Jochen Stüsser-Simpson für #kkl29 „Zeit“
Zeitprobleme
oder: Zuschauer und Regisseur
Um zu wirken, sagt N. zu Zustra und dem Zwerg,
brauchen Ideen erst Gesichter und Geschichten.
Zustra deutet auf den Torweg, in dem zwei Wege
zusammenkommen, und meint: Der hat zwei Gesichter.
Diese lange Gasse zurück ist eine Ewigkeit
Und eine lange Gasse hinaus – das ist eine andere
Ewigkeit. Der Name des Torwegs steht darüber geschrieben:
Augenblick. Werden sich die Wege ewig widersprechen?
Schlau ist der Zwerg, meint, dass er trügt, der Schein, meint,
das sichtbare Stück eines Kreises zu erkennen, „Noch-Nicht“
wird „Jetzt“, „Jetzt“ wird „Nicht-Mehr“, kein Widerspruch,
Zusammenstoß, in weiter Ferne läuft alles kollisionsfrei
zusammen. Der Zwerg muss lachen und greift zum
Smartphone: Alles Gerade lügt, alle Wahrheit ist
krumm, die Zeit selber ist ein Kreis.
Und was sagt und tut der Regisseur?
Jochen Stüsser-Simpson lebt in Hamburg, liest, joggt und schreibt gern in verschiedenen Genres, entlang der Elbe, im Bereich der Lyrik, in KKL zu den Themen“Liebe kann..“ im April, „endlich unendlich“ im Juni, „Es kommt die Zeit“ im Dezember 2021 – auch in Print-Zeitschriften und Anthologien, z.B. in Das Gedicht, Versnetze, zugetextet, zuletzt in: Gedichte für alle Liebeslagen, hg. A.G. Leitner, Ditzingen März 21, Reclam-Verlag. Einzeltitel: Schauderwelsch, Langenargen 2019, Papierfresserchen Verlag (330 S.)
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