Bettina Engel-Wehner für #kkl30 „Macht & Ohnmacht“
Macht-Haber fürchten nichts mehr
als den Bürger,
der keine Angst mehr hat.
„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.“Mahatma Gandhi
Die Macht der Ohnmacht verstehen.
Wenn Gandhi sagt: „…und dann gewinnst du“, dann meint er damit, die “Macht der Ohnmacht“ verstehen.
Diese Macht entsteht in uns selbst, wenn wir uns – trotz Ohnmacht – der eigenen Würde bewusst bleiben. Wenn wir also Ohnmacht zwar akzeptieren, uns aber nicht (mehr) in der Rolle des wehrlosen Opfers sehen, sondern wehrhaft und dabei friedlich bleiben– das ist die Kraft.
Wir schließen mit Ohnmacht und ohnmächtiger Wut sozusagen inneren Frieden.
Aus diesem inneren Frieden entsteht jene (stille) Macht der Ohnmacht, die uns wahre Stärke und Selbst-Sicherheit verleiht, um so nach außen zu wirken. Sie kommt aus unserer Mitte. Es ist die Achse, um die sich alle Speichen drehen – und, die einem kein anderer nehmen kann. Es ist ein Gewinn, ein Sieg der (zunächst) in unserem Inneren stattfinden muss. Und das ist der Sieg, von dem Gandhi spricht.
*)[Nicht zu verwechseln, mit jener Ohnmacht, die nur ein schlaffer Alltags-Frieden ist, um es sich in einer fremdbestimmten Opferrolle bequem zu machen. Dies ist nicht der innere Friede, von dem hier die Rede ist].
Ohnmacht
Wir machen uns oft selber klein.
Und deshalb
holt uns die Ohnmacht ein.
Bettina Engel-Wehner [„JE“, Ps.]2011 entdeckte ich meine Freude am Schreiben. Ermutigt durch meine Freundschaft mit dem (leider inzwischen verstorbenen) Schriftsteller Theo Fischer, habe ich 2013 begonnen, Gedichte, Haiku, Fabeln, Aphorismen und Kurzgeschichten, z.T. auch unter dem Pseudonym „JE“, zu veröffentlichen.Bisher erschienen sind u.a. ein Gedichtband „Je Band 1 | Gedichte“ (ISBN 978-3-00-042775-6), seither weitere Veröffentlichungen in diversen Anthologien und Lyrik-Magazinen. www.je-gedichte.de
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