Andreas Rucks für #kkl30 „Macht & Ohnmacht“
Hab ich dich
Sprachlos sehe ich nur zu,
wie vieles anders wird.
Sehe, andere reden ohne Ende,
ohne etwas zu machen.
Aufgebautes einzureißen
ach, wie leicht geht es von der Hand.
An fremdem Tagwerk sich vergreifen,
lässt den Teufel niemals ruh’n.
Dienstvereinbarung
In ihr steht geschrieben,
was Ämterchefs so lieben,
als Regelwerk der Norm,
der Sklavenhaltung tollste Form.
Dir steht es frei zu unterschreiben,
sonst darfst du nicht im Amte bleiben.
Und ist sie unterzeichnet dann,
wird sie zur Waffe irgendwann.
Denn zum Glück sind Paragraphen
zum Festlegen des Umgangs mit den Schafen,
extra schwammig formuliert.
Die Obrigkeit regiert ganz ungeniert.
Schade
Wie Möwen höre ich
sie ganz laut rufen:
Meins, meins, meins.
Dabei müsste es eigentlich
um das gemeinsame Kind
gehen.
Andreas Rucks, 1979 in Stollberg/Erzgebirge geboren, Erzieher in einer Kindereinrichtung in Aue-Bad Schlema. Abitur 1998 am Carl-von-Bach-Gymnasium Stollberg in den Leistungskursen Mathematik und Physik. 2005 veröffentlichte er sein erstes Buch „Träume und Realität – poetische Texte“. Seitdem sind zahlreiche Texte in Anthologien veröffentlicht worden. Herausgeber des Kochbuches „Essen im Schulprojekt- mit vollem Bauch lernt es sich besser“ (2009). Wohnhaft ist er in Schwarzenberg OT Bermsgrün bei seiner Familie (2 Söhne). 2015 stand eine Veröffentlichung der etwas anderen Art an: „Die Straßennamen der Stadt Aue – einer Stadt mit vielen Bezeichnungen“, ISBN 978-738658033, bei der er als Herausgeber für die Kinder des Hortes „Auer Weltentdecker“ einsprang. 2020 wurde „Menschen für Texte begeistern – Schreiben macht Spaß“ bei epubli veröffentlicht (ISBN 9783753125657). Derzeit steht eine Buchveröffentlichung aus, an der fleißig gearbeitet wird, unter dem Titel: „Poesie braucht Zeit – Gewachsen aus dem Nichts“ (Lyrikband).
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