für„Wenn es erstmal so weit ist…“ weiterlesen

you came in the night, no word spoken

Olivia Grove für #kkl22 „Bewwusstheit“ you came in the night, no word spoken während ich dabei war mich selbst zu durchdringen mir auf die Schliche zu kommen in all meiner Bewusstheit du schweigst, pausenlos also male ich für dich deine Gedanken in den Raum lasse sie umherschwirren wie sich jagende Fledermäuse einen Wimpernschlag später zeichnetyou came in the night, no word spoken weiterlesen

Alfreds Anruf

Alexander Willms für #kkl22 „Bewusstheit“ Alfreds Anruf Professor Weinmann unterdrückte ein Gähnen. Gemächlich betrat er den Vorlesungssaal, den die Verwaltung der Universität ihm zugewiesen hatte. Die Medikamente, die er gegen den Bluthochdruck von seinem Hausarzt Krüger verordnet bekam, verursachten als Nebenwirkung eine bleiernde Müdigkeit. Er ließ seinen Blick durch das Auditorium schweifen. Verstreut wie einzelne„Alfreds Anruf“ weiterlesen

Die Pille danach…

David Ziermann für #kkl22 „Bewusstheit“ Die Pille danach… „Die Menschheit zerfällt in vier Teile“, setzte er den Stift nun endlich ans Papier, darüber er ihn, ob der Gedankenversunkenheit, gleich dem Damoklesschwert, eine Weile untätig schweben ließ. „In einem jeden Menschen findet sich eine Paarung wieder, diese wiederum ergibt sich aus der Wahl zweier Eigenschaften, welche„Die Pille danach…“ weiterlesen

Die schöne Zukunft im Augenblick

Annika Thöle für #kkl22 „Bewusstheit“ Die schöne Zukunft im Augenblick Ich liege inmitten einer Wiese und schaue in den strahlenden Himmel. Wolken ziehen wie Reisende an mir vorbei, sie scheinen es nicht eilig zu haben. Keine Strecke erscheint ihnen zu groß zu sein, kein Ziel zu weit entfernt. Ich würde gerne wissen, ob diese weißen„Die schöne Zukunft im Augenblick“ weiterlesen

Bewusstheit

Prinz Rupi für #kkl22 „Bewusstheit“ Bewusstheit Prinz Rupi aka Ruprecht Frieling wurde durch erfolgreiche Sachbücher und Reportage-Bände zum Bestsellerautor und Auflagenmillionär. Der Autor und langjährige Verleger von mehr als 10.000 Autoren versteht sich als Schrittmacher und Ratgeber. Sein Motto lautet: »Folge deinem Stern«. Als kreativer KI-Künstler steht er in der zeitgenössischen Kunst an vorderster Front. https://prinz-rupi.deBewusstheit weiterlesen

Bewusst wie

Matthias Delbrück #kkl22 „Bewusstheit“ Bewusst wie (Bewusstseinssplitter) Hab keinefeine Ahnungim ungestimmten Instrumentenflugbis zu versäumter Bewusstheit gesteigert In sich versunkenes Gedankengutich tauche mattweißes Perlmutt hochwie der zimtige Tintenfisch fühlte und saherschließt sich dem Erfolgreichen auch im Nadelöhr nicht Was aber der Ratdann im Geheimen tatward später wohl öffentlich bekanntGetröthe von Göthe, bedeutungsvoll und schwer In PsychoseBewusst wie weiterlesen

lithurgie der lautverschiebung

Anke Hüper für #kkl22 „Bewusstheit“ lithurgie der lautverschiebung lasset uns rufenbetteln schreien orderndazu ist der kehlkopf doch geschaffenfood und non-food sex und softwareund auch was zum naschen lasset uns raufenlasset den leib in den ring steigenum ranken zu lassenauf wen wir hören und wen wir liken wollen dazu ist er doch da, ey, der body„lithurgie der lautverschiebung“ weiterlesen

Ich bin Euch Bewusst

Matthias Steiner für #kkl22 „Bewusstheit“ Ich bin Euch Bewusst Tektonische Platten die sich auf dem Magmameer in Jahrhunderten wie ein Langsames Schiff weiterbewegen und ganze Welten verschlingen könnte. Blitze welche sich durch die Statische Aufladung an der Erde wie eine Plasmakugel Tag täglich sich entladen und ganze Wälder Verbrennt. Der Wind der durch Hitze der„Ich bin Euch Bewusst“ weiterlesen

Penelope

Nora Dubach für #kkl22 „Bewusstheit“ Penelope So gerissen wie du bin ich nicht ich webe täglich Traumfäden in meinen Lebenslauf stolpere über die harte Webkante Fäden lösen sich auf zerfallen ich brauche niemanden zu überlisten  mich nicht wie du schützen werde von keinem Freier bedrängt keiner Dienerin verraten muss mich vor niemanden in acht nehmenPenelope weiterlesen

Wenn

Petra Kislinger für #kkl22 „Bewusstheit“ Wenn Flügel geschlossen, Schultern an der Wand Jahrelanges Suchen nach den richtigen Dingen Ich versichere dir, ich bin aus Pappmaché Ich schreibe im Rauch, in der Mitte eines Puzzles, entwirre sie alle Es gibt niemanden mehr Ich lebe spontan und zittere, was ist der Preis dafür? In deinen Augen istWenn weiterlesen

Orinas nie wieder

Thale Lind für #kkl22 „Bewusstheit“ Der Name „Orina“ stammt aus einem altrussischen Volkslied und bedeutet so viel wie: – sie wacht, beschützt uns am Tage, und betet nachts zu Gott.-I                     Orinas nie wieder. Ja, sie konnte auf einem Bein stehen und um die nach rechts und links ausgestreckten Armen flogen die kleinen Ringe. Später,„Orinas nie wieder“ weiterlesen

Magie im Moment

Luise Apel für #kkl22 „Bewusstsein“ Magie im Moment Ein klarer Morgen. Eine friedliche Stimmung. Oktober. Es ist schnell kalt geworden in diesem Jahr. Vom satten Sommergrün erschien der Übergang ins Herbstgold bis hin zum winterlichen Frostklar wie ein Sprung über eine Pfütze an einem verregneten Tag. HOPS. Nur drei Mal zu Bett gegangen und wieder„Magie im Moment“ weiterlesen

wir gehen weit

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl22 ‚Bewusstheit‘ KRIEG K eine Worte reichen R ot, überall, die Herzskelette I nnen & außen: zerrissene Sphären E ingeschnürt in Schwindendes G ewichte, zu schwer, untragbar Claudia Dvoracek-Iby, geb. 1968 in Eisenstadt, lebe in Wien, schreibe Geschichten und Gedichte für kleine und große MenschenZahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt im Baltrum Verlag und in„wir gehen weit“ weiterlesen

Sei deine Reisebegleitung

Martin A. Völker für #kkl22 „Bewusstheit“ Sei deine Reisebegleitung Stelle dir vor, du willst verreisen. Was tust du? Du stellst Dinge zusammen, die du als Reisende:r benötigen wirst. Was möchtest du anziehen, während der An- und Abreise, zu besonderen Anlässen, jenseits der besonderen Anlässe? Was ist mit dem Hut? Kann es sein, dass du wirklichSei deine Reisebegleitung weiterlesen

Übung

Dirk Tilsner für #kkl22 „Bewusstheit“ Übung zunächst abschalten der Rabatz um dich herum spielt keine Rolle Du(!) musst stille halten nimm dir jetzt ein vergessenes Wort eines, das schon längst keine Bedeutung mehr hat zum Beispiel: Kaulquappe oder Nautilus von mir aus Karottenjeans (moonwashed), Sternenhimmel (oh-oh), vielleicht sogar Ihren Namen lass das Wort fallen (duÜbung weiterlesen

Der Klang der Erde

Minas Seelenbilder für #kkl22 „Bewusstheit“ Der Klang der Erde HIER geht es zum Hörbeitrag, Minas Seelenbilder„Herzlich willkommen auf meinem Kanal. Ich bin Mina und ich bin eine Geschichtenerzählerin. Meine Geschichten entstehen aus Bildern, die in den vielfältigen Situationen des Lebens in meinem Kopf auftauchen. Eines Tages hatte ich das Bedürfnis meine Geschichten aufzuschreiben und zu„Der Klang der Erde“ weiterlesen

„Sich ein Bild machen“

Theresia Plank-Zebinger für #kkl22 „Bewusstheit“ „Sich ein Bild machen“ Theresia Plank-Zebinger, Malerin Über #kkl HIER

Von der Mutigen, der wilden Fahrt im Lebensschiff, …

Nicola Vandepitte für #kkl22 „Bewusstsein“ Von der Mutigen, der wilden Fahrt im Lebensschiff, der tapferen Besatzung und dem Rezept des Lebens, das alles verändert. Manchmal fühle ich mich wie ein Segelschiff. Und mitten auf diesem Schiff, ganz tief unten drin, da lebt versteckt die Mutige, die heraus will.Sie fragt sich fast jeden Tag, was in aller Welt„Von der Mutigen, der wilden Fahrt im Lebensschiff, …“ weiterlesen

Anvertraut

Isabel Neumerkel für #kkl22 „Bewusstheit“ Anvertraut Chaos aufgewirbelt. Eingeflochten in den Kopf und Jahre später ausgekämmt. Auf alten Fliesen grau Gedachtes und Gefühltes neu gescheitelt und frisiert. Die nackten Worte  eingekleidet, aufgeatmet, tonversetzt und  über einen roten Teppich ausgelächelt. Auf der leeren, stillen Bühne sicht- und hörbar. Für mein Gegenüber spürbar. Isabel Neumerkel (*1989) lebt inAnvertraut weiterlesen

Ein Vogel ohne Flügel…

Tim Tensfeld für #kkl22 „Bewusstheit“ Ein Vogel ohne Flügel… möchte ich sein, frei,                            ungezwungen, ohne die Erwartungen von anderen zu erfüllen, wie der Flug, den ich nicht vollbringen will, der mir angelastet wird, wegen meinem Bild, ich will Bewusstheit, mein Ich erkennen, wissen wer ich bin und wer ich werde, ich will sein wasEin Vogel ohne Flügel… weiterlesen

Schlaflos

Sonja Marie Krajewski für #kkl22 „Bewusstheit Schlaflos Früher habe ich zum Einschlafen meine Atemzüge gezählt. Seit ich Mutter bin, komme ich kaum bis drei. Ich glaube, für Mütter ist Schlaf das wohl kostbarste Gut. Aber jetzt bin ich schon bei 3625, während mein Geist weiter haltlos durch die Nacht irrt. In meinem Arm schläft friedlich„Schlaflos“ weiterlesen

Bewusstes Ich-Doppel-Ich

Viola Adam für #kkl22 „Bewusstheit“ Bewusstes Ich-Doppel-Ich Ich merkte, wie ich das Bewusstsein verlor, zurück ins Nichts gezogenwurde. Als ich eine Ewigkeit oder Millisekunde später wieder zu mirkam, sah ich mich selbst ein paar Meter weiter auf dem Boden kauern.Etwas in meinem Gehirn verzog sich bei diesem Anblick. Mein Mundöffnete sich und ich schrie. DerBewusstes Ich-Doppel-Ich weiterlesen

Nebel

Silja Nemetschek für #kkl22 „Bewusstheit“ Nebel Silja Nemetschek, geb. 1975 in Oldenburg, absolvierte das Studium der Diplom-Pädagogik und wechselte früh in die Verwaltung. Silja schreibt Gedichte nebenbei und kombiniert diese gerne mit einer Fotografie. Silja liebt es romantisch und wohnt in einem hübschen kleinen Schlösschen in Ostfriesland. Über #kkl HIER

Das Puppenhaus

Salia Jansen für #kkl22 „Bewusstheit“ Das Puppenhaus Hin und wieder, wenn ich auf meinem Küchenstuhl sitze, sehe ich beide gleichzeitig in meinen Augenwinkeln. Ich sitze in der Mitte, an dem länglich rechteckigen Tisch aus Holz, der schon einige Macken hat. Wir sind ja oft hier. Und Mama und Papa sitzen immer an derselben Stelle. SieDas Puppenhaus weiterlesen

U4

Linus Hellwig für #kkl22 „Bewusstheit“ U4 Die U-Bahn setzt zu entschleunigen an und Dein Körper wird schwer, wie er müder wird.Du bist taub für die Massen um Dich herum; für die Menschenhüllen, die mit der Sicherheit von Traumwandlern in einem knappen Raum einströmen, ohne ihn zu teilen.Und Dein Blick greift leer in den flutwogenden Waggon,U4 weiterlesen

Ziel. Punkt. (Bewusstheit)

Michael Bauer für #kkl22 „Bewusstheit“ Ziel. Punkt. (Bewusstheit) Damals wollte ich nur noch schnell etwas einkaufen, ich weiß nicht mehr so genau was. Es muss nicht viel gewesen sein, denn damals, im März 2013, war das Geld knapp. Ich ging in die „Zielpunkt“-Filiale in der Alserbachstraße in Wien und kaufte etwas ein. Was ich auf„Ziel. Punkt. (Bewusstheit)“ weiterlesen

Einzigartigkeit leben

Timea Hillje für #kkl22 „Bewusstheit“ Einzigartigkeit leben Einzigartigkeit – etwas, das für jeden von uns gilt; etwas, das wir alle wissen; etwas, das wir dennoch nicht leben. Wir wissen es doch alle: jeder einzelne von uns ist einzigartig. Keinen von uns gibt es ein zweites Mal. Was macht diese Einzigartigkeit aus? Da ist zum einenEinzigartigkeit leben weiterlesen

Alles, was bleibt, bleibt

Dominik Unterthiner für #kkl22 „Bewusstheit“ Alles, was bleibt, bleibt Wellblechdachtrommeln. Fortwährend. Eine Mischung aus Rauschen und Rhythmik. Je nach Windstoß, Sechszehntel. Schneller, Zweiunddreißigstel. Durchbrochen einzig vom S-Bahn-Raunen. Zuerst leise, dann ganz nah, ehe es mit dem Metronom verschmilzt. Das Trommeln schließt wieder auf. Die Augen noch im Dunkeln, Fensterschepperdonnern.Die Engel kegeln, hieß es. Sie kegeln,Alles, was bleibt, bleibt weiterlesen

Herumgezicke

Emma-Grace Perry für #kkl22 „Bewusstheit“ Herumgezicke Die Treppe knarrte unter Julis Füßen. „Hilft du mir? Du kannst die Wäsche aufhängen.” Julis Mama stand mit aufgekrempelten Ärmeln in der Küche und wusch Blattsalat. Neben ihr auf dem Fußboden lag eine Laptoptasche. Sie hatte wieder Arbeit mit nach Hause genommen. Juli verdrehte die Augen. „Mama, ich hab„Herumgezicke“ weiterlesen

URQUELLE

Sigrid Kolcak für #kkl22 „Bewusstheit“ URQUELLE Ich hab zu GOTT kein Bild, bin auch nicht gewillt,  ihm einen Rahmen zu verpassen, worin seine strahlenden Farben verblassen. ER ist für mich grenzenlos und legt mir alles in den Schoß,  womit ich in Resonanz gehe, deshalb achte ich gut darauf, wie und was ich sehe. Aus „Gespräche mit Gott“ ist mir ein einziger Satz in Erinnerung geblieben,  doch„URQUELLE“ weiterlesen

passant der zeit

Jens Faber-Neuling für #kkl22 „Bewusstheit“ passant der zeit passant der zeit es feuert an das lichtwir wünschen uns den glanzden der schatten nicht gegeben die tür ohne rahmennie verschlossen, ohne haltmut bedingt die angst vertrauen ist der sterndort oben und im herzenalles passiert zur gleichen zeit der passant wird zumpassieren das torleuchtend ewigkeiten loslassen im„passant der zeit“ weiterlesen

Jubilieren

Benjamin Lapp für #kkl22 „Bewusstheit“ Jubilieren Die Wellen der pulsierender Bedachtsamkeit  zogen durch unsere jeweiligen Traumfragmente. Sie trieben uns fort von der grau befleckten Ödnis, illustriert in einer Asche-gleichen Vergänglichkeit, die nicht dazu bestimmt war, die unsere zu sein. Noch verloren in der emotionalen Vereinzelung dahin treibend, malten Wir doch in den Träumen des anderenJubilieren weiterlesen

Das Haus von Coccinella

Roberto Conti für #kkl22 „Bewusstheit“ Das Haus von Coccinella Der Wind wehte unaufhörlich. Seine ungeheure Kraft riss die Blättervon den Bäumen und verstreute sie zu einen bunten Teppich aus tausendFarben.Der Sommer war bereits eine ferne Erinnerung für die Tiere im Wald, die sich– jedes auf seine Art – auf die kalte Jahreszeit vorbereiteten.Alle… außer Coccinella,„Das Haus von Coccinella“ weiterlesen

Flugmodus

Anke Meer für #kkl22 „Bewusstheit“ Flugmodus Ok Handy, ich habe es geschafft dich heute eine Stunde auszuschalten und sechs Minuten Flugmodus. Obwohl mich das Plakat an der Eingangstür vom Kindergarten täglich erinnert. Warum zum Teufel schmeiße ich dann nicht endlich mein Handy in die Spree. Weshalb tut Facebook so weh? ZABC, digital Püree. Speicherkarte SD,„Flugmodus“ weiterlesen

Stigmatisierung

Ingrid Baumgart-Fütterer für #kkl21 „Stigma“ Stigmatisierung Die Versuchung ist groß, Menschen zu meiden, die von der eigenen Vorstellung allzu sehr abweichen. Sie werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt abgestempelt, verteufelt, in Schubladen gesteckt…. So verschafft man sich als „Übermensch“ Freiräume und durch Selbsterhöhung eine übergeordnete Position, um von dort aus selbstgefällig auf  „Underdogs“ herabzusehen.Stigmatisierung weiterlesen

Abgang

Gisela Baudy für #kkl21 „Stigma“ Abgang Du sitztnebenan. Du hörstdie Rechnungen aufgehen. Du siehstdich aus der Gleichung fallen. Wenn du gehstgeht ein Aufatmen durch den Raum. Wird der Sessel bequemauf dem sie sitzen. Holzwege Du gehörst nicht dazubedeutete die Mutternoch vor der Geburt. Du bist nicht willkommenbedeutete die Schwesterim Kreise ihrer Freundinnen. Du bist nichtAbgang weiterlesen

Lass uns über deine Vergangenheit reden!

Oliver Fahn für #kkl21 „Stigma“ Lass uns über deine Vergangenheit reden! Du wippst unaufhörlich. Dein Schaukelstuhl steht inmitten deines Zimmers, das eine Dachschräge duckt. Du bist ein Pendel das selten stillsteht. Du gibst einen verzögerten Sekundentakt vor und obwohl deine Bewegungen träge sind, wirken sie rastlos. Dein Schaukeln ist innerer Aufruhr. Während du selbst diesesLass uns über deine Vergangenheit reden! weiterlesen

Florentine.

Astrid Miglar für #kkl21 „Stigma“ Florentine. Ein schlankes Holzkreuz. Ein kaum vorhandener Hügel, darauf Blumen. Weiß. Die dominierende Farbe. Auf dem zentralen Mittelpunkt des Kreuzes ein Foto. Das Gesicht eines Mädchens. Florentine. Eines dieser typischen Jungmädchenfotos, voller Leben, auf dem ein Hauch Lolita-hafte Erotik versprüht wird. Rote Lippen. Ein Gesicht, in dem die Augen eineFlorentine.“ weiterlesen

Psyche

Bernhard Horwatitsch für #kkl21 „Stigma“ Psyche Vom Windstoß in das Feuerwar ich vom Licht geblendetes schien so ungeheuerso wunderbar und klarund als das kurze Licht geendetwar alles nicht mehr wahr In dunkler Nacht bin ich gestrandetAn‘ feurig Licht hab ich geglaubtvon tiefstem Wasser bin ich nun umbrandetund alle Sinne wurden mir geraubt Ich bin ertrunken derPsyche weiterlesen

Bittere Momente

Barbara Schwarzl für #kkl21 „Stigma“ Bittere Momente Um ein Haar wäre sie in mich hineingelaufen. Als sie ihren Kopf aufrichtete, taumelte sie nicht vor Freude, sondern wich abrupt von mir zurück. Ich las in ihren Augen blankes Entsetzen, als sehe sie ein Ungeheuer. „Schön, dich wiederzusehen“, sagte ich und versuchte mit meinem Lächeln, den Bann„Bittere Momente“ weiterlesen

Es ist, wie es ist

Andreas Rucks für #kkl21 „Stigma“ Es ist, wie es ist Alle Lorbeeren gehen hinfort, ehe man sich recht besinnt. Und man glaubt sich an einem Ort, an dem ein anderer gar spinnt. Dabei hat man nur vergessen, seinen Namen einzutragen. Und mit Chefs sich zu messen, braucht man sich nicht zu wagen. Man verliert garEs ist, wie es ist weiterlesen

Der Teufel trägt Bahncard

Frederik Durczok für #kkl21 „Stigma“ Der Teufel trägt Bahncard Ich sitze wieder rückwärts im alten IC nach Stuttgart. Doch diesmal ist das Gefühl als würde ich fallen und die Bäume des Kraichgaus würden zu beiden Seiten emporschießen nicht bloß ein Gefühl. Und vielleicht dann ein gutes Gedicht. Wir stürzen wirklich. Es muss alles wahnsinnig schnellDer Teufel trägt Bahncard weiterlesen

Soldatenkind

Ingeborg Henrichs für #kkl21 „Stigma“ SoldatenkindSoldatenkind SoldatenkindDie Wahrheit weiß der WindDein Vater sagte sie dir durch SchweigenDeine Mutter dir durch OperettengeigenSoldatenkind SoldatenkindSei froh, es gibt den WindSoldatenkind SoldatenkindDein Kind überspricht den Wind auch glückScheitern lässt´s sich auch mit chicSo behältst du die Schönheit im BlickManch Schicksal schreckt davor zurückNenn`s auch Glück zu grünZu grün istSoldatenkind weiterlesen

Der Bruch

René Oberholzer für #kkl21 „Stigma“ Der Bruch Ein Beben der Stärke 6Hat Teile der Altstadt zerstört Einst aufrechte MenschenLiegen neben Schutt und Trauer Eine alte Frau mit PlatzwundeSucht nach Erinnerungen Sie findet das Foto ihres SohnesKurz vor dem Coming-out Ein Pater redet am RadioBereits von der Strafe Gottes Er appelliert an das GewissenDas Naturrecht zu akzeptieren Das Holzkreuz der alten FrauIstDer Bruch weiterlesen

Unbeheimatet

Ruth Forschbach für #kkl21 „Stigma“ Unbeheimatet unbeheimatet fühlen vertrautes Inselbewußtsein spüren chromosomenübergreifende Einsamkeit erleben In den Schmerz laufen geschehen lassen und dann wie Lazarus wieder aufzuerstehen Ruth Forschbach wurde im Wirtschaftswunderjahrzehnt in Köln geboren. Neben Studium, Beruf und Kindererziehung ist sie immer auch künstlerisch aktiv gewesen. Sie war lange im Bereich Kommunikationstraining, Projekt und –Unbeheimatet weiterlesen

Lichtermeer der Hoffnung 

Sissy Leger-Lohr für #kkl21 „Stigma“ Lichtermeer der Hoffnung  Albert erhob sich schwerfällig von seiner Bank vor dem Haus. Die Sonne schickte sich an, am Horizont zu verschwinden und sandte ihm zum Abschied ihre schönsten Strahlen. Alberts Tagwerk war getan. Es dauerte mit der Zeit immer länger. Alles fiel ihm unendlich schwer und kostete ihn soLichtermeer der Hoffnung  weiterlesen

Wir waren Helden

Maya Krings für #kkl21 „Stigma“ Wir waren Helden Sie bestimmt unser Leben, bestimmt unsere Gefühle, lässt uns zu Stein erstarren, hinterfragen, lossagen, freimachen, in uns bleiben. Dabei ist doch einfach alles, was noch schlimmer ist, verwegen und wild. Allem, was Grenzen gesetzt ist, muss einer neuen ausgesetzt werden. Früher waren es späte Abendstunden an unbekanntenWir waren Helden weiterlesen

Stempel: psychisch labil

Sophie für #kkl21 „Stigma“ Stempel: psychisch labil Ich habe eine psychische Erkrankung. Und ich bin trotzdem ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft. Es herrschen so viele wirre Vorstellungen davon, wie es ist, eine bestimmte psychische Erkrankung zu haben. Viele scheinen sich Personen weit ab von der „gesellschaftlichen Mitte“ vorzustellen. Dabei ist belegt, dass durchschnittlich jede:r VierteStempel: psychisch labil weiterlesen

akzeptanz

Bettina Engel-Wehner für #kkl21 „Stigma akzeptanz ich habe ein recht zu sein hier zu sein da zu sein wo ich sein will so zu sein wie ich bin du hast ein recht zu sein hier zu sein da zu sein wo du sein willst so zu sein wie du bist. es ist dein recht deinakzeptanz weiterlesen

Dröhnen

Raven E. Dietzel für #kkl21 „Stigma“ Dröhnen Es war schwer, mit dem Dröhnen im Kopf die Musik zu hören, die aus dem Salon drang. Vier junge Stimmen baten dort um Frieden, ihr Bruder Setic am Klavier spielte die fünfte. Baten Gott um Frieden. Sie selbst saß still auf einem Polster in der Lounge und war„Dröhnen“ weiterlesen

Schublade

Viola Niebergall für #kkl21 „Stigma“ Schublade auf – Schublade zu,Doch niemand fragt „und wo bist du?“Ein Etikett für die Ewigkeit,Für dein wahres Ich hat niemand Zeit.Einfach, über einen Kamm geschert,Solange, bis du dich beschwerst.Und somit wieder selbst prophezeit,Das Stigma, das dir vorauseilt. Viola Niebergall, 22 Jahre Über #kkl HIER

Dieser Wolf

Misha Sommer für #kkl21 „stigma“ Dieser Wolf Entlang der Außenhülle folgt er seinem eigenen Pfad, frei von allem; die Zahl der Gruppen, zu denen er nicht gehört, steigt stetig mit jedem Jahr Unsichtbar winden sich die Kategorien um die geladenen Mitglieder, während er von außerhalb des Bannkreises auf die Geschehnisse blickt Das endlose Rudel istDieser Wolf weiterlesen

Stigma

Prinz Rupi für #kkl21 „Stigma“ © Prinz Rupi aka Ruprecht Frieling wurde durch erfolgreiche Sachbücher und Reportage-Bände zum Bestsellerautor und Auflagenmillionär. Der Autor und langjährige Verleger von mehr als 10.000 Autoren versteht sich als Schrittmacher und Ratgeber. Sein Motto lautet: »Folge deinem Stern«. Als kreativer KI-Künstler steht er in der zeitgenössischen Kunst an vorderster Front. https://prinz-rupi.de„Stigma“ weiterlesen

Bruno, où êtes-vous passé?

Susanne Sophie Schmalwieser für #kkl21 „Stigma“ Bruno, où êtes-vous passé? die kuttemit 15 abgelegt, nach dem befindenfragende selbstgefällige leute. heuteist die sprache hart mitmir gewesen, sie einmal nicht zudenken nur in einer fernezu sitzen paul celan lesenundalles stockt.sag was sind dirmeine finger ausserzeitvertreib wie siekaltend schmerzend sich von mir entfernen saggnadenspender wiedu entscheidest wer sich„Bruno, où êtes-vous passé?“ weiterlesen

Armer Liebling

Saza Schröder für #kkl21 „Stigma“ Armer LieblingMama schaut mich dann und wannSo durch und durch katholisch anIch weiß dass sie sich Mühe gibtUnd ihr armes Lämmchen liebt Papa schaut mich dann und wannEhrlich mit Männeraugen anIch sehe wie er sich selbst besiegtUnd heimlich mit mir Mitleid kriegt Meine Freunde sind sehr gut erzogenUnd nicht soArmer Liebling weiterlesen

Stigma

Christina Maria Hesse für #kkl21 „Stigma“ Stigma Mein „Brandmahl“  ist  schon seit Kindertagen mein Aussehen. Ich sehe aus wie….. Ich habe die Figur wie….. Ich hatte schwarze Haare wie…. Ich habe die Haltung wie….. Geboren in ein Elternhaus mit Vater, Mutter, zwei Schwestern meiner Mutter und deren Mutter, war mein Aussehen mein Stigma und mein„Stigma“ weiterlesen

Der Duft des Sommers

Monika Schlößer für #kkl21 „Stigma“ Der Duft des Sommers Nur der dezent schwarze Rand unter den Fingernägeln des ansonsten stets korrekt gekleideten Anlageberaters ließ auf dessen Hobby schließen – in seiner knappen Freizeit beschäftigte sich Harald Brock am liebsten als Gärtner. Dieser Tätigkeit ging er bei jedem halbwegs geeigneten Wetter nach. Sie befreite ihn vonDer Duft des Sommers weiterlesen

warum sitze ich hier?

Thomas Steiner für #kkl21 „Stigma“ warum sitze ich hier? ich sollte arbeiten! was ist das für ein geräusch? ein traktor! was zieht er? sehe ich nicht. ich sehe ein fahrrad fahren ich sehe die apfelbäume die wiese äpfel auf den apfenbäumen bäume & autos hunde & krähen den himmel (blau). der traktor ist weg, wiewarum sitze ich hier? weiterlesen

Unterschiede

André Hénocque  für #kkl21 „Stigma“ Unterschiede Die Frau schrie vor Schmerz. In ihrem Gesicht traten die Schläfenadern hervor, wenn sie ihren Körper anspannte. „Jetzt, pressen!“ Seit Stunden dieselben Worte. Sie bemühte sich wirklich das Kind zur Welt zu bringen. Sie hasste die Hebamme, die sie immer wieder aufforderte mitzuwirken. Verdammt! Das tat sie doch. DasUnterschiede weiterlesen

Spuren

sara reichelt für #kkl21 „Stigma“ Spuren Mehrmals wöchentlich verbringe ich circa eine Stunde mit ihr und auf ihr, manchmal auch etwas länger. Das hängt von der Tageszeit ab, vom Wochentag, von meiner Stimmung und von anderem. Sie zieht mich an. Ich bin ihr verfallen.  Es gibt keine Alternative, jedenfalls keine bessere, was dazu führt, dass„Spuren“ weiterlesen

AAAAAAAlter Ego

Klaus Pelster für #kkl21 „Stigma“ AAAAAAAlter Ego Reif an Jahren Viel erfahren Geiles Leben Bis Soeben Ach was ists es knakkkkt und stöhnt Das Bücken wohl nicht mehr gewöhnt Und die Lende schlank jüngst, wendig Irgenwie nicht mehr lebendig Einst im Sinnestaumel wand sich Dann im Schraubgewind sie fand sich Gelenk kaputt Ach scheißegal ErsatzteillagerAAAAAAAlter Ego weiterlesen

Fluchtwolken

Dr. Elsa Solaris für #kkl21 „Stigma“ Dr. Elsa Solaris wohnt in Berlin und London, hat in neun Ländern gelebt und schreibt auf Deutsch und Englisch. Mehrere Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa, u.A. der preisgekrönte Podcast-Thriller Forest 404 der BBC, Homunculus (Seitenstechen #2), Metamorphosen (Superpreis Anthologie), etcetera, Virtual Futures in London, lobende Erwähnung von Writers of„Fluchtwolken“ weiterlesen

Blaumeise

Cornelia Koepsell für #kkl21 „Stigma“ Blaumeise Geschnappt. Eine Blaumeise. Gelb. Blau. Schwarz. Weiß. In Kiste. Mit Klappe. Schnur dran befestigt. Auf Lauer gelegt. Zack. Drin ist sie. Trippel. Trippel. In Hand genommen. Kleines Herz. Klopf. Klopf. Herrin sein. Über Vogel. Über Leben. Über Tod. Ein wenig Mitleid. Wenn ich sie frei ließe, die Meise. Zurück„Blaumeise“ weiterlesen

Ungehört

Birgit Palasser für #kkl21 „Stigma“ Ungehört Es zog bereits der Morgennebel über den See, es fröstelte sie und dennoch stand ihr nächster Schritt fest. Ihre Dirndlbluse und die Schürze waren verdreckt und ihre blonden Zöpfe hatten sich fast aufgelöst. Sie saß bereits einige Stunden, die halbe Nacht, am alten Holzsteg, am See, in dem Dorf,Ungehört weiterlesen

Nachdenken über die Diskriminierung psychisch kranker Menschen

André Szabó-Wendt für #kkl21 „Stigma“ Nachdenken über die Diskriminierung psychisch kranker Menschen Die folgenden Aussagen beruhen auf eigene erlebte Erfahrungen. Sie sind daher subjektiv. Psychisch kranke Menschen scheinen eine Störung in unserer auf Leistung ausgerichteten Gesellschaft zu sein. Sie funktionieren nicht so wie man das von jedem Menschen erwartet. Sie schädigen vornehmlich unsere Sozialsysteme und„Nachdenken über die Diskriminierung psychisch kranker Menschen“ weiterlesen

In Blut geschrieben

Lasse Thoms für #kkl21 „Stigma“ In Blut geschrieben Die beiden Briefe an der Wand erzählten eigentlich die ganze Geschichte. Nachdem die Kommissarin Petra Vollmer und ihre Kollegen die Leiche gefunden hatten, standen sie dennoch vor einem Rätsel. Denn zuerst kannten sie die Briefe nicht. Zuerst war da nur eine misshandelte Person, mit blutigen Händen, FüßenIn Blut geschrieben weiterlesen

In der Nacht.

Salvatore Di Franco für #kkl21 „Stigma“ In der Nacht. Der LKW fuhr über die Autobahn. Es war gegen 2:30 Uhr morgens. Das Licht der Scheinwerfer floss über die Fahrbahn und mischte sich mit dem Mondlicht. Gemeinsam formten sie Wunden in den Asphalt. Das monotone Motorengeräusch, die leere Straße und das Licht, das beständig über die„In der Nacht.“ weiterlesen

Wüstenfuchs in der Stadt

Anna Jäger für #kkl21 „Stigma“ Wüstenfuchs in der Stadt Mein Sohn mit frühkindlichem AutismusGeburtstag meines Sohnes. Weltfrauentag. Ich habe manchmal Angst, dass mein Haustier Wüstenfuchs sich in der Stadt verirrt. Denn wenn ich etwas ganz innig liebe, dann ist es dieses Haustier.Er war wie ein Findefuchs.Er hat die Wüste verlassen, weil er wohl ein neugieriger FuchsWüstenfuchs in der Stadt weiterlesen

Schöne Vernarbtheit

Martin A. Völker für #kkl21 „Stigma“ Schöne Vernarbtheit Der Sommer ist vorbei, vielleicht sogar der Sommer deines Lebens. Höchste Zeit also, sich für den Winter zu rüsten. Der Herbst ist diese Rüstzeit. Die Früchte des Sommers werden eingebracht. Sie gehen nochmals durch deine Hände und wollen genau besehen werden. Blicke mit ihnen in die VergangenheitSchöne Vernarbtheit weiterlesen

Von guten Geistern umgeben

Theresia Plank-Zebinger für #kkl21 „Stigma“ Von guten Geistern umgeben Theresia Plank-Zebinger, Malerin Über #kkl HIER

Nachruf

Ursula Strätling für #kkl21 „Stigma“ Nachruf Geschwind zieht sie ihr schönstes Lächeln an und geht damit hinaus hinaus auf die Straße. Mit Füßen getretenes heißes Pflaster kaum berührt brennt es ihr unter den Sohlen will sie voller Speed und viel zu geschwind will sie, ja grad noch ein Kind ganz heimlich die Bühne schon wiederNachruf weiterlesen

Stigma ist unfair und nicht zu rechtfertigen,Stigma tut weh – und es kann sogar tödlich enden

Nora Hille für #kkl21 „Stigma“ Stigma ist unfair und nicht zu rechtfertigen,Stigma tut weh – und es kann sogar tödlich enden „Jeder Mensch verdient es, respektiert und würdevoll behandelt zu werden. Egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion und Sexualität. Egal welcher Identität, welchen Geschlechts, welcher politischen Einstellung etc.. Leider ist die Realität oft eine andere…“ MitStigma ist unfair und nicht zu rechtfertigen,Stigma tut weh – und es kann sogar tödlich enden weiterlesen

Abgleichung

Roland Schmidlin für #kkl21 „Stigma“ Abgleichung Alle sahen nach rechts, ohne seitengleiche Wundmale zu erkennen. Das aus dem Blickfelde befreite Kreuz wird paarweise zum ursprünglichen Beginn des Leidens transportiert. Die Betrachterin trägt diese Leiter weiter. Vorher aber wischte sie sich beide Augen mit einem erneuerten Tuch. Die andere Betrachterin leerte die mitgebrachte Schale aus. BeideAbgleichung weiterlesen

Das Gelbe vom Ei

Klaus Enser-Schlag für #kkl21 „Stigma“ Das Gelbe vom Ei Manch´ Mensch stigmatisiert zu leicht, wenn ein Ei nicht dem Andern gleicht. Mal ist´s zu alt, zu weiß, zu braun, doch über´n Tellerrand zu schau´n, ergibt für ihn wohl keinen Sinn. Schwarz-weiß gedacht – mehr ist nicht drin! Doch welches Ei ist schon perfekt, wenn es„Das Gelbe vom Ei“ weiterlesen

Raumzeit

Patrick Langer für #kkl21 „Stigma“ Raumzeit Bei der Geburt von Jonas Wedgesweiler schrie seine Mutter so laut, dass sich, einem vielleicht zufälligen Ungleichgewicht der Kräfte des Universums geschuldet, ein Riss auftat in der Raumzeit und sofort wieder schloss, jedoch um einen Millimeter nach Norden versetzt, möchte man nun, entbehrend jeglicher sonstiger Fixpunkte, das Erdmagnetfeld alsRaumzeit weiterlesen

Meinungsklima

Christiane Schwarze für #kkl21 „Stigma“ Meinungsklima Eingeklemmt in der Schublade,eine Hand,die Bäume bewahren wollte.WAS IST WICHTIGER:ALTER WALD ODER NEUE AUTOBAHN?hatte sie auf ein Protestschild geschrieben.Ein Schlagstock strafte politische Sonntagsreden Lügen,sperrte die Hand in den Schrank. Eingeklemmt in der Schublade,ein Fuß,der Freiheit spüren wollte.ALLEINE SPAZIEREN UNTER STERNENHIMMEL!Stiller Widerstand in Gesellschaft von Hase und Fuchs.Das Fernglas desMeinungsklima weiterlesen

Angst und Furcht

Friederike Weichselbaumer für #kkl21 „Stigma“ Angst und Furcht Angst und Furcht erzeugende Einrichtungen richten eine Gefangenschaft für bestimmte Mitmenschen aus, die das Machwerk erst erkennen, wenn ihnen bereits die Fesseln angelegt sind. Unser Lebensraum sollte kein Kerker sondern ein Überlebensraum sein. Auch die krumme Gier und der erbarmungslose Neid sind Auslöser von unmenschlichen Verfolgungen, dieAngst und Furcht weiterlesen

Unsinn

Katherina Ushachov für #kkl21 „Stigma“ Unsinn Tage, an denen nur ein Gedanke ihren Verstand beherrschte – die Welt brennen zu sehen, ohne Wenn und Aber, ohne Kompromisse. Und wenn sie mit der Welt zusammen verbrannte, dann sollte es so sein. Dann wollte sie zumindest der Funke sein, der die schwelenden Wolken aus Hass entzündete. Grünlich„Unsinn“ weiterlesen

Zuhause

Julia Kohlbach für #kkl21 „Stigma“ Zuhause Hier Zuhause kann ich sein, wer ich wirklich bin. Einfach nur ich selbst. Ich brauche mich nicht zu rechtfertigen für mein Aussehen, meinen Charakter oder mein Leben. Ich kenne meine Vier-Wände in- und auswendig, weiß wo alles steht und hingehört.Jedes Mal wenn ich draußen auf der Straße bin, spüre„Zuhause“ weiterlesen

selbstbeweihräucherung

Gerd Meyer-Anaya für #kkl21 „Stigma“ selbstbeweihräucherung ach therese neumann die du dich später resl von kornersreuth nennen ließest erstes von elf kindern mit 14 magd und früh großmagd warst keine mystikerin aber eine begnadete mysteriöse deine inszenierungen  waren großes kino das in einem  oberpfälzischen dorf spielte und du warst regisseurin und hauptdarstellerin zugleich und zogst„selbstbeweihräucherung“ weiterlesen

Frieden oder Krieg

Silja Nemetschek für #kkl21 „Stigma“ Frieden oder Krieg Silja Nemetschek, geb. 1975 in Oldenburg, absolvierte das Studium der Diplom-Pädagogik und wechselte früh in die Verwaltung. Silja schreibt Gedichte nebenbei und kombiniert diese gerne mit einer Fotografie oder Collage. Silja liebt es romantisch und wohnt in einem hübschen kleinen Schlösschen in Ostfriesland. Über #kkl HIER

Wünsche

Sina für #kkl21 „Stigma“ Wünsche Ich wünschte, ich wäre nicht anders. Ich wäre wie sie, ich würde dazu gehören. Ich würde nicht auffallen, ich könnte mich verstecken. Du bist auch anders, du würdest auffallen. Du würdest herausstechen, du wärst die Blume im Gras. Du wärst mein Licht, du könntest mich leiten. Wir würden uns finden,Wünsche weiterlesen

Aus der Redaktion

Wie sagt „man“ so schön? Weniger Erwartungen, gleich weniger Entäuschung. Wir verlassen das Thema „bedingungslos“ und hatten als Redaktion keine Erwartungshaltung, waren jedoch gespannt wie der Spiegel, die Darstellung der Ausdruck diesn Themas sich zeigen, ausfallen wird. Als Fazit finden wir es sehr gelungen, unabhängig woran die oder derjenige als Kunsterschaffer glaubt. Kunst darf dürfen!„Aus der Redaktion“ weiterlesen

Der Fluss zur Einheit

Dennis Mattern für #kkl20 „bedingungslos“ Der Fluss zur Einheit Ich dachte, ich wäre, ich fühl mich allein, Doch dies zu glauben ist nur ein Schein. Tief in mir ist etwas verborgen. Es verbindet alles, heute und morgen. Die Liebe in uns verbindet Welten, Ob arm oder reich: In allen Zelten. Doch gerade kann ich sie„Der Fluss zur Einheit“ weiterlesen

Hinauf in höchste Höhen

Oliver Fahn für #kkl20 „bedingungslos“ Hinauf in höchste Höhen Der seit geraumer Zeit aufsteigende Pfad ist von Wurzeln überwuchert. Nur rückwärts komme ich auf dem mit Nadeln bedeckten Weg voran. Wir beide tanken die ätherischen Dämpfe des Waldes, in dem wir unsere Ausflüge verbringen. David, schlaf ruhig weiter, du sollst dich nicht anstrengen. Martha warstHinauf in höchste Höhen weiterlesen

Nur für die Poesie

René Oberholzer für #kkl20 „bedingungslos“ Nur für die Poesie Ich würde für den Präsidenten sterbenSagte sie vor dem Regierungsgebäude Einige Stunden später war sie totEine Kugel hatte sie getroffen Ich würde nur für die Poesie sterbenDachte ich vor dem Fernseher Tage später schrieb ich um mein LebenEine Frau hatte mich ins Herz getroffen Fernbeziehung WarumNur für die Poesie weiterlesen

ZeitSein

Jens Faber-Neuling für #kkl20 „bedingungslos“ ZeitSein Im Still Stand Ist es zu hören Die Tiefe im Drang Und es geht immer weiter Dort oben in den Sternen Beim Treffen der Augenblicke Mit AllSein Und dem Nichts Nichts bedingt Es ist einfach Aus der Reihe „Schattenglanz“ Jens Faber-Neuling, 1968 in Koblenz am Rhein geboren, lebt mit„ZeitSein“ weiterlesen

Für immer im leeren Raum

Karla Witschurke für #kkl20 „bedingungslos“ Für immer im leeren Raum Wir liegen auf dem Dach. Warme Ziegel erinnern an die Hitze des Tages. Warmer Wind fährt uns durch die Haare. Leises Plätschern, dort wo der Fluss auf den See trifft. Deine Hand liegt auf meinem Bauch. Wir schauen in den Himmel, sternenklar, Neumond. Man kannFür immer im leeren Raum weiterlesen

Bedingungslos

Rebecca Kluth für #kkl20 „bedingungslos“ Bedingungslos Bedingungslos lieben Alles annehmen Das Herz weit öffnen Dich wahrhaft sehen Bedingungslos einstehen Kein „Nein“ akzeptieren Nicht aufgeben Und laut Und deutlich protestieren Welche Bedingung Sollte es geben Die wichtiger ist Als das, was wir haben Als das, was es mir gibt Welche Bedingung Sollte es geben Zu nehmenBedingungslos weiterlesen

Kein Hund in der Kirche

Astrid Hammerthaler für #kkl20 „bedingungslos“ Kein Hund in der Kirche Auf der anderen Seite der griechischen Insel schien es noch karger zuzugehen als auf der gewohnten, schon oftmals bewanderten. Wenigstens ein bisschen wollte ich dieses fremde Gebiet nun zu Fuß erkunden. Die Hitze schlug mir wie die trockenen Sträucher herausfordernd entgegen, als ich mich, vonKein Hund in der Kirche weiterlesen

See

Erin Maris für#kkl20 „beingungslos“ See Ich sehe dich Sehe die unendliche Weite Die sich in meinem Augenlicht vervielfacht Ich höre dich Höre deine schäumende Stimme Die aus den Gewässern zu mir singt Ich schmecke dich Schmecke dein salziges Wesen Das auf den Wellen mit mir tanzt Ich spüre dich Spüre dein bedingungsloses Sein Das durchSee weiterlesen

Bedingungslos wohin?

Gerald Marten für #kkl20 „bedingungslos“ Bedingungslos wohin? Bedingungslos geh`n wir wohin? Besinnungslos ist aller Sinn? Ein Jemand ruft, ein Jemand zwingt, nun folgt dem Jemand unbedingt. Bedingungslos soll Liebe sein, dann packt auch gleich den Hass mit rein, bedingungslos ist konsequent, spüre, wie dein Selbst verbrennt. Bedingungslos Ergebenheit, Erblindung folgt ihr mit der Zeit, KontrollverlustBedingungslos wohin? weiterlesen

Rose Herbst

Ingeborg Henrichs für #kkl20 „beingungslos“ Rose HerbstStarke Hoffnung Rose HerbstBlickst unerschrocken himmelwärtsErblühst in Farbenpracht VollendungVor Wintersruhezeit und WendungErwartest neues Entstehen im FrühlingsgeschehenStarke Hoffnung Rose HerbstWeist unverdrossen himmelwärtsZeigst uns wie wunderbar ein DaseinskreisGespiegelt in dirDu starke Hoffnung Rose Herbst WächterSonne und MondIhr unerschütterlichen WächterÜber Aufbruch und DämmerungVertrau` euch meine Träume an Katzenlos Nun, dass Katzen eineRose Herbst weiterlesen

Ohne wenn und aber

Christian Baudy für#kkl20 „bedingungslos“ Ohne wenn und aber Liebe fragt nicht nach dem Grunde,Liebe folgt rein ihrem Pfad. Liebe kennt nicht Ort noch Stunde,Liebe findet einfach statt. Christian Baudy, Anglist und promovierter Sprachvermittler. Freiberuflicher Online-Redakteur, Journalist, Erwachsenenbildner und Übersetzer. Literarisch mit Glossen, Kurzprosa, Aphorismen, Haikus und Kurz-Gedichten in diversen Print- und Online-Medien unterwegs. Erster GedichtbandOhne wenn und aber weiterlesen

Brandstätte

Gisela Baudy für #kkl20 „bedingungslos“ Brandstätte Was hast du erwartet?fragte er die Liebendeund kehrte den Rücken. Flog zurück in ein Landdas er nie als seine Heimatbezeichnet hatte. Die Liebende blieb stumm zurück.Jahre vergingen.Die Brandstätte blieb. Was sie erwartet hattewar einfach:dass er die Frage nie gestellt hätte. Wer liebterwartet nichts.Er liebt. Gisela Baudy, gebürtige Pfälzerin. DieBrandstätte weiterlesen

Samstagnachmittag, 17.05 Uhr 

Monika Schlößer für #kkl20 „bedingungslos“ Samstagnachmittag, 17.05 Uhr            John ist hässlich. John hat ein Spitzmausgesicht, eine Hakennase und bei jedem Wort, das John sagt, hüpft sein Adamsapfel auf und nieder. Seine hellbraunen Haare glänzen fettig, und um die langen, dürren Beine schlottert eine Hose, die gut und gerne drei Zentimeter länger sein dürfte. IchSamstagnachmittag, 17.05 Uhr  weiterlesen

Der Schwund

Felix Wender für #kkl20 „bedingungslos“ Der Schwund Lieber Gott, ich hasse mich sehr. Heute hallt mein Augenlicht zart im Fensterglas wider, dahinter eine Welt wie in schwarze Milch vernäht. Bei diesem Regen wirken die Gebäude verlassen, im Würgegriff der Rohre, von Gott und der Welt vergessen; die Seelen drohen zu verwässern, doch die Zellen hinterDer Schwund weiterlesen

Vodka Martini. Geschüttelt, nicht gerührt.

Alexander Klymchuk für #kkl20 „bedingungslos“ Vodka Martini. Geschüttelt, nicht gerührt. „Sag niemals ‚Nein‘ zu Abenteuern.  Sag immer ‚Ja‘, sonst führst du ein sehr langweiliges Leben.“ Ian Fleming (1908 – 1964) Der Mann in dem weißen Smoking griff mit einer nebensächlich wirkenden Handbewegung nach der karmesinroten Blüte in seinem Knopfloch und zog sie ein Stück heraus.Vodka Martini. Geschüttelt, nicht gerührt. weiterlesen

Geh weiter

Bettina Radermacher, für #kkl20 „bedingungslos“ Geh weiter Schweige.Fördere die innere Kraft.Sei nicht feige.Vergieße mutig Deinen Lebenssaft. Lebe.Bedenke den Tod.Übe die sinnvolle Rede.Halt die Gedanken im Lot. Verkünde.Vergiss das Leiden.Verwirf die Sünde.Lass dich von guten Gedanken leiten. Strebe.Bleibe ohne Allüren.Nehme und gebe.Lass dich vom Göttlichen führen. *“Geh weiter“ zum Hören: https://www.youtube.com/shorts/PZaTa-Q_HkQAus dem Buch „Schüsse und Küsse“„Geh weiter“ weiterlesen

Die präzise Friedenstaube

Bernd Watzka für #kkl20 „bedingungslos“ Die präzise Friedenstaube Die Friedenstaube fliegt unglaublich flottüber Weizenfelder, verlassen von Gott.Sie flitzt dahin mit stoischer Miene;ohne auf, ohne ab – wie auf Schiene. Wohin wird sie den Frieden bringen?Dürfen wir bald „War ist over“ singen?Seht hin, das pfeilschnelle Tierhat schon ein Haus in seinem Visier. Die Friedenstaube fliegt kerzengeradeinsDie präzise Friedenstaube weiterlesen

Ein Leben im Fluss

Janus für #kkl20 „bedingungslos“ Ein Leben im Fluss Sie lieben sich. Wie sich nur zwei Karpfen lieben können. Henri und Leodora haben sich auf einem Dating-Portal kennengelernt: Fisch sucht Fahrrad. Sie hat ihn zum Mückenlarven schlabbern eingeladen und beide waren sofort verliebt. Und nun ist Henri seit bald drei Jahren Leodora’s Schwarm. Obwohl sie vom„Ein Leben im Fluss“ weiterlesen

Das Bedingungs-Los des Menschen

Eugenia Maranke für #kkl20 „bedingungslos“ Das Bedingungs-Los des Menschen Neulich im Lesesaal meines Gehirns habe ich eine Geschichte gefunden. Sie lag auf einem Gedanken-Tisch und war auf eine Serviette gekritzelt. Irgendwann habe ich sie wohl mal erfunden und dann vergessen. Ich fand dieGeschichte aber so schön, dass ich sie dir erzählen möchte:Ein Vater ging mitDas Bedingungs-Los des Menschen weiterlesen

Verbrüderung

Ingrid Baumgart-Fütterer für #kkl20 „bedingungslos“ „Verbrüderung“ Hab den Mut die „ungeliebten Schattenanteilen deiner Seele zu akzeptieren und dich mit ihnen zu „verbrüdern“. Mit Hilfe deiner neu gewonnenen„Freunde“ wirst du zu eng gesteckte Grenzen sprengen und über dich hinauswachsen. Bedingungslose  Liebe In dir gibt es einen Raum der Stille, in dem die Zeit stillsteht und woVerbrüderung weiterlesen

Bedingungslos

Jasmin Krone für #kkl20 „bedingungslos“ Bedingungslos Ein Wort, losgelöst von Erwartungen und Verpflichtungen.Klingt das nicht schön?Doch wo findet dieses Wort noch einen Platz in der Welt?In welcher Situation wird es noch als einen Wert angesehen, dem man nachstrebt?Wir Menschen benutzen oftmals Worte, denen unser eigenes Verhalten nicht gerecht wird.„Ich werde dich bedingungslos lieben“ ist eine„Bedingungslos“ weiterlesen

Ohne Titel

Mark Klingler für #kkl20 „bedingungslos“ Die erste Zigarette am Tage missfiel ihm jedes Mal ein bisschen mehr und doch drehte er sich wie jeden Morgen auf die Seite des Bettes, die näher an der Tür des kleinen Balkons lag. Er nahm die Zigarette vom Nachttisch und das Feuerzeug von der Fensterbank und ging hinaus in„Ohne Titel“ weiterlesen

SIE

Gabriele Hahm für #kkl20 „bedingungslos“ SIE Sie istdie, die immer an die Liebe glaubt, der nichts und niemand die Zuversicht raubt, möchte hoffen, träumen, immer weiter gehen und selbst im Sturm am Horizont Sonne sehen, schiebt den Nebel beiseite, einem Vorhang gleich – Lebensfreude macht sie unsagbar reich. Sie will Gutes in allen Menschen erkennen,„SIE“ weiterlesen

Bedingungslose Nähe

Julia Kohlbach für #kkl20 „bedingungslos“ Bedingungslose Nähe Weist du noch, wie es damals war? Verliebt 1980 auf einer Reise mit Jugendtourist, du von der Küste, ich von der Thüringer Höhe. Ich hier, Du da, aber bedingungslos immer nah! Weist du noch, wie es damals war? In einem Land ohne Freiheit, wolltest du nicht sein und„Bedingungslose Nähe“ weiterlesen

was die welt braucht …

Bettina Engel-Wehner für #kkl20 „bedingungslosigkeit“ Über die Bedingungslosigkeit Bedingungslosigkeit, die ohne Bedingung bedingungslos ist, findet ihren Ausdruck allein in ihrer Ursprünglichkeit. Sie ist Bedingungslosigkeit ohne Bedingung. Sie ist. Unbedarft. Reines Sein. Ganzheit und Einheit zugleich. Ohne Absicht, ohne Ziel. Jenseits unseres Denkens, unserer Erfahrungen – jenseits all unserer Erwartungen, Wünsche und Ängste. Folglich kann eswas die welt braucht … weiterlesen

Das Geschenk

Astrid Kohlmeier für #kkl20 „beingungslos“ Das Geschenk Ich erinnere es längst nicht mehr Und doch war ich einst Teil von dir Du hast geduldig darauf gewartet Mich endlich glücklich zu sehen Aber die Hoffnung nie aufgegeben Du kennst mich und all meine Makel Und weichst mir doch nicht von der Seite Du weißt von meiner„Das Geschenk“ weiterlesen

Bedingungslos fragen

Gerwin Haybäck für #kkl20 #bedingungslos“ Bedingungslos fragen Allmächtiger, Schöpfer von Mängelwesen, hört er uns? Bald zornig, strafend, bald leer, eisern schweigend auf Mutter Teresas Fragen. Warum nicht beten auf Augenhöhe? Sein Kind ein Sohn, warum? Das Weib: sein Werk, seine Reue zugleich? Krone der Schöpfung: Unterwerft euch, werdet wie Kinder, furchtsam, unmündig – oder keinBedingungslos fragen weiterlesen

bedingungslos

Cäcilia Heiß für #kkl20 „bedingungslos“ Es begann mit einem Wunsch, einer Sehnsucht nach Mehr,es war plötzlich ein Platz im Herzen so leer.Der Drang diese Leere zu füllen war überwältigend großund strebte nach Erfüllung – bedingungslos.Eine Entscheidung und dann Hoffnung und dann Glückdas Leben ward auf Zukunft umgestellt, es gibt kein zurück.Mancher nennt es Wunder, anderer„bedingungslos“ weiterlesen

Bedingungs-Los

Ann Kristin Bartke für #kkl20 „bedingungslos“ Bedingungs-Los Meine längste Freundin verstarb an Maria Himmelfahrt. Meine Montagsmail an sie blieb unbeantwortet, aber jemand fand sie Und schrieb zurück. Nun taucht die alte Frage an den Sinn des Lebens und an die Vergänglichkeit Im Gemüt wieder an die Oberfläche allen Seins. Ist das Leben ein Bedingungs-Los, frage„Bedingungs-Los“ weiterlesen

DER LETZTE TANGO MIT DIR

Klaus Pelster für #kkl20 „bedingungslos“ DER LETZTE TANGO MIT DIR Milonga MilongaBezaubernder Klang des BandoneonsFüllt die Seele aufUnd sprüht sie blütengleichZu FüssenFließende Bewegung baut sich aufim ZweiViertelTakt Der Letzte Tango Mit Dir. GeigenStrich am Offenen HerzenMelodienteppich streut sich voranZweiEinigkeit im Rausch der DrehungEin Arm voll RosenDuft umfängt michMein Blut fließtIm ZweiViertelTakt Der Letzte Tango Mit„DER LETZTE TANGO MIT DIR“ weiterlesen

Die Frage

Ruth Forschbach für #kkl20 „bedingungslos Die Frage Geliebter du erkennst mich als Die, die ich gemeint war Und nicht als Die, die ich geworden bin Ist das der tiefe Sinn der Liebe? Was wirklich zählt Was wirklich zählt, ist riesengroß und winzig klein ist ewig alt und allzeit jung Was wirklich zählt Ist gleißend hell„Die Frage“ weiterlesen

Juukai   

Saza Schröder für #kkl20 „bedingungslos“                                                                        Juukai                                    Neun Monate habe ich dich rumgeschleppt in meinem Bauch  ich hatte Angst vor dir aber gefreut hab ich mich auch  dann habe ich dich unter Wehen auf die Welt gedrückt acht Pfund  schwer und dein linkes Bein war eingeknickt ermattet lag ich neben dir war selber noch zu„Juukai   „ weiterlesen

Ohne Wenn und Aber – immer weiter 

Theresia Plank-Zebinger für #kkl20 „bedingungslos“ Ohne Wenn und Aber – immer weiter  Theresia Plank-Zebinger, Malerin Über #kkl HIER

Lichtinsel. Gewächshaus.

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl20 ‚bedingungslos‘ Lichtinsel. Gewächshaus. Unter deiner Lupe Liegt nun der Raum, Den ich mir nehme. Unsichtbar ist er und unantastbar Imaginiere bitte eine Kuppel Aus warmem Licht hoch oben In den Raum, den ich mir nehme. Und in das Lichtbad darunter: Vogelfedern, blaugrüne, sehr zarte, Ein paar gebrochene Knochen, Metall und rote„Lichtinsel. Gewächshaus.“ weiterlesen

IDYLLE

Roland Schmidlin für #kkl20 „beingungslos“ IDYLLE Die Libelle Zukunft zeichnet Farben ins Ziel Ihr Spiegel notwendigerweise in sich fiel Geschminkte Blätter schwimmen im Stand Abgeblätterte Farben strecken die Hand Tragende Stille im Gesichtsausdruck steht Sitzender Blick ins Bodenlose vor dreht Springende Wolken sprechen im Fluss Eingeschworenes Schauen folgt im Muss Als Roland Schmidlin habe ich„IDYLLE“ weiterlesen

Trage, was dich trägt

Martin A. Völker für #kkl20 „bedingungslos“ Trage, was dich trägt Ohne Ding kein Dong. Vielleicht wirst du über diese alte Weisheit aus der Kleinwelt der Haustürglockenherstellung lachen, aber Lachen ist gut, weil wir über Ernsthaftes miteinander sprechen müssen. Mich erinnert das um ein Dong ergänzte Ding an die Verbindung von Yin und Yang. Gegensätzliche PrinzipienTrage, was dich trägt weiterlesen

Sisyphos

Ada Leupelt und Niclas O‘Donnokoé für #kkl20 „bedingungslos“ Sisyphos 1 Da stand ich nun mit meinem Talent und war doch nur eine miese Nulpe. Der letzte Pfennig war schon klirrend im Innern der Maschine verschwunden, ohne ihr ein Lebenszeichen entlocken zu können. Der Stein blieb stumm. Den Hausmeister anzurufen war keine Option, ich kannte ihn,Sisyphos weiterlesen

Ohne Titel

Klaus Enser-Schlag für #kkl20 „bedingungslos“ Sie schaut ihn beglückt an. Ja, er ist endlich der Richtige. Wie oft schon hatte sie in der Liebe verloren: aus Enttäuschung, Verbitterung oder dem Gefühl, den hochgesteckten Erwartungen des Partners nicht zu genügen.  „Heute muss eben alles perfekt sein“, hatte ihr ein selbstverliebter Typ ins tränennasse Gesicht geschleudert. „Und„Ohne Titel“ weiterlesen

Traumbild

Ursula Strätling für #kkl20 „bedingungslos“ Traumbild Vielleicht begegne ich ihm nie – dem Traumbild meiner Phantasie – in dir, denn in der Wirklichkeit erscheint ja manches doch sehr weit der Poesie, die uns entzückt, entrückt: und trotzdem bleibt uns nur, damit das Sehnen kommt zur Ruh, uns einzulassen auf ein Du, es neu zu wagen„Traumbild“ weiterlesen

Ins Gebüsch – Der Traum

HENRIETTE TOMASI für #kkl „bedingungslos“ Ins Gebüsch – Der Traum Ins Gebüsch – Der Traum Meine Hand Dir plötzlich entgegen sich streckt ins lichte Dickicht zieht zwischen diesen viel begangenen Wegen. Nur einen Moment spüren wissen um Nähe um Hand versteckt vor Blicken die das Glück entdecken könnten. Im Gezweig schon da streunte ich umherIns Gebüsch – Der Traum weiterlesen

Mutterherz

Tim Tensfeld für #kkl20 „bedingungslos“ Mutterherz Von erster Stunde an, von der sie um Dich weiß, bist Du eingeschlossen, gut verwahrt, in jenem Ort, Herz, welcher nicht käuflich und auf reiner Liebe gebaut ist, bedingungslos. Für Deine blose Existenz geschätzt, geliebt, wirst Du mit Kosenamen benannt, selbst bis ins hohe Alter, während, Du viele vonMutterherz weiterlesen

LOSE BEDINGUNGEN

Petra Kislinger für #kkl20 „bedingungslos“ LOSE BEDINGUNGEN Wenn Sie eine Träne vergießen, wissen Sie nicht, woher Schwarze Augen werden schwarz und schwarz… Schmutzig ist nicht, was Sie dachten Und es tut ein bisschen weh Alles bewegt sich, es bewegt sich wie ein Hurrikan. Ich war nicht dabei. Ich bitte um Entschuldigung. Und ich wusste nichtLOSE BEDINGUNGEN weiterlesen

Nicht Arbeit, sondern Müßiggang?

Franziska Bauer für #kkl20 „bedingungslos“ Nicht Arbeit, sondern Müßiggang?Reflexionen zum neuen Stellenwert der Arbeit Der amerikanische Soziologe und Ökonom Jeremy Rifkin, der in neoliberalen Kreisen als moderner Maschinenstürmer kritisiert wird, weist darauf hin, dass eine fundamentale Verschiebung  der Eckpunkte des  Triangels aus Energiegewinnung, Informationstechnik und Transportwesen stets auch eine völlige Neuordnung der Wirtschaft und derNicht Arbeit, sondern Müßiggang? weiterlesen

Ich kann

Clara Sinn für #kkl20 „bedingungslos“ Ich kann mich schon selbst erholen, murmelte sie routiniert ihr Mantra. Eben noch hing sie in der Kurve, suchte, suchte verzweifelt, ängstlich niedergedrückt. Im Außen. Als ihr Gnade zuteilwurde. Es kam dieser Gedanke über sie, dass sie ja nicht sie selbst war, wenn sie litt. Stimmte.                                                                                   Augenblicklich hellte sich„Ich kann“ weiterlesen

Eiserner Steg

Niklas Götz für #kkl20 „bedingungslos“ Eiserner Steg Es heißt, Liebe lässt dich strahlen wie HonigkuchenrösserUnd deine Gedanken bauen rosendornige TraumluftschlösserDoch wir, wir sperren uns nicht zusammen einWir wollen nur gemeinsam frei seinWie zwei Flügel einer TaubeSind wir verbunden durch Herz und BlutFreiheit gibt es nur zusammen, verschweißt durch rote GlutLiebe fesselt uns aneinander wie HandschellenUndEiserner Steg weiterlesen

Die Natur Allgemeiner Geschäftsbedingungen

Lasse Thoms für #kkl20 „bedingungslos“ Die Natur Allgemeiner Geschäftsbedingungen Der Zug ist verspätet. Wie immer. Auf der Anzeigetafel steht, er werde sechzig Minuten später hier ankommen. Kein Wunder. Es zeichnet die Bahn immerhin aus, nicht wahr? Natürlich hat mein Freund nicht erwartet, dass ich pünktlich ankommen werde. Es ist nur blöd, weil die Fahrt ohnehinDie Natur Allgemeiner Geschäftsbedingungen weiterlesen

bedingungslos

Uta Biehl für #kkl20 „bedingungslos“ bedingungslos Bedingungslos? Was denn, was denn? Glaubst du, so davon zu kommen? Auch wenn man noch so oft A, A, A sagt, das B wird kommen, wird sich durchs Kleingedruckte einschleichen, sich plötzlich vor dir auftun, hämisch die Rechnung vorlegen, nichts ist umsonst! Ach, ich bin also miesepetrig, ein Spielverderber?bedingungslos weiterlesen

mitbewohnen

Friederieke Butzheinen für #kkl20 „bedingungslos“ mitbewohnen die einladung zur erzwungenen beisamkeitbedingt sich bloßdurch unsere einzige gemeinsamkeit:das geringe einkommen.– es gibt kein entkommen –kein beikommendeinem ständigenaudiovisuellolfaktorischpsychischenreinkommen in meine privatssphäre.kiffen um mitternacht ist keine lösung für ein verkorkstes wohnverhältnis,genausowenig wie alkohol am morgen  – bierflaschen wie spaliere –und nachmittägliche katerstundenverkommen zu bloßen racheficks.es führt nur zu wenigermitbewohnen weiterlesen

Bedingungslos in Dir

Anna Wernicke für #kkl20 „bedingungslos Bedingungslos in Dir Von Trauer erfüllt scheint dein Herz, denn es kennt keine Bedingungen, es kennt nur die Bedingungslosigkeit. Es lebt in der Unendlichkeit der Liebe und strahlt jeden Tag für dich aus dem Kosmos, um dir den Weg zu ebnen. Wo sind wir, in dieser Welt, wenn nicht in„Bedingungslos in Dir“ weiterlesen

Beinahe gäb ’s mich gar nicht – hätten wir auch überlebt

Bernhard Horwatitsch für #kkl20 „bedingungslos“ Beinahe gäb ’s mich gar nicht – hätten wir auch überlebt Im Jahr 1772 wurde Susanna Maria Brandt am 14. Januar gegen 10 Uhr morgens auf das Schafott an der Hauptwache geführt, wo der Scharfrichter Johann Hoffmann am Richtstuhl auf sie wartete. „Der Nachrichter führte die Maleficantin mit der HandBeinahe gäb ’s mich gar nicht – hätten wir auch überlebt weiterlesen

Bedingungslos

Wanderprediger für #kkl20 „bedingungslos“ Bedingungslos Schon schlägt der Tag die Augen auf,entführt mit sanftem Kuss die Nacht aus ihren Träumen.Durch Jalousienritzen blinzelt lockend süße Lebenskraft,mit nebelfeuchtem Kleid verfängt der Wind sich in den Bäumen. Verspielt jongliert der junge Wasserlaufmit tausend kleinen Blubberblasen,kitzelt lachend tausend Jahre altem Urgesteindie rundgewaschnen, blanken Nasen. Wie Watte bauschen Schäfchenwolkenauf blauemBedingungslos weiterlesen

Das erste Mal

Agnes Decker für #kkl20 „beingungslos“ Das erste Mal „Lebe deinen Traum“, hattest du mit bunten Farben an die Wand über unserem Küchentisch geschrieben, jeden Buchstaben in einer anderen Farbe, und darüber einen Regenbogen gemalt. Das Motto unserer Generation und unserer jungen Liebe. Wir würden diese Welt verbessern, davon waren wir fest überzeugt, mit all unserer„Das erste Mal“ weiterlesen

Mein Versprechen

Raven E. Dietzel für #kkl20 „bedingungslos“ Mein Versprechen Ich weiß nicht, ob ich weiß, was Liebe ist.Bin mir auch nicht sicher, ob du jemand bist, dem ich vertrauen sollte. Bin mir nicht einmal sicher, ob ich das wollte.Doch wenngleich ich ständig Zweifel hege,wie gut wir uns kennen, und wohl noch wie lange,wenn ich mich in„Mein Versprechen“ weiterlesen

Der Verschenkomat

Silja Nemetschek für #kkl20 „bedingungslos“ Der Verschenkomat Silja Nemetschek, geb. 1975 in Oldenburg, absolvierte das Studium der Diplom-Pädagogik und wechselte früh in die Verwaltung. Silja schreibt Gedichte nebenbei und peppt diese gerne mit einer Fotografie oder Collage auf. Silja liebt es romantisch und wohnt in einem hübschen kleinen Schlösschen in Ostfriesland. Über #kkl HIER

Die wahre Entdeckung Pompejis

Die wahre Entdeckung Pompejis– ein leicht zu übersehendes Jubiläum Nora Hille für #kkl20 „bedingungslos“ Untergang und Auferstehung Lass mich die Asche sehen, durch die du gewandert bist, des Nachts, schnellen Fußes, verbrannte Frau du, in deiner weißen Tunika, bedeckt von einer rosaroten Stola, gefärbt mit Rosenkrapp und zierlich bestickt. Dein Kind fest an deine BrustDie wahre Entdeckung Pompejis weiterlesen

Bedingungslos

Maria Wadenpohl für #kkl20 „bedingungslos“ Sie blickt von der Decke auf sich hinab. Sieht sich stöhnen. Die Beine gespreizt, zwischen denen er sich bewegt. Sie stöhnt, weil sie das eben immer so macht. Weil es ihn anturnt. Weil es sie selbst oft anturnt. Aber gerade fühlt sie nichts. Schnitt. Sie sieht sich in Unterwäsche auf„Bedingungslos“ weiterlesen

Verbotener Liebesbrief

Tom Jens Handrick für #kkl20 „bedingungslos“ Verbotener Liebesbrief – Monolog – Schau hinaus du Stinktier Erde und genieß den Hochmut deiner Taten. Soll ich dir gefällig sein und dich beglücken? Soll ich ihn hassen und verachten, nur für sie? Arroganz steht Ihnen, mein Herr, doch auch wenn mich dieser Blick zerfließen lässt, sterbe ich vor„Verbotener Liebesbrief“ weiterlesen

GEORDNETES CHAOS

Sima B. Moussavian für #kkl20 „bedingungslos“ GEORDNETES CHAOS Ein romantisch wirkender Ornamentrahmen um ein schwarz-weißes Foto, denn in Schwarz-Weiß sieht alles besser aus und sie würde darauf lächeln, wie sie es nur selten für eine Kamera tat. So hat sich Lina die Einladungen für ihre Beerdigung vorgestellt, seit sie 20 war. Sie sehen völlig andersGEORDNETES CHAOS weiterlesen

Zuckerwatte, um jeden Preis.

Astrid Miglar für #kkl20 „bedingungslos“ Zuckerwatte, um jeden Preis. Eine dicke, rosa Zuckerwattewolke, die knirschend klebrig die Zähne verpickt, die nach Jahrmarkt duftet, Heiterkeitverspricht und ein Gefühl von sinnlicher Wärme hinterlässt,mit dieser Zuckerwattewolke in der Hand durch die Welt zuschlendern, ist uneingeschränkte Kapitulation vor dermassiven Bedrohung durch Kalorien. Mein Name ist Astrid Miglar, ich lebeZuckerwatte, um jeden Preis. weiterlesen

Was ist das für ein Stern?

Hanna Geisemeyer für #kkl20 „bedingungslos“ „Was ist das für ein Stern?“, fragt Frau Gramm. Das fragt sie neuerdings immer wieder. Als gäbe es ansonsten nichts mehr, was sie mit ihren fünfundneunzig Jahren noch nicht wüsste, nur diese eine Sache, die fehlt ihr noch. Was ist das für ein Stern?Obwohl sie beinahe alles vergisst, meinen Namen,„Was ist das für ein Stern?“ weiterlesen

Aus der Redaktion – Rein in die Bedingungslosigkeit!?

Wir kommen auf die Welt und werden erst einmal nur geliebt weil wir existieren, einfach bedingungslose Liebe, die wir empfangen weil es uns gibt. Ein Naturprinzip, eine universelle Gesetzmäßigkeit!? Später im Laufe unserer Identifikations- und Prägungszeit wünschen wir uns diesen Zustand wieder zurück, dieses ohne-jegliche-Bewertung-abgeben-Leben, einfach, weil es ist wie es ist und das wir„Aus der Redaktion – Rein in die Bedingungslosigkeit!?“ weiterlesen

Neuanfänge

Yvonne Schwarz für #kkl19 „aufrichten“ Neuanfänge Er war umgekippt. Ein vielfach kleineres Wesen als ich es war, hatte den einstigen Fels in der Zeit zu Fall gebracht. Ich balancierte auf seinem Körper, Vergehen und Neuanfang kitzelten meine Enden. An zahlreichen Stellen zerbröselte das standhafte Gestern und die verräterischen Spuren seines Schlächters rieselten herab auf den„Neuanfänge“ weiterlesen

Lilos Bekenntnis

Monika Schlößer für #kkl19 „aufrichten“ Lilos Bekenntnis Fünfzig. Jetzt habe ich es schwarz auf weiß. Kann es mit mir herumtragen. Kann es auf Verlangen jedem vorzeigen, der es sehen will. Kann es auch diskret verschweigen. Mein Grad der Behinderung beträgt Fünfzig. Der Stoffwechsel ist gestört, Herz und Kreislauf sind in ihrer Funktion eingeschränkt. Ich binLilos Bekenntnis weiterlesen

Aufrichten

Rebecca Kluth für #kkl19 „aufrichten“ Aufrichten -wie ich mir mein Leben zurückgeholt habe- Ich bin sensibel, ich bin unsicher Und ich nehme mir Dinge zu Herzen Ich rege mich auf und manchmal wein‘ ich Anstatt entspannt und cool zu scherzen Aber ich will die Frau nun sein Die ich schon immer in mir trug DennAufrichten weiterlesen

Zum Himmel gerichtet

René Oberholzer für #kkl19 „aufrichten“ Zum Himmel gerichtet Sonntage sind Familientage, die wir bei schönem Wetter draussen verbringen. Wir fahren zwischen Frühling und Herbst an den tiefergelegenen See oder in die höhergelegenen Berge. Wir nehmen dann grosse Decken mit, die nach unten gegen Kälte und Nässe schützen. Dann breiten wir die Decken auf grossen WiesenZum Himmel gerichtet weiterlesen

Säulen

Ingeborg Henrichs für #kkl19 „aufrichten“ Säulen Meine Arme umschlingen EuchIhr mächtigen Verbinder zwischenErde und HimmelMeine Seele folgt eurem WegHinauf zu IhmVon Menschen erbautIhr Zeugen unserer vermeintlichen GrößeSo umschlinge ich EuchSuche meinen HaltBis ich wieder entdecke:Keine Säule kann jemals die Stütze seinWelche die himmlische Allmacht uns gibt Ingeborg Henrichs, zuhause in Ostwestfalen.Verfasst kürzere Texte. Schätzt das„Säulen“ weiterlesen

AUFRICHTEN

Hans-Jürgen Kuite für #kkl19 „aufrichten“ AUFRICHTEN Seine Augen wirkten auf mich wie zwei tiefe mit trübgrauem Wasser angefüllte Höhlen. Sein schmales Gesicht zeichnete scharf die Konturen der Kiefer- und Wangenknochen ab und es hatte den Anschein, als würde es nur von einer dünnen Hülle aus fahler Haut zusammengehalten werden. Ich stand ein wenig verhalten im„AUFRICHTEN“ weiterlesen

Ein Stück weit Menschennähe

Oliver Fahn für #kkl19 „aufrichten“ Ein Stück weit Menschennähe Dachgiebel wie durchsichtige Geodreiecke. Es gibt Tage, da übersieht man alles, was die vorgeblich reale Welt abspiegelt. Heute scheint einer dieser in mich versunkenen Tage, die sich erlauben, durch Objekte hindurchsehen zu lassen. Ich schlendere in transparenter Gegenwart, als gehörten meine Beine jemand anders. Meine ArmeEin Stück weit Menschennähe weiterlesen

Mensch

Gerald Marten für #kkl19 „aufrichten“ Mensch Demütig kriecht im Staube das Gottesvolk sich krumm Tief drinnen steckt der Glaube das kriegt den Alten rum Zwei Beine sind gegeben des Menschen aufrecht Gang um ihn doch zu erheben in einen höh`ren Rang Die Krone will der Mensch sein DAS ist des Hochmuts Saat Der Mensch istMensch weiterlesen

Auftrieb

Christian Baudy für #kkl19 „aufrichten“ Auftrieb Der Morgen nieseltsich langsam freischiebt Wolken legt Lichtan den Tag Am Deich entlang Grashalme wiegen sichan der Bordsteinkantetauchen ab und auflanger Gierschwinkt von gegenüber. Allmählich wärmtdie Sonne den Rückenwirft alle Schatten beiseiteund blinzelt der wolligenDeichpflege zu. unbeirrtauf dem schmalenstreifen unterhalb derhainbuchenheckestreben tulpen nachluft und licht aufgeben gilt nicht KerzengeradeKastanienblütenschautrifftAuftrieb weiterlesen

Weil

Gisela Baudy für #kkl19 „aufrichten“ Weil die Liebedas Leben enden musswerfe ich die Liebedas Leben hochzum Gesang der Amselam Dachfirst sichere ichden Sommer reiche ichder Brut  Federund Flug  ErinnerungWiedergefundene ZeilenWorte zündeln WorteSonnenfinger spielen mit SchattenHautfühlung(Elfchen) Genug Hände Genug Hände habenum dich zu wärmen. Aber auch genug Händeum anderenum Wärme zu geben. Schwere Wolken und doch finden SchwalbenWeil weiterlesen

auf – ge- richtet

Jens Faber-Neuling für #kkl19 „aufrichten“ auf – ge- richtet auf zweibeinige balance sich der mensch aus der beuge in die waage der polarität überblick gewonnen blickwinkel erweitert schleier weggewischt neue sinne gewonnen klarheit erfahren altes denken trübt sinne utopien sprengen starres lassen licht gewähren altes normal kontrolle von aussen ist schiefstand einseitige belastung erzeugt schmerz„auf – ge- richtet“ weiterlesen

Aufrichten!

Christian Mai für #kkl19 „aufrichten“ Aufrichten! Allerseits und immer stets nach oben soll es gehen. Unbekümmert jeder Rückschläge und Verluste. Aufrichten! Festgefangen im Sturm des Alltags drohen Träume leise zu verwehen. „Richtig sei nie aufzugeben!“ Ob sie es je besser wusste? Aufrichten! Innere Glaubenssätze vermögen tief und lange zu bestehen. Charakter wächst und stärkt wieAufrichten! weiterlesen

Aufstehen

Julia Kohlbach für #kkl19 „aufrichten“ Aufstehen Seit genau zwei Monaten, vier Tagen, acht Stunden und 37 Minuten liege ich in diesem Bett im Krankenhaus am Rande der Stadt. Ich bin 12 Jahre alt und das pure Leben zieht draußen vor dem Fenster an mir vorbei. Besuch erhalte ich nur selten, da meine Eltern arbeiten und„Aufstehen“ weiterlesen

aufrichten

Luca Isabelle Spajic für #kkl19 „aufrichten“ Luca Isabelle Spajic, Künstlerin und Medizinstudentin aus Würzburg Über #kkl HIER

Nachkommen

Julia Wurzenberger für #kkl19 „aufrichten“ Nachkommen Komm. Komm nach. Nach mir. Nach dort. Eine kommt. Eine geht. Die Gehende: Lockenwickler, Bügelmaschine, Sammelsurium Die Kommende: Zöpfe flechten, Uniabschluss, VW-Bus Beide: Geschichtenerzählerinnen, Flötenspielerinnen, Tänzerinnen Ist die eine noch Frau? Ist die andere schon Frau? Ins Frausein gekommen? Aus dem Frausein gegangen? Hinauf die Leiter. Hinab die Stufen.„Nachkommen“ weiterlesen

Ich würde dich aufrichten

Susanne Rzymbowski für #kkl19 „aufrichten“ Ich würde dich aufrichten Können dachte ich bei mir in totaler Selbstüberschätzung fruchtlos meine Gedanken zu dir selbstgefällig meine Worte aus Hirnschmalz ohne Gefühl im Glimmer von anerkannten Neurosen aus Brettern aus Verblendung verloren das Gespür von Wahrheit und Liebe die ambivalent Was bleibt? Eine Entschuldigung aus Aufrichtigkeit ohne zu„Ich würde dich aufrichten“ weiterlesen

Mondstein   

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl19 ‘Aufrichten‘ Mondstein                                                                                       Oskar starrt aus dem Busfenster, ohne die vorüberziehende Umgebung wahrzunehmen. Er ist vollkommen in Gedanken versunken. In düstere Gedanken – obwohl Freitagmittag ist und sich ein strahlend sonniges Wochenende ankündigt, obwohl morgen sein fünfzehnter Geburtstag ist. Nur kurz blitzt eine positive Szene vor seinem inneren Auge auf,Mondstein    weiterlesen

„Жди меня“ – „Warte auf mich“

Franca Lingua Text und Thorsten Böckmann Objekt und Foto für #kkl19 „aufrichten“ „Жди меня“ – „Warte auf mich“ Während der etwa 30 Kilometer langen Fahrt vom Flughafen Boryspil ins Zentrum der ukrainischen Hauptstadt kann ich den Blick nicht abwenden angesichts der Schönheit dieser Stadt auf sieben Hügeln, traumhaft grün am Dnepr gelegen. Die Sonne spiegelt„„Жди меня“ – „Warte auf mich““ weiterlesen

aufrichtend

Heike Dubis für #kkl19 „aufrichten“ Kunstharz auf formstabiler Holzmalgrund- 40 x 80 cm. 2er Set Heike Dubis Große energiegeladene Werke intuitiv zu erstellen und Menschen mit Freude in Ihre Kreativität zu begleiten, sind meine Stärken. Ich probiere sehr gerne Neues aus und freue mich meine Berufung leben zu können. Meist arbeite ich gleichzeitig an mehreren Kunstwerken und„aufrichtend“ weiterlesen

Der Mutmacher

Eileen Mätzold für #kkl19 „aufrichten“ Der Mutmacher Der Mutmacher hat sein Gewerbe noch nicht eintragen können. Heutzutage sind die Behörden sehr streng. Am Mut seiner Mitbürger feilt, schraubt und sägt er. Ist der Mut einmal fertiggestellt, so liegt es an ihm, ihn an den Mann oder an die Frau zu tragen. Denn Mut trägt nicht„Der Mutmacher“ weiterlesen

Auf richten 

Ann Kristin Bartke für #kkl19 „aufrichten“ Auf richten  Auf gehts Richtung ist die GedankenLiebe Deines Lebens Richter sind wir zuletzt gegen uns selbst Und bitten um Vergebung sowie um Gerechtigkeit Auf gehts Mit all den Grübelnissen in Neuronenbahnen Die wollen mäandern auf ein Ziel Oder einen Berg besteigen Im Ozean baden gehen Neue Schneisen schlagen„Auf richten „ weiterlesen

Gerade Haltung

Laura Plum für #kkl19 „aufrichten“ Gerade Haltung Ich öffne langsam die Augen, blinzle ein paar Mal und beginne zu husten. Aus dem Husten wird schnell ein Würgen. Mein Magen ist alles andere als bereit. Ein übler Geschmack breitet sich in meinem Mund aus. Nach einigen Anläufen schaffe ich es, meine Augen endlich zu öffnen. GrellesGerade Haltung weiterlesen

Valentín Sayhueque

Bernhard Horwatitsch für #kkl19 „aufrichten“ Valentín Sayhueque vom Blut getränktwar der Bodengleich erblühter Wolledu tapferer Mapuche-Häuptling Die Sonne schien am Rio NegroUnd dein Schrei: Ich komme zurückReitend auf einem Pehuenche-Hengstdurch den NachthimmelStolzer Indio Hört ihr seine Melodie? Getragen vom Wind?Seine Stimme leuchtet wie der MondSo schwarz wie ein Araucana-Huhn Aguas que van, quieren volverAguas queValentín Sayhueque weiterlesen

erinnerung an den schluss

Katja Renzler für #kkl19 „aufrichten“ erinnerung an den schluss dein aufbaeumen im kuss erigiert faellst du mir in den ruecken weiß Katja Renzler, geboren 1979 in Südtirol, lebt und arbeitet am Alpenhauptkamm. Studium der Anglistik und Slawistik in Wien und Klagenfurt. Unterrichtet Englisch, ist Autorin und Schreibpädagogin. Teilnahme an der Leondinger Akademie für Literatur 2020/2021.„erinnerung an den schluss“ weiterlesen

Als Kraft noch kämpfte

Christiane Schwarze für #kkl19 „aufrichten“ Als Kraft noch kämpfte und Lanzen für Gerechtigkeit brach; Stolz Demütigungen zum Duell herausforderte; Mut die Last der Schwere abwarf und jedes Mal dachte: Nur noch dieser eine Sieg; Wichtigkeit glaubte, sie sei ich; sich an einem Tag alles änderte; ich niemand mehr war; nur Gedichte an meiner Seite blieben.„Als Kraft noch kämpfte“ weiterlesen

On the way

Johann Seidl für #kkl19 „aufrichten“ On the way Schiffbruch – ich werf den Body hin steig aus dem Scheitel oben aus Ein Ohr, ein Auge kein Mund, ein Nasenloch zwei Finger, ein Zeh und eine Seemanskiste voll Rum Wir Sieben on the way Richtung Alpha Centauri Nicht ganz dicht Ich will Dich -ter sein BinOn the way weiterlesen

Erika und Herbert – oder: Geht so Frieden?

Bettina Engel-Wehner für #kkl19 „aufrichten“ Erika und Herbert – oder: Geht so Frieden? Unaufhörlich hämmernde Klöppelschläge. Herbert griff mit einer Hand dorthin, wo er seine Stirn vermutete, die andere fand, einem Urinstinkt folgend, zielsicher den Sensor und brachte den gnadenlos tobenden Wecker zum Verstummen. Geräusche von klapperndem Geschirr drangen aus der Küche und waren wieErika und Herbert – oder: Geht so Frieden? weiterlesen

„Hi! Steh auf!“, schallt es zu mir herüber. …

Bhavya Heubisch für #kkl19 „aufrichten“ „Hi! Steh auf!“, schallt es zu mir herüber. Ich stöhne, strenge mich an. Vergebens. Meine Stängel abgeknickt, die Blätter zertreten, krümme ich mich am Boden. Dabei hatte ich noch gestern meine goldgelben Blüten der Sonne entgegengestreckt, ihre wohltuende Wärme verspürt. Doch dann kamen sie: die Wanderer in ihren schweren Stiefeln.„„Hi! Steh auf!“, schallt es zu mir herüber. …“ weiterlesen

Andriy

Claudia Grothus für #kkl19 „aufrichten“ Andriy Wie er da saß und sein Brot kaute. Wir warfen heimliche Blicke auf ihn. So jung war er und seine Augen waren groß und hell zwischen den sandfarbenen Konturen seiner Wimpern. Nur selten hatten wir die Gelegenheit, in diese Augen zu sehen. Er hielt am liebsten die Lider und„Andriy“ weiterlesen

Auf. Aufstehen. Aufwecken.

Frauke Schmitz für #kkl19 „aufrichten“ Auf. Aufstehen. Aufwecken. Das Leben, wovon ich eins nur habe. Auf. Auf keinen Fall zurück.  Aufsehen zur Sonne, zum Mond.  Zum Wind in den Segeln. Auf.  Aufwachen aus Enge, aus Fernweh, aus Blindheit. Auf auf. Kindheit. Vorbei. Ein Glück. Ein Stück gut gelaufen.  Verlaufen? Ein wenig. Heute schaue ich -auf,„Auf. Aufstehen. Aufwecken.“ weiterlesen

Aufrichten und aufgerichtet sein

PuraVida für #kkl19 „aufrichten“ Aufrichten und aufgerichtet sein Wenn Augenwinkel Salzverkrustet sind. Der Atem anhaltend, lauschend den Geräuschen ist. Wie in Romanen beschrieben die Brust sich verengt. Du zum wiederholten Mal – mehrmals wöchentlich (lass dir dies auf der Zunge zergehen?!) wartend zuhause sitzt und dich als unsäglich dumm bezeichnest. Dumm, dass du dies mitmachst„Aufrichten und aufgerichtet sein“ weiterlesen

BärenStark

Katharina Dobrick für #kkl19 „aufrichten“ BärenStark Das Tor meiner Gedanken bewacht ein Bär hellwach prüft er alle Gäste lässt niemanden hinein der mir nicht wohlgesonnen ist wenn gute Ideen kommen sich geborgen fühlen begleiten sie mich ins SEIN Begegnungen Du steigst hinauf Ich steige hinunter WIR lächeln uns an reichen einander die Hand Miteinander gehenBärenStark weiterlesen

ERHÖHUNG

Roland Schmidlin für #kkl19 „aufrichten“ ERHÖHUNG Die gefüllte Reihe einer Sonn gefassten Fensterlücke Im durchwegs geflügelten Raum Lichtstützen anhäuft Am Busen der Hoffnung die grosse Wende aufläuft Frei gewaschene Schwingen das Spiegelbild tragen Gegenüberliegende Seiten reissen den Trug in Stücke Klangfelder hingegen bereiten die poetische Schnur Aufgerichtete Ohren kreisen aus deren Muscheln nur Hören die„ERHÖHUNG“ weiterlesen

Schwurbler

Sven Beck für #kkl19 „aufrichten“ Schwurbler Auf einer schattigen Bank vor dem Völkerschlachtdenkmal blättere ich so in der Bibel herum. Ersteres besuchte ich, weil ich neu bin in Leipzig, der Zweiteren widme ich mich, weil ich Gott neulich anrief und er es tatsächlich antwortete. Da war es ja das Mindeste, dachte ich. Gerade als ichSchwurbler weiterlesen

Ein neuer Tag

Ursula Strätling für #kkl19 „aufrichten“ Ein neuer Tag Klack, klack macht es auf dem Gehsteig, als Andreas in Richtung Sportplatz das Haus verlässt. Heftig schwingt er die Krücke wie einen Taktstock, bevor er sie zornig zu Boden stößt. Mit jedem Schritt will er sie besiegen, muss er es sich selbst und jedem, der ihm zuEin neuer Tag weiterlesen

SCHÖN, WURDEN WIR SPRACHLOS HIER

Lyrischen Tandem Marcus Schiltenwolf & Anna Leoni Riegraf für #kkl19 „aufrichten“ SCHÖN, WURDEN WIR SPRACHLOS HIER Zwischen sanft ansteigenden Hügelrücken tauchen westlich des Marktplatzes Gänsegroße Kormorane in tiefschwarzen Prachtkleidern Über verborgenen Schluchten aus Muschelkalkgestein Nach Barschen und Rotaugen – könnte des Wassers Sprechen sein aus Augenworten setze ich Bilder dem Forttreiben hinterher weil diese StadtSCHÖN, WURDEN WIR SPRACHLOS HIER weiterlesen

Irgendwann …

Dr. Andreas Lukas für #kkl19 „aufrichten“ Irgendwann … Irgendwann werde ich aufwachen erschreckt von verdrängten Tatsachen, werde erstaunt sehen, was Wegschauen bewirken kann. Irgendwann werden wir zurückblicken und rätseln, wozu die Zeit gut war, werden vor ungewollten Fakten stehen, die unser Tun ermöglicht hat. Irgendwann verstummen die Lieder gesungen von den bunten Gefiedern, verblühen dieIrgendwann … weiterlesen

Geschöpfe des Lichts

Benjamin Lapp für #kkl19 „aufrichten“ Geschöpfe des Lichts Wir sind Geschöpfe der Unvollkommenheit und auf diesen Pfad wandeln Wir mit all unserer Verletzlichkeit, mit all unserer Liebe, und fügen unsere Erfahrungen als Kraftquellen jedem neuen Schritt hinzu, mit der wachsenden Gewissheit, dass sich die Heiligkeit des Lebens durch unser Strahlen definiert. Denn Wir sind auchGeschöpfe des Lichts weiterlesen

Bäume dich auf!

Martin A. Völker für #kkl19 „aufrichten“ Bäume dich auf! Im Spätsommer geben die Straßenbäume in der Stadt ein besonders schlechtes Bild ab: Erde überdeckt das Wurzelwerk, die sich in Staub verwandelt, den der geringste Windhauch fortträgt. Die im Frühling frischgrüne Laubkrone nimmt jetzt schleichend eine dörrbraune Farbe an. Einzelne Blätter kämpfen mit vorherbstlicher Porosität. DieBäume dich auf! weiterlesen

Wiederbelebung, jetzt!

Ruth Forschbach für #kkl19 „aufrichten“ Wiederbelebung, jetzt! Wo ist meine Courage hin? Versteckt hinter dem Faltenwurf der Jahrzehnte Wo ist mein Zutrauen hin? Verbrannt auf dem Scheiterhaufen des Selbstzweifels Wo ist meine Klarheit hin? Verirrt im Dickicht der Bedenkenlosigkeit Wo ist meine Standhaftigkeit hin? Geopfert auf dem Altar der Harmonie Wacht auf, ihr komatösen GesellenWiederbelebung, jetzt! weiterlesen

Aufstehen

Theresia Plank-Zebinger für #kkl19 „aufrichten“ Vertikal Acryl/Lwd.,95×72 Theresia Plank-Zebinger Malerin Über #kkl HIER

Genug!

Renate Schiansky für #kkl19 „aufrichten“ Genug! Es ist noch stockdunkel, als ihr Wecker surrt. Leise, um die Kinder nicht zu wecken, schlägt Nazia die dünne Decke zurück. Wie gerne würde sie sich noch einmal umdrehen und weiter schlafen. Doch in der Fabrik wartet die Nähmaschine, und wer nicht pünktlich ist wird gekündigt. Rasch kleidet sieGenug! weiterlesen

„Stehaufmännchen“

Ingrid Baumgart-Fütterer für #kkl19 „aufrichten“ „Stehaufmännchen“ Von der Wiege bis ins Grab geht,s im Leben mal auf mal ab, man strauchelt, steht auf, geht weiter, erklimmt die Karriereleiter, doch ist man oben angelangt, man um den hohen Posten bangt und kommt man irgendwann  zu Fall verspürt man schmerzhaft den Aufprall, aber es muss weitergehen, man„Stehaufmännchen“ weiterlesen

Die nächste Welle

Amy Nordberg für #kkl19 „aufrichten“ Die nächste Welle Der Sand kitzelte zwischen ihren Füßen. Sanft drückte sich der formbare Grund in die kleine Kuhle zwischen Ballen und Ferse, ein erquickendes Gefühl! Es waren nur noch wenige Meter, aber mit jedem weiteren Schritt, den sie auf die Düne setzte, dem Reiben der Muscheln an ihren Zehen,Die nächste Welle weiterlesen

Versuch über den Stubben 

Karen Schröder für #kkl19 „aufrichten“ Versuch über den Stubben  Wenn ein gesunder Baum im Garten durch die Säge fällt, dann ist das das Ende eines Versprechens. Zurück bleibt ein Stumpf. Die frische Schnittfläche als Mahnung und Vorwurf gleichermaßen. Öde und perspektivlos liegt sie vor uns.  Gegen das schlechte Gewissen anzugehen, werden alle möglichen Scheußlichkeiten erdacht. Die offenbare Schande soll möglichstVersuch über den Stubben  weiterlesen

Phoenixbotschaft

Tim Tensfeld für #kkl19 „aufrichten“ Phoenixbotschaft Aus verbranntem Sein, dem Schaffen des Feuers, will sich nach Tod, Leben, aufrichten, sich stellen, der Aufgabe des  Entstehens, des Wiederwerdens. Das Feuer, das seine Kerben, in des Lebensmantels, trieb, fest seine Spuren in des Zeitenkörpers hinterließ, dauernd, mit Hitze, das Geschehende zeugt und mit Asche mahnt.  Der Wind,Phoenixbotschaft weiterlesen

aufrecht 

Eva Joan für #kkl19 „aufrichten“ –  aufrecht  obwohl in der Dunkelheit stehendmit schwerem Herzenschmerzlichen Erinnerungenstehe ich doch aufrecht  wer darauf hofftdass ich zerbrechewartet hier vergeblichist der Gegenwind auch bitterkaltbleibe ich furchtlosaufrecht  Spiegeltiefen  in silberne Spiegeltiefen sehenmeine Augen entschlossen zwingendie Berührung nicht abzubrechenmit einem Tropfen MutFurcht einfangen aushaltenNähe zulassen … dieses eine Malmir selbst gegenübertretendie Maske fallenaufrecht  weiterlesen

Hinter den Brennnesseln

Willi van Hengel für #kkl19 „aufrichten“ Hinter den Brennnesseln I. So grade torkele ich in eine Freiheit, die mir so nie vorschwebte. Dann schwankt man so … wie auf einem hölzernen Kahn, vielleicht zwischen getriebenen Wellen, kichernd weiße Gischt. Dich aus deiner Höhle zerren. Kein naher Mund, der näher ist. Eine kurze Berührung hätte gereicht.Hinter den Brennnesseln weiterlesen

Anhimmeln

Astrid Miglar für #kkl19 „aufrichten“ Anhimmeln Das Kleid, das sie trug, war nicht modern, doch sie mochte es. Knielang. Grundfarbe weiß, mit unterschiedlich großen, schwarzen Tupfen übersät. Als Polka dots hatte die Verkäuferin diese Punkte bezeichnet.Sie selbst nannte es lächelnd Yayoi Kusama-Stil. Der Saum war mit einem handbreiten Rüschenabschluss verziert, noch nicht wirklich altmodisch, aberAnhimmeln weiterlesen

Duckmäuser

Saza Schröder für #kkl19 „aufrichten“ Duckmäuser Die Schweigende Mehrheit Stellt sich dumm Und weiß Stellt sich taub Und hört Stellt sich stumm Und spricht Stellt sich blind Und sieht Die Schweigende Mehrheit Duckt sich Aufgerichtet Bist du im Visir Die Wiese In Reih und Glied niedergemäht die Hälmchen die Gänseblümchen der Löwenzahn gestern noch wie„Duckmäuser“ weiterlesen

Sendband & Robinson

Sören Heim für #kkl19 „aufrichten“ Sendband & Robinson „Ich kann dich nicht sehen!“ Er schrie es in die Dunkelheit, verzweifelt. Er, der Kapitän. Mit einem Mal so einsam, so verloren. Er ist Abschiede gewohnt, er hat auf den mächtigen Ozeanriesen von „Good bye“ zu „Good bye“ die See gekreuzt. Kein Sturm ist ihm zu heftig,Sendband & Robinson weiterlesen

Aufrichten

Marlis Neuner-Boij für #kkl19 „aufrichten“ Aufrichten Nie mehr werde ich mich klein machen um in eine Schublade zu passen Nie mehr werde ich den Mund halten um des lieben Friedens willen Nie mehr werde ich mich anpassen um ein dazugehöriger Mitläufer zu sein Nie mehr werde ich den Buckel krumm machen um Bedürfnisse anderer zuAufrichten weiterlesen

Blütenmantels letzte Instanz 

Thale Lind für #kkl19 „aufrichten“ Blütenmantels letzte Instanz                                       1 „Bitte, gehen Sie links die Treppe hinauf, Saal 16 ist in der ersten Etage“, und gab mir, mit bedauerndem Blick, meine Vorladung und Ausweis zurück. Langsam ging ich die einundzwanzig Treppenstufen hinauf und befand mich in einem schier endlosen, blank gebohnerten Gang des ehrwürdigen Gerichtsgebäudes. AufBlütenmantels letzte Instanz  weiterlesen

Zwei Kräfte

Silja Nemetschek für #kkl19 „aufrichten“ Silja Nemetschek, geb. 1975 in Oldenburg, absolvierte das Studium der Diplom-Pädagogik und wechselte früh in die Verwaltung. Silja schreibt Gedichte nebenbei und peppt diese gerne mit einer Fotografie oder Collage auf. Silja liebt es romantisch und wohnt in einem hübschen kleinen Schlösschen in Ostfriesland. Über #kkl HIER

AUFRICHTEN

Petra Kislinger für #kkl19 „aufrichten“ AUFRICHTEN Es ist fast Abend und ich rauche noch eine Zigarette Und ich bin so einsam wie ein Tropfen vor meinem Fenster… Und ich suche im Kühlschrank nach einer guten Erinnerung zum Essen Und in der Musik einen Hauch zum Vergessen Aber es geht nicht weg und es bleibt nicht„AUFRICHTEN“ weiterlesen

Stein Bruch

Niklas Götz für #kkl19 „aufrichten“ Stein Bruch Leise bröckelt Tränenmörtel Von verfallenen Fenstern Tief gebückt schmerzgebeugt Hockt der Turm in seinen Trümmern Erhob sich hoch höher zu Höherem Von dort herab Hundert Feuer Verbrannten dein Gerüst Tausend Stürme Brachen dein Genick Graue Knochen goldene Kreuze Ertrinken in feuchtem Staub Nähren weichen Schimmel Brechen harten Stein„Stein Bruch“ weiterlesen

Frei atmen im Morgen

Thomas Faßbeck für #kkl19 „aufrichten“ Frei atmen im Morgen Diese Angst, diese Verzweiflung beim Gedanken, die alten Tage könnten wiederkommen und die alte kalte Einsamkeit und Nacht sich wieder breitmachen! Die Vergangenheit ist ein schwarzes eisiges Grab, zum Ersticken eng. Kann sie dich einholen? Kann dich irgendetwas in sie zurück zwingen? Es beruhigt und tröstet„Frei atmen im Morgen“ weiterlesen

Stücke auf Land

Silke Scheffel für #kkl19 „aufrichten“ Stücke auf Land Leiser Regen schwenkte die Wiesen über den Herbst hinweg, die ab jetzt ohne grasendes Glockengeläut über den Winter kommen müssten. Am Rand standen hölzerne Skelette. Nackt waren sie immer noch stark, ließen nun aber den Wind direkt hindurch, ohne dass noch irgendein Blatt darin tanzte. Bläulich glasig„Stücke auf Land“ weiterlesen

Der Phönix

Jakob Burgi für #kkl19 „aufrichten“ Der Phönix Die Wendung um meine Achse und seine Form entflammt er war es nicht die Asche aber glüht in ganzer Person. Immer wieder. Achsen Und am Steuer   vor meinen Augen wartet der Navigator auf den Sturm sucht nach der Lee   fällt den Anker Denn er hat sich abgewendet am„Der Phönix“ weiterlesen

Der strunzdumme Biber

Thyra Thorn für #kkl19 „aufrichten“ Der strunzdumme Biber „Die Häufung der Vorkommnisse, wissen Sie, die erregt schon Verdacht“, sagte Oberkommissar Oberhuber zu Assistentin Monika aus Hannover, die, ihren zweiten Tag in der neuen Stelle antretend, den Kaffee viel zu stark aufgebrüht hatte, was sein Herz in wilden Galopp versetzte. „Vier Tote innerhalb einer Woche“, krähte„Der strunzdumme Biber“ weiterlesen

Das Treffen

René Oberholzer für #kkl18 „sowohl als auch“ Das Treffen Alle sind im GartenBraque isst einen FischCalder macht ein MobileJawlensky meditiertLéger stürzt von der TreppeMatisse schneidet ausMagritte sucht die MeloneOppenheim trinkt aus der PelztasseBraque isst einen FischCalder macht ein MobileJawlensky meditiertLéger stürzt von der TreppeMatisse schneidet ausMagritte sucht die MeloneOppenheim trinkt aus der PelztasseDali schaut auf„Das Treffen“ weiterlesen

Vielfalt

Julia Kohlbach für #kkl18 „sowohl als auch“ Vielfalt Sowohl hell als auch dunkel, sowohl warm als auch kalt, sowohl trocken als auch nass, sowohl laut als auch leise, das ist die Welt. Sowohl groß als auch klein, sowohl dick als auch dünn, sowohl farbig als auch weiß, sowohl jung als auch alt, das sind die„Vielfalt“ weiterlesen

Möglichkeiten

Gerald Marten für #kkl18 „sowohl als auch“ Möglichkeiten Sowohl als auch mag sich nicht entscheiden Weder noch kann wohl gar nichts leiden Entweder oder erzwingt eins von den beiden Man sollte tunlichst alle drei vermeiden Nur die vierte Möglichkeit, wer kennt sie nicht, befreit Gerald Marten, Jg.1955, lebt in Oldenburg/Holstein Berufsdienstverweigerer, Kriegsdienstverweigerer, Gottesdienstverweigerer, Meeresrauschenbefürworter Über„Möglichkeiten“ weiterlesen

Zurück zur Balance

Dennis Mattern für #kkl18 „sowohl als auch“ Zurück zur Balance Ich befinde mich fast vollkommen allein Auf der alten Festung von Wilhelmstein. Erahnen lässt sich nur die alte Zeit. Im Winter war es einsam und kalt. Erfolgreich verblieb der Graf zur Wehr, Denn einzunehmen war die Insel schwer. Neueste Technik aus alter Zeit, Die Mannen„Zurück zur Balance“ weiterlesen

Meine Persönlichkeit

Ingrid Baumgart-Fütterer für #kkl18 „sowohl als auch“ Meine Persönlichkeit hat viele Facetten, die sich zeigen dürfen, wenn ich es erlaube. Je nach Situation bin ich mal die Eine, dann eine  Andere, wie im Leben verlangt. Ich spiele die Rollen, die ich zu spielen hab auf des Lebens Bühne, möchte dafür Applaus. Doch in jeder Lage„Meine Persönlichkeit“ weiterlesen

Wenn nichts ist

Ingeborg Henrichs für #kkl18 „sowohl als auch“ Wenn nichts ist WennNichts ohne Gegenteil wahrIstWelle und Teilchen das LichtNull gleich NichtsUndEins gleich GottIstDann beruhigt michDass zwischen Morgen und AbendMittagIst Was Gedichte sein können Was Gedichte sein könnenFreude und TrostPflücke zärtlich diese scheu glänzenden AugenblickeZwischen Lächeln und Weh Treue Zeit Treu ist die ZeitVerlässlich ihr VergehenNurUreigene Geheimnisse„Wenn nichts ist“ weiterlesen

Schüsse & Küsse

Bettina Radermacher für #kkl18 „sowohl als auch“ Schüsse & Küsse 🌺 Hier geknechtet und niedergebügelt, dort die Liebe verfechtet und die Seele beflügelt. Hier unterfordert und messiehaft zugemüllt, dort die Logik geordert und Altbackenes enthüllt. Hier beschimpft und angeschrien, dort den Geist eingeimpft und Erkenntnisse verliehn. Hier demontiert und kleingemacht, dort den Humor präsentiert und„Schüsse & Küsse“ weiterlesen

Da-Sein

Christian Baudy für #kkl18 „sowohl als auch“ Da-Sein Atme hinein in Zeit und Raum Fühl dich ein in Sehnsucht und Traum Lebe und stehe wie ein Baum sicher und fest weit und breit Bau dir ein Nest in Geborgenheit Doppelklang Warme Sonne und eisiger Wind im Gesicht –  Zwei Saiten in mir. (Haiku) Verdichtet Wer„Da-Sein“ weiterlesen

Erwachsener oder Kind?

Andreas Rucks für #kkl18 „sowohl als auch“ Erwachsener oder Kind? In Bus oder Bahn bezahl‘ ich den vollen Preis, und das, obwohl ich bis heute nicht alles weiß. Ich bleib‘ immer meiner Eltern Kind, auf das sie richtig stolz sind. Geld verdienen ist mein Ziel, doch mag ich auch der Kinder Spiel. Gern noch einmal„Erwachsener oder Kind?“ weiterlesen

Sowohl Plunderteilchen als auch Nussecken

Susanne Rzymbowski für #kkl18 „sowohl als auch“ Sowohl Plunderteilchen als auch Nussecken schmecken mir und mit meinem Auto erkunde ich gerne das Land Die holprigen Straßen stören mich nicht sind letztlich Herausforderung Vielleicht die letzte, die geblieben ist in diesem Land der Richtigkeiten der Geradspurigkeit aus gezogenen Linien und Verboten aus einem Schildermeer vermeintlicher Vernunft„Sowohl Plunderteilchen als auch Nussecken“ weiterlesen

Demenz

Gabriele Hahm für #kkl18 „sowohl als auch“ Demenz Erinnerungsschnipsel – was ist real? Erlebtes? Geträumtes? Ist alles egal? Wie im Nebel sickert das Leben dahin, Lichtreflexe, Worte – Fragmente ohne Sinn. Bilderroulette – auf unsteter Bahn streift der Blick das Jetzt, kommt nie dort an. Veränderung stiftet wirre Gedanken, jeder Schritt ohne Halt – unsicheres„Demenz“ weiterlesen

Wunsch und Wirklichkeit

Ruth Forschbach für #kkl18 „sowohl als auch“ Wunsch und Wirklichkeit Komm nicht wieder, werfe ich dir hinterher Und flüstere Geh niemals fort Lauter wird dein Schweigen Schritt für Schritt Und flüstere Ein leises Lächeln nimmst du mit Lauter wird dein Schweigen Schritt für Schritt Wie Donnerhall füllt es die Stille Ein leises Lächeln nimmst du„Wunsch und Wirklichkeit“ weiterlesen

Die ganze Welt

Bernhard Horwatitsch für #kkl18 „sowohl als auch“ Die ganze Welt Was wir zumeist besingendas ist nicht schwerim Vordergrund binärso ist das mit den Dingen Seiten gibt es immer zweidas ist ganz unbestrittenauch so mit unseren Sittendarin sind wir nicht frei es gibt das Gute und das Schlechteund werfen wir es in die Luftdann wäre man„Die ganze Welt“ weiterlesen

Ein Gleiches

Eileen Mätzold für #kkl18 „sowohl als auch“ Ein Gleiches Zwischen deinem letzten Blick Und meinem Lagen ein paar Minuten Lass es zehn sein Oder zwanzig Einmal über die Ohren noch Und über den Nacken Das Wärmen an der Scheibe Doch ob ich gehe Oder bleibe Meine Verzweiflung ist die gleiche Eileen Mätzold schreibt seit ihrem„Ein Gleiches“ weiterlesen

sowohlalsauch

Ursula Wieser für #kkl18 „sowohl als auch“        Ursula Wieser                                                                                                    Ausstellungen (Auswahl) 1986 Dublin (Irland), Personal is Political 1987 London (Großbritannien), The Other Ireland 2007 Freiburg, Bilder von Licht und Schatten 2013 Freiburg, Spiegelungen, Reflektionen, Durchblicke 2017/18 Bad Krozingen, Ich schau mir die Welt, wie sie mir gefält Ausbildung 1979–83  Studium Wirtschafts- und Gesellschaftskommunikation an der HdK,    Berlin, sowie„sowohlalsauch“ weiterlesen

häutungen

Monika Schlößer für #kkl18 „sowohl als auch“ häutungen die nacht streift ab ihr dunkles kleid und macht sich schön mit morgentau am abend liegt der tag auf seiner faulen haut habgier hat ihm das letzte hemd geklaut Monika Schlößer Geboren 1949, lebt in Bad Münstereifel, verheiratet, 2 Töchter. knapp 80 Veröffentlichungen von Lyrik, Kurzkrimis und„häutungen“ weiterlesen

Vulkanausbruch La Palma

Melinda Horváth für #kkl18 „sowohl als auch“ Vulkanausbruch La Palma, Acryl, 115x75cm „Vulkanausbruch; sowohl eine wunderschöne, gewaltige Schauspiel der Natur, als auch eine zerstörerische, transformierende Kraft und Energie Melinda Horváth http://meliartstudio.hu/ Über #kkl HIER

Karamell und Kokel

Tina Ludwig für #kkl18 „sowohl als auch“ Karamell und Kokel Solang‘ du es willst,ist da nur Karamell,gemächlichaus vorlauter Lippe Durchzuckert die Vorsicht,verklebt den Verstand,mästetselbst hohle Gerippe Doch wenn du vergisst,es zu rühren, wird’s festDie Sanftheit geht langsam verloren Auf Hellbraun folgt SchwarzEs blubbert und klumptSplittertin wachsamen Ohren Dann piekst es in mir,dich zu küssen tut„Karamell und Kokel“ weiterlesen

Die Freiheit

Christiane Schwarze für #kkl18 „sowohl als auch“ Die Freiheit nagte hungrig an einer politischen Rede: viele Worte, aber kaum nahrhafter Inhalt.Häuser hielten ihre Fenster verschlossen und wollten vom Heulen des Sturms nichts mehr hören. Sie stapelten Holzscheite in Unterständen, brachen herumfliegende Ästchen klein. Diese Beute schien ihnen nur gerecht, auch wenn das Reisig beim Ofenanheizen„Die Freiheit“ weiterlesen

Brötchenbeläge

Yvonne Schwarz für #kkl18 „sowohl als auch“ Brötchenbeläge Wider Erwarten ging ich spontan nach links. Ich machte jenen Schritt, der mich mit einem erhabenen Gefühl erfüllte. Normalerweise gingen meine Gedanken dann sofort nach rechts. An diesem Tag geschah nichts dergleichen, ich ging einfach einen Schritt nach links. „Du bist unentschlossen. Eine Zaudrerin. Nie entscheidest du„Brötchenbeläge“ weiterlesen

Sag

Gisela Baudy für #kkl18 „sowohl als auch“ Sag Wann trocknen Engel nur die eigenen Tränen wenn sie trösten? Wann nehmen Hände warme Gaben zurück wenn sie geben? Und wann gefriert die Träne einer Schwester im Herzen ihrer Schwester zu Eis? samen leg den samen in die erde leg die erde in den himmel leg den„Sag“ weiterlesen

So wohl leben

Rada Rank für #kkl18 „sowohl als auch“ So wohl leben Das Kind öffnet die Tür zur Kita. Eine große schwere Tür. Hält sie auf. Wir lächeln und sagen Dank. Ihm fehlt die Erinnerung daran, wie er aus dem Kinderwagen stieg und zwischen Tür und Angel geriet. Die Tür zu einem Hochhaus in der Berliner Straße. Sie„So wohl leben“ weiterlesen

Manchmal

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl18 „sowohl als auch“ Manchmal Manchmal erwache ich Und finde mich Erschreckend still Meistens töte ich mich sofort Im ersten Schock Spätestens aber Beim Blick in den Spiegel Und immer Sterbe ich Stumm Dann bin ich tot Und laufe und arbeite und rede Und weine und schreibe und esse Bin tot Und„Manchmal“ weiterlesen

Sowohl Wort als auch Bild

Telja Reinersmann für #kkl18 „Sowohl als auch“ „Sowohl Wort als auch Bild“ Buchstaben zu Silben, die Wörter bilden und sich in ausgemachtem Kuddelmuddel als Nebensätzlein, schließlich als Satz entpuppen: Ob Sprache nun spricht, redet, schreit – mit wem auch immer, bloß nicht mit mir, wie es scheint –, voller Geduld lausche ich fremden Gesprächen mit„Sowohl Wort als auch Bild“ weiterlesen

Harmonie und das Gegenteil davon oder Gedankenpferde, Vanillepudding und die Musik der Stille

Eugenia Maranke für #kkl18 „sowohl als auch“ Harmonie und das Gegenteil davonoderGedankenpferde, Vanillepudding und die Musik der Stille Sowohl Harmonie als auch Disharmonie gehören zum Leben. Ich fühle mich „schräg“ oder ich fühle mich im „Einklang“. „Schräg“ ist doof, „Einklang“ ist wunderbar.Bei dissonanter Musik halte ich mir die Ohren zu, harmonische zaubert ein Lächeln auf„Harmonie und das Gegenteil davon oder Gedankenpferde, Vanillepudding und die Musik der Stille“ weiterlesen

SowohlAlsAuch.

Klaus Pelster für #kkl18 „sowohl als auch“ SowohlAlsAuch.Er durchquert die Nacht. Am dunklen Himmel hat sich ein Wolkengebirge aufgetürmt. Die Farben changieren vom gedeckten Grau bis zum Tiefschwarz, an den Rändern scharf Dunkelgelb abgesetzt. Der Mond zeigt sich nur sehr sparsam und überzieht, vor seinem gänzlichen Untergang in die langgezogenen Wolkenbarrieren, die vor ihm liegende„SowohlAlsAuch.“ weiterlesen

Wie es scheint …

Bettina Engel-Wehner für #kkl18 „Sowohl als auch“ Wie es scheint … Ein Blatt klebt an der Scheibe vom Baum gerissen durch den Regen oder wieder aufgeweht durch den Wind. Wer weiß. Was ist gut, was ist schlecht? Wir definieren die Eigenschaften „gut und schlecht“ jeweils an ihrem Gegenteil. Jeweils durch Vergleich. Ohne das Schlechte gibt„Wie es scheint …“ weiterlesen

Aus dem Schattenreich

Martin A. Völker für #kkl18 „sowohl als auch“ Aus dem Schattenreich Jede Medaille hat ihre zwei Seiten. Du betrachtest sie beide. Die Abwägung ist dir zur Gewohnheit geworden. Die klare Helligkeit des Guten trübst du etwas ein, und die Dunkelheit des Schlechten hellst du etwas auf. Allen Seiten lässt du Gerechtigkeit widerfahren. Du entscheidest dich„Aus dem Schattenreich“ weiterlesen

Schön und rätselhaft 

Theresia Plank-Zebinger für #kkl18 „sowohl als auch“ „In der Ferne leuchtet ein blauer Planet – schön und rätselhaft „ Theresia Plank-Zebinger, Malerin Über #kkl HIER

Schwierige Entscheidung

André Hénocque für #kkl18 „sowohl als auch“ Schwierige Entscheidung Der Junge saß auf einer Bank im Hauptbahnhof von Lüttich, lutschte an einemKaramellbonbon und beobachtete seinen Vater, der am Gleis auf und ab lief. DerZug, der seine Mutter zu diesem Treffen bringen sollte, hatte etwas Verspätung.Es war Winter und der Junge fror obwohl er sogar die„Schwierige Entscheidung“ weiterlesen

Sie spricht aus mir

HENRIETTE TOMASI, für #kkl18 „sowohl als auch“ Sie spricht aus mir Ich entwerfe Wortkonstrukte die das Leben fangen die mal Brief, mal Botschaft mal Geschichte, mal Gedicht. Gefangen ist sie manchmal meine Seele hinter steinernen Mauern hinter Hecken, Gräben doch sie schleicht heraus macht sich klein, mal groß breitet ihre Flügel aus singt im Verborgenen.„Sie spricht aus mir“ weiterlesen

Museumsbesichtigung

Tim Tensfeld für #kkl18 „sowohl als auch“ Museumsbesichtigung Meine Blicke, dringen, aus dem Glas, des Fensters jenes Zugwagens,in dem mein Körper, für kurze Zeit, Platz gefunden hat. Ich starre hinaus, andere hinein, später,ahme ich ihr Blicken und sie das meine nach. Austausch. Ein Abenteuer spielt sich auf dem Steig ab, vielfältig,wahrhaftiger, als ich es jemals„Museumsbesichtigung“ weiterlesen

Von der Einheit der Gegensätze

Franziska Bauer für #kkl18 „sowohl als auch“ Von der Einheit der Gegensätze (Sonett) Warum man Heraklith den Dunklen nennt,erklärt man nicht in einem Nebensatz.Die Antwort weiß , wer ihn genauer kennt:Die wahre Einheit liegt im Gegensatz. Am Gegenteil wird klar, wie etwas ist,und dass die Dinge sich im Fluss befinden –was auf den ersten Blick„Von der Einheit der Gegensätze“ weiterlesen

Etwas Besseres

Anna Spiegels für #kkl18 „sowohl als auch“ Etwas Besseres Die Tür fiel ins Schloss. Sie fiel zu und ich schrie auf. ,,Du Bastard! Du idiotischer Vollidiot!” Ich schaute auf den Teller, der mir eben aus den Händen gerutscht war und hob die Einzelteile auf. Das war alles nur wegen ihm! Aufschreiend ging ich in den„Etwas Besseres“ weiterlesen

Sowohl als auch

Ann Kristin Bartke für #kkl18 „Sowohl als auch“ Sowohl als auch Bescheiden sein vielmehr besonders einmalig oder doch erfolgslüstern fair bleiben auf der Leiter wie auch sonst notfalls mit Ellenbogen Auf dem Weg zur Umweltschutzdemo entleeren des Aschenbechers im Straßengraben Plastik vermeiden wenn’s billiger ist Qualität für den halben Preis sparen soll sein Gesundheit contra„Sowohl als auch“ weiterlesen

So schön, dass es weh tut

Thao Nguyen für #kkl18 „sowohl als auch“ So schön, dass es weh tut Ich hatte schon immer eine ausgeprägte Schwäche für die Nacht. Tagsüber ist mir das Leben oft zu schnell. Gedanken, Eindrücke und Reize hetzen und jagen einander und verschwimmen in einem Strudel aus Aktionen, Reaktionen und dem hilflosen Gefühl der konstanten Überforderung. Aber„So schön, dass es weh tut“ weiterlesen

Friedensbotschaft

Silja Nemetschek für #kkl18 „sowohl als auch“ Friedensbotschaft Silja Nemetschek, geboren 1975 in Oldenburg. Silja studierte  Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie an den Universitäten in Marburg, Münster, York (UK) und Hamburg. Aus Abenteuerlust sammelte sie Berufserfahrungen in verschiedenen Städten, u.a. in St. Peter-Ording, Bonn, Bietigheim-Bissingen und Nürnberg. Zurzeit wohnt sie wieder in ihrer Heimatstadt Oldenburg und„Friedensbotschaft“ weiterlesen

Bäume im Nebel

Ursula Strätling für #kkl18 „Sowohl als auch“ Bäume im Nebel konturig kahl wiein erstarrtem Flehndie schwarzen Schattenarmeanbetungsvoll gegenverborgene Himmel gereckt das milchige Grau noch derNovembernebeltrübe ihnenins Gesicht geschrieben und sammelt sich dochFrühling schonganz leise im Geäst Manchmal stickige Schwüle nächtelang und dann ein warmer Sommerregen Muster zeichnend bis dampfender Applaus vernebelt den Asphalt voll Wohlbehagen„Bäume im Nebel“ weiterlesen

JANUSGEWITTER

Roland Schmidlin für #kkl18 „sowohl als auch“ JANUSGEWITTERBeide Gesichtshälften einer angespannten Wolke IchDruckfinger verlieren sich im nassen IdentitätenfangAnfang und Ende eines Schwammes WiederklangJanusformen im Spiralwinde Selbst ausgiessend sichBlitz und Donner im verzerrten Gleichmass EinstehAls übergrosse Welle Zweisamkeit am endlosen DrehEingesiebt als Spiegelacht entleerter Wolke Ergeh Als Roland Schmidlin habe ich am 11.11.1964 das Licht der„JANUSGEWITTER“ weiterlesen

alles führt sich ein

Jens Faber-Neuling für #kkl18 „sowohl als auch“ alles führt sich ein hinein, lässt energie zur schöpfung da und verbrauchtes hinaus in das alle dem nichts geht verloren verwandte nahrung wandelt sich zu neuem sein kreislauf es ist wie es ist und wieder es dehnt sich aus und schrumpft zugleich rein mikro raus makro energie die„alles führt sich ein“ weiterlesen

Fleischgabel

Niklas Götz für #kkl18 „sowohl als auch“ Fleischgabel „Ich glaube, wir sollten hier nach rechts gehen“, sagtest du, während du deine Hand aus meiner befreitest wie ein Schmetterling aus seinem Kokon, um dir eine Strähne aus dem Gesicht zu streichen. Ich blickte auf die Gabelung des Schotterwegs vor uns, welche im Morgengrauen kaum einen Blick„Fleischgabel“ weiterlesen

Alles leuchtet

Anne Eicken für #kkl18 „sowohl als auch“ Alles leuchtet „Armleuchter“, zischt der Vater und steigt aus dem Wagen.Das Kind sitzt hinten und soll es nicht hören, also verschließt es brav die Ohren und blättert weiter in seinem Buch. Es schaut verstohlen zur Mutter, aber sie wendet sich ab, sieht nach draußen als sei nichts geschehen,„Alles leuchtet“ weiterlesen

Ewige Bewegung

Barbara T. Odendahl für #kkl18 „sowohl als auch“ Ewige Bewegung Sehnsucht, diese entsetzliche Sehnsucht, jeden Tag aufs Neue gestillt, und zeitgleich im Herzen. Ein alltägliches Paradoxon. Denn das Stillen des Begehrens und das Aufflammen des Begehrens, das geht Hand in Hand. Das ist ein Perpetuum mobile, welches sich Liebe nennt. Barbara T. Odendahl, Jahrgang 1998,„Ewige Bewegung“ weiterlesen

Hier und dort und nirgendwo zugleich

Lasse Thoms für #kkl18 „sowohl als auch“ Hier und dort und nirgendwo zugleich „Was wollt ihr denn?“, brüllt es aus dem Fernseher, und „Ma-Oh-Am!“ brüllt mein kleiner Cousin als Antwort. Ich lächle müde, hebe nur die Mundwinkel. Die Tasse in meiner Hand ist noch leicht warm, aber was ich bekomme, ist nur kalter Kaffee. Ich„Hier und dort und nirgendwo zugleich“ weiterlesen

Einklang

Jasmin Lincke für #kkl18 „sowohl als auch“ Einklang Das eine fest, das andre weich Mal schnell, mal langsam Wellen gleich Weicht bald die Ebbe schon der Flut Weil alles sich bedingen tut Auf dunkle Nacht, da folgt ein Tag Drum wird es hell So der Vertrag Es wechselt Mond dem Sonnenschein Und Umbruch erfasst Groß„Einklang“ weiterlesen

Realitätsbildung – Aus der Redaktion

Wenn wir mit Vertrauen , mit Selbstvertrauen an eine Situation herangehen, im Hier und Jetzt verweilen und geistig schon in die Zukunft reisen, sind die Aussichten schöner, als mit einer pessimistischen Grundhaltung, anhängig angstmotivierenden Zügen. Apokalyptisches Denken, was von der Bedeutung ja soviel wie Enthüllung heißt „Herkunft: griech. ἀποκάλυψις (apokalypsis) → grc „die Enthüllung, die„Realitätsbildung – Aus der Redaktion“ weiterlesen

Jasmin

Tabea Gottmann für #kkl17 „Begegnung“ Jasmin Ich erinnere mich noch sehr genau an unsere erste Begegnung. Es war unser erster Tag an der Hochschule und wir waren beide fern der Heimat und ohne jemanden zu kennen. Wenn ich genauer darüber nachdenke, dann kannte ich nicht mal mich selbst. Alleine also, aber erwartungsvoll. Damals hatte ich„Jasmin“ weiterlesen

Der Klassenfeind

Tobias Radloff für #kkl17 Begegnung Der Klassenfeind Mit drei Freunden, die auch alle Tobias heißen, bin ich auf dem Weg zu einem Musikfestival. Wir sitzen im roten Seat Marbella meiner Mutter. Ein Seat Marbella ist wie ein Fiat Panda, nur noch klappriger; außerdem ist er viel zu klein für vier Leute plus Gepäck. Beifahrertobi muss„Der Klassenfeind“ weiterlesen

Küss die Hand

Friederike Stein für #kkl17 „Begegnung“ Küss die Hand Er wartet. Aus seiner Nische späht er in die vorbeihastende Menge, gelegentlich blickt er über die Köpfe hinweg, zum Eingang oder zur gegenüber liegenden Wand. Manchmal reckt er den Hals, manchmal lächelt er eine Heranhastende an, zuckt aber gleich verlegen und ein wenig enttäuscht zurück. Sie tritt„Küss die Hand“ weiterlesen

So gesehen

Andreas Rucks für #kkl17 „Begegnung“ So gesehen ich bin ich und du bist nicht ich obwohl von dir gesehen bist du ich und ich du nur zusammen sind wir immer wir Sag mal Hallo du. Ja, dich meine ich. Ich kenne dich. Besser gesagt: Wir kennen uns. Weißt du nicht mehr? Willst du es nicht„So gesehen“ weiterlesen

Abtanzball im Westen der Stadt

Jochen Stüsser-Simpson für #kkl17 „Begegnung“ Abtanzball im Westen der Stadt Kinder noch vor einem Jahr bei der Konfirmation, jetzt übt die Clique, sich zu verkleiden als Frauen, in der Tanzstunde den Gang auf hohen Schuhen schwieriges Schaulaufen. Wie wenn sie gerade von den Pfadfindern Kämen, die Jungs, aber: auch verkleidet ohne Mamas strenge Blicke wären„Abtanzball im Westen der Stadt“ weiterlesen

Spuren im Schnee

Christian Manske für #kkl17 „Begegnung“ Spuren im Schnee Wann hatte der Winter eigentlich aufgehört, Winter zu sein? Simon hatte sich diese Frage in den letzten Tagen häufiger gestellt. Schon komisch, wenn man sich mal vor Augen führte, dass es eiskalt war und schneite, als hätte irgendjemand da oben vergessen, die Schneekanonen abzustellen. Denn wie sonst„Spuren im Schnee“ weiterlesen

Findest Du

Ingeborg Henrichs für #kkl17 „Begegnung“ Findest Du Ein Bote flüstert dir ins OhrFliehe so flieheAus der VergangenheitIn die Stunde deiner IllusionenDochVergeblich so vergeblichDein Herz flüstert dir ins OhrHöre so höreZuhause sein Zuhause seinFindest DuIn dir nur in dir MondschattenIn dieser LuftEiner sommergeschwängerten NachtDie Herbstfülle erahnenWinterfrüchte werdenUndFrühlingsgeburt vorbereitetTanze ich mit meinemMondschattenIm Sternenlicht den WiederkehrReigenUnter dem HeimathimmelUnserer„Findest Du“ weiterlesen

Vorzeitiges Ende

René Oberholzer  für #kkl17 „Begegnung“ Vorzeitiges Ende Eine MöweDie durch den weissen Sand trippeltDer WindDer die Sonnenschirme flattern lässtDas Blau des MeeresDas sich in der Ferne verdunkeltEine WolkeDie sich nicht bewegtEin HundDer gestreichelt wirdUnd eine FrauDie aus dem Wasser steigtDirekt auf mich zuIch stelle das Schreiben einBis sich die Lage beruhigt hat Einstellungssache Der alte„Vorzeitiges Ende“ weiterlesen

Die Zeit die uns bleibt

Daniel Mylow für #kkl17 „Begegnung“ Die Zeit die uns bleibt Das Mädchen auf der anderen Straßenseite verlor den Halt. Sie rutschte, mit den Händen ins Leere greifend, vom Fenstersims in die Tiefe. Einen Augenblick lang dachte Elinor daran ihr nachzuspringen. Aber dieser Gedanke tauchte erst viel später in ihm auf, als er bereits unten auf„Die Zeit die uns bleibt“ weiterlesen

Bahnhofsliebe

Kristin Hogk für #kkl17 „Begegnung“ Bahnhofsliebe Der Zug kommt mit lautem Quietschen zum Stehen. Nur wenige wollen hier aussteigen, in dieser mittelgroßen Hansestadt, die nicht mal in der Nähe des Meeres liegt. Und von den wenigen Passagieren machen die meisten, auch ich, genau das: passieren – weiterziehen, sobald ihr Anschlusszug sie mitnimmt. Schon bemerke ich„Bahnhofsliebe“ weiterlesen

Wir Zwei

Dennis Mattern für #kkl17 „Begegnung“ Wir Zwei Ich schaue dich an und sehe die Schuld.Ich bin wutentbrannt, hab keine Geduld. Die Dynamik ist da, es läuft gerad nicht rund.Das Ego bedeckt sich, nutzt deinen Schwachpunkt. Es will nicht erkannt werden, hat Angst und verurteilt.Um jeden Preis werde ich hier bevorteilt. Ich bin im Recht in„Wir Zwei“ weiterlesen

Eine Liebeserklärung an Leben und Tod

Susanne Rzymbowski für #kkl17 „Begegnung“ Eine Liebeserklärung an Leben und Tod Innere Leereist unendliche Schwerekaum zu ertragenall diese Fragenist wie ein Schicksalohne Wahlist Fluch und auch Segenwenn wir uns regenund öffnen für Weltenohne zu scheltenakzeptieren den Flussohne Verdrusswie ein Fischlein im Seedann tutˋs nicht mehr wehauch wenn in Ferne das Landdas uns noch unbekanntEs ist„Eine Liebeserklärung an Leben und Tod“ weiterlesen

Späte Aussprache

Oliver Fahn für #kkl17 „Begegnung“ Späte Aussprache Bernd stand in der Schlange. Er watete in Schritten über den Kies, die kleiner kaum sein konnten. Die Hände waren kalt, sein Kopf zersprang vor Gedanken. Er bewegte sich durch einen wasserlosen Ozean, war ein Ertrinkender im Trockenen, so jedenfalls kam es ihm vor. War er der, für„Späte Aussprache“ weiterlesen

Busfahrt in der Dämmerung

Cosima Stawenow für#kkl17 „Begegnung“ Busfahrt in der Dämmerung Wir auf der Busfahrt in der Dämmerung Du die Gitarre in der Hand Und ich Erinnerung Kreuzten sich Raum und Zeit und Land War ich ein Greis und du ein Kind Gesehen haben wir uns nicht weil du – Weil ich – weil wir uns nur geschrieben„Busfahrt in der Dämmerung“ weiterlesen

Heilsame Begegnung

Christina Maria Hesse für #kkl17 „Begegnung“ Heilsame Begegnung Ein Mann betritt das Wartezimmer meiner Hausärztin. Ich schaue zu meinem Ehemann Uwe, der neben mir sitzt und sehe wie er plötzlich unruhig wird. Mein Blick fällt auf den Mann der uns gegenüber Platz  genommen hat. Mein Herz rast, ich werde kreidebleich, Uwe nimmt meine Hand und„Heilsame Begegnung“ weiterlesen

Die Sache mit Lotte

Monika Schlößer für #kkl17 „Begegnung“ Die Sache mit Lotte „Ich liebe dich“, sagte die Frau zu mir. Ich kannte diese Frau nicht – es war auch eher eine Dame. „Ich liebe dich“, wiederholte sie und schaute mich fröhlich an. Mann, was sollte ich darauf bloß antworten? Nett, aber ich denke, Sie verwechseln mich? Oder –„Die Sache mit Lotte“ weiterlesen

Schau mich an

Monika Preiß für #kkl17 „Begegnung“ Schau mich an Schau mich an und schweige dann Ich sehe dich du siehst mich Schau durch die Pupille und schweig‘ stille Find‘ meinen Kern unseren Stern Halt‘ aus was uns bewegt die Intimität die offenlegt das Übergang’ne zu früh Abgefang’ne Halt‘ aus die Scham in diesem Ozean der Antennen„Schau mich an“ weiterlesen

Meine Freundin

Christiane Schwarze für #kkl17 „Begegnung“ Meine Freundin Ich saß im Café und unterhielt mich mit meinen Freundinnen. Eine Frau sprach von hinten fragend meinen Namen aus.Die Stimme konnte ich keiner Person zuordnen, und doch schien sie mir vertraut. Als ich mich umdrehte, wusste ich im selben Augenblick, dass nur SIE es sein konnte.SIE, die von„Meine Freundin“ weiterlesen

Im Nu

MYinYang für #kkl17 „Begegnung“ Im Nu vorbei gehst du an mir und blickst mir zu im Nu dahin schau ich Dir nach was war im Blick von Dir an mich gerichtet? wie war mein Bild in Dir belichtet? Dein Bild vor meinem inneren Auge Um mich tanzen die Diskurse, ringen um ihre Präsenz, um das„Im Nu“ weiterlesen

Metamorphose

Carolin Helmker für #kkl17 „Begegnung“ Metamorphose Ich sitze auf einer Parkbank neben einem großen Baum gegenüber von einem See in dem Stadtpark, in dem ich sonst nie meine Runden drehe. Auf meinem Schoß liegt Hermann Hesse, „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Eine kleine grüne Raupe kriecht über die Worte. Ich beobachte sie, wie sie„Metamorphose“ weiterlesen

Täter-Opfer-Union

Julia Theresa Muhler für #kkl „Begegnung“ Täter-Opfer-Union Unruhe, unaufhaltsam im Bauch, Ungenügen, unerträgliche Angst, Unmut, mit Schweigen dagegen, jeder Hass soll an sich selbst ersticken. Vergiftung, Gefühle weggeräumt, Vertippt und wieder ausgelöscht, Verfallen, früher war nicht alles gut, Erinnerung längst über’m Ablaufdatum. Wach werden, ausgeträumt vom alten Ich, Wach bleiben, Hater war mal Ich, Wachsam,„Täter-Opfer-Union“ weiterlesen

Wiederbegegnung

Elisabeth Arnold für #kkl17 „Begegnung“ Wiederbegegnung Es war bloß ein An-mir-vorüber-gehen, aber es war alles, was zählte in diesem Moment. Es war ein Lächeln in deinen Augen, dieser stille Gruß auf deinen Lippen und dass es nur uns gab, dich und mich, für diesen Moment, so flüchtig, der mich daran erinnerte, wie es einmal gewesen„Wiederbegegnung“ weiterlesen

Von der Liebe eingeholt

Bettina Radermacher für #kkl17 „Begegnung“ Von der Liebe eingeholt Kannst du uns beim Umzug helfen? Sophia schaut von ihrem Cappucino hoch in zwei dunkle warme Augen und erkannte die Seele, die sich in ihnen verbarg. „Ja klar,“ hörte sie sich sagen. Leicht hypnotisiert starrte sie weiter durch zwei Tore in unergründliche dunkle Pupillen. Das ganze„Von der Liebe eingeholt“ weiterlesen

Begegnungen in einer neuen Welt

Elizaveta Tomm für #kkl17 „Begegnung“ Begegnungen in einer neuen Welt Menschen – überall, wohin ich mich wende, sehe und treffe ich sie. Sei es beim Einkaufen, auf meinem Abendspaziergang oder auf meinen Social-Media-Kanälen abends im Bett. Wir tippen und lesen, verschicken und hören uns oder liken und teilen – tagein, tagaus. Abonnenten und Freunde, die mir„Begegnungen in einer neuen Welt“ weiterlesen

Im Zug

Bettina Schneider für #kkl17 „Begegnung“ Im Zug „Wir begrüßen die neu zugestiegenen Fahrgäste …“ Die weiteren Worte der Durchsage gehen im Rascheln der Zeitung meines Gegenübers unter, zeitgleich ertönt eine aufdringliche Gute-Laune-Melodie aus einem der Gepäckstücke unter den Sitzen. Das Rentner-Ehepaar, in Tarnfarben gekleidet, das mit einem Proviant wie für eine mehrtägige Expedition ausgerüstet die„Im Zug“ weiterlesen

Königin der Nacht

Angela Hippe für #kkl17 „Begegnung“ Königin der Nacht „Darf ich Ihnen nicht vielleicht doch noch einen weiteren Drink bringen?“, fragt der Barkeeper, aber ich schüttel den Kopf und hoffe, dass Maximilian bald kommt. Ich sitze jetzt seit knapp einer Stunde in dieser Hotelbar. Wir haben uns seit einer Woche nicht gesehen und eigentlich fand ich„Königin der Nacht“ weiterlesen

hölderlin in seinem zuhause

Thomas Steiner für #kkl17 „Begegnung“ hölderlin in seinem zuhause wie banal. birnen, wasser, der neckar ist das. im neckar schwimmen enten spaziergänger sitzen im uferpark blümchen und blumen ich war dort und bin ihm nicht begegnet. das ist so lieblich alles, wem gefällt das? er tat mit leid der arme kerl an seinem fenster. vor„hölderlin in seinem zuhause“ weiterlesen

Im Rucksack

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl17 „Begegnung“ Im Rucksack Anfangs fanden wir ihn amüsant. Ehrlich gesagt lachten wir uns halbtot nach der ersten Begegnung mit ihm. „Ich bin der Willi “, hatte er gesagt, ein zappeliger, älterer Mann, den ein riesiger, grauer Rucksack nach hinten zog. Dünn war er und klein, kleiner als Marie, die zu mir„Im Rucksack“ weiterlesen

Selbstgespräche

Tim Haarseim für #kkl17 „Begegnung“ Selbstgespräche Wir laufen aufeinander zu, passieren, grüßen; eben noch mit der alten Stimme, doch schon fällt der Wintermantel von uns ab. Wir reden und lassen unsere Leben spielen vor unseren Augen, nur ein Ausschnitt oder zwei, doch wir sehen sie erneut zum ersten Mal. Ich lausche mir mit deinen Ohren,„Selbstgespräche“ weiterlesen

Begegnung mit dem Schwarzen Mann

Klaus-Peter Friedrich für #kkl17 „Begegnung“ Begegnung mit dem Schwarzen Mann Heute wollte ich mich mit Jessica im Wald treffen. Jessica war 14 Jahre alt und wurde in ihrer Kindheit von ihrem Vater über mehrere Monate missbraucht, seitdem wanderte sie schon durch mehrere psychiatrischen Einrichtungen. Ich lernte Jessica vor ein paar Monate kennen, weil ich den„Begegnung mit dem Schwarzen Mann“ weiterlesen

Eiskalte Begegnung

Gerald Marten für #kkl17 „Begegnung“ Eiskalte Begegnung Zwei Augenblaumeere Gefrorene Tiefen Fröstelnd weht ein Traum hinüber Blicke brechen erfroren ab Sie fuhr Schlitten mit ihm Er war ihr Schneeman Schmolz hin ihr zu Füßen Ein Blizzard umarmt tröstend Gletscherworte krachen Eisblumen wachsen im Feuer tief verschneiten Erinnerns Unterkühlt vereist das Gespräch Sie taute fern Neuen„Eiskalte Begegnung“ weiterlesen

In den Weg treten

Martin A. Völker für #kkl17 „Begegnung“ In den Weg treten Täglich triffst du auf irgendwelche Menschen: morgens im Treppenhaus auf die ältere Nachbarin mit der Zeitung in der Hand, während du dich in entgegengesetzter Richtung auf den Weg zur Arbeit machst. In der U-Bahn triffst du auf den weiß gelockten Dickwanst mit der abgewetzten Lederaktentasche,„In den Weg treten“ weiterlesen

Unverhofft

André Hénocque für #kkl17 „Begegnung“ Unverhofft Während meiner frühesten Jugend wohnten wir in Frankreich, zunächst mit 6 Personen bei der Großmutter auf zwei Zimmern, später in einem kleinen Haus: Küche, Elternschlafzimmer mit Büro, Kinderzimmer, Duschbad und Toilette, insgesamt etwa 85 m2.  Es war herrlich etwas Eigenes zu besitzen und wir waren stolz dies unseren Verwandten„Unverhofft“ weiterlesen

Von der Sorge Gott zu begegnen

Eileen Mätzold für #kkl17 „Begegnung“ Von der Sorge Gott zu begegnen Der Nihilist ist ein seltsam Ding. Mit dem Ring zu Gott am Finger glaubt er an das Leere im Geiste der Allmacht. Gott, unser Herrscher und Gebieter, du Sänger der taubgesummten Lieder, ein Ichtys, den er gefischt: der Nihilist. Treppe Im Treppenhaus setzten wir„Von der Sorge Gott zu begegnen“ weiterlesen

Begegnung

Kordula T. Klaus für #kkl17 „Begegnung“ Begegnung Es war ein warmer Tag. Warm und einfach. So mochte sie ihre Tage. Sie mochte es, wenn sie ereignislos vorüberzogen. Ohne Drama, ohne besondere Vorkommnisse. Aufstehen, arbeiten und schlafen gehen. Sie mochte es, wenn die Tage so gleich und austauschbar waren. Sie wusste immer wie die Tage waren„Begegnung“ weiterlesen

Der Sitzsack

Cornelia Koepsell für #kkl17 „Begegnung“ Der Sitzsack Kürzlich beschloss ich, an mir selbst zu arbeiten und besuchte das Seminar: „Überschreite deine Grenzen“. Jetzt hocke ich in einem Kreis von Frauen auf einem Sitzsack. Das ist so ein knautschiges Teil, welches sich der Körperform anpasst. Selbsterfahrung ist angesagt. Eine Reise ins Innere. Bisher habe ich nur„Der Sitzsack“ weiterlesen

Wegkreuzung

Bettina Engel-Wehner für #kkl17 „Begegnung“ Wegkreuzung Alle Menschen, die unseren Weg kreuzen sind immer auch eine Begegnung mit uns selbst. die da … macht die schranken hoch in euren köpfen sperrt euren geist nicht länger ein dann zieht er auch nicht ständig mehr die gleichen kreise und teilt nicht ein in ich und du und„Wegkreuzung“ weiterlesen

Von Zeit zu Zeit

Cleo A. Wiertz für #kkl17 „Begegnung“ Cleo A. Wiertz, Jhg.1954. Diplom-Psychologin. Tätigkeit als Fabrikarbeiterin, Büroangestellte, Psychotherapeutin, Beraterin, Pädagogin, Supervisorin, Klinische Psychologin, freie Autorin. Als Schriftstellerin und Bildende Künstlerin aktiv seit 1970. Diverse Ausstellungen von Bildern, Werkstücken und Fotografien. Publikation von Fachtexten, populärwissenschaftlichen Darstellungen, Essays, Kurzgeschichten, Gedichten. Lebt mit ihrem Mann in Strasbourg (Elsass) und in„Von Zeit zu Zeit“ weiterlesen

SpiegelMeinerSeele

Klaus Pelster für #kkl17 „Begegnung“ SpiegelMeinerSeeleLeidenSchaftlicheIneinswerdungEinAtem EinHerzÜberm PerlmuttGekraustes LippenRotkleinerTod. Gesternte AugenBlick versunken…Wattiger AbsturzIn den SpiegelDeinerSeele. FeinrundLinierte AuflösungMitEinanderFliessenderUmrisseWarmflutende WelleParallelschaltung im Liebreiz. Gelesene EinzigkeitFormt das Ich zum DuSensibilisierte ÄquivalenzenZerberstende GlücksressourcenIm Endorphinenspeicher. Raumgreift das Untier:BRÜLLT! und brüllt… Verstreut:Scherben zerschnittenen GlücksBruchstücke DesGanzen. Im Prisma der GlasfragmenteReflektiertes ErinnernIm Bunten Regenbogen: Und wieder tauche ich einInDenGeliebtenSpiegelDEINER SEELE. AudioFassung zum Poem: Klaus„SpiegelMeinerSeele“ weiterlesen

Zügig

Nora Dubach für #kkl17 „Begegnung“ Zügig Gedanken verloren aus dem Fenster schauen Blicke austauschen Zug um Zug an die Zigaretten denken die man  als Reisender rauchen durfte im Zuge der Zeit ändert sich vieles der Komfort das Personal die Abfahrzeiten der Verlust der Aschenbecher der Abfallkörbe er nimmt einen kräftigen Zug aus der Flasche steigt„Zügig“ weiterlesen

Unerwartete Begegnung

Wolfgang Rinn für #kkl 17 „Begegnung“ Unerwartete Begegnung Manchmal scheint es mir, als seist du wie in einem schönen Traum erschienen, fern aller Wirklichkeit. Doch schauten wir uns in die Augen und drückten uns die Hand, und als wir voneinander schieden, da hatten wir uns umarmt. Was war das nur, dass solche Seelennähe in kurzer„Unerwartete Begegnung“ weiterlesen

Uns eigen, um mit ihm zu sein.

Thale Lind für #kkl17 „Begegnung“ Uns eigen, um mit ihm zu sein.                eine subjektive Begegnung mit dem literarischen Geist oder Fabelwesen Wo wir waren, hatte er alle drei Spiegel abgenommen, bis auf den, den er als Taschenspiegel bei sich trug. Jener, dem nur eines eigen ist, nämlich zu zeigen: Was ist. An jenen kahlen„Uns eigen, um mit ihm zu sein.“ weiterlesen

Begegnung im Wald 

Christine Sievers für #kkl17 „Begegnung“ Begegnung im Wald  Ich habe diese Träume von Natur in den Nächten. Von Bäumen und Wäldern, Wiesen und Feldern und Stock und Stein und Vogelgezwitscher. Dunkle, kühlende Schatten, dunkles Holz, Frische, rauschende Blätter und Feuchtigkeit in der Luft. Als würde es bald vorbei sein. Ich schaue aus dem Fenster, irgendwo,„Begegnung im Wald „ weiterlesen

MORGENGRUSS

Roland Schmidlin für #kkl17 „Begegnung“ MORGENGRUSS Die aufgehende Sonne ohne FragLichtet die letzten Fetzen Traum TagZeige mir den Zeitenspiegel ScheinUmarmungen gehen abgerundet wo einEmotionen aus schielendem Dünkel WegGeformtes Später läuft über selben StegLeise tretende Abschnitte ohne FragLichten das wiederholte Sehen Tag „Als Roland Schmidlin habe ich am 11.11.1964 das Licht der Welt erblickt. Ich lebe„MORGENGRUSS“ weiterlesen

Ich habe dich geliebt

Susanne Wirtz für #kkl17 „Begegnung“ Ich habe dich geliebt „Du möchtest reden?“, entfuhr es Annette erstaunt. „Es ist wichtig, und ich will erst mit dir sprechen, bevor ich es den Kindern sage.“ Wann hatte er sie zuletzt auf der Arbeit angerufen? Seltsam. Diese Entschlossenheit in Thomas‘ Stimme, sein Wunsch nach einem Gespräch. So hatte sie„Ich habe dich geliebt“ weiterlesen

Raum zum Sehnen

Henriette Tomasi für #kkl17 „Begegnung“ Raum zum Sehnen Nach ihm auf der Suche nimmt sie Abstand – erweitert zart den Zwischenraum damit er die Leere zum Verweilen nutzt – er in weite Stille geheimnisvolles Schweigen legt. Raum zum Sehnen in dem die Seelen sich an Händen greifen die, die sich vermissten nun berühren – Worte„Raum zum Sehnen“ weiterlesen

augenfalter 

Rainer „Reno“ Rebscher für #kkl17 „Begegnung“ augenfalter                                                                            blüten streuen verführerisches blau zwischen das sattgrüne läuten der kuhglocken almen verschwenden sich heute vor milchtrüben gewitter wänden überm hausberg plötzlich ein flügelschauer unzähliger tagpfauenaugen aus den dräuenden wolkentürmen unfassbar es gibt sie noch auf den blauen landeblüten blicken sie mich unermüdlich an ECHORAUM Suchmaschinen profilieren das passende„augenfalter „ weiterlesen

Zwischen den Dornbüschen

Michael Waldmann für #kkl17 „Begegnung“ Zwischen den Dornbüschen Unten am äußeren Rand der Weide, wohin die Sonne auch ihre letzten Strahlen noch schickte, war eine schmale Bresche in dem Dornendickicht. Das Licht verfing sich dort zwischen den verwachsenen Zweigen, die allerhand kleinen Tieren Zuflucht gewährten und tauchte das Unterholz in einen warmen Schimmer. Ein Schwarm„Zwischen den Dornbüschen“ weiterlesen

Deutsches Theater vs. Seifenblasen

Niklas Lakemann für #kkl17 „Begegnung“ Deutsches Theater vs. Seifenblasen Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Ich lese ein Buch, gut sichtbar für alle Passanten. „Deutsches Theater“ – Stuckrad-Barre, Deutsche Selbstinszenierung meinerseits. Eigentlich erwecke ich vielmehr den Anschein in diesem Buch zu lesen. Tatsächlich schaue ich immer wieder auf und beobachte die Menschen. Wie sie in„Deutsches Theater vs. Seifenblasen“ weiterlesen

Begegnung

Katharina Dobrick für #kkl17 „Begegnung“ Begegnung ein Windhauch streicht durch mein Gemüt Gedankenschwere nimmt er mit leise Lieder vereinigen sich in meiner Seele sie ziehen in die Welt Hoffnung und Liebe erblühen Es hat alles seinen Sinn auf der Straße des Lebens begegnen sich Menschen nie vergebens im hören verstehen erfreuen wir uns am Augenblick„Begegnung“ weiterlesen

Gleisverschlingung

Niklas Götz Gleisverschlingung Der Raum erfuhr eine kräftige Erschütterung, und der alte, komisch riechende Mann, der gerade an mir vorüberlief, wäre beinahe auf mich gefallen. Leicht angewidert wich ich seinem Arm aus, der den Griff an meinem Sitz fasste, und zog mein Bein ein, sodass er seinen Koffer vorüberziehen konnte. Noch einige Male wackelte alles,„Gleisverschlingung“ weiterlesen

Insomnia 

Eva Joan für #kkl17 „Begegnung“ Insomnia  des Nachts treffen wir unswie zwei Schiffe auf hoher Seereißende Strömungergreift Besitz von unsauf der Suchenach dem Horizonttragen uns schäumende Wogendurch schlaflose Dunkelheit–  gezeichnet  es gab einennur einender mir unter die Haut gingimmer noch folge ichseinen Spuren …schmerzenden Narbenzurückgelassenin meinem Herzen–  Eva Joan, geboren in Augsburg/Bayern, lebe ich seit„Insomnia „ weiterlesen

Ein Requiem für die Vertrautheit 

Benjamin Lapp für #kkl17 „Begegnung“ Ein Requiem für die Vertrautheit  Inschriften von einstiger tiefer Verbundenheit verkommen zu modrigem Treibgut eines untergegangenen Gefühls. Und so sind Wir beide dazu verdammt die Schatten verwehter Spuren im ewigen Sand der zerrinnenden Zeit zu suchen. Im schicksalhaft vorbestimmten Schiffsbruch am scharfkantigen Kap der Ignoranz, aufgrund tragischer Selbsterhöhung über vertraute Erinnerungspassagen,„Ein Requiem für die Vertrautheit „ weiterlesen

Zeitreise in die Vergangenheit

Barbara Schwarzl für #kkl17 „Begegnung“ Zeitreise in die Vergangenheit Plötzlich hielten mich fremde Arme auf. Reflexartig löste ich meine Augen vom Schaufenster. Ich stammelte eine Entschuldigung, denn ich wäre um ein Haar in ihn hineingelaufen. Ich betrachtete ihn wie jemanden, den ich vor Ewigkeiten das letzte Mal gesehen hatte. Ich ließ meinen Blick fasziniert über„Zeitreise in die Vergangenheit“ weiterlesen

Begegnung, vielleicht …

Dr. Andreas Lukas für #kkl17 „Begegnung“ Begegnung, vielleicht … Vielleicht werden sich morgen andere Wege auftun, die uns aus Sackgassen und Einbahnstraßen führen. Vielleicht werden sich unsere Blicke weiten und bisherige Sichtweisen bereichern. Vielleicht werden wir jenseits von Grenzen im Unbekannten Neues ergründen. Vielleicht werden sich Möglichkeiten offenbaren, die unserer Sicht bisher verborgen waren.  Vielleicht„Begegnung, vielleicht …“ weiterlesen

Falscher Einsatz

Daniela M. Ziegler für #kkl17 „Begegnung“ Falscher Einsatz … und eins … und zwei … und drei … Siebzehn Takte waren es bis zum Einsatz des Soprans. Sie hatten es Hunderte Male geprobt – so war es ihr jedenfalls vorgekommen -, und sie war sich absolut sicher, dass sie es nun intus hatte: Den Einsatz„Falscher Einsatz“ weiterlesen

Offene Tür

Silja Nemetschek für #kkl17 „Begegnung“ Offene Tür Silja Nemetschek, geboren 1975 in Oldenburg. Silja studierte  Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie an den Universitäten in Marburg, Münster, York (UK) und Hamburg. Aus Abenteuerlust sammelte sie Berufserfahrungen in verschiedenen Städten, u.a. in St. Peter-Ording, Bonn, Bietigheim-Bissingen und Nürnberg. Zurzeit wohnt sie wieder in ihrer Heimatstadt Oldenburg und arbeitet„Offene Tür“ weiterlesen

Die Verwandlung

Laura Schäffner für #kkl17 „Begegnung“ Die Verwandlung Die Männer, die durchs Haus laufen sind schwarz maskiert. Vielleicht sind es auch gar nicht ausschließlich Männer, unter der schwarzen Maskierung ist das an sich schwer auszumachen, aber von der Statue her würde ich sie alle eher als männlich einstufen. Wie konnte ich hier nur landen? Eigentlich wäre„Die Verwandlung“ weiterlesen

Unser vierbeiniger Verehrer

Regine Irene Bauer für #kkl17 „Begegnung“ Unser vierbeiniger Verehrer Ein heiterer Sonntagmorgen lockt uns aus dem Haus. Nach langen trüben Regentagen endlich wieder Sonnenschein. Die Luft ist noch kühl und so richtig geeignet für eine kleine Fahrradtour. Schnell noch die schlaffen Fahrradschläuche aufgepumpt und los geht’s. Schnaufend, und die etwas träge gewordene Beinmuskulatur quälend, erreichen„Unser vierbeiniger Verehrer“ weiterlesen

Abschied

Florian Meurer für #kkl17 „Begegnung“ Abschied Herbstgrauer Abend und vorgezogene Nacht. Ich schlag den Mantelkragen auf. Und ein Glas Rotwein noch. Wir trinken Von Abschied zu Abschied. Nordwind wirbelt Schnee in unser Schweigen, Kein Weg führt mehr Von Mund zu Mund. Pfingstwunder Werd ich im Winter nicht erwarten. Ich fahre heim und lese, Blätter in„Abschied“ weiterlesen

Discours de la méthode

Bernhard Horwatitsch für #kkl17 „Begegnung“ Discours de la méthode Verstehen wir zu fühlenoder das Gefühl zu verstehenwenn wir wütend wühlenuns grübelnd nur im Kreise drehenwenn Scham und Schulduns ganz verlegen machenund wir vor lauter Ungeduldverlegen lachenzweigeteilt wie der alte Descartessind wir unentschiedendenn es ist nicht unsre Artuns ganz zu lieben Gegen das verführerische Du Für„Discours de la méthode“ weiterlesen

Kiril

Ella von Griener für #kkl17 „Begegnung“ Vorwort Aber auch in der Stille und in denSternenstunden der Nacht, sind Räumezum Frohlocken. Lieber Kiril! Weißt du, ich glaube Gott macht keine Fehler. Mit dem Einatmen werden wir zu Erdenbürgern und mit dem Ausatmen sterben wir. Jahr für Jahr zieht ins Land. Dabei ist jede Sekunde, jede Minute„Kiril“ weiterlesen

Art und Weise

Jens Faber-Neuling für #kkl17 „Begegnung“ Art und Weise Begegnung mit Der Art mit der Weise Wie – es kommt nach dem – Warum Die Weise findet ihre Art Dank Tiefe öffnet sich das Empfinden und nimmt Gestalt an MenschSein Verstandesmäßiger Optimierungswahn Schneidet es durch Zertrennt das Band zum Sein Der Mensch fällt In die Technokratie„Art und Weise“ weiterlesen

Begegnung

Anne Eicken für #kkl17 „Begegnung“ Begegnung Verbrenne nicht mein Herz in der Glut deiner Enttäuschung – meine Seele hätte die deine nie berührt. Über die Einsamkeit legte sich nur der Schatten unserer Sehnsucht, wir zögerten die Hände auszustrecken, wohl wissend: sie hätten ins Leere gegriffen… Verbrenne nicht mein Herz in der Glut deiner Enttäuschung –„Begegnung“ weiterlesen

SCHAU MIR IN DIE AUGEN

Theresia Plank-Zebinger für #kkl17 „Begegnung“ Theresia Plank-Zebinger Malerin Über #kkl HIER

Für immer

Reimhild von Schönewelt für #kkl17 „Begegnung“ Für immer jeden Tag  begegnest du mir manchmal nein mehrmals schon immer beachtest mich kaum nur kurz im Ziel deiner Aufmerksamkeit randlings bin nicht wichtig für dich mich trifft dein blanker Hass niedergeschlagen zertreten rapple mich immer wieder hoch bleibe nicht liegen mich ergebend nein du zerstörst mich nicht„Für immer“ weiterlesen

Wiederbegegnung

Marlis Neuner-Boij für #kkl17 „Begegnung“ Wiederbegegnung Langsam hob sie das Gesicht und ihre Blicke trafen sich. Er stand auf der anderen Straßenseite und schaute sie unverwandt an. Sie erschrak im Augenblick des Erkennens. Unbewusst hob sie ihre Hand und legte sie auf ihre Brust. Der Puls raste und ihre Sinne schwanden beim Anblick ihres ewig„Wiederbegegnung“ weiterlesen

Begegnung zur Unzeit

Wanderprediger für #kkl17 „Begegnung“ Begegnung zur Unzeit Unlängst, eben zieht der letzte Schwarm Kälteflüchter aus dem Land, Zuflucht, dort wo’s sommerlich und warm, bald zu finden. Graues Band windrecht seitlichschräg im Flug versetzt  schneidet Blau und Weiß entzwei.  Bald schon, sich dem Auge stiehlt zuletzt,  schwindet Graugans samt Geschrei.  Wieder, jetzt im Spiegelbild geschaut,  nimmt„Begegnung zur Unzeit“ weiterlesen

Der Too Small Talk

Rebecca Scharpenberg für #kkl17 „Begegnung“ Der Too Small Talk Als ich mir neulich auf der Terrasse eines netten, kleinen Bauernhofcafés, inmitten von sattgrünen Wiesen, Kühen, Rapsfeldern und Vogelgezwitscher eine frischgebackene Waffel mit Vanilleeis und heißen Kirschen schmecken ließ, bot sich mir am Nebentisch ein alltägliches Bild zwischenmenschlicher Kommunikation: Ein Mann und eine Frau, beide sicher„Der Too Small Talk“ weiterlesen

Begegnung

Nora Hille für #kkl17 „Begegnung“ Meeresrauschen, fern.Worte werden zu Wellen.dein sanftes Flüstern. Mensch du, der du sprichst,dich bespiegelst, dich erkennst,Atme – und lebe. „Sprache ermöglicht Begegnung zwischen einem „du“ und einem „ich“, den Austausch über das, was uns im tiefsten Inneren berührt – genauso, wie sie uns gedankliche Einkehr und Reflexion ermöglicht.“ Nora Hille, Jahrgang„Begegnung“ weiterlesen

Pinakothek der Begegnungen

Petra Lohan für #kkl17 „Begegnung“ Pinakothek der Begegnungen Eine zierliche Frau mit hochgesteckten Haaren und dicker Hornbrille, gekleidet in einem legeren Blazer aus ultramarinblauer Seide und einer beigefarbenen Leinenhose, betritt mit schnellen kleinen Schritten den Raum. Sie hat einige Bögen Papier, die sie, leicht zitternd, in den Händen hält. Überall Regalreihen, vollgestellt mit Ordnern und„Pinakothek der Begegnungen“ weiterlesen

Die Dauer einer Pfeife

Tim Tensfeld für #kkl17 „Begegnung“ Die Dauer einer Pfeife Ich stopfe meine Pfeife. Ich entzünde meine Pfeife, am Tisch sitzend, es ist November und kalt in meiner Werkstadt. Der Tabak glimmt vor sich hin, durch das Feuer, wie ich, der es im gleich tut, durch die Zeit. Qualm ist reichlich. Mit jedem weiteren Rauchzeichen das„Die Dauer einer Pfeife“ weiterlesen

Ein Segen

Philip Bartetzko für #kkl17 „Begegnung“ Ein Segen Ist nicht das Zusammensein, Unendlicher, Schimmernder Wunsch eines jeden? Und Liebe und Zweisamkeit – Ein Elixier – Im großen, weiten Leben. Sich zu finden – Unser größtes Geschenk –Unser wahrer Segen.  Philip Bartetzko Philip Bartetzko ist seit vielen Jahren künstlerisch rund um das Dreiländereck aktiv. Nach seiner Ausbildung bei der niederländischen Konzertpianistin Renée„Ein Segen“ weiterlesen

Magischer Augenblick

Annika Ries für #kkl17 „Begegnung“ Magischer Augenblick Wir können unterschiedlicher nicht sein, begann Rachel ihren Brief, adressiert an einen guten Freund. Doch Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Vielleicht war meine erste Begegnung mit Aaron schicksalhaft, ein Zufall oder von euch geplant gewesen? Wie auch immer, Augenblicke entscheiden manchmal über die Zukunft zweier Menschen und„Magischer Augenblick“ weiterlesen

Phrasen

Kathinka Reusswig für #kkl17 „Begegnung“ Phrasen „Wie geht es Dir?“ – „Mir geht es gut!“, sagte er und zückte den Hut. „Gut siehst Du aus, lange nicht mehr gesehen?“ – „Schön Dich zu treffen, Dich wieder zu sehen“. „Wo warst Du gestern, wo bist Du gewesen?“ – „Mir ging es nicht gut, war zu Haus,„Phrasen“ weiterlesen

Mode, wie früher

Sandra Walter für #kkl16 „der freie Wille“ Mode, wie früher Mach das!  Sofort! Beweg dich fort von deinem Ort. Was!? Nun mach schon. Schneller! Ich will aber nicht. Denkst du, das interessiert mich? Ab in den Keller! Arbeit, Schule, Haushalt, Hobbys, Eltern. Herumgestoßen von den Großen, so wie sie es haben gern. Große Dinge,  Große„Mode, wie früher“ weiterlesen

Du musst

Julia Kohlbach für #kkl16 „Der freie Wille“ Du musst Der Montag kommt aufs Neue, schon wieder eine andere Woche. Und es heißt, du musst zur Schule zur gehen. Für das Studium in eine ferne Stadt, getrennt von Freunden und Familie. Denn es sagen alle, du musst die Welt sehen. Im Beruf immer weiter hinauf, ständig„Du musst“ weiterlesen

Nichts Neues

René Oberholzer für #kkl16 „Der freie Wille“ Nichts Neues Sie wollen nicht wissenSie wollen nur glauben Sie wollen sich verweigernSie wollen nur frei sein Einige werden überlebenEinige werden sterben Glauben über WissenFreiheit über Vernunft Die Parade Werdet selbständigBaut Getreide anSagt der General Beisst auf die ZähneHaltet durchSagt der Führer Schnallt die Gürtel engerEsst wenigerSagt der„Nichts Neues“ weiterlesen

Der Halbmarathon

Jürgen Artmann für #kkl16 „der freie Wille“ Der Halbmarathon Raus nach Pourtalès, in den Wald von Robertsau führt die Strecke jetzt. Dorthin, wo kein Zuschauer am Wegrand steht und mich anfeuert. Was machst du hier eigentlich, denke ich mir, als ich die Kilometermarke acht passiere. Beim Stadtmarathon hatte ich mich schon vor zweieinhalb Jahren eingeschrieben.„Der Halbmarathon“ weiterlesen

single-leben

Monika Schlößer für #kkl16 „der freie Wille“ single-leben ich bin mal eben zu dem chicen möbelhaus kauf mir tische stühle sofa kissen ein paar pflanzen für das fenster ein paar bilder für die wand und ‘nen halben meter bücher für das allgemeine wissen auf dem riesengroßen parkplatz find ich irgend wann mein auto und vielleicht„single-leben“ weiterlesen

Free Wilhelm 1

Gerald Marten für #kkl16 „Der freie Wille“ Free Wilhelm 1 Mit dem freien Willen verhält es sich wie mit der freien Meinung. Man muß ihn sich intellektuell leisten können, Tüte Pommes Majo wollen ist zwar auch frei gewollt, aber wo bleibt da die Nachhaltigkeit? Sicher ist man frei, eine freie Meinung haben zu wollen. Doch„Free Wilhelm 1“ weiterlesen

frei bin ich frei

Deborah Klein für #kkl16 „Der freie Wille““ Deborah Klein Ich bin 49 Jahre alt, habe Deutsch, Geschichte und Schulmusik studiert, den Beruf als Lehrerin aber nicht ausgeübt, sondern bin Schauspielerin, Bühnenmusikerin und Klavierlehrerin geworden. Ich lebe und arbeite in Berlin und Brandenburg und schreibe seit meiner Kindheit Kurzgeschichten und andere Texte. Über #kkl HIER

Abgesoffen  

Christine Roth für #kkl16 „Der freie Wille“ Abgesoffen   „Noch einen, Marcel“, sage ich und schiebe mein leeres Glas über den Tresen. Noch einen ist mein allabendliches Mantra, wieder mal, seit Mona nicht mehr da ist.Die Batterie Flaschen vor dem Wandspiegel glotzt mich an. Die internationale Prominenz kann mir gestohlen bleiben: Scotch, Gin, Rum gehen mir vierspurig amAbgesoffen  „ weiterlesen

Die Stimme

Tabea Gottmann für #kkl16 „Der freie Wille“ Die Stimme Die Stimme sie will dich verführen Du kannst sie hören doch nicht berühren Die Stimme sie will dich zerreißen Sie hat Hunger und du musst sie speisen Wenn du versuchst sie nicht zu hören Wird sie dich bald brutal zerstören Wenn du der Stimme nicht vertraust„Die Stimme“ weiterlesen

Der kleine König

Andreas Rucks für #kkl16 „Der freie Wille“ Der kleine König Ich soll mich ändern, wieso? Ihr macht doch, was ich will. Denn ihr seid doch einfach froh, wenn ich spiele und zwar ganz still. Denn ich schreie oft und laut, dabei weine ich und quieke, als ob mich jemand haut, wenn ich nicht meinen Willen„Der kleine König“ weiterlesen

Der freie Wille – oder: die Ewigkeit des Universums

Alexandra C. Eckel für #kkl16 „Der freie Wille“ Der freie Wille – oder: die Ewigkeit des Universums Da lag sie nun seit einer Woche in diesem weißen, nüchternen Krankenzimmer, so unpersönlich und mittlerweile dennoch seltsam vertraut; vertrauter als ihr restliches Leben. Sie kannte die Bäume vor dem Fenster, die dunkleren, abgenutzten Flecken an den Wänden„Der freie Wille – oder: die Ewigkeit des Universums“ weiterlesen

Der letzte Kampf

Susanne Rzymbowski für #kkl16 „Der freie Wille“ Der letzte Kampf „Ich hätte gerne einen Freigeist,“ bestellte Hendrik ohne Umschweife. „Den gibt’s nicht mehr,“ war die lapidare und prompte Antwort des uniformierten Kellners, der mit einem gefüllten Tablett mit „THESAME“-Getränken jonglierte. „Kommt auch nicht wieder, wird nicht mehr produziert,“ setzte er im Vorbeigehen noch hinzu. „Die„Der letzte Kampf“ weiterlesen

Befreit

Anne Abelein für #kkl16 „Der freie Wille“ Befreit Auf der Flucht vor der Suche nach Halt warf der Vogel seine Federn ab und fiel – sichtlich erleichtert – einer sicheren Zukunft entgegen. Albdruck Bricht weit nach Mitternacht der Schlaf über mich herein, hetzen Geister und überwältigen mich, legen sich zentnerschwer auf meine Brust, und ich„Befreit“ weiterlesen

Da ich

Ingeborg Henrichs für #kkl16 „Der freie Wille“ Da ich Da ich den ersten Satz nicht findeschreibe ich den letzten.Und dazwischen liegt für euch,liebe Leser, viel freie weiße Fläche. Und die schenke ich her für eureWünsche, Träume und Berichte.Da ich den ersten Satz nicht findeschreibe ich den letzten zu Ende.Und beginne. AnkommenAnkommen im Seinöffnet dir alle„Da ich“ weiterlesen

ICH BIN EIN FRITZ                

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl16 „Der freie Wille“ ICH BIN EIN FRITZ                                                                                                           Es war eine gewöhnliche Samstagnacht. Niemand von uns wusste in dieser Nacht, dass es die letzte gewöhnliche Samstagnacht war. Für unbestimmte Zeit. Und darum, sagt Inka, verklären wir sie im Nachhinein. Inka hat damals ausgesehen wie immer, wenn wir ausgehen. Nämlich: Ungewöhnlich. Sie hat„ICH BIN EIN FRITZ                „ weiterlesen

Was dort geschieht, ist ein Geheimnis und ist es doch nicht mehr*

Christiane Schwarze für #kkl16 „Der freie Wille“ Was dort geschieht, ist ein Geheimnis und ist es doch nicht mehr* Staub bedeckte holprig gepflasterte Gassen. Automobilisten waren bisher nur selten durch den Ort gefahren. Die Dorfbewohner zogen mit Hilfe ihrer Kaltblutpferde Holz aus dem Wald. Niedrige Häuser lehnten sich an rötlichen Fels. Inzwischen hing in jeder„Was dort geschieht, ist ein Geheimnis und ist es doch nicht mehr*“ weiterlesen

Womit alles steht und fällt

Martin A. Völker für #kkl16 „der freie Wille“ Womit alles steht und fällt Du genießt es, zu tun und zu lassen, was immer dir beliebt. Du nimmst dir die Freiheit, stets du selbst zu sein. Deine Freiheit verlangt das Unverstellte, das Unangepasste. Unterordnung gehört nicht dazu. Du sagst anderen die Wahrheit, solchen, die sie nicht„Womit alles steht und fällt“ weiterlesen

kleiner Plan

Jutta v. Ochsenstein für #kkl16 „Der freie Wille“ kleiner Plan um im gemeinen Strudel nicht zu versinken klammere ich mich an Felsen, zittere: wann ist es zu spät für dich, für mich für die Boote auf dem Meer die Mädchen hinter verschlossenen Türen für die Eisscholle und den Mut zu desertieren Ohnmacht ist eine ätzende„kleiner Plan“ weiterlesen

Für „Der freie Wille“

„Initiiert von Michael Preis, Lehrer des Jahrgangsstufe 11, der Integrierten Gesamtschule Am Nanstein Landstuhl .“ Anabel Hilken für #kkl16 „Der freie Wille“ Ein Engel Sie lachte. Er war so glücklich, ihr Lächeln zu sehen. Sie war wunderschön. Jeder kannte ihren Namen. Jeder mochte sie, ja jeder liebte sie. Ein typisches beliebtes Mädchen. Er sah ihr„Für „Der freie Wille““ weiterlesen

Der freie Wille

Yvonne Brüntrup für #kkl16 „Der freie Wille“ Der freie Wille. Was meinst du, wie du einen Traum von der Wirklichkeit unterscheidest? Ich taumle jetzt schon gefühlt eine halbe Ewigkeit durch einen Zustand der Unwissenheit. Ich habe keinen Schimmer, wo ich bin. Immer wieder frage ich in den stillen Raum: „Ist da jemand?“ Doch eine Antwort„Der freie Wille“ weiterlesen

FreiWillig?

Reimhild von Schönewelt für #kkl16 „Der freie Wille“ FreiWillig? Ist freier Wille Illusion? Erzählt, uns zu begrenzen? Denn wer folgt seinem Willen schon bar jeder Konsequenzen. Gleich Rilkes Panther im Gedicht ist uns’re Welt voll Stäbe, nur sehen wir die Meisten nicht, tun so, als ob es sie nicht gäbe. Des Menschen freier Wille: Himmelreich?„FreiWillig?“ weiterlesen

Die Route wurde bereits berechnet

Carolin Helmker für #kkl16 „Der freie Wille“ Die Route wurde bereits berechnet Der freie Wille ist für mich wie ein Vogel, dem sein eigentliches Streben verwehrt bleibt. Soll er eigentlich frei durch die Lüfte fliegen, so entscheidet er doch nicht selbst über sein nächstes Ziel. Seine Reise steht schon fest, bevor er sie antritt, sie„Die Route wurde bereits berechnet“ weiterlesen

Wissen und Wollen

Friederike Weichselbaumer für #kkl16 „Der freie Wille“ Wissen und Wollen Wir wissen viel und wollen wenig Wir wollen viel und wissen wenig Doch manchmal ist wenig viel Was wir wollen Was wir wollen ist ein Wissen das uns in die Zukunft trägt Noch ist es nicht zu spät zurückzugreifen auf die Weisen der Zeit Vorzugreifen„Wissen und Wollen“ weiterlesen

Zu mir, zum hier

Timo Brandt für #kkl16 „Der freie Wille“ Zu mir, zum hier Als ein Übermaß von Zeit erscheinen mir die winzigkleinen Veränderungen. Mein Fragen und Verraten liegt verdreht in einer Muschel deren Ränder ich fast unmerklich abfahre. Jedoch nur Meere schleifen etwas von ihr ab. Derweil ich jedes Interesse am Hier vergrabe. Bessere Zeiten werden davon„Zu mir, zum hier“ weiterlesen

Unterdrückter freier Wille

Barbara Schwarzl für #kkl16 „Der freie Wille“ Unterdrückter freier Wille „Wann Sie nach Hause gehen, bestimme noch immer ich“, sagte Herr Ladentrog in messerscharfem Ton. Keine von uns muckste auf. Stattdessen meldete sich die Schiebetür mit einem Knacksen und gab einer jungen Frau den Weg frei. Sie tauchte zögerlich ein in diese eisige Atmosphäre. Vielleicht„Unterdrückter freier Wille“ weiterlesen

Peppe dreht durch

Cornelia Koepsell für #kkl16 „Der freie Wille“ Peppe dreht durch Peppe Halbmeier war ein Mann von fünfzig Jahren. Er war mittelblond, mittelgroß, mittel schlank und mittel einfühlsam. Ein Mensch, der in keiner Weise herausragte. Er war glücklich. Wäre Peppe Halbmeier ein Dichter gewesen, ein Beruf, der selbstredend niemals für ihn in Frage kam, weil Wortakrobaten„Peppe dreht durch“ weiterlesen

Vorsatz

Saza Schröder für #kkl16 „Der freie Wille“ Vorsatz Ich will mein Herz auf der Zunge tragenImmerHalb hinuntergewürgt von meiner GurgelImmerHalb zerbissen von meinen ZähnenImmerHalb ausgespuckt von meinen LippenIch will mich nicht fürchtenUndFürchte mich doch Duckmäuser Die Schweigende MehrheitStellt sich dummUnd weißStellt sich taubUnd hörtStellt sich stummUnd sprichtStellt sich blindUnd siehtDie Schweigende MehrheitDuckt sich AufgerichtetBist du„Vorsatz“ weiterlesen

Mimikry im YogaModus

Klaus Pelster für #kkl16 „Der freie Wille“ Mimikry im YogaModus Fügtest Dich einIns FelsMassivFormst Dich zum RegenBogenPflanzt ein DichIn das BlütenMeerUnd strecktest Dich gen Himmel.Als Woge tobtest DuIm MeerAm Strand biegst DichZur DüneSchraffiertest mitDen HorizontUnd weist des FlussLaufs Richtung. Standst Aufrecht daZum SonnenGrußAls HimmelSilhouetteVerschmolzen mitDem ElementIn EinigkeitMitDirUndDerNatur. EngelBist Mein EngelStets Bei MirFliegst Du FreiBin ich„Mimikry im YogaModus“ weiterlesen

Elem – Eine Parabel der Zukunft

David Betzing für #kkl „Der freie Wille“ Elem – Eine Parabel der Zukunft „Langsam verlieren wir sie.“ Die Sandkleider standen um sie herum und nickten bedächtig. Wabernde Sandfäden flossen um sie, veränderten ständig die Form ihrer Körper und griffen nach ihr aus. „Ihre Anschlüsse sind stumm“, sagte die Älteste unter den Sandkleidern. Bedächtiges Nicken. „Vielleicht„Elem – Eine Parabel der Zukunft“ weiterlesen

Zweite Kassa bitte

Fabian Wakolbinger für #kkl16 „Der freie Wille“ Zweite Kassa bitte Es war egal, wie ruhig der Morgen war. Egal, wie ruhig es den Vormittag über ging. Mit den alten Mütterchen, die ihren Wocheneinkauf erledigten, den Schülern, die sich mit Monster Energy eindeckten, weil ausgeschlafen sein scheiße ist und den avocado- und Knäckebrot kaufenden Angestellten, denen„Zweite Kassa bitte“ weiterlesen

Freier Willy

Andreas Kraft für #kkl16 „Der freie Wille“ Freier Willy Freier Wille ist nicht zu verwechseln mit dem Freier Willy. Dieser Einstiegswitz birgt gleich zwei makabere Aspekte. Ein Freier (vrīer) ist ein Kunde von einer Prostituierten, die diesen Beruf oftmals unfreiwillig ausführen MUSS, entweder aus einer Notlage heraus oder weil sie zwangsprostituiert wurde. Ferner ist das„Freier Willy“ weiterlesen

„Die Flucht ist ihr Schicksal“ 

Theresia Plank-Zebinger #kkl16 „Der freie Wille“ „Die Flucht ist ihr Schicksal“  Theresia Plank-Zebinger, Malerin Über #kkl HIER

Abend, Hügel, Wälder. Liebe

Daniel Mylow für #kkl16 „Der freie Wille“ Abend, Hügel, Wälder. Liebe Abend Es war, als wären sie aufs Meer hinausgetrieben. Sie verließen das Haus nicht mehr. Wenn man es jedoch recht betrachtete, konnte Dr. Hermes das Haus ja auch gar nicht mehr verlassen, seitdem sie ihn mit einem Abschleppseil aus dem Kofferraum seines Wagens in„Abend, Hügel, Wälder. Liebe“ weiterlesen

Freisein im Digitalen …!?

Dr. Andreas Lukas für #kkl16 „Der freie Wille“ Freisein im Digitalen …!? Wärme von Sonnenstrahlen auf der Haut, ich erinnere mich nicht mehr. Nähe und direkter Austausch, ich erinnere mich nicht mehr. Echte Gefühle und Liebe, ich erinnere mich nicht mehr. Stille eines Ortes, Schönheit des Moments, Ich erinnere mich nicht mehr. Oh, ich leb„Freisein im Digitalen …!?“ weiterlesen

Das All

Jens Faber-Neuling für #kkl16 „Der freie Wille“ Das All Entschleunigt vom Außen, dem Ein-Druck Beschleunigt im Innen, vom Haben zum Sein Lasse los, die Zeit der Uhren als Währung Den Vergleich in die Gleichschaltung, verabschiede Eintauchen in das Sein und bin Verzicht auf vorprogrammierte Identität Eine andere Art Zeit Ohne Ab-Rechnung Frei vom; wenn, dann„Das All“ weiterlesen

Spielfelder unseres Lebens

Oliver Fahn für #kkl16 „Der freie Wille“ Spielfelder unseres Lebens 64 Felder eines Schachbretts, schwarz und weiß, ein Kontrast, mit dem ich wenig anfangen kann. Auf Fußballplätzen müssen sich 22 andere Kandidaten finden lassen, die dem Diktat der Ballstafetten gehorchen. Den Punktgewinnen fliegender Fäuste innerhalb eines Boxrings rechne ich eine Harmoniefeindlichkeit zu, die ich als„Spielfelder unseres Lebens“ weiterlesen

Ich denke das was ich halt will

Anna-Sophie Lorenz für #kkl16 „Der freie Wille“ Ich denke das was ich halt willmir ist egal all der Drillder von der Gesellschaft ausgehtund vielen, leider zu vielen den Kopf und das Denken verdrehtich liebe wen auch immer ich will und liebeich will einfach nur ´s Leben genießen und dass ich auf Wolke sieben schwebeeine wahre„Ich denke das was ich halt will“ weiterlesen

Butterfly

MARIJANA VUKOVIC für #kkl16 „Der freie Wille“ Interview mit MARIJANA VUKOVIC hier. Über #kkl HIER

Der freie Wille

Katharina Dobrick für #kkl16 „Der freie Wille“ Der freie Wille Gibt es den freien Willen? kann ich mich immer frei entscheiden? Ja, denn es gibt immer zwei Seiten die zu betrachten sind ich kann abwägen und entscheiden Dabei erfinde ich mich neu lass alte Gewohnheiten los eigne mir Neue an  und gehe meinen Weg weiter„Der freie Wille“ weiterlesen

Freigeist

Silja Nemetschek für #kkl16 „Der freie Wille“ Silja Nemetschek, geboren 1975 in Oldenburg. Silja studierte  Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie an den Universitäten in Marburg, Münster, York (UK) und Hamburg. Aus Abenteuerlust sammelte sie Berufserfahrungen in verschiedenen Städten, u.a. in St. Peter-Ording, Bonn, Bietigheim-Bissingen und Nürnberg. Zurzeit wohnt sie wieder in ihrer Heimatstadt Oldenburg und arbeitet„Freigeist“ weiterlesen

Herumlungern an der Sandkante

Romina Lutzebäck für #kkl16 „Der freie Wille“ Herumlungern an der Sandkante  …Süppchen endlos verdünnt auf blutarmen Herd… Dort scheint Ungeduld noch erträglich und die  vollschlanke Lautstärke im geklonten Normbereich. Doch trauern die Obeliske auf den Molen bereits seit  Jahrzehnten, ab 1933 klaglos kalt. …Süppchen endlos verdünnt auf blutarmen Herd… Was scheppert nebenan, vernetzt im Springtuch„Herumlungern an der Sandkante“ weiterlesen

Splitter aus Friedrichshain

Maria Orlovskaya für #kkl16 „Der freie Wille“ Splitter aus Friedrichshain Dirks Van ist orange.Eine helle, plättende Sonne mit schwarzen Abdrücken. Abdrücken in Form von Palmen, Urlaub, Strand. Er sitzt mit überkreuzten Beinen in der Tür seines Vans, eine Schicht orangener Sonne zurückgeschoben, die Zeichnung des Strandes verquert. Dabei dreht er sich lustige Zigaretten aus Bananenblättern.„Splitter aus Friedrichshain“ weiterlesen

Mehr. Sein. Wollen.

Jeanette Kasper-Feld für #kkl16 „Der freie Wille“ Mehr. Sein. Wollen. Mehr sein. Mehr wollen. Mehr wollen. Nicht können. Mit Vollgas gegen eine Wand rennen, Nicht mehr weiter können und umdrehen. Umdrehen, hinlegen, noch mal umdrehen, Weiter schlafen. Weiter träumen, vom mehr sein wollen,  aber aufwachen und wieder nicht können. Wieder liegen bleiben.  Nicht mehr weinen,„Mehr. Sein. Wollen.“ weiterlesen

Kategorischer Optativ

Raven E. Dietzel für #kkl16 „Der freie Wille“ Kategorischer Optativ „Majestät, was soll ich schonentbitten deinem Götterthron?Mit deinem Füllhorn in der Handregierst du ein schönes Land,in dem du, weil du jeden liebst,dir selbst zu Ehren Feste gibst. Bei dir sind alle Bürger gleich:Die Länder satt, die Häuser reich,die Zukunft grast auf grünen Weiden.Was sollte einer„Kategorischer Optativ“ weiterlesen

Die menschliche Freiheit inmitten von Abhängigkeiten

Lea-Sophie Brendel für #kkl16 „Der freie Wille“ Die menschliche Freiheit inmitten von Abhängigkeiten„Ich wohne in mir, wie in einem fahrenden Zug. Ich bin nicht freiwillig eingestiegen, hatte nicht die Wahl und kenne den Zielort nicht. Eines Tages in der fernen Vergangenheit wachte ich in meinem Abteil auf und spürte das Rollen. Es war aufregend, ich„Die menschliche Freiheit inmitten von Abhängigkeiten“ weiterlesen

Sterbehilfe

Kathinka Reusswig für #kkl16 „Der freie Wille“ Sterbehilfe In welch einer Gesellschaft möchtest Du leben? Ist Sterbehilfe für Dich ethisch zu vertreten? Das Thema führt zu Streitigkeiten – das Dilemma groß für betroffene Seiten. Zu einem unheilsamen Knäuel verwoben, sind die Ansichten von „denen da oben“. Sollte diese Maßnahme eine legitime sein? Patientenverfügung –  ja„Sterbehilfe“ weiterlesen

Wildwillensfang

Rose Türemis für #kkl16 „Der freie Wille“ Wildwillensfang Willensstark bis zum Bruch Bis sich nichts mehr halten lässt Es segelt Auf den Boden, fruchtbar Unfruchtbar, zerstört Auf die Kunst des Willens Frei gefangen von uns Wildwillensfang In uns von uns mit uns Für uns? Willensstark bis zum Bruch Der Andren Wildwillensfang Ich fange dich. Rose„Wildwillensfang“ weiterlesen

BEGLEITUNG

Roland Schmidlin für #kkl16 „Der freie Wille“ BEGLEITUNG Verstärkte Sprechblase in Wegen Wind Konzentrierte Klänge eingeschrieben sind Sehnsucht nach in sich segelnden Seiten Angewinkeltes Ego sieht sich zehren Schnellender Widerpart stimmiger Zeiten Transparente Worte in Werten währen AUFGLEISUNG Eingefüllte Trage Selbst Vorgeführte Bahn Balance Abgeleitete Furchen Wind Linienstruktur im Sprechen Augenblicke Rollenband Endliche Suche Befreiung„BEGLEITUNG“ weiterlesen

Freier Wille – Aus der Redaktion

Durch unser nächstes Ausschreibungsthema – Der Freie Wille – werden wir viele Möglichkeiten, Realitäten, Wahrheiten und Wirklichkeiten erfahren, was es mit dem freien Willen auf sich hat. Gibt es ihn? Oder denken wir nur, es gäbe ihn? Vorgezeichnetes Schicksal? Zufall? Sind die Gedanken wirklich frei? Ist das gerade neu von mir, was mir im Kopf„Freier Wille – Aus der Redaktion“ weiterlesen

Hier ohne dir

Sandra Walter für #kkl15 „Nähe“ Hier ohne dir Füße im nassen Gras.Wie es früher war.Klar.Wie wars?  Wundervoll. Unglaublich.Einzigartig.Toll. Wie ist es heute?  Leer.Traurig.Fürchterlich.Schwer. Er steht nicht mehr neben mir hier, hält meine Hand.Gekleidet in seinem wundervollen Gewand.Er fehlt mir. Unendlich.Mein Herz ist gebrochen.Bin auf Knien zu ihm gekrochen.Vergeblich. Zu kaputt zum weinen.Zu traurig zum Trauern.Um meinem Herzen,„Hier ohne dir“ weiterlesen

Stets ganz nah

Sylvia Naef für #kkl15 „Nähe“ Stets ganz nah waren sich diese zwei. Sie redeten nicht oft um den heissen Brei. Sie waren zusammen und dennoch freiund trotz aller Liebe wurden sie niemals drei. Doch dann geschah es, es war Mai!Man hörte schon von weitem diesen verzweifelten Schrei. Trotz aller Suche in der kleinen Wäschereiwar er einfach„Stets ganz nah“ weiterlesen

Der Himmel ist mein Zeuge

René Oberholzer  für #kll15 „Nähe“ Der Himmel ist mein Zeuge Zwischen Nieselregen und PfützenIm vertrauten GleichschrittDer Stille des Flusses gefolgtZu den Rändern der Nacht Zwischen Nieselregen und PfützenDich jenseits der Zeit umarmtUnd mit zittriger Stimme gesagtMit dir bin ich wieder Mensch Zwischen Nieselregen und PfützenIn deine zarten Augen geschautUnd die Worte DAS IST GLÜCKIn dein Herz„Der Himmel ist mein Zeuge“ weiterlesen

Zweifel

Finn Lorenzen für #kkl15 „Nähe“ Zweifel Was geschähe Wenn ich die Nähe Als jähe Entfernung sähe? Ein Entgegentreten Gleichsam zwei Planeten Rotierend Passierend Einander zelebrierend Und Wiederkehr heißt beten Finn Lorenzen ist Literaturwissenschaftler und Autor. Geboren wurde er 1989 in Kappeln an der Schlei, wo er auch sein Abitur gemacht hat. An der Universität Bremen„Zweifel“ weiterlesen

Nahweh

Gerald Marten für #kkl15 „Nähe“ Nahweh Manch Nähe sieht man lieber fern Manch Ferne hätt man näher gern Das Ferne träumt man oft sich nah Das Nächste, das man niemals sah So bring die Ferne in die Näh Hör endlich auf mit Ach und Weh! Das Ferne, das nur nah man träumt Wie schaler Sekt,„Nahweh“ weiterlesen

Im Vorbeigehen

Heike Roloff für #kkl15 „Nähe“ Im Vorbeigehen Ich werfe einen Blick durch die offene Wohnzimmertür. Mein Vater sitzt mit offenen Augen in seinem Ohrensessel, den Kopf zurückgelehnt, mit leicht geöffnetem Mund. Die Füße in den weißen Socken ruhen auf dem ledernen Hocker und seine Zehen wackeln in irgendeinem Rhythmus, führen ihr eigenes Leben. Da ist„Im Vorbeigehen“ weiterlesen

birnbaum

Monika Schlößer für #kkl15 „Nähe“ birnbaum apfelrot mit morgenkorn haben beide wir genossen wenn wir morgens unterm birnbaum hockten unsre liebe planten und uns lockten vogeltisch und mittagsnest haben zärtlich wir gemalt wenn wir mittags unterm birnbaum standen unsren nachwuchs planten uns nie fanden gänsebrot mit abendschmalz haben wir versprochen uns wenn wir abends unterm„birnbaum“ weiterlesen

Land des Jasmin

Ingeborg Henrichs für #kkl15 „Nähe“ Land des JasminAuf einer Himmelsspur über dem Land des Jasminlasse ich sie fliegen, meine Nachtgedanken,wie leichte Blätter der Versöhnung,herausgefallen aus lebensschweren Büchern. GedankeGedanke an meine RoseAtmest umhüllst träumst michUnsichtbarUnendlichDeine WärmeLiebe Rose LiebeDas bist du RadikalSchreibe meine Träume einIn das leere Blatt der FantasieSo zärtlich diese WahrheitSalz auf den LippenSand unter„Land des Jasmin“ weiterlesen

Staunen

Christiane Schwarze für #kkl15 „Nähe“ Staunen Wie könnte ich nicht staunen über die Stille dieses Glücks. In mir leichtes Zittern, gleich dem der Blätter im hohen Baum vom Wind geliebt. Meine Hände noch immer berührt von deiner Zartheit. Wie könnte ich nicht staunen über das Glück dieser Stille. Christiane Schwarze Geb. 1960 / lebt in„Staunen“ weiterlesen

Rot

Susanne Rzymbowski für #kkl15 „Nähe“ Rot Ich werde es nie vergessen, wie er mich fragte, ob ich auch rote Gedanken hätte. Ich wusste einfach nicht, was er meinte. Diese Frage war doch nur einfach suspekt. Wollte er mich aus der Reserve locken? Sollte ich mich überhaupt auf so ein Gespräch einlassen? Was sollte das Ganze?‚Rot„Rot“ weiterlesen

SCHÖNER BRUDER, ICH SCHICKE DIR MUNAY

Angelika Spörl für #kkl15 „Nähe“ „Hola, lieber unbekannter Freund, Gestern hast Du meine Nachricht, meine Kontaktaufnahme zu Dir, auf DeinemAnrufbeantworter gehört und mich heute zurückgerufen. Von Deiner Homepageher kenne ich Dich bereits seit zwei Jahren. Bisher habe ich auf meine Romanfigur Luiz Angelo, (südamerikanischer Kunststudent aus Cuzco), all meine Vorstellungen in Be zug auf Deine„SCHÖNER BRUDER, ICH SCHICKE DIR MUNAY“ weiterlesen

Nähe

Andreas Rucks für #kkl15 „Nähe“ Nähe Distanz zweier Körper, die kürzer kaum sein kann, ohne dass ein Dritter dazwischen passt. Eigentlich. Oder Ich bin dir so nah und doch so fern. Ich verstehe dich, und spreche doch eine andere Sprache. Glaube ich das nur? Andreas Rucks, 1979 in Stollberg/Erzgebirge geboren, Erzieher in einer Kindereinrichtung in„Nähe“ weiterlesen

Nähe – oder: intime Kalamitäten

Alexandra C. Eckel für #kkl15 „Nähe“ Nähe – oder: intime Kalamitäten Liebes Tagebuch,langsam macht sich Verzweiflung breit, denn alles, woran ich denken kann, ist Z. und alles, was ich mir wünsche, ist eine Umarmung; eine unschuldige, beschützende Umarmung, in die ich mich fallen lassen kann. Aber wenn er so vor mir steht, so groß und„Nähe – oder: intime Kalamitäten“ weiterlesen

Trügerische Nähe:

Finja Micke für #kkl15 „Nähe“ Trügerische Nähe: „Etwas vereinte uns. Etwas vereint uns, nachdem wir schon längst getrennt waren. Wir laufen gemeinsam die uns bekannten Straßen entlang, ohne eine Ahnung, wie wir wieder zueinander fanden. Unsere Seelen heften noch aneinander, aber wir kennen die Personen nicht, die wir geworden sind. Es trägt keine Bedeutung, obgleich„Trügerische Nähe:“ weiterlesen

Captain Jack Sparrow

Jürgen Artmann für #kkl15 „Nähe“ Captain Jack Sparrow In Strasbourg wurde Lemke mitten in der Nacht wach. Er schaute auf sein Smartphone, es war vier Uhr nachts. Früher ist er oft um diese Zeit wach geworden, weil sein Sohn Leon manchmal mitten in der Nacht Musik hörte. Doch in dieser Nacht war er ganz allein„Captain Jack Sparrow“ weiterlesen

Wenn wir die Liebe zum Leben…

Hellmut Bölling für #kkl15 „Nähe“ Wenn wir die Liebe zum Leben behutsam aufbauen und allmählich innig und nahezu ständig spüren, uns mit Menschen umgeben, die dies ebenso wollen, sodass wir gleichsam zur Liebe werden, können wir eines Tages zu allen fühlenden Wesen eine kraftvolle Nähe spüren, die durch keine noch so große Entfernung durch keine„Wenn wir die Liebe zum Leben…“ weiterlesen

morgen früh, wenn

Katharina Deppermann für #kkl15 „Nähe“ morgen früh, wenn du, der du da schläfst, bei mir, geruhsam, erwachst; hab ich dich jemals ganz gekannt? sonst: deine augen ein tor zu unserer welt, liege ich nun getrennt und wartend. dein rosenmund atmet fremde welten, deine wimpern schatten sanft ein bild, das niemand außer dir je sah. welche„morgen früh, wenn“ weiterlesen

Wir gehen aneinander vorbei –

Bettina Engel-Wehner für #kkl15 „Nähe“ Wir gehen aneinander vorbei – Ohne uns zu begegnen. Wir begegnen uns – Und gehen doch aneinander vorbei. ent-fernung auf schwingen zu dir fliegen können dorthin wo meine gedanken sind – bei dir – wird mein herz ganz leicht und tanzt beschwingt nicht so tonnenschwer wie jeder schritt der mich„Wir gehen aneinander vorbei –“ weiterlesen

Häuserzeilen

Nicolle Gerntke für #kkl15 „Nähe“ Häuserzeilen getränkte Satzbauten eingelesen ins verschlusslaute Auf und Ab Fußnoten vielspurig vertont im Hundertwasser such´ ich und finde nichts Ganzes kein Wir im Eins und Eins und wieder Eins Entreimtes im Steingut der Ufer die silbenentkernte Tonspur bemisst den Abstand im Hier und immer hier und dort an der Mauer„Häuserzeilen“ weiterlesen

Du

Wolfgang Uster für #kkl15 „Nähe“ Du Als wenn die Wärme mich ergreife, durchströme aus dem Schweif der Nähe, und ziehe mich in deinen Bann, ins Uferlose jenes Gallertreiches gelbgrüner  Augen, Tang umwunden, und eingesogen in die Atemwogen, verfallen schon, bevor ich mich besann. Als wenn die Haut Berührung sehne, so wahr es der Berührung nicht„Du“ weiterlesen

Nähe

Miu Dehnel für #kkl15 „Nähe“ Miu Dehnel Ich bin am 28.08.2003 in Berlin geboren und studiere dort aktuell Literatur und Französisch. Ich illustriere viel, unter anderem meinen eigenen Roman, der gerade noch in Arbeit ist. Sonst male ich Menschen in allen Zuständen, meistens in denen der Zuwendung oder eben Nähe. 2018 habe ich beim Wettbewerb„Nähe“ weiterlesen

Der Hände Ton           

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl15 „Nähe“ Der Hände Ton            Es beginnt zeitgleich Ein Pochen aus der Ferne Ein zartes Klopfen im Herzschlagrhythmus Und hier: Das Entstehen einer Frau aus Ton Hier: Konzentrierte, formende Hände Man glaubt, man hört Harmonische Klänge, schwebende, leichte Wasser schöpfende Hände, Wasser gießende Hände Und die nasse, tropfende„Der Hände Ton           „ weiterlesen

Unerhört verboten reizvoll

Sonja Berka für #kkl15 „Nähe“ Unerhört verboten reizvoll Mir ist, als würd´ ich vom Paradiese träumen: Allein ihre Schönheit mir weiche Knie beschert und nichts gegen ihren betörenden Duft wehrt. Tiefstes Verlangen scheint mir überzuschäumen. Schamesröte treibt es mir ins Gesicht, Vergess´, was sich geziemt in meinem Stand. Es ist verpönt, nun darf ich mit„Unerhört verboten reizvoll“ weiterlesen

Erster Schnee

Michael Krause-Blassl für #kkl15 „Nähe“ Erster Schnee Du mal wieder doch unbekannter unbestimmter unwirklicher flatternd wie ein Herbstblatt im Winter bunt voller Schönheit und schon so geknickt. Was bleibt sind Fragen Fragmente Bruchstücke der ungelebten Ganzheit. Sollten wir uns angezogen fühlen voneinander oder zerbrachen wir schon an der äußersten Hülle des andern fliehend vor dem„Erster Schnee“ weiterlesen

Ganz unmöglich und dennoch

Martin A. Völker für #kkl15 „Nähe“ Ganz unmöglich und dennoch Bei näherer Betrachtung ist alles immer viel komplizierter, bis zur Unentwirrbarkeit. Seelen- und Gefühlsbondage. Zum Glück kommen wir den Dingen um uns herum selten so nahe, um diese Erfahrung zu machen. Was nämlich ist der Mensch? Eine kleine Insel im weiten Meer. Geformt von Wind„Ganz unmöglich und dennoch“ weiterlesen

KRANKHAFTE NÄHE

Hans-Jürgen Kuite für #kkl15 „Nähe“ KRANKHAFTE NÄHE Da sei etwas kaputt und man müsse es richten, hatte mir mein Arzt vor Wochen eröffnet und er sollte Recht behalten. Die Störung im Verdauungsapparat, die sich mir immer mal wieder und meist zu den ungelegensten Momenten mitgeteilt hatte, ließe sich mit Medikamenten nicht mehr beheben, so dass„KRANKHAFTE NÄHE“ weiterlesen

Aprilwolken

Melanie Bäreis für #kkl15 „Nähe“ Aprilwolken Jetzt riecht eine ganze Jahreszeit nach dir, deine Augen immer noch Saphir. Blaues Zimmer, dunkler Wein, erzähl mir deine Geschichten bis zum ersten Sonnenschein. Dein Augenaufschlag hat gesessen wie wir miteinander waren, werd´ ich das alles nie vergessen? Durch leere Seitenstraßen, wenn wir die Zeit vergaßen und kleine Autos„Aprilwolken“ weiterlesen

Nähe

Claire Corrine für #kkl15 „Nähe“ Nähe Im Zusammenprall der Welten ein Feuerwerk, das nach kurzer Zeit zu Asche zerfällt. Neben hat mit nebenan den Platz getauscht. Eine neue Türe liegt jetzt zwischen dem wir. Offene Sommerfenster tragen Elefantenohren. Asphalt trägt schleppende Schritte. Ich wünsche heimlich, das Schleppen öffnet die Tür nicht. Wünsche heimlich, der Asphalt„Nähe“ weiterlesen

Löwenherz

Kristin Hogk für #kkl15 „Nähe Löwenherz Ich kenne kein Lebenohne dich. Dein Namesteht für allesErreichte und Erreichbare.Du bist mein Maß der Dinge.Du wirst noch lange meinOrientierungspunkt sein. Mit den gleichen dunklen Augenschauen wir in dieselbe Richtung.Mit der gleichen Agilität bewegich mich durch deine Räume.Wissend, nie würdestdu mich zurücklassen. Du, deren Armemich tragen, wenn meineviel kürzeren„Löwenherz“ weiterlesen

Hochzeitsnacht

Cornelia Koepsell für #kkl15 „Nähe“ Hochzeitsnacht An einem Tag im Dezember wachte Vera auf. Sie hatte keine Ahnung, was für ein Tag es war. Gestern noch war ihr bewusst, dass man den ersten Dezember schrieb. In der Nacht war ihr etwas abhanden gekommen. Am diesem Morgen schlug Vera die Augen nicht in ihrem Bett auf,„Hochzeitsnacht“ weiterlesen

Nah sein

Einsendung aus der Medienwerkstatt TWS/TFS Lieboch, für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen für #kkl15 „Nähe“. Die Texte stammen von: Denise Luttenberger – Nah sein Jacqueline Kaspar – die Sache mit der Nähe Jan Gölles – die Menschen brauchen… und Florian Haider – Ungeschminkt Illustrationen von Konrad Wartbichler Konrad Wartbichler: Jahrgang 1949. Er gehört bereits zu den„Nah sein“ weiterlesen

In deiner Umlaufbahn

Tabea Gottmann für #kkl15 „Nähe“ In deiner Umlaufbahn Die Menschen sagen, der Weg sei das Ziel. Doch vielleicht sagen sie das, weil sie Angst haben, irgendwo anzukommen? Und am Ende des Weges festzustellen, die Reise hat sich nicht gelohnt. Das Gras war am anderen Ufer doch grüner. Nicht alle Geschichten haben ein Happy End. Brauchen„In deiner Umlaufbahn“ weiterlesen

Früher

Sabrina Meinen für #kkl15 „Nähe“ Früher „Seine Haut ist noch zu unreif. Sie dürfen daher nur ihre Hand auflegen.“ Immer wieder schießen mir diese Sätze durch den Kopf. Die anschließende Erklärung, dass ein Streicheln zu Schmerzen führt, ist mir in aller Hinsicht logisch. Dennoch kann ich mich schwer zurückhalten. Allein der Gedanke meinem eigenen Kind„Früher“ weiterlesen

Komm mir nicht zu nah

Karina Peppler für #kkl15 „Nähe“ Komm mir nicht zu nah Hab ich gesagt Und einen Schritt zurück gemacht Für Fragezeichen gesorgt Und doch es nicht gewagt Dir zu erklären meine Abnorm Zwischen uns sind jetzt eins-fünfzig Und du denkst bestimmt ich sei Verkopft und verblendet In meiner Birne nichts als zwanzig Dreißig, vierzig Tausend jeden„Komm mir nicht zu nah“ weiterlesen

Küssen

Tina Brüggener für #kkl15 „Nähe“ Küssen Küssen für den Frieden wäre gut, sagst du. Weil dann die Angst vergehe und da nur noch Liebe sei. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Ich küsse gerne. Aber dann ist woanders immer noch Unfriede. Das ergibt wenig Sinn. Du lachst. Ich denke, dass du ein bisschen in mich„Küssen“ weiterlesen

Zweisamkeit

Benjamin Lapp für #kkl15 „Nähe“ Zweisamkeit Die Melodie des Windes flüstert beständig unsere Namen doch wir hören nur unseren eigenen Klang, der mit göttlicher Provenienz unsere Körper durchzuckt. Begehren räuspert sich nicht, es ist vielmehr eine Welle auf deren Scheitel wir unseren Atem in den Sturmhöhen des anderen verlieren und uns in den tiefsten Fluten„Zweisamkeit“ weiterlesen

Abhängig

Eva Burt für #kkl15 „Nähe“ Abhängig Das war heute eine Überdosis von dir… Ich nehme Tropfen, verschlafe den Tag, stehe auf und schreibe für dich. So kann es meinetwegen weitergehen, als ewiger Kreislauf. Natürlich werde ich mit der Zeit immer höhere Dosen brauchen. Eva Burt ist 36 Jahre alt und wohnt in Siegen in NRW.„Abhängig“ weiterlesen

Verbundenheit

Kathrin Freder für #kkl15 „Nähe“ Verbundenheit (zu: Ernst Ludwig Kirchner, „Die Verbindung“, 1922) Ein Bild vom „Brücke“-Maler Ernst Ludwig Kirchner. Es heißt „Die Verbindung“. Das ist es, was ich betrachte. Und ich stelle mir die Frage, was es bedeutet. Zwei Menschen – Mann und Frau – stehen sich gegenüber; zwei Einzelwesen, getrennt voneinander. Verstärkt wird„Verbundenheit“ weiterlesen

Nähe – Zu- Lassen

Kordula T. Klaus für #kkl15 „Nähe“ Nähe – Zu- Lassen Bunte Zettel wedelten vor seinen Augen. Eine Frau mittleren Alters redete. Sie redete schnell aber mit ruhiger Stimme. Dabei lächelte sie mit dem Mund aus dem diese Stimme und diese Worte kamen. Aber ihre Augen waren leer. Diese Frau hatte ihn bestimmt schon drei Mal„Nähe – Zu- Lassen“ weiterlesen

Der Junge und die Näherin

Eileen Mätzold für #kkl15 „Nähe“ Der Junge und die Näherin für S. Wenn ich lachedenke ich an dichNäherin du stehst am Flussund tränkst die Tücherwäschst mit Brunnenwasserfärbst mit Indigo ein Die Näherin mit den weißen Augenkalt und Mundrund wie eine Blume verführerisch und ichschmelzend als Vanilleeiskugelunter dem Grashalm dahin dahin vor dir in die Knie„Der Junge und die Näherin“ weiterlesen

Linda – Die Suche nach Nähe

Stefan Eckelbacher für #kkl15 „Nähe“ Linda – Die Suche nach Nähe Linda war ein junges Mädchen. Sie ging noch zur Schule. Unterstufe, Sportgymnasium. In der Pause hatte sie früher immer mit ihren Freunden getratscht, ihre Jause geteilt und sich über die Naturwissenschaftler lustig gemacht. Die bewegten sich so eigenartig und benutzten eine ganz andere Sprache.„Linda – Die Suche nach Nähe“ weiterlesen

Keine Kilometer im Herzen

Tanja Reif für #kkl15 „Nähe“ Keine Kilometer im Herzen Das Telefon läutet schon zum siebten Mal. Bei jedem Anderen hätte ich schon längst die rote Taste gedrückt. Doch hier. Bei diesem Anruf ist das etwas anderes. Wieder einmal und doch viel zu selten, rufe ich sie an. Meine Oma. Die einfach schon etwas länger zum„Keine Kilometer im Herzen“ weiterlesen

Blickwinkel

Karin Megla für #kkl15 „Nähe“ Blickwinkel Die wahre Liebe lässt erblinden, bringt Negatives zum Verschwinden. Den Weitblick für die klare Sicht behält man in der Nähe nicht, sieht nicht den Wald vor lauter Bäumen, verweilt in seinen Hoffnungsträumen. Es fehlt beim Mangel an Distanz der rechte Scharfsinn meistens ganz für Ecken, Kanten, Eigenheiten und Wesen„Blickwinkel“ weiterlesen

„ die Nähe “

Mustafa Celikel für #kkl15 „Nähe“ „ die Nähe “ Diese Ruhe in mir,diese Gedanken sind es wieder. Fernab von der Heimat,ein Wechselbad der Gefühle,stimmig ist es in deiner Nähe. Ein Spiegelbild erblickt mich,es wird mir warm ums Herz,alleine bin ich jedoch nicht. So sitze ich draußenwarte auf den Augenblick,es zieht mich in die Ferne. Nur„„ die Nähe ““ weiterlesen

Mein Blick…

Olivia Grove für #kkl15 „Nähe“ Mein Blick trinkt die Glitzerlichter, die den Marmor des Poolrandes säumen, während sich das surreale Abendglühen unnachgiebig über die Hotelanlage ausbreitet. Ein Räuspern. „Hier bist du. Ich hab dich beim Schnorchel-Cruise vermisst.“ Mein Herzschlag lässt den Stoff meines blütenweißen Kleides vibrieren. „Schau mich an, der Spa-Day hat meinen Sonnenbrand geheilt“,„Mein Blick…“ weiterlesen

Tanz, abflauend attraktiv

Jochen Stüsser-Simpson für #kkl15 „Nähe“ Tanz, abflauend attraktiv Dein ausgelassen wilder Tanz war anmutig auch elegant viel Glanz ganz ohne Firlefanz doch jetzt im Abstand-Niemandsland verliert er seine Resonanz nimmt die Entfernung überhand Entkernung folgt auf die Distanz der schöne Schein verblasst rasant Jochen Stüsser-Simpson liest und schreibt gerne. Über #kkl HIER

Ich bin mit dir verbunden

Theresia Plank-Zebinger für #kkl15 „Nähe“ Theresia Plank-Zebinger Malerin Über #kkl HIER

Parallaxe

Sylvia Kaleta für #kkl15 „Nähe“ Parallaxe Magischer Sternenstaub,hunderttausender Galaxien,Milliarden von Lichtjahren,Innigkeit leuchtender Sterne. Funkelndes Sternenkarussel,unverbundenes Fragment,verloren in unendlicher Distanz,berührten sich einst die Planeten. Helles Band der Milchstraße,drehst Du Dich schwerelos,in den unendlichen WeitenDeines Universums. Sylvia Kaleta, Jahrgang 1989, lebt und schreibt in der Nähe von Bremen. Seit ihrem 10. Lebensjahr verfasst sie bereits Kurzgeschichten und„Parallaxe“ weiterlesen

Nähe

Nadine Theobald für #kkl15 „Nähe“ Nähe Er geht hinaus, doch er ist noch nicht da, wo er hinwill. Er wirft die Tür hinter sich zu. Sie fällt mir einem lauten, ohrenbetäubenden Scheppern ins Schloss. Er drückt auf den Schlüssel, der sein Auto öffnet. Er öffnet die Fahrertür und setzt sich hinter das Lenkrad. „What the„Nähe“ weiterlesen

Zwiespalt

Alice Kärcher für #kkl15 „Nähe“ Zwiespalt Ich stehe ganz dicht vor mir selbst Nicht einmal mein Spiegelbild weiß so recht, was es wirklich von mir hält Sehe meine Reflexion vor mir Bin mir physisch so nah Und in Gedanken doch so fern Bemerke Ich habe zwei Gesichter Eines zeichnet dunkle Schatten auf meine Haut Das„Zwiespalt“ weiterlesen

Ich will mehr

Alex Froh für #kkl15 „Nähe“ Ich will mehr Das Verlangen nach dir meint nie zu ruhen. Jährlich quält es mich mehr und mehr bis meine Knie im zwecklosen Widerstand nachgeben und die Hitze der Begierde jeden Versuch standhaft zu bleiben schmelzen lassen. In Akzeptanz nicht gänzlich ohne dich sein zu können, gebe ich nach und„Ich will mehr“ weiterlesen

Nähe

Uta Biehl für #kkl15 „Nähe“ Nähe Also schreibe ich etwas über Nähe, eine weiblich warme, wenig Raum lassende oder ist sie doch männlich, mollig, was dem Raum auch zu schaffen macht? Auf jeden Fall notwendig, so wie Gas und Öl, das in Rohren fließt, vielleicht bald nicht mehr oder woanders her, weil doch Russland einen„Nähe“ weiterlesen

Auch ich

Angela Schwarz für #kkl15 „Nähe“ (Inspiriert durch Paul Celan; 2007) Auch ich Trinke heute Wein aus zwei Gläsern. Zum Dichter macht mich das noch lange nicht. Dem das zweite Glas bestimmt war, brach ich heute das Herz. Damals brachte er mir den Schmerz. Nun sind wir quasi quitt, wie man das so schön nennt –„Auch ich“ weiterlesen

Menschsein …

Dr. Andreas Lukas für #kkl15 „Nähe“ Menschsein … Ein Begriff, ein Dasein, ein Wert, eine Tugend, ein Schicksal, ein Wort, eine Befindlichkeit, ein Gefühl, eine selbstverständliche Haltung, oder gar eine leere Floskel? Als Mensch zum Menschsein geboren machen wir die ersten behüteten Schritte frei, unbeschwert und ohne Ahnung, welche Facetten das Menschsein haben kann, welche„Menschsein …“ weiterlesen

Nachtgefühl 2.0 

Eva Joan für #kkl15 „Nähe“ Nachtgefühl 2.0  ich fühle deine Nähewenn Mondlicht goldendurch kahle Äste irrtund alle Schwerealles Leidim Dunkel sich verliert tief  manchmalfrage ich michwo du bist …dann mit einemLächeln auf den Lippenfühle ichdu bist hierganz tiefin meinem Herzen Winterschlaf  in deinen Armenmein Gesicht an deinem Herzendeine Hände auf meiner Hautversteckt wiein einem warmen weichen„Nachtgefühl 2.0 „ weiterlesen

Hundewetter

André Hénocque für #kkl15 „Nähe“ Hundewetter Der Morgen war kalt und windig. Ihr Atem begleitete sie als Wolken, die kurz in der Luft verharrten bevor sie weggeweht wurden. Es war noch dunkel, denn nur wenige Lampen beleuchteten die Wege des Parks, der zu dieser Zeit menschenleer war. Genau das hatte sie gesucht. Jeden Tag kam„Hundewetter“ weiterlesen

Waldesruh und Baumstille

Ann Kristin Bartke für #kkl15 „Nähe“ Waldesruh und Baumstille Ein Pantungedicht Zeige das Sonnenaufgangsgedicht Stolziere durch  Baumstille Blick nach vorne, der Helligkeit entgegen Lichtfroh dir begegne Stolziere durch Baumstille Weltumarmerisch tanzt das Gemüt Lichtfroh dir begegne Böses vertreibe –  schattenstumm werde Weltumarmerisch tanzt das Gemüt Trage den werdenden Leib, warmbelebt Böses vertreibe – schattenstumm werde Glücksfremd„Waldesruh und Baumstille“ weiterlesen

Grenzen      

Nora Dubach für #kkl15 „Nähe“ Grenzen                                                   Gleich Ikarus trage ich meine Träume leichtsinnig auf weiten Schwingen das Herz schmilzt dahin wird weich wie Wachs es fängt Feuer zu nah an der Glut zu stark die Gefühle sie fliegen hoch hinauf  der Sonne entgegen voller Leidenschaft dunkel ist der Abgrund tief der Fall wirst du mir„Grenzen      „ weiterlesen

Das Streichkonzert

Wolfdietrich Jost für #kkl15 „Nähe“ Das Streichkonzert Gestern wurde in der Philharmonie ein Streichkonzert gegeben, das Streichkonzert mit dem Paukenschlag, ein Höhepunkt der diesjährigen Konzertsaison. Ich war in diesem Konzert, es war ein Musikerlebnis, das mich nachhaltig berührt hat. Noch nie haben mich Melodien so tief ergriffen. Ich fühlte mich gelöst, gleichsam schwebend und abgehoben„Das Streichkonzert“ weiterlesen

Zikadenhaut

I. J. Melodia für #kkl15 „Nähe“ Zikadenhaut Ich fühle mich nicht mehr im Wasser verwurzelt Mit meinen Händen grabe ich nach der Ader nach dem Harz deiner Rinde Lege ab, deine alte Zikadenhaut werde Morgentau, mein Atem Von der Laichzeit bis zum Schneetreiben 1985 in Padua (Italien) geboren, in Padua und im Schwarzwald aufgewachsen.Lebt seit„Zikadenhaut“ weiterlesen

Du

Petra Ewering für #kkl15 „Nähe“ Du Ich suche nach einem Grund, mein dummes Leben zu beenden. Doch wonach suche ich? Wie soll ich neu beginnen? Jetzt! Hier! Meine Gedanken, meine Gefühle, eingesperrt in meinem Körper. Ausgehungert! Mein Verlangen nach Geborgenheit, nach Lebenslust und Lebensfreude nimmt mir die Kraft, meinen inneren Koffer zu packen, um in„Du“ weiterlesen

Was wir sind

Nele Hanko für #kkl15 „Nähe“ Was wir sind Ich wollte dir nie nah sein Wollte nicht für dich da sein Das alles sollte ein Mal sein Jetzt bin ich ohne dich allein. Da sind keine Schmetterlinge in meinem Bauch Endlich keine Abhängigkeit, nur ein Hauch Von Glück oder so. Und ich glaub Wir strahlen hier„Was wir sind“ weiterlesen

Die Weinbergschnecke

Regine Irene Bauer für #kkl15 „Nähe“ Die Weinbergschnecke Des Regens angenehme Kühle vertreibt der Hitze dumpfe Schwüle. An des Gartenweges Rand zieht sich entlang ein silbern‘ Band. Helix pomatia denkt: „Ich muss mal wieder raus“. Gemächlich fährt sie ihre Fühler aus. Auf leisen Sohlen kriecht sie dahin; was führt sie wohl im Sinn? Die Hitze„Die Weinbergschnecke“ weiterlesen

NICHTDASEINNAHSEIN

Viola Adam für #kkl15 „Nähe“ NICHTDASEINNAHSEIN I S. wartete auf ihn. Sie war aus Nervosität viel zu früh und wusste jetzt nicht wohin mit ihrer Nervosität, wie sie da an der Straße mit ihrem Motorroller stand und nichts zu tun hatte, außer zu warten. Sie hielt Spannung oft schlecht aus. So konnte sie sich nicht„NICHTDASEINNAHSEIN“ weiterlesen

Von der Auferstehung verlorengegangener Nähe

Oliver Fahn für #kkl15 „Nähe“ Von der Auferstehung verlorengegangener Nähe Nach Professionalität aussehende Distanz will ich überwinden. Zu mir, zu meiner Umgebung. Ich muss mir abtrainieren, was ich selbst geschaffen habe. Einen Abstand, der sich zur Routine eingeschlichen hat. Frühmorgens am gedeckten Tisch merke ich die Beklemmung, sobald ich den Windhauch verschlafener Münder rieche. Jedem„Von der Auferstehung verlorengegangener Nähe“ weiterlesen

Nächstenliebe

Katharina Dobrick für #kkl15 „Nähe“ Nächstenliebe Aus dem Ursprung der eigenen Lebensfreude verbindet sie Menschen miteinander Liebe Naehe Nächstenliebe findet ihren Weg auch in die Auszeit Emotionen freuen sich über Herzen, die Liebe und Empathie weitergeben erfüllende  Seelenwelt Die Nähe in mir Wenn ich schreibe, bin ich mir sehr nahe. In meiner inneren Welt sind„Nächstenliebe“ weiterlesen

Nur Zentimeter von mir entfernt und doch unerreichbar

Mia-Marie Weindorf für #kkl15 „Nähe“ Nur Zentimeter von mir entfernt und doch unerreichbar Ich kenne diesen Blick. Voller Eindringlichkeit und Intensität. Voll Verständnis und Neugier. Kein anderes Paar Augen könnte mich auf diese Art ansehen, als wäre ich das Schönste auf der Welt. Als würde nichts zwischen uns stehen, jetzt nicht und auch morgen nicht.„Nur Zentimeter von mir entfernt und doch unerreichbar“ weiterlesen

In der Mitte dunkler Tage

Eva Wal für #kkl15 „Nähe“ In der Mitte dunkler Tage zünde ich eine Kerze an und lösche das elektrische Licht. Lege alle Schalter um, unterbreche den Strom und halte ihn an, den Strom der Kälte und Gleichgültigkeit, dass da draußen, in der Eiseskälte, eine Frau erfriert mit einem Kind im Bauch. Das ist weit weg.„In der Mitte dunkler Tage“ weiterlesen

Wir verstaubten

Vera N. Kozerchuk-Pisnyachevskaya für #kkl15 „Nähe“ Wir verstaubten– gewidmet an M.P. – Du gehst, ich dahinter.Gefährlich? Was ist das?Ich falle hinunter.Ist gut, auf dich ist Verlass. Meine Burg und mein Schild.Hier bin ich geborgen.Mein Mentor, mein Vorbild.Du kennst meine Sorgen. Gemeinsam gemachtUnd gemeinsam gewachsen.Ich hab immer gelacht,Du warst immer erwachsen. Wurdest älter und stummer.Ich blieb„Wir verstaubten“ weiterlesen

WIR KOMMEN GUT ALLEIN ZURECHT

Petra Kislinger für #kkl15 „Nähe“ FUNKEN Erinnern Sie sich an mich? Wir hatten Funken. # I remember and you know it Ich dachte, es wäre Liebe # But it was trouble Mir geht es doch gut Sie können ruhig schlafen Ich werde mir nicht die Pulsadern aufschneiden Dass ich nicht nach Indien gehe Obwohl meine„WIR KOMMEN GUT ALLEIN ZURECHT“ weiterlesen

Die Polster Sache

Mario Schemmerl für #kkl15 „Nähe“ Die Polster Sache Gestern wieder Armins Blick von der Seite, als wären wir uns neu. Die letzten Wochen leben wir ein Parallelleben. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Ich bin genau in dem Beruf, den ich machen will. Arbeite in dem Haus, in das ich wollte und trotzdem. Die„Die Polster Sache“ weiterlesen

Tonspuren

Isabel Neumerkel für #kkl15 „Nähe“ Tonspuren Auf dem Weg zu deiner Wolke hast du Spuren hinterlassen. Wellenhohe, tiefe Töne treiben durch die alten Gassen. Und ich warte jede Nacht bis das Rauschen leiser wird, bis das strenge Fensterglas deine Stimme zu mir lässt. Beide Augenlider fallen zu wie Anker tief ins Meer. Und im schwarzen„Tonspuren“ weiterlesen

Über die Liebe

Alexander Baranov für #kkl15 „Nähe“ Über die Liebe Ich wanderte über die Straßen dieser Welt. Einsam und suchend, rastlos. Ich fror und malte mir aus, wie ich einen Platz zum Aufwärmen finden werde. Wie dieser wohl sein würde? Vielleicht ein Haus? Etwas Uriges, ein Blockhaus? Oder etwas Kitschiges, mit vielen kleinen spitzen Türm-chen, die sich„Über die Liebe“ weiterlesen

auf wiedersehen…

Silja Nemetschek für #kkl15 „Nähe“ Silja Nemetschek, geboren 1975 in Oldenburg. Silja studierte  Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie an den Universitäten in Marburg, Münster, York (UK) und Hamburg. Aus Abenteuerlust sammelte sie Berufserfahrungen in verschiedenen Städten, u.a. in St. Peter-Ording, Bonn, Bietigheim-Bissingen und Nürnberg. Zurzeit wohnt sie wieder in ihrer Heimatstadt Oldenburg und arbeitet in Bremen.„auf wiedersehen…“ weiterlesen

aus der Haut

Monika Mayer-Pavlidis für #kkl15 „Nähe“ aus der Haut Haut abstreifen Hülle, die Empfindungen aufsaugt Poren im ständigen Sog als Verbindung nach innen unfiltriert weitergleitet Herz und Seele als Sammelstelle chaotischer Strudel bewegt das Äußere hält gefangen und eng abstreifen brächte Freiheit erlöstes Weitergehen atmen jungfräulich rein Prof. Monika Mayer-Pavlidis MAS Dipl. Ballettpädagogin/ Choreographin/ Tänzerin Geboren„aus der Haut“ weiterlesen

Oblivion

Jasmin Lincke für #kkl15 „Nähe“ Oblivion Ich dachte, es sei schmerzhaft, als du meinen Geburtstag vergessen hattest. Ich weiß noch, ich war wütend und es tat weh, aber es war okay. Denn schlussendlich konntest du mich überreden, ins Theater zu gehen, sodass wir einen der schönsten Abende in unserem Leben hatten. Ich dachte, es sei„Oblivion“ weiterlesen

Neben dir

Heidi Ehrnböck für #kkl15 „Nähe“ Neben dir was soll ich davon halten nichts ist mir schwer genug um fort zu sein mehr Auswahl und doch nichts auf dem Tisch was ich räumen muss ist nicht der Schnee zu viele Gefrierschränke in meiner Einfahrt bring mich um die Ecke ich bin zu müde um zu laufen„Neben dir“ weiterlesen

Nähe

Ute Bendfeldt für #kkl15 „Nähe“ Nähe Wir hatten sie einst ganz deutlich gespürt, es war das Wichtigste in unserem Leben. Wir haben uns einfach ständig berührt, und wollten uns Nähe geben. Doch die Zeit hat bewiesen, es ist schwer, Glück und Nähe zu halten. Wenn um einen herum nur Probleme sprießen, lässt uns das Leben„Nähe“ weiterlesen

In Liebe

Bettina Schneider für #kkl15 „Nähe“ In Liebe Erinnerungen umtosten ihn wie der Sturm, der vor dem Fenster wütete und den Regen in heftigen Schauern über die Stadt trieb. Die knotigen Hände fest um die Bleistift-Zeichnung geklammert, saß er in seinem verschlissen braunen Lieblingssessel. Seine Gedanken kamen und gingen wie die Sturmböen vor dem Fenster, zahllose„In Liebe“ weiterlesen

Paul und Gerda – Der Kuss

Birgit Sonnberger für #kkl „Nähe“ Paul und Gerda – Der Kuss Freitagmorgen in der Grünen Siedlung, Hausnummer 83 rechtes Hochparterre, nach vorne raus. Hier wohnen Gerda und ich schon seit über 50 Jahren. Wir sind wie jeden Morgen am Ende des Frühstücks beim zweiten Kaffee und der Tageszeitung angelangt.  „Du hast mich schon lange nicht„Paul und Gerda – Der Kuss“ weiterlesen

Endlich

Miklos Muhi für #kkl15 „Nähe“ Endlich Endlich, endlich, endlich! Wieder in Deiner Nähe, Das Warten war nicht vergeblich, Deine Schönheit blendet – Ich sehe nur, wenn ich Dich sehe. Vermisst habe ich Dich, Es tat schon sehr weh Niemand wusste das nur ich, Was für eine Qual ist, Wenn ich Dich so lange nicht seh‘.„Endlich“ weiterlesen

Flussnähe

Susanne Wirtz für #kkl15 „Nähe“ Flussnähe An einem Februartag nehme ich die kleine Porzellandose mit deiner Asche aus der Wohnzimmervitrine und fahre an die Erft. Ich gehe an die „Zimmerchenbrücke“, die seit einiger Zeit wegen Baufälligkeit gesperrt ist. Zu ihr gehört das Schwarz-Weiß-Foto, das mich als Vierjährige zeigt. Mit flatterndem Kopftuch, Rock, Strumpfhose und „Klubjacke“„Flussnähe“ weiterlesen

M O N   A M O U R

Daniel Mylow für #kkl15 für „Nähe“ M O N   A M O U R Die Fliege verharrte regungslos auf der Ablage vor der Frontscheibe. Ihr schwärzlich-blasses Spiegelbild zerstob in einem plötzlichen Schwall von Wasser und Lauge. Ein Wink, ein Ruck. Von unsichtbarerer Kraft geschnürt bewegte sich das Fahrzeug in den gläsernen Tunnel. Dreieinhalb Minuten Spülgang„M O N   A M O U R“ weiterlesen

offene fenster

Mia Kufner für #kkl15 „Nähe“ offene fenster Die Drogen haben dich aufgefressen. Von innen, nur dein Herz ist noch unberührt. Du hast mich nie da reingelassen. Doch dein Blick berührt mich, jedes Mal. Wie eine meterhohe Welle aus salzigem Wasser stürzt du dich über mich und wir sollen doch nicht so viel Salz zu uns„offene fenster“ weiterlesen

Nähe

Birgit Nipkau für #kkl15 „Nähe“ Nähe Deine Wimper in meinem Auge bricht meinen Blick Dein Herzschlag in meiner Brust bricht meinen Atem Dein Wort In meinem Mund bricht mein Schweigen Birgit Nipkau „Ich bin als Autorin und als Dozentin für Kreatives Schreiben tätig.“ http://www.poetikhaus.de Über #kkl HIER

Es ist schon alles da…

Astrid Hammerthaler für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Es ist schon alles da… und dennoch diese Leere.   (für Susani und andere) Astrid Hammerthaler, geboren in Wasserburg am Inn, lebhaft in München, schreibt und ist als Fotografin tätig. Zuletzt Veröffentlichungen im „HALLER 18 – Weihnachten“ und bei #kkl. Sie ist Sozialpädagogin und Arbeit am„Es ist schon alles da…“ weiterlesen

Was suchst du denn?

Helga Murphy für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Was suchst du denn? Die dunkle Tür des fremden Zimmers bleibt auch nach panischem Rütteln fest verschlossen. Keine Fenster, kein Lüftungsschacht, nur die erdrückende Fremde der dunklen Kammer. Irgendwo muss ein Schlüssel sein. Jede Tür hat einen Schlüssel. Hektisch durchwühle ich eine hölzerne Kommode mit Kleidung.„Was suchst du denn?“ weiterlesen

Nähe (wieder)finden – Aus der Redaktion

Kunst spiegelt, bewegt und setzt Ursachen. An manchen Tagen tritt mehr der Spiegel in den Vordergrund, wir indentifizieren uns mit dem Geschehen, gewinnen mehr und weniger Erkenntnisse. Häufig sind wir bewegt, lassen unseren Empfindungen in alle Lebensrichtungen freien Lauf. Zu anderen Zeiten setzen wir bewusst oder unbewusst Ursachen, sind also die Bewegenden der Gegebenheiten. Wir„Nähe (wieder)finden – Aus der Redaktion“ weiterlesen

Es ist alles da

Lillia Stys für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Es ist alles da Ich habe eine Zeitkapsel gebaut. Alle Dinge, die ich dieses Jahr mitgeschleppt habe und nicht müde davon wurde. In einem Anfall von Wut habe ich alles in eine mühevoll bemalte Box gestopft. Das Klimpern der grünen Perlen, die dir so gutstehen, eine„Es ist alles da“ weiterlesen

Berufung

Katharina Marija für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Berufung Sie strich erneut über den glatten Stoff ihres Businesskostüm. Ihr Atem ging schnell, während sie auf die Uhr sah, die in dem kleinen Raum hing. Das Ticken hallte durch ihren ganzen Körper bis auf ihre Knochen und brachte sie zum Zittern. Ihr rechter Fuß in„Berufung“ weiterlesen

Geistermonolog

Sarah Salbaum für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Geistermonolog Bin alt. Mein Mindesthaltbarkeitsdatum ist schon längst abgelaufen. Nicht erst seit ein paar Tagen, auch nicht vor einem Jahr, sondern vor Jahrhunderten. Wäre der Kuchen des Lebens noch genießbar, wäre ich nicht hier und würde mich bemitleiden. Ich weiß gar nicht das Datum oder den„Geistermonolog“ weiterlesen

Internität

Gerald Marten für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Internität Es ist schon alles da? Dann muss ich nicht mehr hin, denkt mein Text und relaxed, entschwindet meinem Sinn Gerald Marten wurde 1955 in Oldenburg/Holstein geboren, wo er seit 2013 nach seinen Kieler Zeiten (1976/77 und 1979-2012) wieder lebt. Veröffentlicht seit 2001. Bislang einen Roman,„Internität“ weiterlesen

hier und jetzt immer

Jens Faber-Neuling für #kkl14 „Es ist schon alles da“ hier und jetzt immer achte auf das was ist jetzt und hier und immer lasse zu das öffnen der herzen und augen nach innen und tiefer mit dem außen und dem höher verankert im selbst der Seele wenn das sein tanzt mit den entsprechungen übertönt alles„hier und jetzt immer“ weiterlesen

Das Innenleben einer Geschichte

René Oberholzer für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Das Innenleben einer Geschichte Da gibt es BuchstabenDie sich zu Wörtern verbindenDie sich wiederum zu einer Geschichte verbinden Da gibt es Leerräume zwischen den ZeilenDie gefüllt werden durch GedankenDie sich wiederum mit Gefühlen verbinden Da gibt es Protagonisten wie dich und michDie sich zu einer grossen„Das Innenleben einer Geschichte“ weiterlesen

RAPsody

Saza Schröder für #kkl14 „Es ist schon alles da“ RAPsody Wir sind gerade wir sind krumm gescheit sind wir und elend dumm wir sind feige haben Mut schlecht sind wir und eklig gut wir haben Gurus Therapeuten verkehrn mit ganz normalen Leuten wir sind sensibel wir sind bieder und wir trampeln alles nieder wir sind„RAPsody“ weiterlesen

Selbstfindung

Finn Lorenzen für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Selbstfindung In der Sucht nach Suche flucht Wer wuchtig seines Gleichen sucht. Fruchtlos bleibt, was oft versucht, Von Imagesucht bis Egoflucht. Am Ende bin ich Mensch Und war es längst. Klassische Ausreden Wenn ich doch nur die Hände hätte Um Müll aus eurem Teich zu fischen…„Selbstfindung“ weiterlesen

Alles Gute

Tabea Gottmann für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Alles Gute Happy Birthday. Endlich 35. Man reiche mir den goldenen Löffel! Für goldenes Besteck hat es leider nicht gereicht. Stattdessen DRAGON von IKEA. Das Besteck ist seit 30 Jahren ein fester Bestandteil des Sortiments und bewährt sich auch in unserem Haushalt. Robuste Qualität, zeitloses Design.„Alles Gute“ weiterlesen

DIE   ZEIT

Bettina Engel-Wehner für #kkl14 „Es ist schon alles da“ DIE   ZEIT ZEIT läuft niemals fort. WIR vermuten sie stets an einem anderen Ort. ÜBERALL nur nicht im Jetzt und Hier. ZEIT ist immer da. WIR werden ihr meist nur zu spät gewahr. Es fehlt doch nichts … Es fehlt uns nicht an Worten an Sprache„DIE   ZEIT“ weiterlesen

Kennst du das Land, das innere?

Martin A. Völker für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Kennst du das Land, das innere? Hast du dich jemals gefragt, was da sein muss, damit du dein Dasein fühlen kannst? Du findest immer eine Begründung, um dir alle möglichen Äußerlichkeiten zu beschaffen. Je entlegener, desto besser. Kannst du dich in diesen Äußerlichkeiten fühlen? Dich„Kennst du das Land, das innere?“ weiterlesen

Das kleine Glück

Sylvia Kaleta für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Das kleine GlückLina öffnete ihre Augen und griff instinktiv nach ihrem Smartphone. Gedankenverloren scrollte sie durch ihren Instagram-Account, so wie sie es jeden Morgen tat. Lina legte sich auf die Seite und spürte die weiche Matratze unter ihrer Schulter, während ihre Finger flink über die Tasten„Das kleine Glück“ weiterlesen

was alles da ist

Jutta v. Ochsenstein für #kkl14 „Es ist schon alles da“ was alles da ist wir trinken von deinem Wasser Fisch: dich nährt das Licht dein stilles Singen fordert zum Tanz vielleicht ist noch Zeit wir trinken von deinem Feuer Vulkan: dich nährt der Stein dein brennendes Sterben mahnt uns zur Feier vielleicht ist noch Zeit„was alles da ist“ weiterlesen

Wartende Schlüssel

Romina Lutzebäck für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Wartende Schlüssel Verschließt du deine Kammer,in der Keime des Nochnichtgetanen warten,stumm einfordernd dein Wasserals Lab für die Sterne,zu gebären Idee, Lied oder Meditation,so wächst an dir ein Schlüssel der Ungeduld. Wechselt dieser seine Trauben,Farben und Melodien,so mahnt dich das Wort,fordert auf dich zu treiben,zu begeistern im„Wartende Schlüssel“ weiterlesen

Die Suche  

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl14 ‚Es ist schon alles da‘ Die Suche   Spätabends, unerwartet ein Anruf. Die Stimme an deinem Ohr ist undeutlich, stockend, schleppend. Deine Tante. Offensichtlich betrunken. Du sollst zu ihr kommen, jetzt gleich, es sei dringend. Du machst dich sofort auf den Weg zu ihr. Deine Gründe: Pflichtbewusstsein. Sorge um sie. Vage Schuldgefühle.„Die Suche  „ weiterlesen

Es ist kalt um diese Zeit

Stephan Tikatsch für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Es ist kalt um diese Zeit Alle Zwerge sind Zwerge hoch zwei – zwei null Mich ruft kein Fünfzehnjähriger ruhmbetrunken an Und staunt, dass er doch nicht Gärtner wird Und das am anderen Ende der Leitung. Ja, ich liege im Bett und hab die Socken an„Es ist kalt um diese Zeit“ weiterlesen

Die Retter

Lia Violisti für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Die Retter Ari lässt mich nicht in Ruhe. Kann er auch nicht, wenn ich jetzt nicht aufstehe, komme ich zu spät zur Arbeit und handle mir wieder Ärger ein. Also nervt Ari so lange weiter, bis ich nachgebe und aus dem Bett rolle. Das is sein„Die Retter“ weiterlesen

Ausblicke

Martine Betz für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Ausblicke Durch dreckige Fenster sehe ich nur grauen Dunst. Allein zwischen Menschen. Das monotone Drippeln der Wassertropfen von meiner Zimmerdecke ist zu einem lauten Donnergrollen angeschwollen, jedes Mal, wenn einer in den dunkelblauen Plastikputzeimer prasselt, den ich auf meinem einzigen Badetuch, ein mittlerweile fleckiger rauer Lappen,„Ausblicke“ weiterlesen

Der Fluss an Büchern

Rada Rank für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Der Fluss an Büchern In meinem Kinderzimmer steht neuerdings ein kleiner Tisch. Ich benutze ihn als Schreibtisch. Da seine Platte aus in lockeren Abständen verschraubten Latten besteht, gestaltet sich das Schreiben auf dem neuen Schreibtisch schwierig. Aber, und das ist das wichtigste, es ist nicht unmöglich.„Der Fluss an Büchern“ weiterlesen

Solitär

Deborah Klein für #kkl14 „Es ist schon alles da“            Solitär Die Patience geht nicht auf. Ich klappe den Laptop zu. Mir tun schon die Augen weh. Das waren bestimmt zwanzig Spiele. Vor acht Uhr morgens. Nicht gut für die Augen. Und überhaupt. Ich klappe ihn wieder auf. Die nächste passt. Unter vier Minuten. Keine Kunst,„Solitär“ weiterlesen

Das Labyrinth

Susanne Rzymbowski für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Das Labyrinth Bretterwände errichten deinen Irrgartenund gaukeln Dir virtuelle Wegfluchtenim geschlossenen Raumunendlicher Korridoreaus täuschenden SpiegelnGeschickt die Anordnungder Sperren aus GrundrasternSchon alles daSchon alles daim Blickfeld der irrigen Leichtfüßigkeitdeines Selbstbildnissesdas sich entwirftaus Lichtstrahlen in gleichen WinkelnSchon alles daGanz glatt die Fläche der eigenen Personweder gesucht noch gefundenAlles„Das Labyrinth“ weiterlesen

stille post

Mandy Susann Buchholz für #kkl14 „Es ist schon alles da“ stille post es ist ja alles schon beschrieben umwunden gesagt doch jetzt da die forsythie wieder blüht in den schrebergärten am bahndamm vor dem edeka briefschreiberin in gelb haben wir es doch wieder getan, vermeer!! magie mehr als die illusion des wohlversteckten z.b. im inneren„stille post“ weiterlesen

Foto

Ingeborg Henrichs für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Foto Da lacht mich jemand an, aus einem Foto heraus. Jahrzehntelang habe ich dem keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Es ist meine Vorfahrin, die Großmutter, meine Oma, die immer mal wieder zum Heiligen Antonius in die Dorfkirche ging, vor seiner Statue betete und der dabei auch Gedichte„Foto“ weiterlesen

Lieblingsmensch

Sarah-Marie Stumpf für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Lieblingsmensch Was sehen wir, wenn wir uns selbst betrachten? Was halten wir für nötig, um uns gut zu fühlen? Und wo können wir suchen, um es zu finden? Es ist früher Morgen, als sie ihre Augen langsam öffnet. Gähnend nach dem Grund suchend, wegen dem sie„Lieblingsmensch“ weiterlesen

Kreativität

LiMa Kormann für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Kreativität Rot, gelb, grün und blau So viele Farben? Das passt genau. Wofür denn? Ich male ein Landschaftsbild. Bist du neugierig, Sven! Sorry, aber ich bewundere dein Talent. So etwas kannst du auch! Ein Farbkasten kostet doch nur ein paar Cent. Aber sieht es bei mir„Kreativität“ weiterlesen

Die Beförderung

Y. R. Lill für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Die Beförderung Endlich war es so weit. Zwei Jahre lang hatte sie beinahe jeden Tag Überstunden geschoben, sogar an Wochenenden freiwillig die mediale Repräsentation des Konzerns übernommen. Mit nur vierundzwanzig Jahren würde sie nun die jüngste Sektionsleiterin der Firma werden. Mit der Beförderung bekam sie„Die Beförderung“ weiterlesen

Es ist schon alles da

Katharina Hudel für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Es ist schon alles da Kommt an den Tisch und genießt den WeinEs ist schon alles da.Bereitet den Weg , ein Rufer in der WüsteEs ist schon alles da.Ich gehe mit euch und es brennt das HerzEs ist schon alles da.Tut zum Gedächtnis, so denkt doch„Es ist schon alles da“ weiterlesen

Blumenmädchen

Rosalie Weichenberger für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Blumenmädchen Der Wind trägt Melodien durch den Garten. Trifft die steinerne Mauer, die eine Welt einzufangen versucht, schubst das gusseiserne Gartentor an und lässt es seufzen, streicht behutsam über gelbe, rote , blaue Blütenblätter, küsst das Gras, stiehlt hier und da ein Blütenblatt und singt schließlich„Blumenmädchen“ weiterlesen

Lebens-Wetter

Hellmut Bölling für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Ich weiß nun, dass mir nichts gehört, dass ich letztlich kaum „selbst“ etwas entscheide- dass ich nur Teil eines Ganzen bin. Gedanken ziehen wie Wolken vorbei – Manche machen in dem Halt, was ich erzogen worden bin, mein ICH zu nennen.  Mit Dankbarkeit und innerem Frieden„Lebens-Wetter“ weiterlesen

Es ist schon alles da

Matthias Ascher für #kkl „Es ist schon alles da“ Es ist schon alles da Doch vieles wird noch kommen Noch nie alles da war Nichts ist vollkommen Wenn alles da ist Ein jeder schnell vergisst: Nichts ist selbstverständlich Alles braucht seine Zeit Von Nichts bis Unendlich Das bringt uns Vollkommenheit Der spät berufende Autor und„Es ist schon alles da“ weiterlesen

heute waren sie alle da:

Thomas Steiner für #kkl14 „Es ist schon alles da“ heute waren sie alle da: die ganzen spatzen, die meisen die amseln, die tauben, der eine fink, die elstern, die stare und die krähen. die krähen sitzen auf den bäumen und sehen alles, auch mich. nicht immer sind alle da, aber heute hat keiner gefehlt. über„heute waren sie alle da:“ weiterlesen

All die Stürme

Olivia Grove für #kkl14 „Es ist schon alles da“ All die Stürme du trägst mein Weinen sanft in deinen Armen ich trage deine Last gemeinsam mit dir ich halte dich aus all die Stürme die in dir toben und wir beide halten uns für immer so ist das wenn Seelen sich berühren du vertraust mir und ich vertraue dir„All die Stürme“ weiterlesen

Wann wird es sein

Friederike Weichselbaumer für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Wann wird es sein, dass dem Feuer dieser Zeit die Flamme ausgeht? Das Feuer, das schmerzt und brennt, das Feuer, das keine Wärme schenkt. Wann wird es sein? Wann wird es sein, dass dieses Feuer der Zeit erstickt, weil es keine Macht der Zerstörung mehr gibt,„Wann wird es sein“ weiterlesen

Die Flucht 

Sandra Walter für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Die Flucht  „Es ist schon alles da.“ Wie immer. Wunderbar. Doch es wird innerlich immer schlimmer. Meine hohen Schuhe, mein Anzug, sind für mich langsam wie ein Spuk und ich gefangen in einer Truhe. Arbeit, den ganzen Tag. Das habe ich von meinem Leben. Keine Freizeit„Die Flucht „ weiterlesen

Schmetterlingsbrücke

Theresia Plank-Zebinger für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Theresia Plank-Zebinger, Malerin. Über #kkl HIER

Ein Märchen

Andreas Roß für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Ein Märchen In einer Zeit kurz vor dem Jetzt, lag unweit dem Hier ein wunderschönes Land. Dort herrschte vollständige Harmonie. Selbst die Naturgewalten taten alles in ihrer Macht stehende, um das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Es regnete lediglich, wenn es notwendig war, ansonsten„Ein Märchen“ weiterlesen

Der Sommer lässt

Jannik Richter für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Der Sommer lässt dich Kleider tragen es ist schon alles da. Jannik Richter wurde 1994 in München geboren, wo der Autor auch heute lebt und arbeitet. 2018 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband „Ungestüme Dreistigkeiten“ bei Kalliope Paperbacks. Im Internet ist der Autor unter dem Pseudonym „Richter„Der Sommer lässt“ weiterlesen

Von der Suche nach Erlösung

ELIAS BAAR für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Von der Suche nach Erlösung Enrico hatte sich umgebracht, während Harry zu Hause auf ihn wartete. Er versuchte, nicht mehr so oft daran zu denken, doch wenn er seine Augen schloss, sah er noch immer ihn, ist er wieder zurück in Wien, vor so vielen Jahren,„Von der Suche nach Erlösung“ weiterlesen

Sehen

Thao Nguyen für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Sehen Sie sagen, sie wollen mehr sehen. Mehr vom Leben, mehr vom Glück. Höher hinaus und weiter voran. Sie wollen es sehen. Das, was sie träumen. Und sie sehen die Lücken. Das, was fehlt und das, was nicht ist. Nicht genug und immer mehr. Denn Sie„Sehen“ weiterlesen

Bewegter Stillstand

Oliver Fahn für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Bewegter Stillstand Ich sitze da und tippe. Während meine Finger flink über Tasten fliegen, bin ich ganz bei mir. In stundenlanger Zeitlosigkeit segle ich auf meinem Gedankentörn. Über Insellandschaften aus Abschottung gleite ich dahin. Es ist der beständige Takt meiner Fingerspitzen, der Einfälle mit Seelenregungen synchronisiert.„Bewegter Stillstand“ weiterlesen

Es ist schon alles da

Vanessa Boecking für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Es ist schon alles da und doch scheint nicht zu reichen was bereits vorhanden in Hülle und Fülle. Am Anfang befanden sich Eva und Adam im Paradies. Sie hätten alles haben können. Es war alles vorhanden und doch reichte es nicht. Wie jedem bekannt ist, ließ„Es ist schon alles da“ weiterlesen

Der Pfad

Heike Roloff für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Der Pfad Als einsamer Wanderer folgst du dem Pfad, den du selbst in Weisheit gebahnt hast – den eigenen Spuren folgend. Was dich umgibt, hast du dir erschaffen zur Hilfe und zur Freude – in tiefem Mitgefühl angesichts des Leidens in der Welt. Alles ein Herz,„Der Pfad“ weiterlesen

Jene die bleiben

Thorben Galinski für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Jene die bleiben Wo der Frieden ist, da möchte er auch gerne bleiben. Er ist ein harmloser Zeitgenosse, anspruchslos, gemütlich und genügsam. Ein gern gesehener Dauergast und Nachbar oder Mitbewohner. Er ist tolerant und vertritt die Meinung, jeder solle so sein dürfen, wie er sein will.„Jene die bleiben“ weiterlesen

Es ist soweit.

Benjamin Lapp für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Es ist soweit. Es ist soweit, dass sich der winterliche Vorhang erhebt und ein bewegend neues Schauspiel des frohlockend aufspielenden Frühlings uns jauchzend aus den schwermütigen Sesseln reißt, um lauthals zu jubilieren welch erhabende Kunst das Leben ist. Benjamin Lapp Lyriker seit 2019 Veröffentlichungen in mehreren„Es ist soweit.“ weiterlesen

Das alte Haus

Renate Maria Riehemann für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Das alte Haus Hitze flimmert auf dem Asphalt. Ein Auto kommt näher, biegt vor der Kreuzung ab, die ein Mann soeben überquert. Dann ist es wieder still. Er geht auf ein kleines Fachwerkhaus zu. Eine Weile verharrt er auf dem Bürgersteig davor, dann tritt er„Das alte Haus“ weiterlesen

Venusjahr für Fische

Eileen Mätzold für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Venusjahr für Fische Nach Werner Heiduczeck „Tod am Meer“ und dem gleichnamigen Roman von Nils Müller Ich habe nicht gewusst, wie sehr ich leben möchte Hauptsache niemand merkt etwaswie sich der Traumnur für eine Nacht – usw. ich schwimme wie der Tag zur Nacht kommtschwimme ichals„Venusjahr für Fische“ weiterlesen

Der Astrologe – eine gänzlich unwahre Geschichte

Jürgen G.H. Hoppmann für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Auszug aus:  Der Astrologe – eine gänzlich unwahre Geschichte Jürgen Hoppmann, 2021 tredition Hamburg, ISBN 978-3-347-50123-2 Dresden 17:00 Neptunbrunnen Am Hohenthalplatz wird gefeiert. Mit großem Trara schwenkt ein grün bemalter Betreuer seinen Dreizack. Laut ruft er Kinder auf, die wild kreischend davonrennen. Seine Häscher, wilde„Der Astrologe – eine gänzlich unwahre Geschichte“ weiterlesen

Zufriedenheit

Julia Kohlbach für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Zufriedenheit Eine spitzen Karriere, das neueste Auto und ein eigenes Haus, all’ das hat der junge Mann namens Klaus. Ein Ehering aus purem Gold und ein Kind was wohl bald folgt. Handtaschen von Gucci und Chanel kauft er seiner Frau, aber das interessiert doch keine Sau.„Zufriedenheit“ weiterlesen

die dohlen ziehen

Jenny Schon für #kkl14 „Es ist schon alles da“ die dohlen ziehen es wird sein wie jedes jahr die brunnen werden abgedeckt das gras wird blass und eine feine rauschicht bestäubt die gefallenen blätter die dohlen ziehen westwärts eine nebelkrähe schlägt den tauberich der mich früh weckte mit seinem liebesgegurre es wird sein wie immer„die dohlen ziehen“ weiterlesen

da und weg

Gerd Meyer-Anaya für #kkl14 „Es ist schon alles da.“ da und weg es ist schon alles da wir brauchen gar nichts mehr doch fühlen wir uns meist trotzdem ziemlich leer und das fällt uns nicht schwer es ist schon alles da genug im übermaß und was uns verboten ist macht uns besonders spaß da geben„da und weg“ weiterlesen

Gedanken

André Szabó-Wendt für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Gedanken Irgendwo steht alles schon geschrieben. Ich brauche es nur zu nehmen, denn es ist schon da. Ich brauche es mir nicht erst auszudenken, sondern kann es gleich benutzen. Für alles Mögliche. Und für alles Unmögliche. Für Zeitungen. Für Glückwünsche. Zum Füße waschen. Zum Laub harken.„Gedanken“ weiterlesen

KOPFLASTIG

Celeste Draven für #kkl14 „Es ist schon alles das“ KOPFLASTIG In meinem Kopf hämmert und dröhnt es. Alles um mich herum verschwimmt. Es dreht und wackelt. Meine Sinne spielen verrückt. Die Erschöpfung breitet sich aus Irgendwas stimmt hier nicht… Doch will der Geist nicht müde sein. „Nein Körper, ich verbiete es Dir, Dich auszuruhen“ Einen„KOPFLASTIG“ weiterlesen

Einfache Rechnung mit Folgen

Friederike Weichselbaumer für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Einfache Rechnung mit Folgen Hass + Hass = Krieg Liebe + Liebe = Heil und Liebe Hoffnung + Hoffnung = Hoffnung über Hoffnung Glaube + Hoffnung + Liebe =  Heil und Frieden Friederike Weichselbaumer Wikepedia https://friederikessprachbruecken.wordpress.com/ Über #kkl HIER

Meine Geliebte

Mustafa Celikel für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Meine Geliebte, Meine Geliebte, Ich habe mich verloren im Wald alleine, im Wandel des alltäglichen, Sehnsucht und Liebe, auch eine sehr schöne Vertrautheit ist vorhanden im Wandel der Zeit. Die Zeit bringt uns zum großen Glück der Liebe.  Du hast dich verloren, obwohl ich dir leise„Meine Geliebte“ weiterlesen

Das Schneckenhaus

Anne Eicken für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Das Schneckenhaus Sie sitzt auf der Bettkante, blasses Mondlicht dringt durch den Spalt des Vorhangs und legt eine feine, weiße Spur durch das Zimmer und auf das Gesicht des Kindes. Sie betrachtet seine geschlossenen Lider, die Augen dahinter unruhig, auf der Suche nach einem Traum. Die„Das Schneckenhaus“ weiterlesen

Samenkorn

Regine Irene Bauer für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Samenkorn Samenkorn im Erdenmantel wartet auf den großen Wandel weiß schon was es werden soll alle Speicher übervoll alles ist schon da mächtig wirken Lebenskräfte Sonnenstrahl weckt Knospensäfte zartes Grün die Dunkelheit durchbricht entfaltet sich zum Licht Regine Irene Bauer, geb. 1946 in Schorndorf/BW. Nachdem„Samenkorn“ weiterlesen

„Ein Leben lang“

Tom Holterhus für #kkl14 „Es ist schon alles da“ „Ein Leben lang“ Ich wartete auf dem Parkplatz des Internats und betrachtete, wie die Sonne von den Fenstern des grauen Backsteingebäudes reflektiert wurde. Es war schon fast ein Jahr her, dass ich Harry zum letzten Mal gesehen hatte. So lange waren wir noch nie voneinander getrennt„„Ein Leben lang““ weiterlesen

Die andere Welt

Michael Metzger für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Die andere Welt Es ist schon alles da, nichts fehlt mehr. Kein Begehren, aus der Leere, das nur weitere Abhängigkeit gebiert. Stattdessen Geist, Glückes gewahr, weit wie ein Weltmeer, der sich nicht in vagen Vorstellungen und bedrängenden Begierden zwanghaft verliert. Ein Zustand, von Mystikern lieblich beschrieben,„Die andere Welt“ weiterlesen

Verloren im Wartezimmer

Tabea Neu für #kkl14 „Es ist schon alles da“ Verloren im Wartezimmer „Ha! Erwischt.“ Trotz des belustigten Untertons in deiner Stimme zucke ich bei diesen Worten kurz zusammen. „Du sitzt gemütlich in deinem Sessel, dein Laptop auf dem Schoß und suchst gelangweilt nach der nächsten Serie, die du gucken könntest. Übrigens nicht meine Schuld, meine„Verloren im Wartezimmer“ weiterlesen

Die zwei Königinnen

Cornelia Koepsell für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Die zwei Königinnen Es war einmal in einer Zeit vor unserer Zeit, da herrschten zwei Königinnen über das Land. Die eine nannte sich Kunigunde oder  „Königin des Chaos“. In ihrem Schloss stapelten sich Papiere, Bücher, Zeitungen, Unterlagen, Lohnsteueranmeldungen, Disketten, Kleider, Teller, Unterhosen und -tassen über- und untereinander. Da„Die zwei Königinnen“ weiterlesen

Schicksalsgemeinschaft

René Oberholzer für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Schicksalsgemeinschaft Dieses Gedicht ist ein ComicSpielt in einer Küche Eine Frau löst KreuzworträtselEin Mann liest die Zeitung Dieses Gedicht ist ein ComicIn Schwarz und Weiss Die Frau schaut zur UhrDer Mann gähnt Dieses Gedicht ist ein ComicOhne Sprechblasen Die Frau schaut in den OfenDer Mann blättert um Dieses„Schicksalsgemeinschaft“ weiterlesen

Es ist angerichtet! – Aus der Redaktion

Es ist angerichtet! Jetzt ist der Ausgangspunkt für alle Richtungen, Eventualitäten werden ausgelotet und so gleiten oder stolpern wir vom Jetzt in eine selbstgewählte Zukunft, ein Wandlungsprozess, wie gehabt und schon immer gewesen. Entweder ein Kopfüber ins Herz oder herzlos in den Kopf, in den Verstand des Wahns der Optimierung. „Das Bessere ist der Feind„Es ist angerichtet! – Aus der Redaktion“ weiterlesen

Blickwinkel

Gerald Marten für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Blickwinkel Es kommt darauf an. Blickt man über den Tellerrand hinaus in die grenzenlose Weite der Aussenwelt oder blickt man von dort hinein in die Begrenztheit der Innenwelt des Tellers. Blicken die Bratkartoffeln auf dem Teller über den Tellerrand hinaus auf die reich gedeckte Tafel des Daseins oder„Blickwinkel“ weiterlesen

Die Berührung

Ingeborg Henrichs für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Stopp Zwischen Tag und TraumDiesem ganz besonderen RaumFließe ich mit im Atemzug der ZeitMeine Hand streift die EwigkeitAlles soll gleichzeitigFließen und bleibenNichts entschwindenMich mit allem verbindenIn diesen tiefen blauen WeitenDer unergründlichen Unendlichkeiten StoppWecker klingelt. Türen schlagen. Hund bellt.Verlasse die EwigkeitKurz nach Sechsuhrfünfzehn Ingeborg Henrichs, zuhause in Ostwestfalen, verfasst„Die Berührung“ weiterlesen

Quelle

DoubleYEaSI für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Quelle Wer sagt, das es nicht gut ist, wenn du es nicht bist? Wer hat das Recht? Schließlich, sind deine Gefühle echt. Du kannst entscheiden, musst dich nicht verkleiden, oder gar verstellen. Es sind, deine geistigen Quellen. Also noch einmal! Dein Kanal, deine Wahl, auch deine Qual. Du bist„Quelle“ weiterlesen

Tellerranderscheinungen

Susanne Sommer für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Tellerranderscheinungen lege meine Handan den Tellerrandmeinen Blick darüber könnten wiralle irgendwieder Sonne entgegensehennicht? und dehnenunsere Gedankenschraubenin Weitsichtigkeit lege meine Handunter meinen Verstandhalte ihn, hege ihnnehme ihm die Angst wie Sonnenscheindarf alles seinauch Blendungen zuletztaußer Rand und Band Randerscheinungensind wirTeller hin oder hernicht? Susanne Sommer, geboren 1982 und aufgewachsen„Tellerranderscheinungen“ weiterlesen

Fantastisch die Welten

Susanne Rzymbowski für #kkl13 §Über den Tellerrand“ Fantastisch die Welten im Fluss der Gedanken als Rauschen von Raum und Zeit in der Bewegung wie Flügel die keine Grenzen im Auf und Ab der Kausalitäten als Bindung von Vielfalt Oh du Aufschwung aus Nichts gleichst  einer Windbö denn gelebt ist das Leben unmittelbar und zugleich Ist„Fantastisch die Welten“ weiterlesen

Tellerrand

Marlis Neuner-Boij für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Tellerrand Schau über deinen Tellerrand und baue nicht auf losen Sand Geh mit festem Schritt voran agiere einfach und spontan Erweitere dein Wissen handle ohne schlechtes Gewissen Lass dich inspirieren und neue Lösungen kreieren Sei kreativ im Spiel verfolge stets dein Ziel Schau über deinen Tellerrand mach dich„Tellerrand“ weiterlesen

Kinderlos ex negativo

Theresa Klinz für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Kinderlos ex negativo Es ist mal wieder so weit. Wir sind zu Besuch bei meiner Schwester, drei Stunden Fahrt, ein Haus im Neubaugebiet mit einem Garten, der einem brachliegenden Acker gleicht. Wir telefonieren viel, aber ich sehe sie nicht so oft und meistens fahren wir zu ihr, weil„Kinderlos ex negativo“ weiterlesen

Verlassenheit – ein Wegweiser

Kathrin Freder für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Verlassenheit – ein Wegweiser (zu: Caspar David Friedrich, „Das Kreuz im Gebirge“, 1807/1808, Staatliche Kunstsammlungen Dresden) In manchen Zeiten fühle ich mich verlassen, abgetrennt von den Anderen, ohne Kontakt zur Welt, als würde ich nicht dazugehören. Ich habe Angst davor, versuche es zu vermeiden. Es ist mir bewusst.„Verlassenheit – ein Wegweiser“ weiterlesen

„guck in die luft“

Theresia Plank-Zebinger für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Theresia Plank-Zebinger Malerin Über #kkl HIER

Der Preis

Christiane Schwarze für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Der Preis In meinem Suppenteller lauerte ein Alligator.Unbeweglich lag er im Erbsensumpf, seine rauen grünbraunen Hornplatten passten sich farblich perfekt der Brühe und dem zerkochten Gemüse an.Entdeckt hatte ich ihn überhaupt nur, weil sein Atem meine Wange streifte.Fast hätte ich laut um Hilfe geschrien.Wusste ich doch, mit welcher„Der Preis“ weiterlesen

Siegfrieds Erwachen

Monika Schlößer für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Siegfrieds Erwachen                   – ein modernes Märchen Es begab sich bereits zu jener Zeit, da die Hauptstadt der bundesdeutschen Republik vorübergehend Bonn hieß und auf der linken Seite des Rheins angesiedelt war. Zu eben jener Zeit gefiel es dem allmächtigen Scheich Ali-ed-Ablass, den Ölhahn aus pädagogischen Gründen ein wenig„Siegfrieds Erwachen“ weiterlesen

Das Leben ist schön

Steffi Wieczorek für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Das Leben ist schön Die Suppe ist lauwarm, fad und muss ausgelöffelt werden. Sie nimmt den Salzstreuer und schüttelt unnachgiebig, bis das fade Etwas einen gewissen Geschmack erhält. Schlürfend und den Kopf tief über dem Teller hängend, versucht sie, den Blick nicht nach links oder rechts zu wenden.„Das Leben ist schön“ weiterlesen

seltener griff

Jochen Stüsser-Simpson für #kkl „Über den Tellerrand“ seltener griff an die tür in den stein den mauermann ficht es nicht an worte wägen schlüsselwort knocking on heavens door doch kein adventskalender wir glauben mir beide nicht sanft und sesam klopft das glück aufspringt ein knurriger knorriger vorhänger schwingende tür in der mauer spinnweben zwielicht über„seltener griff“ weiterlesen

Ausgewaschen

Tim Haarseim für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Ausgewaschen Die Tischdecke ist weiß, das Besteck golden. Ein kurzes Tischgebet, dann Gespräche über die Nachrichten. Irgendwas mit Fußball. Im Hintergrund läuft das Radio. Du wartest mit deiner Meinung, bis die anderen sich das Maul gestopft haben. Es gibt Kartoffelbrei, Rotkohl und Braten. Die Soße ist sämig und„Ausgewaschen“ weiterlesen

Betrachtungen über einen Tellerrand

Friederike Stein für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Betrachtungen über einen Tellerrand So ein Tellerrand ist heute selten spektakulär. Das war einmal anders! Reliefiert konnte er sein, durchbrochen gar, zu feinster Spitze geklöppeltes Porzellan, das ein Windhauch, meint man, sachte wehen ließ. Ergab sich so der Begriff “Tellerfahne³? Der Teller vor mir hat eine Fahne, doch„Betrachtungen über einen Tellerrand“ weiterlesen

Der Klang der Farben

Markus Peter für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Der Klang der Farben Gestern hätte ich fast die nationale Sicherheit gefährdet, aus Versehen. Oder einen internationalen Konfliktfall ausgelöst. Dabei ging es nur wieder um den Streit mit meinem Nachbarn. Ich weiß, das ist so banal. Und mein Nachbar ist zwar ein Spießer, ein missgünstiger Misanthrop und selbstgerechter„Der Klang der Farben“ weiterlesen

Einmal wurde es ihm zu klein

Johanna Volk für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Einmal wurde es ihm zu klein Einmal wurde es ihm zu klein Auf dem Teller, auf dem er lebte Es war auch nicht viel Platz Wegen des großen Karussells, das in der Mitte klebte Immer im Kreis, es war wie Runde Einbahnstraßen Abgestumpfte Leute die auf abgewetzten Holzpferden„Einmal wurde es ihm zu klein“ weiterlesen

Über den Tellerrand

Erika Lautenschläger für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Über den Tellerrand Deutscharbeit bei Herrn Übel. Sie sollten etwas zum Thema ‚Über den Tellerrrand‘ schreiben. Klara seufzte. Deutsch war wie alle diese unkonkreten Laberfächer nicht ihr Ding. Und bei Herrn Übel fand sie es besonders übel. Nicht einmal seine Aufgabenstellungen waren exakt. Irgendetwas zu ‚Über den Tellerrand‘.„Über den Tellerrand“ weiterlesen

Herr Wenigfroh, das ist bekannt,

Dörte Vollmer für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Herr Wenigfroh, das ist bekannt, schaut gern über den Tellerrand. Die Stirn gerunzelt, den Blick vereist, beäugt er kritisch, wer da speist. Doch nicht nur das: Auch das Gericht besteht vor seinen Augen nicht. Zu süß, zu salzig, zu viel Fleisch, zu hart, zu fett oder zu weich.„Herr Wenigfroh, das ist bekannt,“ weiterlesen

Wir haben uns so sehr gesehnt

Hannah Boxleitner für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Wir haben uns so sehr gesehnt weißt du noch? Haben uns so sehr verzehrt nach Neuem, nach möglichst fremden Freuden, Abenteuern, einem Gegensteuern zum ausgelutschten Ist-Zustand, der jetzt ein War-Zustand ist. Also wagten wir den Blick, über den Tellerrand den großen Schritt du 300 km gen Osten ich„Wir haben uns so sehr gesehnt“ weiterlesen

„Alles Pappe“

Katrin Jahn für #kkl13 „Über den Tellerrand“ „Alles Pappe“ Schmerzen. Mein Kopf! Die Augen werden aufgezwungen. Weiterschlafen will ich, doch ich muss mich großen Fragen stellen: wo und wer und warum und wie bin ich? Philosophisch mag es klingen, doch die Notwendigkeit treibt mich an: Bestandsaufnahme nach durchzechter Nacht. Unbekannte Decke, unverputzt und grau. Ich„„Alles Pappe““ weiterlesen

Wortwörtlich

Leon Koß für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Wortwörtlich Die gewohnte Metapher: Der Tellerrand als Grenze vom Wahrnehmbaren zum Abstrakten, vom Bekannten ins Unerforschte, vom Begrenzten ins Unendliche. Dazu erscheint mir das Bild von Flammarions Holzstich, auf dem ein Mann seinen Kopf aus der Sternenkuppel steckt, um zu erforschen, was sich hinter ihr befindet. Doch der„Wortwörtlich“ weiterlesen

Wo man nicht ist

Martin Andersson für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Wo man nicht ist „Du bist nicht, wo du bist. Natürlich bist du vorläufig hier, das versteh ich.“ Bahlihadschi nickte eifrig. „Du bist eben niemand, der irgendwo wohnt. Du weißt gar nicht, was das heißt: eine Wohnung, ein Haus. Du bist mein Held, verstehst du?“, sagte der Schriftsteller.„Wo man nicht ist“ weiterlesen

aufgeweicht

Tina Ludwig für #kkl „Über den Tellerrand“ aufgeweicht Die Erbse bleibt starr, genau da, wo sie ist, stumm badend in dampfender Brühe Die Haut langsam runzlig, die Rundungen fort, doch etwas verändern hieß‘ Mühe Vielleicht fängt die Welt ja wirklich erst an, wo die Ränder des Tellers verblassen Doch was, wenn sie bloß zu Boden„aufgeweicht“ weiterlesen

Briefe an Arvo Pärt

Oya Karach für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Sehr geehrter Herr Pärt, kennen sie unvorhergesehenes Glück etwas teilen zu dürfen? Es plötzlich in ihrer Umgebung zu vermuten, es langsam abzusehen und gleichzeitig jemanden berührt von dem Wandel zu wissen, den sie gar nicht kennen? Ich schaffe Texte die sich mit verkannten Persönlichkeiten, Naturphänomenen (vor zwei Monaten„Briefe an Arvo Pärt“ weiterlesen

Cancelling my Schnitzel

Maria-Christina Schinko für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Cancelling my Schnitzel Über den Tellerrand.  Über den Tellerrand.  Ich schiebe mein Schnitzel über eben diesen so weit drüber, bis es an einer Seite den Tisch berührt. “Mahlzeit”, sage ich zu mir, schneide ein Stück ab, stecke es mir in den Mund und scrolle beim Kauen durch meinen„Cancelling my Schnitzel“ weiterlesen

Perspektiven am Küchentisch

Finn Lorenzen für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Perspektiven am Küchentisch Das Messer rechts, die Gabel links, Die Welt rollt auf dem Tellerrand Nicht recht verlinkt, schon recht, doch wird erst recht gelinkt Wer auf Rechtswegen Dem Linken folgt Und umgekehrt Die Mahlzeit liegt dazwischen, Die Wahrheit jenseits des Tellers Finn Lorenzen ist Literaturwissenschaftler und Autor.„Perspektiven am Küchentisch“ weiterlesen

Haus über Kopf

Sarah Salbaum für #kkl13 „Über den Tellerrand Haus über Kopf Dirk H. war kein Misanthrop, vielmehr ein pessimistischer Soziologe. Die Welt hinter schweren Gemäuern, klang verlockend, aber nicht für ihn. Die Leute draußen entsprachen keineswegs seinen Idealen, der eine hat eine zu dunkle Haut, die andere einen zu kurzen Rock. Tagsüber saß der adipöse Mittvierziger,„Haus über Kopf“ weiterlesen

Den Überblick behalten

Sylvia Kaleta für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Den Überblick behalten Undine hatte stets alles im Blick. Dabei war es nicht nur wichtig, immer den Überblick zu behalten, sondern auch stets für Ordnung zu sorgen. Zwei Mal am Tag wurde gründlich sauber gemacht, um der Unordnung keine Chance zu geben. Dabei wurde auch die gesamte Wohnung„Den Überblick behalten“ weiterlesen

mit dem Kopf an der Wand

Monika Mayer-Pavlidis für #kkl13 „Über den Tellerrand“ mit dem Kopf an der Wand den Blick auf Zement Füße gehen weiter ohne Rast und Sinn kann gar nichts entwickeln man strebt nur voran steckt Kraft in das Leere hebt nicht mal das Kinn der Ruck kam von Außen ein kräftiger Schlag den Körper ließ taumeln und„mit dem Kopf an der Wand“ weiterlesen

Das Kind nervt. Dramolett

Maria LEHNER für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Das Kind nervt. Dramolett Mutter (wirkt überfordert): Du nervst. Was heißt das: Du willst wissen, wie es anderswo ist?  Sei doch froh, dass du es hier so gut hast. Hör zu: Es war einmal ein Krümel von feinstem orientalischen Brot, der zufällig in einem in einem tiefen Teller„Das Kind nervt. Dramolett“ weiterlesen

eine Leidensgeschichte

Loreley Löffler für #kkl13 „Über den Tellerrand“ eine LeidensgeschichteBevor der Mensch den Tellerrandder Bequemlichkeit wegen erfandwaren Teller flache Scheiben,auf welchen nichts wollt´ liegenbleiben,und Ränder waren ohne Sinn-doch dann verliebten sich Hals über Kinnder Rand und der Teller, und verschmolzenzu einem ganz besonders stolzenTeller mit Rand, eine arrangierte Liebe,auf dass die Soße auf dem Teller bliebeAber„eine Leidensgeschichte“ weiterlesen

Ein Gebirge

Bernd Storz für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Ein Gebirge Nach meiner Lektüre Alexander von Humboldts Am oberen Rande des hohen Kalktraufs welcher im Jugendalter unseres Planeten bei Bildung des langgezogenen Beckens das alles Wasser nördlich der noch nicht aufgefalteten Alpen aufnahm, beginnt eine weite unabsehbare Ebene deren Bewohner ich wurde die in meinen letzten Jahren„Ein Gebirge“ weiterlesen

Eine flog über den Tellerrand

Martin A. Völker für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Eine flog über den Tellerrand Eingetrocknet, faltig, braun: Der Rosine gehört das Ende. Für das morgendliche Müsli taugt sie kaum noch. Die fein-säuerlichen Berberitzen haben ihr dort längst den Rang abgelaufen. Dem Käsekuchen verunziert die Rosine das goldgelbe Gesicht. Bleiben soll sie, wo der Pfeffer wächst. Als„Eine flog über den Tellerrand“ weiterlesen

Pizza Boy

Toni Jann Gau für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Pizza Boy Bereits als Kind waren meine Eltern überzeugt, aus mir würde etwas werden – und sie hatten recht: Pizzabote.             „Kartons sind fertig, jetzt mach dich auf die Socken.“             „Alles klar, Chef.“ Natürlich hätte ich weitaus mehr aus mir machen können, was auch immer das„Pizza Boy“ weiterlesen

Füürli machen

Sandra Engelbrecht für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Füürli machen „Du Fränzi, ich kann seit gestern Füürli machen, sogar ohne mir dabei die Finger zu verbrennen.“ „Potztuusig Margrit, Du bist ja ein Sibesiech. Wirklich. Ich hab‘ noch nie ein Füürli gemacht.“ „Was denn, bist ein Schisshas?“ „Nein, nein aber ist ein bitzeli wie mit Glühbirne auswechseln.„Füürli machen“ weiterlesen

Mit dem Wind

Sonja Schirmer für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Mit dem Wind Lausche dem Wind,wie er pfeifend mein Haus umstreicht,in den Schornstein raunt.Fast verloschen die letzte Glut.Das Kaminfeuer wie auch das Herzdarniedergestreckt und matt.Der Geist aber:aufrecht und wach. Innere Einkehr,barfuß beschritten.Weit fliegt er, mein Blick,Seite an Seitemit dem pfeifenden Wind.Hinaus übers Frühstücksporzellanmit seinen Scharten und Kratzern,über Häuser,„Mit dem Wind“ weiterlesen

Weltengeschaukle

Paula von Hoff für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Weltengeschaukle Die Sonne brennt sich in die junge Haut der beiden, während sie mit ihren Füßen immer mehr Anschwung nehmen. „Schau doch der Schwan dort!“ Elena schaute über den vom Wind zerknitterten See. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Mathilda, das Wasser rennt schon wieder.“ Es war„Weltengeschaukle“ weiterlesen

Rudolf mit den roten Haaren

Lena Elster für #kkl13 „Über dem Tellerrand“ Rudolf mit den roten Haaren Es ist Heiligabend. Rudolf sitzt im Hinterhof seiner Studentenwohnung, neben ihm die überquellenden Mülltonnen; der Biomüll stinkt; eine von Mäusen (oder Ratten?) angeknabberte Matratze, die der eklige Herr Schulz in einem seiner Wutanfälle, der sich diesmal nicht auf seine Frau richtete, aus dem„Rudolf mit den roten Haaren“ weiterlesen

Kopf hoch

Markus Förster für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Kopf hoch Doch sollst nach oben schauen Über den Tellerrand Und sitz nicht immer so krumm da Du bekommst sonst noch Rückenschmerzen Was sollen denn Gäste denken Wenn wir mal Besuch bekommen Es ist wichtig, dass man sein Gegenüber immer anschaut Und das gilt auch beim Essen Du brauchst„Kopf hoch“ weiterlesen

Der leere Einkaufswagen

Thorben Galinski für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Der leere Einkaufswagen Da stand er also. Und da stand ich also. Schweigend blickten wir uns an. Was hätte er auch sagen sollen, leblos wie er war. Vielleicht nicht ganz leblos. Das Gras, das um ihn herum und durch seine drahtigen Maschen hindurchwucherte, war erfüllt von der mikroskopischen„Der leere Einkaufswagen“ weiterlesen

Oder

Thao Nguyen für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Oder Über den Tellerrand zu schauen macht mir Angst. Denn alles, was ich kenne und alles, was ich will und alles, was ich brauche ist doch schließlich auf dem Teller, oder? Über den Tellerrand nicht zu schauen, es nicht zu kennen und nicht zu wollen und nicht zu„Oder“ weiterlesen

Besuch

Karl Richard Richter für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Besuch Ich erwachte, wieder einmal vor dem Klang des Weckers. Mittlerweile hat sich meine innere Uhr an meinen Rhythmus gewöhnt, der Dreiviertel-Takt des Lebens, Aufstehen, Arbeit, Schlafen. Ich schaltete den Wecker trotz dessen jeden Abend aufs Neue an, nicht einmal meiner inneren Uhr vertraute ich. Ich schwang„Besuch“ weiterlesen

Gebet eines Reisenden

Olivér Meiser für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Gebet eines Reisenden O Herr, du wolltest, daß ich auf Reise gehe, sei es, daß du mir einfach die Neugierde gegeben hast, über meinen Tellerrand zu blicken, sei es, daß du mir die Aufgabe zugeteilt hast, für meine Firma oder Regierung Dinge im Ausland zu erledigen sei es,„Gebet eines Reisenden“ weiterlesen

bleib nicht stehen 

Michael Georg Bregel für #kkl13 „Über den Tellerrand“ bleib nicht stehen  schau nicht nach  links nach rechts  geh einfach weiter  achte nicht auf  das was dich  trifft dich überrollt  geh weiter weiter  glaub fest daran  dass es eine  andere straßenseite  gibt er habe  sich selbst  nie als  erlöser  der welt  gesehen  insofern  nehme er  deren „bleib nicht stehen „ weiterlesen

Sendeschluss

Patricia Malcher für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Sendeschluss Fade. Die Suppe. Sämig zwar, gehaltvoll mit einem Aroma von Sellerie und Karotten, aber eben doch fade. Am Ende gesund? Irma salzt nach. Sie hält ihm den Streuer hin. Hermann verzichtet. Löffel für Löffel der gelben Flüssigkeit wandert in seinen Mund. Nach jedem Schluck klappert sein Besteck„Sendeschluss“ weiterlesen

aussteigen

Jutta v. Ochsenstein für #kkl13 „Über den Tellerrand“ aussteigen im Anblick hungernder Eisbären dreht sich das Karussell sichtbar       als Kind liebte ich Drachen       entführte die Prinzessin       da kam kein Prinz im Krieg ohne Schwert kassiert nur der Geld der das Karussell dreht       ich stürze hinaus treibe       weiter auf Eisschollen Jutta„aussteigen“ weiterlesen

SÜDSEE, BRANDENBURG

Hanni Roman für #kkl13 „Über den Tellerrand“ SÜDSEE, BRANDENBURG „Vince, kommst du endlich?“, rief Stephan mit dem Kopf über der Schulter nach hinten.Vincent saß auf einem Kinderrad wie ein Riese. Am Gepäckträger befestigt war ein Plastikstab mit einem weißen Fähnchen und der Eiskönigin von »Frozen« darauf. Vince trat in die Pedale als würde es um„SÜDSEE, BRANDENBURG“ weiterlesen

Abstieg

Raven E. Dietzel für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Abstieg Am Bahnhof führen viele Treppen,manche steinern, manche rollendauf und ab die vielen Steige,wo das Leben Richtung nimmt.Eine Ordnung über allem,der die Meisten blind vertrauen.Haben schon genug zu tun,der Verbindung angemessenihren Weg zu finden und dazwischenam Kiosk in der UnterführungAblenkung zu zahlen um danachrechtzeitig wieder oben seinum„Abstieg“ weiterlesen

Fürsprache

Paul Schenk für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Fürsprache Es ist wohl eine der wichtigsten Anleitungen fürs Leben nicht allzu viel auf die Meinung anderer zu geben. Zumindest nicht von Menschen, die einem ohnehin nicht berühren, nicht mehr sind als lästige Zaungäste, denen es weniger um ein persönliches Wohlergehen, sondern vielmehr um eine Art soziale Kontrolle„Fürsprache“ weiterlesen

Woanders

Kathrin Thenhausen für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Woanders. Woanders sind die Sterne heller. Ironischer Blick. Wir liegen auf der kleinen Kiesfläche am Fluss, Stadtpark, neben uns übergibt sich der Mülleimer, sag, hast du noch Cola? Auf Koffein surfend, niemals müde, in halb geschlossenen Augenlidern ziehen Schiffe Richtung Südsee. Dein Blick war noch niemals so blau„Woanders“ weiterlesen

… über den Tellerrand

Hannah Bruns für #kkl „Über den Tellerrand“ … über den Tellerrand… Im Altbau unter Stuck, Seitenflügel, dritter Stock. Wie schnell man sich so wohlfühlt, zwischen 30 qm Alleinsamkeit in seinen eigenen vier Wänden. Umhüllt von kühler Januarluft und frischem Kaffeeduft zwischen seicht schwebenden Gardinen auf der Fensterbank. Schwebende Gardinen, schwebende Gedanken – lausche dem morgendlichen„… über den Tellerrand“ weiterlesen

Der fremde Mensch

Andrea Voigt für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Der fremde Mensch Was scheut dich nur an diesem Menschen,wo du hin nie zum Tische batst.Wie kann ein Mensch dich so verletzten,wobei er dir selbst nie was tat.Sein Abbild bleibt dir dem zuwider,obwohl er Mensch ist genau wie du.Sein nutzen ist dir nicht erkennbar,im Kampfe brauchst du ihn„Der fremde Mensch“ weiterlesen

Übern Tellerrand zu schauen

Andreas Roß für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Gestern pfiff ich auf dem letzten Loch, heute dirigiere ich schon ein ganzes Orchester und morgen dann … ? (Blick über den Tellerrand meines Lebens) Wow, denke ich, als mir dieser Titel für eine Kurzgeschichte plötzlich im Bad, haarscharf an dem Waschtisch vorbei, vor die Füße fällt. Zuvor„Übern Tellerrand zu schauen“ weiterlesen

Eingefasst

Nora Dubach für #kkl13 „Über dem Tellerrand“ Eingefasst Friedlich ruht Seele neben Seele unter der Erde genormte Einfassung immergrüner Grabschmuck stören einander nicht solange bis der Blumenschmuck nicht zum Konkurrenzkampf wird                            Schreibstau Ideen brennen im Gedächtnis kochen brodeln unkontrolliert Chaos in meinem Kopf täglich den Abschaum mit der grossen Kelle entfernen langes Herumstehen lässt„Eingefasst“ weiterlesen

Über den Tellerrand schauen

Leonie Flieger für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Über den Tellerrand schauen Wir leben auf einem runden, kugelförmigen Etwas namens “Erde”. Und darauf steht ein riesiger Teller. Was darin ist – das ist für jeden anders. Europa, Mitteleuropa, Deutschland. Vielleicht auch nur das Bundesland, der Regierungsbezirk, die Kommune. Der Stadtteil, das Viertel, die Nachbarschaft. Die meisten fühlen sich wohl in„Über den Tellerrand schauen“ weiterlesen

Tellerrand

Marlis Neuner-Boij für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Tellerrand Schau über deinen Tellerrand und baue nicht auf losen Sand Geh mit festem Schritt voran agiere einfach und spontan Erweitere dein Wissen handle ohne schlechtes Gewissen Lass dich inspirieren und neue Lösungen kreieren Sei kreativ im Spiel verfolge stets dein Ziel Schau über deinen Tellerrand mach dich„Tellerrand“ weiterlesen

Das Licht

„LiMa“ Kormann für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Das Licht Feuer hat mich schon immer fasziniert. Im Advent bei Oma, sie kochte Tee. Auf dem Kranz strahlen die Kerzen, als sie ihn serviert. Schön warm und gemütlich-besser als Schnee. Auch die Osterkerze mag ich sehr. Erst Eier suchen und dann ging ein Licht an. Und am„Das Licht“ weiterlesen

el bufon triste

Ursula Schachschneider für #kkl13 „Über den Tellerrand“ „ ‚Über den Tellerrand‘ bedeutet für mich so viel wie – aus den gewohnten Bahnen auszubrechen und das Andere oder Ungewöhnliche zuzulassen um seinen Horizont zu erweitern und Visionen aufzuzeigen.„ Sinnbildlich fällt mir hierzu Picasso ein, der Gesichter gemalt hat, die gleichzeitig die Frontalansicht sowie das Profil in„el bufon triste“ weiterlesen

unsichtbar umgibst du mich

Silja Nemetschek für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Silja Nemetschek, geboren 1975 in Oldenburg. Die Autorin studierte  Diplom-Pädagogik in Marburg, Münster, York (UK) und Hamburg. Aus Abenteuerlust sammelte sie Berufserfahrungen in verschiedenen Städten, u.a. in St. Peter-Ording, Köln, Freiberg, Nürnberg und Bremen. Über #kkl HIER

Fluchtversuch

Hellmut Bölling für #kkl13 „Über den Tellerand“ Fluchtversuch Wie gefangen in den oft grau gewordenen Planquadraten des Alltagslebens scheint es uns oft kaum möglich, sich der Monotonie und dem Stillstand zu entziehen. Wagen wir es dennoch immer wieder -zunächst in stiller Stunde geistig- ein paar Runden außerhalb zu drehen und immer entschlossener zu werden, weiter„Fluchtversuch“ weiterlesen

Über den Tellerrand

Daniela Herzmann für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Über den Tellerrand Ich durste nach Wissen. Doch ich bin zu satt von dem Zuviel, das für zu wenige in den Supermarktregalen gestapelt wird. Ich möchte aus meiner Haut raus. Aber diese sitzt zu eng an dem gut gefüllten Körper, dessen Nutrition einen weiteren Menschen sättigen könnte. Ich„Über den Tellerrand“ weiterlesen

Der Schrank

Kerstin Han für #kkl13 „Über den Tellerrand“ Der Schrank Da ist ein Fleck, war das Erste, was die namenlose Person dachte. Ein komischer, un-grauer Fleck, der da dreist am grauen Vorhang prangte. War er gestern schon dagewesen?  Aber wie sollte er dorthin gekommen sein? Noch etwas schlaftrunken schwang sich die namenlose Person aus dem Bett,„Der Schrank“ weiterlesen

ein sanfter Regen

Winnie Musil für #kkl12 „Dazwischen“ Winnie Musil – Mein irdischer Weg:• Geboren am Dienstag, 3.Mai 1955, in Wien• Schulzeit in Berndorf / Bezirk Baden, Matura 1973• Ausbildungen: Schaufenstergestaltung, Model, Modezeichnen• 1975-2005: kfm. Angestellte in einer Großbank• ab 2005: Pension = grenzenlose Freiheit fürs Malen, Dichten, und v.a.Meine Berufung:Seit 1994 lerne ich ganzheitliche Hilfsmittel und –methoden„ein sanfter Regen“ weiterlesen

Dazwischen nur ein Fluss

Sandra Walter für #kkl12 „Dazwischen“ Dazwischen nur ein Fluss Dieser verdammte Fluss. Dieser verdammte Kuss. Ich weiß, dass ich unbedingt rüber muss. Ich höre schon den ersten Schuss. Auf der anderen Seite sehe ich meinen Liebsten stehen. Wieso sind wir getrennt? Ich kann es nicht verstehen.  Ich hab den passenden Zeitpunkt verpennt. Ich will ihm„Dazwischen nur ein Fluss“ weiterlesen

dazwischen

Silke Galla für #kkl12 „Dazwischen“ dazwischen zwischen den häusern gegenüber von meinem fenster ist ein spalt von 1m breite hindurch sehe ich den fluss die alte oder fließen vögel fliegen heutzutage ist so ein schmaler spalt sicher mit keiner brandschutzverordnung vereinbar damals als sie die häuser bauten dachte sich vielleicht jemand eines tages sitzt gegenüber„dazwischen“ weiterlesen

Zwischen Wahrheit und Phantasie

Sonja Sternitzke für #kkl12 „Dazwischen“ Zwischen Wahrheit und Phantasie Vorwitzig und leuchtend blau lugen einige Zentimeter des gewebten Bandes zwischen den Seiten hervor. Das Ende gezwirbelt und leicht ausgefranst. Das Blau teilt das Objekt aus Papier und Karton in zwei ungleiche Hälften. Der kleinere Teil der gebundenen Blätter liegt bereits vor dem Lesebändchen. Die Geschichte„Zwischen Wahrheit und Phantasie“ weiterlesen

Aus der Redaktion – Es geht weiter!

Es geht weiter, davon dürfen wir einfach immer ausgehen. Die Welt dreht sich, morgen geht die Sonne auf und wir haben immer die Wahl, wie wir die Welt betrachten. Das Bild finde ich sehr passend dazu. Einer der Internetfunde, die inspirieren. Wir dürfen entscheiden, ob wir lebensbejahend denken oder anders, was sich vielleicht weniger gut„Aus der Redaktion – Es geht weiter!“ weiterlesen

LOVE AND GUNS

René Oberholzer für #kkl12 „Dazwischen“ LOVE AND GUNS Ich lernte sie kennenAm Set zu LOVE AND GUNSSie war eine scharfe BrautDas Essen war fade Man nannte sie JuanitaIch trank einen TequilaAn der Theke stand der BöseIch war der Gute Juanita stand dazwischenMeine Waffe war nicht geladenDafür alles andereUnd der Regisseur Irgendwann auf der StrasseZogen wir„LOVE AND GUNS“ weiterlesen

Dazwischen

Sabine Hilscher für #kkl12 „Dazwischen“ Dazwischen Die Pflastersteine sind nicht ganz symmetrisch verlegt. Und die Borsteinkante schließt sich nur unsauber an den Straßenbelag an. Die Gehwegplatten bilden ein ganzes Gitter aus Anschlussstellen. Da hilft auch keine rechtwinklige Fahrbahnmarkierung, keine Zebrastreifenparallele und keine gestrichelte Linie, die die Abbiegespur vom Fahrradweg trennt. Auf dem Fahrradweg wölbt sich„Dazwischen“ weiterlesen

einfach

Ingeborg Henrichs für #kkl12 „Dazwischen“ einfachtrunken vor kummertrunken vor glückgleich mitten dazwischeneinfach und klarfließt nüchtern das lebenunbestechlich und wahr zwischenMeine Farbe GrauZwischen Weiß und Schwarz ihr SeinUnbunte Wahrheit dazwischenZerbröselter PlanDas Leben kam dazwischenZufällig befreit Ingeborg Henrichs, zuhause in Ostwestfalen, verfaßt kürzere Texte. Einige Veröffentlichungen. Schätzt das Schöne und Nützliche in Natur und Kultur. Über #kkl„einfach“ weiterlesen

Zwischen den Fragen

Helga Schulz für #kkl12 „Dazwischen“ Zwischen den Fragen suche ich den Wegaus dem Labyrinth,der Gedankenachterbahn. trinke einen Beruhigungstee,blättre mich durchs Vademekum,jogge durch den engen Flur. verbreitere die Wände um fast nichts,schick die Fliegen auf Reisen,versuche das Mosaik zusammen zu setzen. suche das Morgenrot,gebe dem Wind Zeichen zu schweigen. Helga Schulz Blank, *1948 in Innsbruck aufgewachsen,„Zwischen den Fragen“ weiterlesen

Zwischenräume

Monika Schlößer für #kkl12 „dazwischen“ zwischenräume zwischen den zäunen den unsichtbaren verharren die gäste die geladenen aufgereiht nach rang und namen wie schafe eingekeilt zwischen gattern und blöken dezent Veröffentlicht bei: éditions trèves, Trier, Veschenk-Calender 2019 Monika Schlößer Geboren 1949, lebt in Bad Münstereifel, verheiratet, 2 Töchter. knapp 80 Veröffentlichungen von Lyrik, Kurzkrimis und Kurzprosa„Zwischenräume“ weiterlesen

Dazwischen…

Sandra Ederer für #kkl12 „Dazwischen“ Dazwischen… LAUT! Leise… Dazwischen? LAUT!! Leise… Und dazwischen? Leere…Gespanntheit.. Aufgespannt zwischen den Polen! kaum fühlbar Die Saite kaum bespielbar! Wie können die Pole sich nähern?Sodass das Dazwischen spielen und schwingen kann?Mal tief, mal hoch – Klänge Bunt… Dazwischen… Ein Schritt von Laut zu Leise…Ein Schritt von Leise zu Laut… „Wer„Dazwischen…“ weiterlesen

Dazwischen

Katharina Dobrick für #kkl12 „Dazwischen“ Dazwischen Kennst Du das Netz der Bäume? Kennst du die Sprache  der Bäume? Kennst du die Melodie der Bäume? Kennst du den Zauber dieser friedvollen Wunderwelt ? ein Hauch von Verstehen begleitet  mich im Leben Katharina Dobrick, 1947 geboren. Ihre ersten 24 Lebensjahre verbrachte die Autorin in Niedersachsen. Sie hat„Dazwischen“ weiterlesen

Vom Rand in die Mitte

Martin A. Völker für #kkl12 „Dazwischen“ Vom Rand in die Mitte Wer bist du gestern gewesen? Wer wirst du morgen sein? Zermürbende Unruhe erfüllt dich. Geschlagen bist du mit Ratlosigkeit. Du fühlst dich gefangen in einer Zwischenzeit. Die Wolken in deinem Kopf verdichten und schwärzen sich, wenn ich dir sage, dass alles noch viel schlimmerVom Rand in die Mitte weiterlesen

Silvesterschmutz

Jonathan Engert für #kkl12 „Dazwischen“ Silvesterschmutz Der Silvesterabend bricht an. Die Straßen sind leergefegt. Vereinzelt knallen Feuerwerkskörper oder Böller.Vor mir ragt das Landratsamt in die Höhe und macht die Umgebung dunkler. Ich will eigentlich Silvester feiern, aber habe meinen Geldbeutel in der Arbeit vergessen.Am Eingang die Chipkarte schnell durchziehen. Das Gerät piepst und leuchtet Grün.„Silvesterschmutz“ weiterlesen

zerrissen 

Eva Joan für #kkl12 „dazwischen“ zerrissen  das Schwarz der Nachtstreicht sanft überscharfe Herzkanten atmet flüstert seufztganz dicht an meinem Ohr das erste Licht des Tagesnoch schwer vom Tau der Nachtschließt die Türenhinter der Dunkelheitlässt seine Strahlenauf leise Wellen auf glattgeschliffene Steine fallen mein Herz bleibtzerrissenzwischen Dunkel und Licht–   zwei Welten  manchmalist die Nachtein Tanz auf dem„zerrissen „ weiterlesen

– Dazwischen –

Astrid Hammerthaler für #kkl12 „Dazwischen“ „Dazwischen Dazwischen liegt das Ungefähre.“ Astrid Hammerthaler, geboren in Wasserburg am Inn,  lebhaft in München, schreibt seit ihrer Kindheit. Vor allem Kurzgeschichten und unlängst einen Roman. Außerdem arbeitet sie begeistert als Fotografin, ist Sozialpädagogin und Arbeit am Tonfeld®-Therapeutin. Über #kkl HIER

Zu unserem Schutze

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl12 „Dazwischen“ Zu unserem Schutze Zu unserem Schutze baue ich sie: Eine Mauer, einzig und allein für uns – sagst du und legst Stein an Stein. Und jeden einzelnen halte ich ans Ohr und lausche, obwohl ich weiß: Steine sind stumm, sind auch darin unerbittlich beständig, sind keine zarten Meeresmuscheln, aus denen„Zu unserem Schutze“ weiterlesen

Samson

Cornelia Koepsell für #kkl12 „Dazwischen“ Samson Als Gott seinen Odem in die Welt hauchte, da begannen die Würmer zu kriechen, die Maulwürfe zu graben, die Spinnen webten kunstvolle Netze, in denen sich fette Fliegen verfingen. Auch Samson – der Menschenaffe – erhob sich aus dem Vierfüßler in den Zweifüßlerstand und erlitt wenig später einen Bandscheibenvorfall.„Samson“ weiterlesen

Die Dunkelheit bricht ein

Mustafa Celikel für #kkl12 „Dazwischen“ Die Dunkelheit bricht ein, leer sind die Straßen, wie mir Gefangen im Käfig, lang ist her, so wie ich bin Ich vermisse den Geruch in mir Sehnsucht und Liebe, die sind erloschen Da sitze ich wieder, alleine auf der Bank ich schaue in die glücklichen Gesichter, die vorbeigehen. Gefangen zwischen„Die Dunkelheit bricht ein“ weiterlesen

Leere

Bettina Engel-Wehner für #kkl12 „Dazwischen“ Leere Wir müssen uns nicht  vor der Leere fürchten. Leere schwebt leicht und frei. Das, was wir fürchten ist das Loch das düster-schwer zwischen dem liegt was wir glauben zu sein und unserem wahren Wesen. Eine ent-leerte Kluft die entsteht je weiter wir uns vom eigenen Ich entfernen. Diesem Seelen-Loch„Leere“ weiterlesen

Lieblingszeit

Angela Schwarz für #kkl12 „Dazwischen“ Lieblingszeit Im Sommer genieß‘ ich sie bei guten Festen mit viel Tanz sogar zweimal – spätabends und frühmorgens. Im Winter allerdings kommt sie abends viel zu früh und morgens quälend spät. Doch ich liebe den Übergang von Nacht zu Tag und umgekehrt, so sanft in unseren Breiten. Weiches, geheimnisvolles Licht„Lieblingszeit“ weiterlesen

Fractal

Ana Gabriela González für #kkl12 „Dazwischen“ Fractal Wie könnte ich dieses Leben beschreiben? Dazwischen Deutsch, Mexiko et oui, mi papá Dazwischen: wissen Dazwischen: bleiben Dazwischen: lieben. Wo bist du? Ich fühle mich wie eine Betrügerin No, no me maten, por favor Ich will nicht sterben, Und da stehst du, Noch mal Zwischen meine Träume und„Fractal“ weiterlesen

Stelle dir vor, jeder Moment als göttliche Verwandlung

Alexandra Caragata für #kkl12 „Dazwischen“ Stelle dir vor, jeder Moment als göttliche Verwandlung Lange gibt es eine Idee, ursprünglich für die eigene Parallelwirklichkeit gehalten. Verschmelz dahin, freiheitsbeflügelt in Ideen verwandelt, göttliche Eingebung, parallelweltlichtreibende Flosse der Nacht, wenn die besten Ideen zum Träumen kommen, ein Zufallsereignis oder reine Magie? Pflanze und schone dich fort, du, meine„Stelle dir vor, jeder Moment als göttliche Verwandlung“ weiterlesen

Zwischen Sternen

Jonas Brodzina für #kkl12 „Dazwischen“ Zwischen Sternen Ich würde so gern einen Blick aufs Universum erhaschen nur ich allein,völlig verlassen. Dann könnt ich alle Sterne zählen und mir meine lieblinge wählen. Zeit spielt dann keine Rolle mehr, so fiele mir auch nichtsmehr schwer. Wenn ich dann völlig befreit durch Sterne schwebe merke ich, wie ich„Zwischen Sternen“ weiterlesen

Zeitgeist

Christian Manske für #kkl12 „Dazwischen“ Zeitgeist Zwischen uns passt gar nichts.Nicht mal ein Blatt Papier.Tu es oder lass es.Da drüben, bloß nicht hier. Dafür, dagegen.Oben, unten.Links, rechts.Dazwischen nichts. Richtig, falsch.Schwarz, weiß.Mega, scheiße.Dazwischen nichts. Ne Wurst, ne Gurke.Ne Milch, ne Mandel.Ob Retail, ob Online.Stillstand im Handel. Maui statt Bottrop.Das Glück hilft den Dreisten.Penthouse statt Wellblech.Du musst„Zeitgeist“ weiterlesen

DazwischenWelten

Inka Hiltmann für #kkl12 „Dazwischen“ „Mein Name ist Inka Hiltmann. Ich habe Politik und später noch Erwachsenenbildung studiert.  Ich arbeite seit über 20 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit, vor allem in den Bereichen Bildung, Jugendförderung und soziale Arbeit. Seit Oktober 2018 arbeite ich in der Türkei im Bereich von Flucht und Migration. Ich lebe in Istanbul„DazwischenWelten“ weiterlesen

Am Fluss

Ellis Wessel für #kkl12″Dazwischen“ Am Fluss Warum soll ich mir den ansehen? Wer ist das? Das warst du, beim letzten Mal, als du unten warst. Erinnerst Du dich nicht? Doch, jetzt, wo du es sagst, kommt er mir bekannt vor. Die Frau da, das ist, Moment, … Doris. Mit der warst du 28 Jahre verheiratet.„Am Fluss“ weiterlesen

Inzwischen

Theresia Plank-Zebinger für #kkl12 „dazwischen“ „Inzwischen geht die Sonne auf und der Mond verblasst am nächtlichen Himmel wie der Traum nach dem Erwachen“ Theresia Plank-Zebinger Malerin Über #kkl HIER

Gefangen im Dazwischen

Christiane Schwarze für #kkl12 „Dazwischen“ Gefangen im Dazwischen Die Zeit lief seitlich aus dem gesprungenen Uhrglas.Sekunden tropften wie Baumharz, und ich blieb darin hängen.Manchmal flüsterte jemand, und dann durchlief meinen Leib ein Schmerz.Ein Murmeln nahm mir den Körper weg.Es gab Sätze, die herüberschwappten, aber keine Möglichkeit, zu widersprechen.Manchmal klickte es leise, und ich vermochte nicht„Gefangen im Dazwischen“ weiterlesen

Jahreswechsel

Susanne Rzymbowski, für #kkl12 „Dazwischen“ Jahreswechsel Sie konnte wirklich nicht sagen, dass die Jahre spurlos an ihr vorüber gegangen waren, auch wenn sie immer weniger Erinnerungen an sie hatte. Sie waren gekommen und gegangen und dies in einer Regelmäßigkeit, die ihr immer selbstverständlich erschienen war. Was zählten da schon einzelne Tage, Wochen oder Monate? Manchmal„Jahreswechsel“ weiterlesen

Garten Eden

Marijana Vukovic für #kkl12 „Dazwischen“ Über #kkl HIER

Welten-Wanderer

Lea Kardov für #kkl12 „dazwischen“ Welten-Wanderer: Brannte Wände nieder, mit Wunderkerzen.Veränderte meinen Namen wie die Falten in meinem Gesicht.Schuhe, die sich nicht anpassten.Zu Hause nicht-existenter Ausblick.In der Ferne keine Weitsicht.Schritte im Sand, die keine Spuren zurückließen.Meilenweit leere und Schatzkarten nach nirgendwo.Vögel bauen Nester, aber ich blieb nicht.Zwischen Altlast und Nirwana.Suchte ich mich. Der Wind in„Welten-Wanderer“ weiterlesen

Die Sitzverlängerung

Jürgen Artmann für #kkl12 „Dazwischen“ Die Sitzverlängerung Ich steige in mein Fahrzeug und das Erste, was mir auffällt, sind die Krümel in einer Ritze des Fahrersitzes. Früher waren da keine. Jetzt fährt auch mein volljähriger Sohn manchmal den Wagen und schon ist alles eingesaut. Dabei finde ich diese Funktion so unnötig. Man kann den Sitz„Die Sitzverlängerung“ weiterlesen

Zwischendurch mal wischen

Kristina Baumgarten für #kkl12 „Dazwischen“ Zwischendurch mal wischen Graue Flecken im Waschbecken. Zahnpasta Schlieren, die schmieren. Ein Büschel Haare, echt, nicht von mir, falsch vom Hund, der war hier. Seife schäumt und türmt sich auf zu shinebar wolkigen Gebilden, zuckerwattereinweiß zart presst perlend sie den starken Schmutz in strudelnden Spiralen abwärts in die Leere, die„Zwischendurch mal wischen“ weiterlesen

durch die Wüste

Marlies Blauth für #kkl12 „dazwischen“ durch die Wüste was ich sehe ist Sinnestäuschung Spiegelung meiner Gedanken – neben sandigen Pfaden spüre ich Schlingpflanzen deren spleißende Zeichen ich nicht deuten kann du siehst das endlose Land Freiheit sagst du dem Himmel sei Dank für sein tägliches tiefes Blau über dem spröden Meer aus möglichen Wegen züngelt„durch die Wüste“ weiterlesen

Über Drei Ecken

Jasmin Fürbach für #kkl12 „Dazwischen“ Über Drei Ecken Lange bevor die mobilen Zollstellen eingeführt wurde, grüßte man sich an jedem Grenzübergang per Handschlag und tat, als ob man nicht bereits am Tag davor dieselbe Unterhaltung bezüglich geschmuggelter Güter und verbotener Lieferungen geführt hätte. So auch heute, an einem regnerischen Donnerstag, an dem die Beamten besonders„Über Drei Ecken“ weiterlesen

Cremehütchen

Daniela M. Ziegler für #kkl12 „Dazwischen“ Cremehütchen Wenn die Frau zur Kartenlegerin ging, brachte sie deren Kind jedes Mal eine Tüte Cremehütchen mit Schokoüberzug mit. Das Kind biss die Spitzen der Cremehütchen ab, sodass die gefärbte Cremefüllung zum Vorschein kam, und reihte sie nach Farben geordnet vor sich auf. Zehn gelbe, sieben braune, vier grüne,„Cremehütchen“ weiterlesen

Die Nachtigall

Milena Isensee für #kkl12 „Dazwischen“ Die Nachtigall Als ich noch klein war, erzählte mir meine Mutter, dass nur die Vögel wahre Freiheit kennen, denn ihre Freiheit sei so grenzenlos wie der Himmel. Als ihre Geschichten verstummten und meine Schwestern an ihren Platz traten, flüsterten sie mir des nachts Träume von einer besseren Welt zu. So„Die Nachtigall“ weiterlesen

was nicht mehr zählt

Gerd Meyer-Anaya für #kkl12 „Dazwischen“ was nicht mehr zählt dort wo ich war ohne angekommen zu sein verwesen meine spuren als wären sie faules fleisch die vier unrastwinde die bleichende sonne  des regens vielfalt der leichentuchschnee tun das gebotene um meine erinnerungen zu verstören ich sage mir ankunft und abschied sind eins gewesen doch was„was nicht mehr zählt“ weiterlesen

Unberechenbare Farben

Vera Lörks für #kkl12 „Dazwischen“ Unberechenbare Farben Fantastisch. Es war ihr schon wieder passiert. Manchmal war es eine großartige Eigenschaft, in Bilder eintauchen zu können. Heute war es total unpassend. Sie hatte rasende Zahnschmerzen und wollte schnelle Hilfe von ihrem Zahnarzt. Leider war der ein Kunstliebhaber und hatte zahlreiche Bilder im Wartezimmer. Sie hatte sich„Unberechenbare Farben“ weiterlesen

Jedes einzelne Wort

Bernd Storz für #kkl12 „Dazwischen“ Jedes einzelne Wort eine Hieroglyphe. Letter für Letter entziffert und wieder chiffriert. Aus den Zwischenräumen antwortet das Ungesagte. Flüchtige Sommergespräche. Jetzt, da die Sätze verbraucht sind: Klingt etwas nach? Im nächsten Jahr wird ein anderes Schweigen zwischen den Worten sein. Doch ich, ich hole sie ein die verschwundene Zeit, in„Jedes einzelne Wort“ weiterlesen

„Dazwischen“

Cleo A. Wiertz für #kkl12 „Dazwischen“ Cleo A. Wiertz, Jhg.1954. Diplom-Psychologin. Tätigkeit als Fabrikarbeiterin, Büroangestellte, Psychotherapeutin, Beraterin, Pädagogin, Supervisorin, Klinische Psychologin, freie Autorin. Als Schriftstellerin und Bildende Künstlerin aktiv seit 1970. Diverse Ausstellungen von Bildern, Werkstücken und Fotografien. Publikation von Fachtexten, populärwissenschaftlichen Darstellungen, Essays, Kurzgeschichten, Gedichten. Lebt mit ihrem Mann in Strasbourg (Elsass) und in„„Dazwischen““ weiterlesen

Zwischen den Zeilen

Benjamin Lapp für #kkl12 „Dazwischen“ Zwischen den Zeilen Zwischen den Zeilen existiert eine Welt, voll der noch ungeborenen Worte welche noch nicht existieren um deiner Anmut Ausdruck zu verleihen. ‚Ich begehre Dich von ganzem Herzen’ entfleucht es meinem Munde, im Bewustsein des Ungenügens bis noch genauere Worte geboren werden. Zwischen den Zeilen liegen meine Worte im Wartestand. Benjamin Lapp„Zwischen den Zeilen“ weiterlesen

Kapitel 2022

Jasmin Lincke für #kkl12 „Dazwischen“ Kapitel 2022 Ein Kapitel abzuschließen und ein Neues anzufangen ist nie leicht – egal was alle Welt behauptet. Da ist zunächst einmal ein Hauch Wehmut, fast schon ein Anflug von Melancholie, wenn man an das denkt, was hinter einem liegt. Was man erlebt und erfahren hat. Wodurch man gewachsen ist.„Kapitel 2022“ weiterlesen

Wahrheit zwischen den Welten

Andreas Roß für #kkl12 „Dazwischen“ Wahrheit zwischen den Welten Schon beim Eintreten spürte es der Kommissar. Dieser Tatort hatte etwas Eigenartiges an sich. Normalerweise vertraute er seinem Bauchgefühl, auch wenn es noch so nebulös war, und handelte danach. Heute allerdings brauchte er Klarheit. Er wollte schnell vorankommen, zuhause wartete ein familiäres Problem auf ihn, was„Wahrheit zwischen den Welten“ weiterlesen

Verborgene Wünsche

Karsten Lorenz für #kkl12 „Dazwischen“ Verborgene Wünsche Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit bekam ich ein Problem. Und zwar fragte mich meine Frau, was ich mir denn zu Weihnachten wünschen würde. Wünsche erfüllen ist eine Sache. Selber Wünsche zu äußern, eine ganz andere. Es sollten ja auch erfüllbare Wünsche sein. Und wie jedes Jahr sagte ich„Verborgene Wünsche“ weiterlesen

Nicht im Dunkeln stehn

Helmut Schwarz-Schönherr für #kkl12 „Dazwischen“ Nicht im Dunkeln stehn Lass uns tanzen, lass uns gehn Nach den Sternen sehn „Mein Name ist Helmut Schwarz-Schönherr und ich lebe in Berlin. Ursprünglich komme ich aus dem unteren Vogelsberg.Das Haiku ist eine Form des Gedichtes die mir sehr gefällt. Eine die mich immer wieder herausfordert.Mehr davon findet man„Nicht im Dunkeln stehn“ weiterlesen

Einmischen

Regine Irene Bauer für #kkl12 „Dazwischen“ Einmischen dazwischen    f a h r e n dazwischen    f r a g e n dazwischen    f u n k e n dazwischen    g e h e n dazwischen    k o m m e n dazwischen    r e d e n dazwischen    r u„Einmischen“ weiterlesen

Alte Liebe

Ernst Rudi Schnabel für #kkl12 „Dazwischen“ Alte Liebe Oh, diese Beiden machen mich noch fertig, mindestens nervös. Er, rüstiger Graukopf mit energischem aber immer freundlichem Blick. Stets umspielt ein weiches, scheinbar überlegenes Lächeln seine Mundwinkel. Sie, nicht minder grauhaarig, also huskyblond, mit kantigen Gesichtszügen, stets aufmerksam herumwandernden Blick, ist immer in Bewegung. Mal kramt sie„Alte Liebe“ weiterlesen

Auf der Parkbank

Olaf Urban-Rühmeier für #kkl12 „Dazwischen“ Auf der Parkbank Ein Mann saß auf einer Parkbank. Der Mann trug einen Anzug und hatte eine Mappe auf seinem Schoß. Er wartete, weil er zu früh zu seinem Termin gekommen war. Jetzt musste er Zeit überbrücken, bevor er über den großen Platz gehen, die Glastür durchschreiten, sich beim Empfang„Auf der Parkbank“ weiterlesen

Zwischenmenschlichkeit

Julia Kohlbach für #kkl12 „Dazwischen“ Zwischenmenschlichkeit Du und Ich – dazwischen ist Liebe.Du und Du – dazwischen ist Miteinander.Ich und Wir – dazwischen ist Gesellschaft. Doch in dieser Gesellschaft, dazwischen ist ein Spalt.Da waren Menschen, die zusammen hielten.Da waren Menschen, die miteinander sprachen.Da waren Menschen, die frei waren. Doch in diesen Spalt, dazwischen ist alles„Zwischenmenschlichkeit“ weiterlesen

Die Bank in der Sonne

Dorothea Lesche für #kkl12 „Dazwischen“ Die Bank in der Sonne Dieser Schmerz in der Brust. Wie Krämpfe. Wie Schluchzen. Die Einsamkeit wie ein Schmerz in der Brust. Und um die Einsamkeit herum all die Menschen. Warum merkten sie nichts, all die Menschen. Von hier und von dort kamen die Menschen auf den Platz, aus der„Die Bank in der Sonne“ weiterlesen

ZWISCHENRÄUME

Gerald Marten für #kkl12 „Dazwischen“ ZWISCHENRÄUME In des Lebens Zwischenräumen lässt es sich genüsslich träumen, Sessel, auf, du Zeitmaschine, beam mich auf der Träume Bühne, wo ich zwischen zwei Sekunden hab die Ewigkeit gefunden. Des Alltags Räume sind begrenzt, weshalb man gern den Alltag schwänzt und bucht die Fahrt ins Zwischenland, nur Träumen ist der„ZWISCHENRÄUME“ weiterlesen

in die Welt geboren

Silja Nemetschek für #kkl12 „Dazwischen“ Silja Nemetschek, geboren 1975 in Oldenburg. Die Autorin studierte  Diplom-Pädagogik in Marburg, Münster, York (UK) und Hamburg. Aus purer Abenteuerlust sammelte sie Berufserfahrungen in verschiedenen Städten, u.a. in St. Peter-Ording, Bonn, Ludwigsburg, Nürnberg und Bremen. Über #kkl HIER

Strg – Alt – Entf

Katharina Stein für #kkl12 „Dazwischen“ Strg – Alt – Entf Er surft auf den Wellen des Webs. Suchanfragen schlagen über ihm zusammen, schäumen auf ihn herab, doch er hält sich auf dem Brett, bleibt on topund wird mit Klicks belohnt. »Neues Video!«, und er schreit in die Kamera, weil die alte Regel gilt, wie bei„Strg – Alt – Entf“ weiterlesen

Briefwechsel

I.J. Melodia für #kkl12 „Dazwischen“ Briefwechsel Einst schrieb ich dir Briefe vom Schnee und unserem ersten Sehen Der Frühling brachte Grün und Leid Kummer verging mit dem Schmelzwasser in Lachen aus Salz und Streu Meine Briefe flogen davon mit den Zugvögeln im Herbst Der Winter brachte abermals Schnee doch sah ich dich nie mehr  I.J.„Briefwechsel“ weiterlesen

Schwarzfahren

Maja Goertz für #kkl12 „Dazwischen“ Schwarzfahren Dein Gesicht ist mir schon beim Einsteigen aufgefallen. Deine Nase, die ein bisschen schief ist, deine Augen, die den grauen Morgen weniger hässlich machen, dein vorlaut aussehender Mund. Das Buch auf meinen Knien bleibt zugeschlagen und ich vergleiche dich mit ihm, weil ich das mit jedem mache und dabei„Schwarzfahren“ weiterlesen

Stärke vs. Schwäche

Karlotta Prüßner für #kkl12 „Dazwischen“ „Ich heiße Karlotta Prüßner, bin 19 Jahre alt und schreibe seit einiger Zeit eigene Texte und Gedichte, da das Schreiben eine Art „Ventil“ für mich ist, um meine Gedanken und Gefühle zu sortieren und „auszusprechen“.“

hier oder dort?

Ilona Montag für #kkl12 „Dazwischen“ frag mich nicht was ich jetzt eben denke frag mich nicht wie’s mir gerade geht ich würde dir vielleicht ein märchen oder so erzählen doch glaube mir es geht mir gut ich bin nur eben kurz nicht da Als Ilona Bärwald, 1951 in Mengen auf der Schwäbischen Alb geboren, wuchs„hier oder dort?“ weiterlesen

Die Lösung liegt in der Erdbeere

Stefan Koerke für #kkl12 „Dazwischen“ Die Lösung liegt in der Erdbeere Er saß am Frühstückstisch, nach einer unruhigen Nacht. Wie oft hatte er sich hin und her gewälzt, und versucht, die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Wieder einmal gelang es ihm nicht. Es war bereits 3 Uhr 11, wie der Wecker zeigte.Vielleicht klappte es ja„Die Lösung liegt in der Erdbeere“ weiterlesen

Aron und Nora

Simon Krappmann für #kkl „Dazwischen“ Aron und Nora Nora liebt Aron. Aron liebt Nora. Das ist das ganze Geheimnis.Seit Nora von Aron erfahren hat, weiß sie, dass sie zusammengehören.Doch es gibt ein Problem: Aron besteht aus Antimaterie.Kommt Nora Aron zu nahe, vernichten sie sich gegenseitig.Eine ironische Sache. Nora hat schon überlegt: Wenn sie eine Membran„Aron und Nora“ weiterlesen

ein raum

Julia Solbach für #kkl 12 „Dazwischen“ ein raum nicht gebunden an das zeitmaß der erde der sich, trotz des ständigen kampfes, an den kanten und brüchigen stellen  im gestein halten kann eine welt in die ihre macht nicht reicht die jedem widerstand trotzt in der wir uns verstecken  um unter all den schichten  unser selbst„ein raum“ weiterlesen

Dazwischen

Gerhard Hartig für #kkl12 „Dazwischen“ Dazwischen Zwischen Gut und zwischen Schlecht, Zwischen Schuldzuspruch und Recht; Wenn die Welten sich vermischen, Ja, dann steh‘ ich halt dazwischen. Ich bin weder schön noch hässlich, Weder treulos noch verlässlich Und so friste ich die Zeit In der Mittelmäßigkeit. Du stehst über allen Dingen; Alles will dir wohl gelingen.„Dazwischen“ weiterlesen

Gehacktes Halb und Halb

Marcel Ifland für #kkl12 „Dazwischen“ Gehacktes Halb und Halb Manchmal fühle ich mich alt. Das hat relativ praktische Gründe. Ich trage nicht nur durchgehend eine Kopfbedeckung um zu vertuschen, dass ich seit 3-4 Jahren über eine zusätzliche Kniescheibe verfüge, ich komme auch mit der Digitalisierung gar nicht mal so gut klar. Ich bin ein Anarchronismus„Gehacktes Halb und Halb“ weiterlesen

Morgen fliesst Atem

Fiona Grau für #kkl12 „Dazwischen“ I.             Morgen Morgen, lieber Morgen und dass er leicht und ohne Hindernisse (kein Kater, kein Kätzchen) während die Sonne durch die Scheiben; dick von Staub dick vom Schmutz der Tage dick von wankenden Gedanken Vogelsingen wie am ersten Tag. Heute aber, tröpfchenweise geschichtet eine Malerei oder Zeichnung getupft wie –„Morgen fliesst Atem“ weiterlesen

Worte

Nora Dubach für #kkl12 „Dazwischen“ Worte Unzählige Worte verlassen den Mund stolpern ungeschliffen über die Lippen Einige fallen sang und klanglos ins Nichts werden nutzlos vom Speichel weggeschwemmt ohne etwas gesagt zu haben Erbrochen Nebelschwadengrau verblasst dein Gesicht hinter dem Fenster wie weggewischt diffuse Erinnerungen matt der Schein auf einem Stapel ungenutzter Möglichkeiten Ungesagtes Erbrochen„Worte“ weiterlesen

Die Zeit die uns bleibt

Daniel Mylow für #kkl12 „Dazwischen“ Die Zeit die uns bleibt Das Mädchen auf der anderen Straßenseite verlor den Halt. Sie rutschte, mit den Händen ins Leere greifend, vom Fenstersims in die Tiefe. Einen Augenblick lang dachte Elinor daran ihr nachzuspringen. Aber dieser Gedanke tauchte erst viel später in ihm auf, als er bereits unten auf„Die Zeit die uns bleibt“ weiterlesen

Lagerung

Dorothee Krämer für #kkl12 „Dazwischen“ Lagerung Im Winter lagert dein Versprechen in Einmachgläsern festgeschnürt zwischen dunklen Regalen und Kellergeruch hast du sie abgestellt ein süßes Versprechen doch der längst vergangene Herbst weht in den Gläsern bricht es Scherben brechen ins Versprechen ein wie ein Dieb Dorothee Krämer, lebe zur Zeit in Bad Essen bei Osnabrück.„Lagerung“ weiterlesen

Als wir warteten

Stephanie Gerner für #kkl12 „Dazwischen“ Stephanie Gerner, geb. 02.04.1977 in Tuttlingen, Baden-Württemberg 1997:         Abitur, Otto-Hahn-Gymnasium Tuttlingen 1999:         Umzug von Tuttlingen nach Hamburg 2003:         Umzug von Hamburg nach Berlin 2003–2006:  Studium der essayistischen Fotografie mit Schwerpunkt „Porträt“ an der privaten Berliner fas.akademie – ehemals „Fotografie am Schiffbauerdamm“; heute „Neue Schule Berlin“ – bei„Als wir warteten“ weiterlesen

Null. Der Mensch ist tot

Paul Winterkind für #kkl12 „Dazwischen“ Null. Der Mensch ist tot Die Nachricht über „den großen Verlust“, wie ihn die Experten und Analysten nannten, leuchtete am Morgen des 24. Februars 2020 um 11:00 Uhr in großen, roten Buchstaben auf all unseren mobilen Geräten auf. Wer sie in Umlauf brachte und wie ihm das gelang, wussten wir nicht,„Null. Der Mensch ist tot“ weiterlesen

weder noch

Jens Faber-Neuling für #kkl „Dazwischen“ ich bin zu reich um an armut zu leiden ich bin zu arm um mit geld herumzuschmeißen ich bin zu hässlich um model zu sein ich bin zu schön um nicht beachtet zu werden ich bin zu dumm um alle fragen zu beantworten ich bin zu schlau um alle fragen„weder noch“ weiterlesen

In Raum und Zeit gefangen

Franziska Bauer, für #kkl12 „Dazwischen“ In Raum und Zeit gefangenoder Sapere aude Bitter die Frucht vom Baum der Erkenntnis! So musste Gott zuerst des Menschen Neugier reizen, indem er ihm verbot, davon zu essen, ehe dieser sie pflückte und aß, klammheimlich, um dann kleinlaut zu erkennen, wieviel ihm selbst zum Gottsein fehlte, ihm, der in„In Raum und Zeit gefangen“ weiterlesen

Zwischen

Silke Bittmann für#kkl12 „dazwischen Zwischen zwei Telefonaten Zwischen Kochtopf und Kindergarten Zwischen einem Gespräch und einer wichtigen Sitzung Laß mich für einen Moment aufatmen in dir, mein Gott. Amen. Silke Bittmann, geb. 1972 in Schwalmstadt; Bankkauffrau und Versicherungsfachfrau, in der Finanzwelt unterwegs, mit einem Hang zur schönen Deutschen Sprache und schönen Worten. Sie lebt und„Zwischen“ weiterlesen

Dämmerung

Eva Wal für #kkl12 „Dazwischen“ Dämmerung Wenn der Abend fällt ziehe ich meinen Pelz aus und kleide mich mit Federn Zum Morgen entlasse ich mein Nachtvogelkleid und sehe Haar zu Fell wachsen Dick wie Filz im Winter weit und himmelsblau im Sommer trage ich mich selbst Im Frühling und im Herbst überquere ich einen Zwischenraum„Dämmerung“ weiterlesen

endbindung

Andreas Köllner für #kkl12 „Dazwischen“ endbindung auf dem weg zum horizont wirst du dir plötzlich fremd in deiner haut und stirbst dir selbst / blutlos zwischen sichtlos dichtem nebel zwar dem leben nicht doch seinem sterben und siehst den weg vom horizont wie ein toter nun, der neugeboren Andreas Köllner, geb. 1992 in Leipzig; Studium„endbindung“ weiterlesen

Easy Emotions III

Rebecca Kluth für #kkl12 „dazwischen“ Easy Emotions III Pure Entspannung, etwas Müdigkeit 1 Sekunde Ping eine Nachricht Wut schießt mir blitzartig aus den Ohren Nervös warte ich am Kiosk 4 Sekunden Ich sehe dich Du hast mir wieder Glück mitgebracht Gedankenverloren liege ich im Bett 5 Sekunden Der Text des Liedes Verzweiflung und Trauer streiten„Easy Emotions III“ weiterlesen

Ur zum Enkel

Renate Boldra für #kkl12 „dazwischen“ Ur zum Enkel Wo kommst du her?  Wo geh ich hin?  Was ist dein Ursprung?  Was mein Sinn? Wir wissen es nicht. Ein großer Schritt ins Leben,  ein großer Schritt hinaus, dazwischen aufsteh’n  und stolpern  und fall’n und wieder auf. „Mein Name ist Renate Boldra. Ich arbeite mit kleinen Kindern„Ur zum Enkel“ weiterlesen

Der Stern kommt

Karen Schröder für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Der Stern kommt ins Rutschen & die teure Papierserviette muß die weiße Weihnacht ersetzen. Einzig der Krach der Flugkörper erinnert daran, daß da jemand ist über uns. Karen Schröder Lebt als freie Autorin in Schulzendorf b. Berlin Veröffentlichungen in Anthologien, Radiofatures

Ich, der Indigo

Elo Sinn für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Ich, der Indigo Ich kann sehen,Obwohl ich meine Augen nicht benutze. Ich kann sprechen,Obwohl ich meinen Mund nicht gebrauche. Ich kann auch hören,Obwohl ich meine Ohren habe. Ich bin mein Gehirn.Ein Bewusstsein,Gebunden an einen Körper.Gebunden an eine Raumzeit. Doch ich sehe weitaus mehr als nur das. Ich„Ich, der Indigo“ weiterlesen

Müll

Tina Brüggener für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Müll „Nimmst du den Müll mit?“, rufst du. Und ich weiß, dass es dir nicht um den Müll geht, der noch gar nicht richtig voll ist, sondern darum, dass ich mich generell mehr einbringe. Ich versuche, so zu tun, als hätte ich dich nicht gehört, meistens klappt„Müll“ weiterlesen

Jahreszeiten auf meiner Haut

Sandra Walter für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Jahreszeiten auf meiner Haut Es kommt die Zeit, da spüre ich die Sonne auf meiner Haut. Sie spendet mir Wärme und Kraft. Alles nun aus seinem Winterschlaf erwacht. Ich spiele, tobe und lache ganz laut. Es kommt die Zeit, da spüre ich die Sonne stärker auf meiner„Jahreszeiten auf meiner Haut“ weiterlesen

Freundschaft

Susanne Ulrike Maria Albrecht für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Susanne Ulrike Maria Albrecht hat bereits zahlreiche Werke veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. Beim vierten internationalen Wettbewerb „Märchen heute“ belegte sie den ersten Platz. http://susanne-ulrike-maria-albrecht.over-blog.de

Schwerelos

Friederieke Butzheinen für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Schwerelos Schau einmal zum Himmel hoch Kind, sag mir was du siehst Da schwebt die Wolke wie ein Schiff Mit Düsen und Raketenschliff Und wenn du blinzelst, wenn du niest Von Sonnenlicht und Blütenpollen Dann ist es fort, davongeflogen Mit Feuerzauber abgehoben Gelockt vom fernen Sternensog Hörst„Schwerelos“ weiterlesen

ZEIT

Susanne Sommer für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ ZEIT Hast du schon mal aus dem Fenster geblickt,und ist dir dabei die Zeit vertickt?Die Zeit – was ist das?Wo ist sie zu finden?Kann sie einfach so verschwinden?Kannst du sie hören?Kannst du sie sehen?Ist sie als Sand in der Uhr zu verstehen? Ist sie im Flügelschlag einer„ZEIT“ weiterlesen

Aus der Redaktion

Aus „Es kommt die Zeit“ schauen wir oder gleiten schon in „dazwischen“. „Dazwischen“ – ein neues Ausschreibungsthema, welches Alles oder Nichts bedeuten kann. Vielleicht beantwortet eine Einsendung, was wohl zwischen unseren Gedanken passiert, in diesem Nichts, in dieser meist kurzen Stille. Oder was in den riesigen „Räumen“ zwischen den Planeten, den Sternen und schwarzen Löchern„Aus der Redaktion“ weiterlesen

In der Zeit vor den Zeiten

Winnie Musil für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Winnie Musil – Mein irdischer Weg:• Geboren am Dienstag, 3.Mai 1955, in Wien• Schulzeit in Berndorf / Bezirk Baden, Matura 1973• Ausbildungen: Schaufenstergestaltung, Model, Modezeichnen• 1975-2005: kfm. Angestellte in einer Großbank• ab 2005: Pension = grenzenlose Freiheit fürs Malen, Dichten, und v.a.Meine Berufung:Seit 1994 lerne ich ganzheitliche„In der Zeit vor den Zeiten“ weiterlesen

Es war einmal (… ein Mal?)

Bettina Engel-Wehner für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Es war einmal (… ein Mal?) Es kommt die Zeit da wird die Wahrheit siegen – doch erst wenn auch der kleinste Spatz sie endlich von den Dächern scheißt. Es kommt die Zeit da ist die Welt mit sich im Frieden da enden alle Kriege und jeder„Es war einmal (… ein Mal?)“ weiterlesen

Caipirinha

Cornelia Koepsell für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Caipirinha Happy Hour. 17 – 20 Uhr. Alle Cocktails nur Euro 3,33. Anja bestellt einen Caipirinha. Der Gaumen zieht sich in Vorfreude zusammen. Er steht vor ihr. Oben die vielen kleinen Eiswürfel, in denen der dicke Strohhalm steckt. Darunter die gelbliche, leicht bräunliche Flüssigkeit, bestehend aus Rum„Caipirinha“ weiterlesen

Feuerfunken

Daniel Schulz für #kkl11 für „Es kommt die Zeit“ Feuerfunken Aufgewacht in der Asche meiner Jugend. Aufgewacht in der Asche meiner Träume. Grau im Gesicht wie Mörtel und Zement. Einbetoniert in einer Routine, die unsere Gesellschaft ein Leben leben nennt, eine endlos-Schleife, die Zeit, sie läuft im Kreis, läuft im Kreis bis sie dich verwittert„Feuerfunken“ weiterlesen

Es kommt die Zeit

Katharina Dobrick für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Es kommt die Zeitvon der WeltAbschiedzu nehmen Es kommt die Zeitmit der inneren WeltFriedenzu schließen Es kommt die Zeitangstfreihinüber zugleitenIn die „Dazwischen-Welt“ Es ist jetzt die Zeitliebevoll und menschlichzu lebenSei bereit Katharina Dobrick, 1947 geboren. Ihre ersten 24 Lebensjahre verbrachte die Autorin in Niedersachsen. Sie hat vor„Es kommt die Zeit“ weiterlesen

Ein schweigender Himmel

Hans Drawe für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Ein schweigender Himmel hoch, weiß, von seltsamer Klarheit und Stille. Gleich einer Bachschen Fuge, nur eben still. Selbst die Tannen am Berghang haben das Atmen vergessen. Das Reh fühlt sich ausgestopft, so still ist es. Der Regenbogen schläft noch hinter den Sternen, die auch noch nicht erwacht„Ein schweigender Himmel“ weiterlesen

Apo-kalyptisch

Carlos Wolf für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Apo-kalyptisch Wenn dir schmerzt die Apophyseoder hast ’ne harte Drüse. Du siechst dahin, stehst vor der ApokartereseUnd glaubst nie mehr, dass du genesest. Es bleibt dir keine Zeit für ’n Aporem,soll ich oder soll ich nicht zum Hausarzt geh’n? Dein Arzt stellt fest ganz apodiktisch,dass es mit„Apo-kalyptisch“ weiterlesen

Der Traum

Guido Blietz für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Der Traum Ich befand mich im Wald meiner Kindheit, wo ich, zwischen Brombeerbüschen stehend, die Früchte von den Zweigen zupfte und genießerisch verzehrte. In Sichtweite meiner Position gewahrte ich auch die drei Findlinge aus weißem Sandstein, in deren Nähe vor Jahren steinzeitliche Besiedelungsspuren entdeckt worden sind und auf denen„Der Traum“ weiterlesen

nach hause kommen

Ingeborg Henrichs für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ nach hause kommen Dieses “ nach Hause kommen “ im Adventist eine anderes. Unsichtbar eingefangen vom Wiederkehrenden dem jährlich sich Wiederholenden;vorbei an Konsumterror,-zwang und -rausch,im anderen Licht der Dämmerung, der Hoffnung und Erwartung. Dieses “ nach Hause kommen “ im Adventist ein anderes.Abendhimmel, gemalte Ewigkeit,überirdisch, paradiesisch, schönes„nach hause kommen“ weiterlesen

Purpurrot

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl11 “Es kommt die Zeit…“ Purpurrot Am meisten vermissen wir den Sand Unseren purpurrot schimmernden Sand Den Menschen wie du und ich Doch früher überall fanden Zwischen vergilbten Buchseiten meist   In alten Büchern Über verwunschene Seen   Und ferne tiefblaue Ozeane Wo ist es, unser Purpurrot? Wir wollen es wieder Zeitlos„Purpurrot“ weiterlesen

finale

Monika Schlößer für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ finale flucht vor der dreiviertel takt losigkeit endlos schmerzender trauer reden am offenen herzen bevor auch die letzte rose verwelkt schleich ich mich davon veröffentlicht:  Verschenk-Calender 2007, éditions Trèves weckruf kraniche ziehen über mein haus fliegen nach süden kreischen so laut zeit zum aufbruch zieht euch warm„finale“ weiterlesen

Es kommt eine Zeit

Marita Bagdahn für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Es kommt eine Zeitda schaust du zurückund sagst Vorbeida wirst du bereuendass sie ungenutzt verstrich Es kommt eine Zeitda schaust du zurückund sagstSo war esnicht mehr zu ändernEs kommt eine Zeitda wirst du schauenund sagen So ist esund den Augenblickbeim Schopfe packen LebenszeitZäh kriechen die Stunden dahinüber„Es kommt eine Zeit“ weiterlesen

Stimme in mir

Susanne Rzymbowski für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Stimme in mirdie ich nicht kennesingst mir ein Liedin den schlaflosen Nächtenimmer in Mollfür ein Leben voll Sehnsuchtunendlicher Weitenvon Wipfeln gesehendas Tal der Verheißungim Licht der Erkenntnisvon Allem im NichtsDu Troubadour vergangener Zeit Susanne Rzymbowski, geb. 1964 in Köln, im Büroalltag zu Hause, bezeichnet sich selbstgerne als„Stimme in mir“ weiterlesen

Streu Blumen, mein Kind

Jenny Schon für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Streu Blumen, mein Kind Gespräch über Corona Die alten Wege wieder gehen Zertreten die Kieselsteine Von der Last der Jahre Die Menschen noch mal Treffen auf der Bank Sitzen und in die Vergangenheit Blicken Alles noch mal von vorn Beginnen Will ich das? Will ich mit der„Streu Blumen, mein Kind“ weiterlesen

„Es kommt ein Tag.“

Olga Kovalenko für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ „Es kommt ein Tag.“ Es kommt ein Tag, an dem alles anders wird… Es kommt der Tag, an dem man alles vergisstund sich selber vermisst,so wie man es mal früher war… Es kommt ein Tag, an dem der ganze Schmerz – eine schwere Lastwie Herbstblätter unter den„„Es kommt ein Tag.““ weiterlesen

Wenn aber endlich der Tag kommt

Christiane Schwarze für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Wenn aber endlich der Tag kommt Ich habe den Fehler immer sehr bedauert. Dabei war es durchaus nicht mein eigener und wahrscheinlich nicht einmal die bewusste Absicht des Verursachers.Vielleicht war es einfach nur ein Irrtum oder das Ergebnis einer kleinen Unachtsamkeit?Früher hatte ich es als selbstverständlich hingenommen,„Wenn aber endlich der Tag kommt“ weiterlesen

Die Tage. Schmal 

Kerstin Fischer für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Die Tage. Schmal  Ich bin dein Gewebe. Es ist zerrissenen, last christmas, in kalte Engel. Der Wachtraum bricht ein in der Leere des Raumes. In meinen Händen brennen noch die Kirschen. Sie hinterlassen Narben in meiner Schrift, die Geister lesen, die es nicht gibt im Nichts zwischen„Die Tage. Schmal „ weiterlesen

Mein innerer Kramladen

Helga Schulz Blank für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Mein innerer Kramladen mäandert gnadenlos durch mein Lachen,versucht mir den Sonnenschein, den Schneidund meine Zuversicht zu stehlen im Dorfeinen Kramladen zu eröffnen. Er will mir den Sonnenschein, den Schneid stehlen.ich überliste ihn mit Muskat, reibe die Nuss,trinke sie in warmer Milch, eröffne den Kramladen,laufe um Seen,„Mein innerer Kramladen“ weiterlesen

der pfad

Tom Riebe für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ der pfad im verdunkelten wald nur noch von mir begangen dem einzigen dem letzten menschen kaum sichtbar noch die wiederholungen die ihn einst formten breit und mit klarer richtung verstrüppt von der zeit nur ich gehe ihn wieder und wieder auf zaghaften füßen dem verschwinden begegnend einmal„der pfad“ weiterlesen

Wir warten aufs Christkind

Jochen Stüsser-Simpson für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Wir warten aufs Christkind Und es verlässt jetzt unser Haus mit viel Gebraus die Fledermaus. Zum Weihnachtsfest wird nebenbei das Haus auch von Vampiren frei. Im Erdgeschoss, schon auf der Treppe hören wir leise wie Geschleppe, wie Klingeln auf den ersten Stufen, Trappeln von Hufen, Gleiten von„Wir warten aufs Christkind“ weiterlesen

Im Osten

Steffen M. Diebold für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Im Osten Gekerkerte Hunde schnappen nach Licht. Die Mützen sind tiefer ins Auge zu ziehen. Wir trinken die Verse von Rilke wie Russen Wodka. Weit weg wohnt er, der Bär. Man sagt eine gewisse Schläue ihm nach. Juwel Auf dünner Narbe Vielfalt pur azurblau funkelnd im„Im Osten“ weiterlesen

die lieben Kinder

Jürgen Artmann für #kkl11 „Es kommt die Zeit die lieben Kinder wir warten in der Kälte angespannt verliebt lassen sie ungern ziehen auf ihren Weg ins Leben les enfants chéris nous attendons dans le froid tendu amoureux les laissons partir à contrecœur sur leur chemin dans la vie Jürgen Artmann, Jahrgang 1970, wohnt in Strasbourg„die lieben Kinder“ weiterlesen

Kommende Zeiten

Hellmut Bölling für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Kommende Zeiten Eines Tages wird Dir die Zeit persönlich begegnen,  sich herzlich dafür bedanken, dass Du sie im Wesentlichen gut genutzt und selten vertrieben hast, und Dir dann mitteilen, dass Du die Räume ihrer Welt verlassen darfst. Du wirst Dich als Teil der absoluten Zeitlosigkeit erleben, weil„Kommende Zeiten“ weiterlesen

Ein demokratisches Schreibzeitalter

Simon Scharm für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Ein demokratisches Schreibzeitalter Ob jemand ein Schriftsteller wird oder nicht, hängt in vielen Fällen von einer Laune des Zufalls ab. Im Nachhinein behauptet man jedoch oft, etwas habe so oder so kommen müssen, wie es schließlich gekommen ist. Wittgensteins Kritik an Freuds Psychoanalyse setzt an diesem Punkt„Ein demokratisches Schreibzeitalter“ weiterlesen

Held sein

Eileen Egeter für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Held sein Und wenn die Zeit Ein Held zu sein Gekommen ist Ist egal Wer du warst Was du hattest Was dir fehlte Denn wenn die Zeit Ein Held zu sein Gekommen ist Ist nur wichtig Wer du bist und Wofür du kämpfst Denn die Zeit Ein„Held sein“ weiterlesen

Mangold

Jonas Müller, für #kkl11 „Es kommt die Zeit“                                                                    Mangold Sein Defaultsetting für Nachmittage unter der Woche setzte auf eine erhöhte EMA (Erregbarkeit, Muskelaktivität, Anspannung) für die anderthalb Stunden mit seinem Trainer, gefolgt von einer deutlichen Absenkung derselben, um im Gegenzug Transmitter auszuschütten, die den STB (Sauerstoffausbeute, Tonus, Blutdruck) senken und den Ruhemodus (Wachsamkeit, Reizbarkeit, Kurzzeitgedächtnis„Mangold“ weiterlesen

Der König

Michael Hetzner für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Der König Er ist schon lang am Faulen Die stolzen Beine trugen ihn nicht mehr zerbrochen ist das prächtige Geweih Nur an den Spitzen ein verhornter Rest Er der so stark einst, so stolz und hoch Durchs Grüne schritt Er fragte nicht nach Unterholz Nach braunem Laub„Der König“ weiterlesen

Vorfreude

Kathrin Freder für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Vorfreude ___ Hektische Menschen, rasende Autos, Gedränge auf den Straßen, um etwas zu erreichen. ___ Laute Musik, Lichter überall. Es soll nichts fehlen für eine heile Welt. ___ Ich bleibe stehen, schaue dem Treiben zu. In wenigen Tagen ist Weihnachten. ___ Weihnachten, Licht in der Dunkelheit. Neues„Vorfreude“ weiterlesen

Denkt euch…

Petra Ewering für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Denkt euch… Zwei Kinderaugen blicken starr,auf die Lichter dieser Stadt,entzückt und schweigend weilt das Kind,weil all’ dieses es noch nie gesehen hat. Denkt euch, es hat den Krieg gesehen,über der Dächerspitzen,hörte es Granaten und Bombenund sah des Nachts Gewehrfeuer blitzen. Einst drangen Männer in das kleine Haus,sie„Denkt euch…“ weiterlesen

Das Tor zum Paradies

Klaus Pelster für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Das Tor zum Paradies Im Garten unseres Paradieses pflückten wir die goldenen Äpfel Im Garten unseres Paradieses gedeihten die Früchte unserer Liebe Im Garten unseres Paradieses erntete ich die Wärme Deines Lächelns Im Garten unseres Paradieses flutete die Sonne Deines Herzens Im Garten unseres Paradieses sog ich„Das Tor zum Paradies“ weiterlesen

Am Scheideweg

Lasse Thoms für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Am Scheideweg Es kommt die Zeit, da wir uns entscheiden müssen, was wir tun wollen, wenn man uns fragt: Was willst du tun? Und es kommt die Zeit, da die Entscheidung, was zu tun ist, auch die Entscheidung darüber ist, wer wir sein wollen. Er hatte das„Am Scheideweg“ weiterlesen

Ihr Zeiten, kommet doch all’

Martin A. Völker für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Ihr Zeiten, kommet doch all’ Erschrecke nicht, wenn ich dir das Schrecklichste sage, das eine:r sagen kann: „Die Dinge sind, wie sie sind.“ Du fühlst dich klein. Ohnmächtig. Ausgeliefert jenen Mächten, die Welten erschaffen und wieder zusammenstürzen lassen. Aber bist du etwas ganz anderes? Sind dein„Ihr Zeiten, kommet doch all’“ weiterlesen

Deadline

René Oberholzer für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Deadline Bis 20.39 UhrSagte sieIch sagteJa bis 20.39 UhrBei 20.37 UhrKam ich ins SchwitzenBei 20.38 UhrZitterten die HändeBei 20.39 UhrSuchte ich nochEinen guten SatzBei 20.39 UhrFand ich diesen SatzAber nichtBei 20.39 UhrSetzte ich einfachEin Komma Diametral Er kommt wiederDer WinterDenkt erVerkürzt den TagVerlängert die Nacht Er kommt„Deadline“ weiterlesen

Facing Loss

Anna Krauß für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Facing Loss Anna Krauß ist Creative Producer am HAU Hebbel am Ufer und dort für die Umsetzung der Digitalprojekte verantwortlich. Sie arbeitet außerdem freiberuflich als Dramaturgin und inszeniert Theaterstücke am Marburger Theater Neben dem Turm. Für die britische Theatergruppe Forced Entertainment arbeitete sie von 2014 bis 2016„Facing Loss“ weiterlesen

Der Kosmische Prozess (Die Urtragödie)

Gerald Marten für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Der Kosmische Prozess(Die Urtragödie) DIE VERSPRENGTEN   Den Sprengmeister vor das Gericht,                                     er zündete das Sprenggewicht                                     zu früh, es war die Zeit noch nicht. SPRENGMEISTER        Es waren weder Raum noch Zeit,                                     es wusste keine Uhr Bescheid                                     vom Anfang einer Ewigkeit. DIE VERSPRENGTEN   Ort und Zeit entschiedest DU,„Der Kosmische Prozess (Die Urtragödie)“ weiterlesen

Armbanduhren

Tilman Kressel für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Armbanduhren Eine Uhr muss rund sein. Sonst haben die Tage keinen Anfang und kein Ende. Das stimmt natürlich nicht, denn Tage haben ohnehin keinen wirklichen Anfang, sondern sind immer Fortsetzung. Und sie haben kein Ende, niemals, denn immer hat an einem anderen Ort der Welt der neue„Armbanduhren“ weiterlesen

Ich warte

Robert Reitz für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Ich warte Egal, was ich schreibe, man wird mich für einen Lügner halten. Ich bin entschlossen zu warten, und wenn es bis zu meinem Lebensende ist. Es ist gleichgültig, was andere davon halten. Es ist geschehen. Wir waren alle vier normale Jungs, falls es so was gibt.„Ich warte“ weiterlesen

Mit Sein kommt Zeit

Gerwin Haybäck und Reinhold Brandstätter für #kkl11 „Es kommt die Zeit“ Mit Sein kommt Zeit Denkendes Dasein kennt Zeit,nicht übriges Sein! Dasein,Artisten im alltäglichen Man,Sinn der Zeit längst vergessen. Befeuert latente Angst Erinnernan eine versäumte Zuwendung,hemmt Angst vor dem Nichtsdie Sorgenmaske um Andere. Dasein hopp auf zum täglich Ritt,was gäbe ich für die wahre Sorge?Existenziell„Mit Sein kommt Zeit“ weiterlesen

Stolperstein

Bianca Körner für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Den ersten Schritt hast du gemacht und ich dann alle anderen und ich dann auch den letzten Ich kann dir nicht mehr auf halbem Weg entgegenkommen, hab meinen schon längst verlassen und wenn ich noch einen Schritt weiter auf dich zugehe, bin ich in dir, gibt es mich„Stolperstein“ weiterlesen

Aus der Redaktion

„Glück macht durch Höhe wett, was ihm an Länge fehlt“ so Robert Lee Frost. Von oben betrachtet haben wir wohl einen besseren Überblick. Alles wird kleiner, auch die Probleme, … und wir erkennen eher Zusammenhänge durch die erhöhte Perspektive. Auch lässt sich die Treppe besser von oben kehren, wegen der Übersicht und der Einfachheit, sowie„Aus der Redaktion“ weiterlesen

Weltenwanderin

Susanne Sommer für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Weltenwanderin Heute finde ich esnicht mehr schlimm,nicht direkt auf dieser Erdeangekommen zu sein.Sondern:immer wieder abzuheben,zu schweben,zu entgleiten;zwischen den Welten zu leben. Begrüße michmehr und mehrals Weltenwanderin:laste mir meine Bodenlosigkeitnicht mehr an.Als Makel.Make-up braucht’s nicht mehr.Gibt ohnehin immer jemanden,der mir die Füßchen auf den Bodender Tatsachen stellt. Meine Angst,verloren„Weltenwanderin“ weiterlesen

Traumleben

Julia Wehrmann für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Traumleben Jeder meiner Tage hat drei Quadratmeter und keinen Sinn. Es ist Mitte August. Ich sitze in einem Gartenstuhl aus Hartplastik. Als ich ihn gekauft habe, war er strahlend weiß. Doch inzwischen haben ihn Wind und Wetter ergrauen und spröde werden lassen. Markise habe ich keine. Nicht einmal„Traumleben“ weiterlesen

Das Auge

Kerstin Nethövel für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Das Auge Die Zimmertür hat einen Spion. Wenn man mit dem Auge ganz nah herangeht, kann man aber trotzdem nicht durch den Spion in den Flur hinaussehen. Er funktioniert anders. Draußen sind Schritte zu hören. Sie kommen näher und werden lauter. Die Schritte gehen an allen Türen vorbei.„Das Auge“ weiterlesen

„Es und Sein“

Elo Sinn für #kkl10 „Der nächste Schritt“ „Es und Sein“ Erster Teil: Es wandelt auf leisen Schwingen. Nimmt sich dich und die und den. So wie das.  Du kannst es sehen. Nicht fern von Angst. Es bleibt bestehen. Schritt um Schritt. Es wandelt leis‘. Nimmt mit Fleiß. Es ist die Ode für die Tode. Du„„Es und Sein““ weiterlesen

Engel

Friederieke Butzheinen für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Engel Es war zwei Wochen nach den Sommerferien, als ein neues Gesicht in meiner Klasse auftauchte. Niemand hatte es angekündigt. Es erschien unerwartet in der letzten Reihe, dem Fenster zugewandt. Halb verdeckt vom langen, schwarzen Haar, das vom Kopf auf den unförmigen Kapuzenpullover fiel und so dem Körper„Engel“ weiterlesen

es sei denn

Winnie Musil für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Winnie Musil – Mein irdischer Weg:• Geboren am Dienstag, 3.Mai 1955, in Wien• Schulzeit in Berndorf / Bezirk Baden, Matura 1973• Ausbildungen: Schaufenstergestaltung, Model, Modezeichnen• 1975-2005: kfm. Angestellte in einer Großbank• ab 2005: Pension = grenzenlose Freiheit fürs Malen, Dichten, und v.a.Meine Berufung:Seit 1994 lerne ich ganzheitliche Hilfsmittel„es sei denn“ weiterlesen

Waldzeit

Sabine Hilscher für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Waldzeit Der Farn steht so duftig und zart zwischen den Bäumen, dass man ihn im Vorbeigehen durch die Finger gleiten lassen kann. Federnd streichen die gefächerten Blätter über die Haut, färben die Körperinnenseite mit frischem Grün. Streicht man sich schaudernd mit der Hand über den Unterarm, erscheinen dort„Waldzeit“ weiterlesen

Die Natur

Melinda Horváth für #kkl10 „Der nächste Schritt“ „Die Natur macht es uns mit unzähligen Beispielen vor: Der Wulkanausbruch – Altes geht verloren, neue Wege, neues Land entsteht, großartiges Schauspiel, große Dramen… Herbst, Corona… Verwesung, Verwirrung, dann zur Ruhe kommen und sammeln, sodaß man wieder aufsteht und entfaltet und neue Wege geht mit Einheit und Liebe, Schritt„Die Natur“ weiterlesen

Schattenspiel

Olga Kovalenko für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Schattenspiel An M.S. Ich will deine Seele los lassenMit den fliehenden Wolken der Zeit.Ich will die Geschichten nicht flüstern hörenIn der Stille deiner Abwesenheit.Ich will die Tränen trocknen,Wenn der Schatten der GleichgültigkeitSeine schwere Hand auf meine Schulter legt Aber die bösen Stimmen kreisen wie die KranicheUm meine Ohren„Schattenspiel“ weiterlesen

Die einsame Wölfin

Cornelia Koepsell für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Die einsame Wölfin Es war einmal ein Wölfin, etwas struppig, nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt, die zog allein durchs Unterholz, durch die Steppe, durch den Wald. Nachts heulte sie den Mond und die Sterne an.  Dies waren ihre Weggefährten. Sternschnuppen fielen herunter als Antwort und„Die einsame Wölfin“ weiterlesen

„Der nächste Schritt …kann tödlich sein“

Ingrid Steckelberg für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Ingrid Steckelberg, in Breslau geboren, lebt in Achim, arbeitet in Achim und Worpswede 1992 Beginn der künstlerischen Tätigkeit 1993 – 2000 Künstlerische Ausbildung in der freien Malerei. Kurse im Rahmen der Erwachsenenbildung (Malerei) Neben der Malerei intensive Auseinandersetzung mit der Fotografie. Seit 1993 Einzel – und Gemeinschaftsausstellungen im„„Der nächste Schritt …kann tödlich sein““ weiterlesen

lieber homo sapiens zwei punkt null

jottpeh für #kkl10 „Der nächste Schritt“ lieber homo sapiens zwei punkt null wenn du dir schon selbst nicht übern weg traust dann installier wenigstens ne ampel an der kreuzung und lass dir von künstlicher intelligenz auf die andre strassenseite helfen und kontrollier jeden schritt per navi dann wollen wir doch mal sehn wie die aktienkurse„lieber homo sapiens zwei punkt null“ weiterlesen

Der nächste Schritt?

Astrid Hammerthaler für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Der nächste Schritt?                  Aufwärts! Astrid Hammerthaler, geboren in Wasserburg am Inn,  lebhaft in München, schreibt seit ihrer Kindheit. Vor allem Kurzgeschichten und unlängst einen Roman. Außerdem arbeitet sie begeistert als Fotografin, ist Sozialpädagogin und Arbeit am Tonfeld®-Therapeutin. Besonders gerne hält sie sich in„Der nächste Schritt?“ weiterlesen

folgen  

Eva Joan für #kkl10 „Der nächste Schritt“ folgen   du hast mir geratenauf mein Herz zu hörenmich seinem Rhythmusanzuschließendann hast du mein Innersteszerbrochenund ich frage michwelcher der tausend Scherbenich nun folgen soll   Eva Joan, geboren in Augsburg/Bayern, lebe ich seit 2012 in Glücksburg an der Ostsee. Ich bin pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte und Kursleiterin für Autogenes„folgen  „ weiterlesen

Orpheus ohne

Avy Gdańsk für #kkl10 „der nächste Schritt“ Orpheus ohne Suna hatte es verdient, dass der Tag ihr in die Augen stach, und so senkte sie ihre Lider nicht gegen die Sonne und nahm es auf sich, wie das kalte Licht sie inspizierte, als sie Lyra aus seinem Gehege hob. Sie spürte sein zittriges Herz auf„Orpheus ohne“ weiterlesen

Fortschritt

Bettina Engel-Wehner für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Fortschritt Fortschritt bedeutet nicht Technisierung Digitalisierung Weiterentwicklung Von Bequemlichkeiten Von Gier und Haben-Können Stumpfem Haben-Müssen. Fortschritt In seinem ureigenen Sinn Kann nichts anderes sein Als Weiterentwicklung Der Menschlichkeit Und eines global Menschenwürdigeren Daseins Im Einklang mit der Natur. Alles andere ist ein Schritt Immer weiter Fort Von Zivilisation.„Fortschritt“ weiterlesen

Füße

Monika Schlößer für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Füße Er muss hier sitzen. Sie brauchen ihn. Denn er krankt an ihren Leiden. Heute hängt nicht viel in der Luft. Hitze, gleißende Sonne, Mückenvolk und albernes Gekicher schwirren über zähschmelzenden Asphalt. Wer verirrt sich an solch einem Tag schon hierher, hinter diese altehrwürdigen Mauern? Allenfalls mit dem„Füße“ weiterlesen

Mutiger Schritt

Karin Wüste-Sallouh für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Mutiger Schritt Wenn dein nächster Schritt ein Schritt  zurück ist Dann gehe ihn  entschieden ernst — nicht traurig oder heiter denn du weißt die nächsten gehen wieder zwei nach vorne weiter  Ja, so nimm gut Anlauf  und gib dem blöden Schicksal einen starken Tritt denn nur so  weicht„Mutiger Schritt“ weiterlesen

Einmal – Manchmal

Margret Küllmar für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Einmal – Manchmal Einmal                       starten wir Manchmal                 rennen hüpfen tanzen wir Manchmal                 humpeln taumeln straucheln  wir Manchmal                 werden wir ausgebremst                                   überwinden wir Hindernisse                                   machen wir Umwege Einmal                       sind wir am Ziel Margret Küllmar, geb. 20.06. 1950, aufgewachsen auf einem Bauernhof in Nordhessen, nach der Schule Ausbildung„Einmal – Manchmal“ weiterlesen

Herbstliche Zeit

Katharina Dobrick für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Herbstliche Zeit Ruhe und Gelassenheit begleiten uns durch die Untiefen des Lebens Freude und Hoffnung befreien unsere Seelen und Herzen Liebe und Freundschaft lassen uns erstrahlen leuchten Sie Alle sind großartige Gefährten im Herbst des Lebens Schritte ins Glück Auf dem Weg zu meiner  Seele treffe ich mein „Herbstliche Zeit“ weiterlesen

Um die Ecke

Sascha Wittmann für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Um die Ecke Liebe Mama, lieber Papa, um diese Ecke werde ich nicht mehr gehen. Das versteht Ihr nicht? Könnt Ihr Euch nicht mehr an die endlosen Besichtigungen während unserer Italien-Urlaube erinnern? Meine Schulfreundinnen sind einfach in Lignano oder Jesolo am Strand gelegen, haben Sandburgen gebaut und sich„Um die Ecke“ weiterlesen

Überlegungen

Lena Winter für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Überlegungen Ich war nervös. Das war ich schon die ganze Zeit über. Es war meine Chance und ich wollte sie nutzen. Doch wie würde es werden? Wie würden die Menschen sein? Freundlich und hilfsbereit, oder abweisend und auf ihren eigenen Vorteil bedacht? Würde ich alles gleich verstehen und„Überlegungen“ weiterlesen

Wie viele Türen kann ich einrennen?

Christiane Mähr für #kkl „Der nächste Schritt“ Wie viele Türen kann ich einrennen? Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere – so heißt es zumindest. Was aber, wenn man die Tür selbst schließt? Wenn man also ganz bewusst entscheidet, einen eingeschlagenen Weg nicht mehr weiterzugehen und somit einen Schritt setzt, mit dem man„Wie viele Türen kann ich einrennen?“ weiterlesen

Die Krise  

Fernand Muller-Hornick für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Die Krise   Büttner suchte verzweifelt nach Zigaretten. Eigentlich hatte er sich das Rauchen längst abgewöhnen wollen. Ob er schnell an den Kiosk, drei Straßen entfernt, laufen soll? Dazu hätte er den Mantel anziehen müssen, draußen regnete es in Strömen. Büttner drückte am Fernseher gelangweilt sämtliche Programme durch,„Die Krise  „ weiterlesen

„Der nächste Schritt“

Theresia Plank-Zebinger für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Theresia Plank-Zebinger  Malerin

…aus der zeit gefallen

Jenny Schon für #kkl10 „Der nächste Schritt“ …aus der zeit gefallen herbstzeitlose blau unendlich zieht der himmel das eitle geschehen der welt bleibt vor dem himmelstor stillstand im weltentheater das gackern der smartphones verstummt wir sind aus der zeit gefallen im himmel kein klingelton… Jenny Schon Berlin, Lyrikerin, Stadtführerin, Veröffenlichungen, meist Geest Verlag,

Cirrus

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Cirrus Über den Tisch verstreut liegen Fotos. Ich nehme eines nach dem anderen in die Hand und betrachte sie. Schließlich entscheide ich mich für einen Schnappschuss, den meine Tochter, wenige Tage, bevor sie nach Berlin umgesiedelt ist, gemacht hat. Auf dem Foto sitzt Cirrus, mein wunderschöner Kater, aufrecht„Cirrus“ weiterlesen

Der nächste Schritt

Karin Büchel für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Der nächste Schritt ganz sacht strecke ich den Fuß ins Ungewisse Der nächste Schritt Schritt für Schritt immer weiter durch den Sand ich sehne mich nach DIR Der nächste Schritt vorwärts treibt der Rückenwind rückwärts das Gewissen seitwärts ruft ganz leis‘ das Kind der nächste Schritt verbissen Karin„Der nächste Schritt“ weiterlesen

Das Fest

Christiane Schwarze für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Das Fest Sie war dagegen auch die Verwandten einzuladen, aber ihre Eltern meinten, wenigstens einmal im Jahr solle sie etwas Familiensinn an den Tag legen.„Schließlich sind doch auch genug junge Leute da.”Vater tippte Einladungskarten, welche Mutter dann mit Strohblumen dekorierte.Sie konnte Einladungskarten mit Strohblumen nicht ausstehen.Jedes Jahr hatte„Das Fest“ weiterlesen

Der Silbermann

Rebecca Scharpenberg für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Der Silbermann Lorenz Steiner saß an seinem blank polierten Mahagonischreibtisch und blickte ungeduldig auf die Uhr. Noch ein Meeting hatte er für heute vor sich und keine Möglichkeit, einen seiner Mitarbeiter an seiner Stelle dazu zu verdonnern. Vertragsverhandlungen waren Chefsache und das war zu seinem großen Bedauern niemand„Der Silbermann“ weiterlesen

Legenden

Ingeborg Henrichs für #kkl10 „Der nächste Schritt“ LegendenBalkon des LebensKurz bevor die Sonne gehtZeit für Legenden StolpersteineAuf SpurensucheStolpersteine übersehen?Auf-tritt der Wahrheit TanzTanz die ToleranzFordert die Freiheit auf zum TanzBeweg dich im Rhythmus DemokratieDen Klang Respekt überhöre nie.Pass auf! im GleichschrittPass auf! im WiegeschrittTanz die ToleranzFordert die Menschlichkeit auf zum TanzMach dich stark für gute FormenAufrecht„Legenden“ weiterlesen

Dem Sturm voraus

Karen Schröder für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Dem Sturm voraus Der Ritt auf dem Huhn durch  die Christrosen geht ein Raunen vom Sturm, gut ist- sagt der Kontrolleur und breitet am Bahnhof die Arme aus. Karen Schröder Lebt als freie Autorin in Schulzendorf b. Berlin Veröffentlichungen in Anthologien, Radiofatures

Die Bank

DoubleYEaSi für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Die Bank Ich saß auf der Bank, in Gedanken versank. Vieles an mir vorbeizog, wo ich den Kopf hob. Nun ist er schwer. Gedanken auskehr. Manche hartnäckig sind, andere verborgen, wie in einem Labyrinth. Ich etwas innehalte. Durchatme, mit jeder Phase. Den Blick aufricht, trotz Falten im Gesicht, wo„Die Bank“ weiterlesen

Wohin

Birgitt Negro für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Birgitt Negro https://www.atelier-farbenherz.de/ „Bilder, aus der Intuition geboren, gelangen in mein Bewusst-sein, streben nach Ausdruck und Realisation. Schon in meiner Kindheit entdeckte ich die Liebe zu Farben, Papier und kreativem Gestalten. Diese Techniken wurden im ständigen Selbststudium und in einem Studium an der Kölner Malschule , mit den Dozenten„Wohin“ weiterlesen

Das Erwachen

Susanne Rzymbowski für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Das Erwachen Du stehst am Randdes Reichs der Sinnein farbenfrohem Kleidim Wind der tausend Seelenam Fluss der Wiederkehrder dich berührt in seinem Stromaus fließend ZärtlichkeitGeweckt dein Blickfür eine Weltdie dir verborgen bliebim hastig Schrittim Auf und Abim Hin und Herdes zweifelnd Unsichtbardas sich gelöstim Nichts des Klarsauf freiem„Das Erwachen“ weiterlesen

Der nächste Schritt

Regine Irene Bauer für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Der nächste Schritt Trauer und Schmerz tragen mich fort, drängen mich aus dem Alltagsgescheh’n. Beweine, was ich beweinen muss. Wie soll ich weiterleben ohne dich? Verzweifelt, überwältigt von Schmerz such‘ ich im Innern nach Antwort und Halt. Tausend Fragen quälen mich, das Außen dringt dumpf durch die„Der nächste Schritt“ weiterlesen

Du bist schon da

Martin A. Völker für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Du bist schon da Immer bloß die nächsten Schritte sind für dich entscheidend. Dabei vergisst du, wo du gerade stehst. Ja, wo stehst du? Und ist der neuerliche Aufbruch, ist das Fortschreiten wirklich notwendig? Schaue dich um. Was siehst du? Sieh dir alles genau an. Auch das,„Du bist schon da“ weiterlesen

Die Brücke

Marlis Neuner-Boij für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Die Brücke Hier stehe ich auf der Mitte der Brücke Halte inne und schaue zurück zurück auf den Weg den ich bis jetzt gegangen Mal steinig, mal steil mal kurvig, mal leicht mal voller Blumen Erinnerungen sind wichtig bevor die Mitte überschritten wird Wehmut heilt die Wunden der„Die Brücke“ weiterlesen

Geh Deinen Weg

Petra Ewering für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Geh Deinen Weg Geh Deinen Weg, aber geh ihn langsam, damit Deine Seele bei Dir bleibt. Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Dann gehst Du vorbei an Häuser, Bach und Steg, an Mancherlei. Du stehst still am Baum, schaust Dir die Gräser an, stehst wie„Geh Deinen Weg“ weiterlesen

Step by step – oder wo zum Teufel geht’s hier lang?

Jasmin Lincke für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Step by step – oder wo zum Teufel geht’s hier lang? Prinzessin Anna singt in „Die Eiskönigin 2“ darüber und Whitney Houston-Fans erinnern sich in besonders melancholischen Nächten immer noch an jede Zeile von „Step by Step“. Doch das Leben ist kein Wunschkonzert und die Sache mit dem„Step by step – oder wo zum Teufel geht’s hier lang?“ weiterlesen

Aufbruch

Dirk Tilsner für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Aufbruch Ich bin so weit! Endlich raus aus diesem verhunzten Garten, der Einöde, die Ihr Kulturlandschaftnennt: die muffigen Schatten der Riesengebirge mitkarstigen Schmunzelfalten, die gerodeten Niederungen, ihre feingeharkten Gehege voller Bestien hinter den Stirnen, das Geröllaus Meilensteinen und Wegweisern hin zu Eurem trostlosen Hangzu Verstümmelungen. Ich bin so„Aufbruch“ weiterlesen

Ferner Kummer, sanft für immer

Tom Brenecke für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Anton: Vom Zug in dem fuhr‘, wünschte ich mir einzig nur, dass er hielt.   Im Waggon ging ich die Strecke ab, doch Wolken trugen mich weg von dir.   Ich musste gehen, um zu vermissen, doch allein ich jetzt, so reich an Wissen,   abgetzt gern‘ bei dir wär‘, wiegt„Ferner Kummer, sanft für immer“ weiterlesen

Linnéa & Joven

John Bervick Pullin & Cornelia Fiedler für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Linnéa & Joven Linnéa, die Löwin,liegt träge im Rettungsboot.Ihr schwarzgefiederter Gefährte Joventhront auf dem Bug.Seine Perlenaugenstarren in die Ferne,aufs flache Wasser. „Wie geraten wir nurimmer wiederin so einen Schlamassel?“ Linnéa reißt das Maul weit aufund gähnt.Joven hüpft zur Seite.Unsicher,ob es nur an den langen„Linnéa & Joven“ weiterlesen

Wegweiser

Dr. med. Blanka Mandel für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Dr. med. Blanka MandelIhre Leidenschaft für die Malerei entdeckte sie bereits mit 6 Jahren. Erst nach Beendigung der Praxistätigkeit als Ärztin ließ sie ihre alte Passion wieder aufleben und beschäftigte sich intensiv im Eigenstudium mit der Acr yl und Ölmalerei.In ihren mehrschichtigen Bildern mit abstrakten und„Wegweiser“ weiterlesen

Der Vorhang des Lebens

Claudia Andersag für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Zur Seite geblaseneröffnet der Vorhang des LebensMuster möglicher Farbeneiner frisch weißen Fassade. Claudia Andersag Geboren in Vorarlberg, hat Claudia Andersag ihr momentanes Zuhause, nach dem Lehramts-Studium in Innsbruck, nun in Wien gefunden, wo sie derzeit, nach Studien- und Arbeitsaufenthalten in Madrid, London, und Valencia, am Billrothgymnasium unterrichtet. Ihrer„Der Vorhang des Lebens“ weiterlesen

Karls Entschluss

Patrick Kühnel für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Karls Entschluss Karl war die um diese Mittagszeit stark befahrene Uferstraße heraufgewandert und schickte sich an, in einen kleinen Feldweg einzubiegen, der ihn die Sonnenseite des Tals hinaufführen sollte. An einem verwitterten Wegweiser bei der Einmündung hielt er kurz inne und blickte über die Straße hinunter in Richtung„Karls Entschluss“ weiterlesen

Die Schritte hinter dir

Gerald Marten für #kkl10 „Der nächste Schritt“ Die Schritte hinter dir Es ängstigt dich nicht das einsam gelegene, menschenleere Haus in lichtloser Nebelnacht, welches du allein und weit entfernt von jeglicher menschlicher und lichterner Nähe betreten sollst und weiter hinab in den spinnwebenver- hangenen, dunklen Keller, dort auf das Unbekannte zu treffen. Es ängstigen dich„Die Schritte hinter dir“ weiterlesen

„Der nächste Schritt“

Sophie Ebeling für #kkl10 „Der nächste Schritt“ „Der nächste Schritt“ Der Tag war gekommen, indem Malika vor dem ganzen Kurs eine Präsentation halten sollte. Ihr Schwerpunkt bestand aus dem Thema: „Unterdrückte Emotionen“. Ihr Tutor rief sie auf und sie stand auf. Malika griff zitternd zu ihren Unterlagen. Ihr Atem wurde schneller und sie fing an„„Der nächste Schritt““ weiterlesen

Aus der Redaktion

„Es ist wie es ist“ und „es wird sein wie es sein wird“! Der Übergang von unserer Ausschreibung „beseelt“ zu „Der nächste Schritt“ wird eine logische und oder eine Herzens-Folge sein. Die Erkenntnis umsetzen aus, was die Seele spricht. Im Kleinen und im Großen. Aus der Seelenperspektive hat der gerichtete Blick eine andere Sinnhaftigkeit, als„Aus der Redaktion“ weiterlesen

Der Speiseplan der Amsel

Cornelia Koepsell für #kkl9 „beseelt“ Der Speiseplan der Amsel Julia sehnte sich nach Vergessen. Lachen. Entspannen. Wenigstens eine oder zwei Stunden. Heute mal keine Flasche Rotwein abends mit sich allein und einem Buch, um den Kopf frei zu kriegen, eine Zeitlang nicht an das Leid der kranken Mutter denken zu müssen. Julia ging ins Kabarett.„Der Speiseplan der Amsel“ weiterlesen

Der beseelte Zehnmarkschein

Gertraude Grabert für #kkl9 „beseelt“ Der beseelte Zehnmarkschein Es ist Abend. Ich stehe vor einem Schaufenster in der erleuchteten Innenstadt.Es ist mit modernem Schmuck gefüllt.Ich will gar nichts kaufen. Ich bin einfach nur sostehengeblieben. Das Glitzern hat mich wohl so angezogen. Ich schaue gedankenlos darüber hin.Eine Kette gefällt mir, bunte Glasperlen auf eine Angelschnur gezogen,„Der beseelte Zehnmarkschein“ weiterlesen

Oktober

Torsten Krippner für #kkl9 „beseelt“ Oktober Kahler Krähenlaut Geäst Knorrig wild gebogen Rissig welkes Laub am Boden Vom Dauerregen vollgesogen Alles wird fremd Fest eingepackte Menschen Durch kristallin geformte Wände Meiden einander vielleicht Sich wiederfindend seitab Ihrer Gemeinsamkeit Vielleicht ruht noch ihre Seele Sich selbst überlassen Wie die kühle Nacktheit Sich entblätternder Natur Wolken ziehen„Oktober“ weiterlesen

DU, UNDINE …

Dana Schällert für #kkl9 „beseelt“ DU, UNDINE … Ich schöpfe aus dir im Sommer,komme an deine Ufer, rufe nach der Freiheit,schreie sie ins Wasser deines Teichs und lassemeine glühend schwelende Seele, meinen heißen Kopfvon deinen Tropfen kühlen. Tropfer Teich, tauche ich in dich,gebe ich mich tiefer lebend dir.Und jeder Hauch aus meinem Mund und jedes„DU, UNDINE …“ weiterlesen

Lass deine Seele fliegen…

LiLAGeckoMusic für #kkl9 „beseelt“ „Lass deine Seele fliegen und den Himmel berühren, frei wie die Vögel am Strand …“ Paseo dorado extenso HIER geht es zum Beitrag. Ein musikalischer Strandspaziergang komponiert von unserem Trio LiLA y Geckos. Der englisch-spanische Text ist von mir (LiLA Herderberg), der deutsche Text von Barbara Reisinger, die Musik von uns drei „LiLA y„Lass deine Seele fliegen…“ weiterlesen

beseelt

Jonas Schneider für #kkl9 „beseelt“ Schau her. Das ist mein offenes, freundliches, erwartungsvolles Gesicht. Die breit gezogenen Lippen, die Falten an den Augen. Das ist mein Lächeln. Du erkennst es wahrscheinlich – auch wenn dich seine Plastizität vielleicht erschreckt. Ich lächle, weil ich mich auf unsere Begegnung in dieser Welt freue. Ich möchte dir zeigen,„beseelt“ weiterlesen

Durchdrungen

Richard Pfund für #kkl9 „beseelt“ Durchdrungen Ich tauche in Stille ein, wenn ich ins Gotteshaus trete, und badend im orangenen Kerzenschein, dem Herr meine Sorgen übergebe. Schwer behangen von Trauer und Wut, spreche ich zum Himmelsfürst das erste Wort, der voller Herzenswärme in sich ruht, und ich spüre, ich bin am richtigen Ort. Höre die„Durchdrungen“ weiterlesen

Als mein Vater starb

Arbër Selmani für #kkl9 „beseelt“ Als mein Vater starb,  Starb auch ein Teil von mir,  Meine Mutter starb, ein wenig auch meine Schwester mit ihm,  Seine Hemden starben  Starb mein letztes Gehalt in meiner rechten Tasche  Starben gesegnete Tage,  Starben die Entschuldigungen, die starken Ohrfeigen, die Wünschen die ich hatte  Traume die ich nicht hatte  Der Morgenbasar„Als mein Vater starb“ weiterlesen

Des Nachts

Marita Bagdahn für #kkl9 „beseelt“ Des Nachtswenn ich noch wachestreicht die Zeit mirübers Haar Des Nachtswenn alles schweigtlausche ich der StilleMelodie Des Nachtswenn alles ruhtsteigen die Gedankenklarer auf Des Nachtswenn Träume wartenschieb ich sie fortein Weilchen Des Nachtswenn alles schläftfließt die Tinte leichteraufs Papier Traumwelten in BlauDie Füße wund die Jeans zerfetztsitz ich am Straßenrandauf„Des Nachts“ weiterlesen

See-le-ben

Susanne Sommer für #kkl9 „beseelt“ See-le-ben unergründbarohne Grundundurchschaubar wild wirbelnde Partikel winkenaus Geist und Schlickbodenlos gar nicht tiefaber hohe WellenBodenwellendie Leben kosten bis an den Grund des Wesentlichenfür die Augen unsichtbarnur das Herz sieht gut auf raue Segel gehisstverklickert es den Wegdurch Irrwege aus Schilf und Rohr kann still liegenwie der Ozeandann plötzlich gerittenvon Poseidonoder„See-le-ben“ weiterlesen

„Dunkelheit und Licht“

Elo Sinn für #kkl9 „beseelt“ „Dunkelheit und Licht“ Erster Teil: Ich sehe nichts und doch vieles. Es ist dunkel. Hier gebietet es. Die Dunkelheit umfängt mich. Sie ist immer da… immerdar… Auch wenn Es erscheint.  Das Licht. Immer nah. So ist die Dunkelheit doch vieles. Nicht nichts. Ich fühl Es. Ich sehe nichts und doch„„Dunkelheit und Licht““ weiterlesen

von Anfang an

Winnie Musil für #kkl9 „beseelt“ Winnie Musil – Mein irdischer Weg:• Geboren am Dienstag, 3.Mai 1955, in Wien• Schulzeit in Berndorf / Bezirk Baden, Matura 1973• Ausbildungen: Schaufenstergestaltung, Model, Modezeichnen• 1975-2005: kfm. Angestellte in einer Großbank• ab 2005: Pension = grenzenlose Freiheit fürs Malen, Dichten, und v.a.Meine Berufung:Seit 1994 lerne ich ganzheitliche Hilfsmittel und –methoden„von Anfang an“ weiterlesen

Berührendes Wort

Bettina Engel-Wehner für #kkl9 „beseelt“ Berührendes Wort Fällst in die Seele so tief Steigst als Lächeln auf. Wieder gefunden So gross Das Gefühl der Freude So leicht Meine Gedanken Der Geist Wieder unbeschwert Und frei. Nicht ich tanzte Es war mein Herz. Nicht ich sang Es war meine Seele. Da-Sein Da sein Wo ich sein„Berührendes Wort“ weiterlesen

mein Herz, es flüstert …  

Eva Joan für #kkl9 „beseelt“ mein Herz, es flüstert …   lieber Windlass uns gemeinsam fest umschlungenmein Sehnen tragen durch die Luft   lass mein Schlagen hörbar seinhier und weiter bis zum Horizontlass uns Berge überfliegenin Quellen Flüsse Meere fließen   lass mein heißes Klopfenunberührten Raum erstürmenDunkelheit durchdringenwenn nachts der Mondso kalt am Himmel steht„mein Herz, es flüstert …  „ weiterlesen

Seelenfrieden

Katharina Dobrick für #kkl9 „beseelt“ Seelenfrieden Enge flieht Grenzen weichen losgelöst Herz öffnet sich Seele schwingt Frieden lebt Stille im Alltag Zum Glück kleine Wege nicht versteckt nicht jeder erkennt sie Schorndorf hat mehrere Das Ziel steht offen am anderen Ende der Stadt für alle die ankommen wollen ich verfehle es nicht Nur noch durch„Seelenfrieden“ weiterlesen

Aus der Ferne

René Oberholzer für #kkl9 „beseelt“ Aus der Ferne In der DunkelheitNur du und ichUnd GrillenUnd der MondUnd LichterIn der FerneUnd ein HundDer belltUnd eine GlockeDie schlägt In der DunkelheitNur du und ichUnd der SommerUnd WärmeUnd KüsseDie mundenUnd das MeerDas schweigtUnd das HerzDas pocht In der DunkelheitNur du und ichUnd ein MorgenAus der Ferne Berührt Du„Aus der Ferne“ weiterlesen

Seele

Tina Gutberlet für #kkl9 „beseelt“ Seele Meine Seele wandert hin und her, Tag ein und Tag aus bis zum Meer. Sie wirbelt in das tiefe Gefühl, gibt mir Kraft – auch wenn der Wind bläst kühl. Sie hofft und sie sucht immerzu, träumt sich fort an den Ort der bist du. Mutig nimmt sie den„Seele“ weiterlesen

urbane tristes

käpt’n kalle für #kkl9 „beseelt“ urbane tristes über architektur lässt sich gewisslich streiten, ganz besonders über jene unserer zeit. eines lässt sich jedoch nicht leugnen, das leben im modernen urbanen raum macht alles andere als gesund und glücklich- dazu trägt auch die vom leben entfernte bauweise von gebäuden bei. nicht umsonst sind psychologen gefragter denn„urbane tristes“ weiterlesen

Beseeltes

Hellmut Bölling für #kkl9 „beseelt“ Manchmal tritt das Bild eines Sees im Morgenlicht vor unser inneres Auge, und etwas Silberwach-Ermutigendes durchweht uns dabei. Schauen wir diesem Bild im Bewusster-Werden zu. Es ergreift uns dann schon mal ein Ahnen – Vom Osten her, von der See-Le. Hellmut Bölling Autor, Philosoph und Berater http://philosophische-wegstunde.de/vita/ https://www.youtube.com/channel/UCRfAiXsWoxIYR310uFGaBBA Interview, Gespräch„Beseeltes“ weiterlesen

Das Lied des Straßenmusikers

Claudia Dvoracek-Iby für #kkl9 „beseelt“ Das Lied des Straßenmusikers Zwei Tage vor meinem achten Geburtstag kam mein Bruder Jonas auf die Welt, und ab diesem Tag veränderte sich alles. In den Zimmern lagen nun überall Spielzeug und Babyklamotten herum, es roch nach Windeln und Babypuder. Meine Mama war dauermüde, aber sie lächelte auch öfter als„Das Lied des Straßenmusikers“ weiterlesen

Gedankensplitter

Benjamin Lapp für #kkl9 „beseelt“ Gedankensplitter Im Wimpernschlag einer Sekunde zerbersten meine Gedanken in mannigfaltigen kristallklaren Gedankensplittern. Ich finde ein Fragment mit eingefrorenen Tränen der Vergangenheit, ein Weiteres ist verziert mit einem prustenden Lachen. Um so länger ich schaue um so mehr finde ich. Ich finde mich. Benjamin Lapp Lyriker seit 2019 Veröffentlichungen in mehreren„Gedankensplitter“ weiterlesen

das kurze glück

Jens Faber-Neuling für #kkl9 „beseelt“ das kurze Glück ist die ewigkeit der höhepunkt das neutrale die stufen gehen nicht bergauf mit dem sturz beginnt das fliegen dimensionen werden multipliziert statt addiert (Aus „MITTENDRIN IST NICHT GENUG“ Wiesenburg Verlag) Jens Faber-Neuling, geboren 1968 in Koblenz am Rhein, lebt in Bad Vilbel. Autor, Redakteur, Coach, Trainer und„das kurze glück“ weiterlesen

Freundschaft

Carin Schlosser für #kkl9 „beseelt“ Freundschaft Im hohen Grase, ganz versteckt, hab ich ein Blümelein entdeckt, das stand allein an jenem Ort; ich sprach es an mit leisem Wort „Du bist so einsam“, sagte ich. „Das tut mir leid, du dauerst mich, denn niemand möchte einsam sein, auch nicht ein kleines Blümelein.“ Das kleine Blümlein„Freundschaft“ weiterlesen

Das Leben ist ein Traum

Christine M. Kipper für #kkl9 „beseelt“ Das Leben ist ein Traum – mach daraus die Wirklichkeit. Das Leben ist eine Herausforderung – stelle dich ihr. Das Leben ist eine Pflicht – erfülle sie. Das Leben ist ein Spiel – spiele es. Das Leben ist kostbar – gehe sorgfältig damit um. Das Leben ist Reichtum –„Das Leben ist ein Traum“ weiterlesen

Angriff des Taigas

Caro Reichl für #kkl9 „beseelt“ Angriff des Taigas „Du bist nicht gerade“, sagt sie, als ich mich in den herabschauenden Hund begebe. „Du musst die Beine mehr durchstrecken.“ „Mach ich doch.“ „Nein.“ Ich atme tief ein und aus. Sie sagt: „Ich hätte gerne, dass du mich Thea nennst.“ „Ich nenn dich Thea, wenn du mich„Angriff des Taigas“ weiterlesen

Neujahr

Karen Schroeter für #kkl9 „beseelt“ Neujahr Das Kleeblatt (vierblättrig und transparent) über den Ranken quartalsweise die Engel auch sie tragen vier Flügel Hand und Fuß viel Glück wir schweben ins neue Jahr Vergeblich Am Tag, als der Engel mit dem klingenden Faltenrock sein goldenes Haar verlor, gelang später nichts mehr, kein Deut—–nothing. Karen Schroeter „Lebe„Neujahr“ weiterlesen

Alles

Ingeborg Henrichs für #kkl9 „beseelt“ Alles Alles was ich wichtig findeauch ein Baum ganz ohne Rindelebt als Teil von allem längst in mir. Alles was ich wichtig findeauch Sternenstaub aus ewig immeratmet mich zum Leben hin. Alles was ich wichtig findeauch was ist und bleibt und wiederkehrtals Teil von allem lebt das längst in mir.„Alles“ weiterlesen

Ort der Seligkeit

Kathrin Freder für #kkl9 „beseelt“ Ort der Seligkeit (zu: Caspar David Friedrich und Christian Friedrich, „Schlafender Junge neben Kreuz“, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett) ___ Ein kleiner Hügel, es ist ein Grab. Ein Kreuz darauf zeigt es an. ___ Ein Knabe, er liegt auf dem Grab, die Augen geschlossen, lächelt selig. ___ Keine Traurigkeit, die ich„Ort der Seligkeit“ weiterlesen

Teddy

K. Theo Frank für #kkl9 „beseelt“ Teddy ist der wenig originelle Name eines Teddybären: braunes, struppiges Fell mit jeder Menge Flicken, schwarze Knopfaugen, schwarze Nase, sanfte Ohren. Er ist fast so groß wie ich und mindestens genauso alt. Nachdem er fünfundzwanzig Jahre lang in einem Spielzeugmuseum begafft wurde, habe ich ihn gerettet, als Meistbietende auf„Teddy“ weiterlesen

Mozartrequiem

Jenny Schon für #kkl9 „beseelt“ Mozartrequiem Nachtvogel du flieg Requiem für eine verlorene Seele Saiten in Himmelsgold verzaubert azurn dein Duft der Freiheit Nachtvogel du verschlaf nicht meinen Tod Jenny Schon Berlin, Lyrikerin, Stadtführerin, Veröffenlichungen, meist Geest Verlag,

Die Nachricht

Jürgen Artmann für #kkl9 „beseelt“ Die Nachricht Das Erste, was ich wahrnehme, ist das Bildnis einer Frau in der Fressgass. Überdimensionierte Statue. Sie wirkt lebensfroh. Ich breche die Arbeit ab, spaziere ziellos durch die Stadt. Schon der Dritte dieses Jahr. Vater, Cousin, Freund. Und ich beweine mich. Bin lebendig und gesund. War dreimal im Theater,„Die Nachricht“ weiterlesen

Wald

Christiane Schwarze für #kkl9 „beseelt“. Wald Als wir dasaßen, gemeinsam still, vertraute der Wald uns seine Erde an. – Mit ihren Abschieden und Neuanfängen. Vertraute sich uns an, weil wir nichts fragten.Begann unsere Herzen zu portraitieren.Blauschwarzer Tränenglanz schimmerte im schlehspitzen Unterholz.Dornig schützten Hagebutten oranges Leuchten.Gedankenfeuer entzündeten die Krone des Ahorns, Blatt um Blatt, schenkte er„Wald“ weiterlesen

Was bleibt?

Susanne Rzymbowski für #kkl9 „beseelt“ Was bleibt?Ist der Spiegel der Seelein den Köpfen von Kinderndie nicht geborenEin Hauch Melancholieauf den Feldern von Blumendie nicht geblühtEine Prise Enthusiasmusin den Wellen des Ozeansder nicht unendlichUnd doch bleibst duals Spur im Pergamentgefundenim Wortdas nicht spricht — Wenn der Morgen sich am Abend labtder Ritter seine Rüstung verlegtdie Lanzen„Was bleibt?“ weiterlesen

beseelt

Silke Galla für #kkl9 „beseelt“ beseelt: und wer ohne seele ist             ist der überhaupt da und             wohin geht die seele_             wiegt sie wirklich ein paar gramm?             kommt sie in die befruchtete             eizelle und fliegt sie durchs             fenster raus wenn wir sterben?             soul  – ama – psychis            ich„beseelt“ weiterlesen

Der Wolfsretter

Alexander Stepien für #kkl9 „beseelt“ In der winterlichen Kälte stand ein betagter Mann vor seiner selbstgebauten Berghütte. Unter dem dicken Pelzmantel zitterte sein Körper. Nicht der Kälte wegen. Aus Angst. Der Angst vor den Wölfen. Nicht weit entfernt in den Bergen ertönte ein lautes Geheul. Wie ein Aufruf zum Kampf. Er musste dort vorbei, in„Der Wolfsretter“ weiterlesen

Wunderwelt

Nora Dubach für #kkl9 „beseelt“ Wunderwelt Stürze mich von der Klippe die ich so mühsam erklommen habe   lasse mich ins Ungewisse fallen gleite hinab                          in die Wunderwelt der Sinne tauche hinein bis ich von den Wellen verschlungen werde eingerollt an den Strand gespült werde tief atmend bleibe ich liegen spüre wie das Wasser den„Wunderwelt“ weiterlesen

SEELCHEN

Theresia Plank-Zebinger für #kkl9 „beseelt“ Theresia Plank-Zebinger  Malerin

Stadt, nächtens

Cleo A. Wiertz für #kkl9 „beseelt“ Stadt, nächtens Um Mitternacht noch ein paar Jugendliche, mehr oder weniger nüchtern (eher weniger), mehr oder weniger fröhlich (es geht so), mehr oder weniger laut (eher mehr!), von Gewaltätigkeit gar nicht zu reden… Die Frustration muss irgendwo heraus, in dieser oder jener Weise. Um ein oder zwei Uhr, von„Stadt, nächtens“ weiterlesen

Die Seele des Todes

Gerald Marten für #kkl9 „beseelt“ Die Seele des Todes                                             Gedankensplitter Das genmanipulierte, ewige Leben wäre des Todes Tod. Wer wird seiner Seele gnädig sein? „Der Tod gehört zum Leben“. Von diesem Paradoxum ist der Mensch verzweifelt beseelt. Der Mensch klammert sich an die Existenz einer Seele, als wäre diese eine Ein- trittskarte in ein„Die Seele des Todes“ weiterlesen

Ergriffenheit

Dr. Dieter R. Fuchs für #kkl9 „beseelt“ Ergriffenheit In sich gekehrt, der Blick entrückt,  gekreuzt die Hände vor der Brust,  wenn du um Höchstes bitten musst,  dann sei dein Rücken nicht gebückt. Zeig offen, dass du bist entzückt,  weil Glaube einher geht mit Lust,  Vertrauen auf dem Wissen fußt,  dass Er mit Gnade uns beglückt.„Ergriffenheit“ weiterlesen

ICH BIN…

Susanne Lietz für #kkl9 „beseelt“ ICH BIN…Ich bin Frauwar Mannbin Mutterwar Vaterbin Tochterwar Sohnbin Schwesterwar Bruderwuchs aus der Erdetrieb mit dem Wasserflog durch die Lüftehauste auf Bäumenverlor mich im Ozeanschwebte mit dem Wind davonwar Sonnewar Mondwar ein Stern im Dunkel der Nachtund meine Seele ist MEINE SEELEKürzlich fand ichmeine Seele wieder,holte sie ans Lichtaus tiefstem„ICH BIN…“ weiterlesen

Mein perfekter Bruder

Alena Winterroll für #kkl9 „beseelt“ Mein perfekter Bruder Danny ist echt der Beste, denn er ist immer für mich da. Schon als Kind hat er auf mich aufgepasst: Wenn mich ein paar ältere Jungs angehen und verprügeln wollten, ist er eingeschritten. Er hat sich schützend vor mich gestellt und die Angreifer abgewehrt. Ein halbes Jahr„Mein perfekter Bruder“ weiterlesen

Von der Schönheit des Gedankens in die Niederung des Tuns

Thomas Krause für #kkl8 „Das Wesentliche“ Von der Schönheit des Gedankens in die Niederung des Tuns das Unmögliche möglich machen, daran kann jeder scheitern aber um das Mögliche unmöglich zu machen, musst du schon eine Machtposition innehaben das Wesentliche unterscheidet sich vom Unwesentlichen im wesentlichen durch Unkenntlichkeit eigentlich mag es sich gut anfühlen, ab und„Von der Schönheit des Gedankens in die Niederung des Tuns“ weiterlesen

Aus der Redaktion

Vom Wesentlichen #kkl8 zu beseelt #kkl9, so wird es kommen, so wird es sein. Obwohl, können wir das Wesentliche überhaupt verlassen? Die Ausgabennummer 8 beinhaltet die Bedeutung der Zahl 8 – die Unendlichkeit. Wahrscheinlich verlassen wir sowieso nie ein Thema. Wir nehmen es immer mit und wir sind ein Teil davon (geworden). Wie nah sind„Aus der Redaktion“ weiterlesen

VOGELSCHATTEN

Drita Ademi-Beqiri für #kkl8 „Das Wesentliche“ VOGELSCHATTEN Bin ich der Himmel, der so ruhig ist?Statt Wolken trinke ich Glück.Ich trinke die Reinheit meiner Seele,die ab und zu blind istund weit in den Wald flieht oder irgendwoum die Sonne herum irrt.Als Kind durfte ich meinen Körper mit Sonne malen.Jetzt male ich meine Ruhe mit Vogelschatten ,Es„VOGELSCHATTEN“ weiterlesen

vom Untergang des Wesentlichen

Jonas Müller für #kkl8 „Das Wesentliche“                    vom Untergang des Wesentlichen Es war einmal, oder wird dereinst einmal gewesen sein, wenn man so will, je nachdem von wann, auf dieser unserer trauten Zeitachse man schauen mag… Jedenfalls war da dieser Junge, ein Schüler, Wipp mit Namen, der wie so viele sich nicht durch Besonderheiten auszeichnete,„vom Untergang des Wesentlichen“ weiterlesen

Valeska Csar: Die Geschichte meines Namens

Valeska Csar für #kkl8 „Das Wesentliche“ Valeska Csar: Die Geschichte meines Namens Mein Name ist Valeska Csar. „Valeska“ wird gesprochen wie man es schreibt. Eine Franziska mit Wallungen. Csar bitte als „Tschar“, wenngleich es mir durchaus schmeichelt nach dem zeitlosen umher Starren in diversen Wartezimmern zum Cäsar oder Zaren meiner Luftschlösser erhoben zu werden. Mein„Valeska Csar: Die Geschichte meines Namens“ weiterlesen

Die Solidarität der Wale

Cornelia Koepsell für #kkl8 „Das Wesentliche“ Die Solidarität der Wale Ich hatte mich überreden lassen und besuchte ein Bioenergetik – Seminar. Irgendwo am Starnberger See. Veranstalter war so ein solider Verein wie die Münchner Volkshochschule. Geleitet wurde es von einem mittelalten Paar, deren Qualifikation mir bis zum Schluss unklar blieb. Ich fragte auch nicht nach,„Die Solidarität der Wale“ weiterlesen