Zwischen Anfang und Ende

Meinrad für #kkl33 „Vollendung“




Zwischen Anfang und Ende

Wir beginnen immer klein. Am Anfang ist alles wie ein Punkt, so als ob er das Ende eines vorangegangenen Satzes wäre. Was für ein wunderschöner Endpunkt, der gleichzeitig Ausgangspunkt von etwas Neuem ist. Der Blick auf den Anfang und das Ende schafft Harmonie und Ausgeglichenheit. Am Ende ist alles aus und alles gleich. Unser Leben hat sich beruhigt und wir fühlen uns nahe, so nahe als ob wir einander glichen. Und womöglich sind wir am Ende auch alle gleich. Wir wissen es nicht, weil wir noch nicht am Ende sind. Doch wenn alles in einem Punkt zusammenläuft und aus einem Punkt entsteht, dann sind wir schlussendlich alle eins. Im Spektrum der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten ist das Ende 1 und der Anfang 0. Wenn alles eins ist, gibt es keine Null mehr, denn es ist immer alles enthalten. Wo ist die Leere und wo das Nichts? Das gibt es nicht, sonst wäre es Nichts. Doch diese Betrachtungen führen zu nichts und verkümmern als Wortspiel.

Das, was uns aufbaut, ist ein Beginn oder gar ein Neubeginn. Dabei erklingt ganz sanft die Melodie des Entstehens. Ganz unerwartet kommen erste Knospen oder ein neuer Schrei der Liebe. Aus dunklen Löchern entströmt ein Licht, aus vergessenen Orten ein neuer Gedanke. Wenn wir jedoch das Ende ablehnen, können wir den Anfang nicht sehen, der aus dem Ende erwächst. Wir sind mittendrin im Trubel der Zeit. Wir sind mitten im Geschehen, irgendwo zwischen Anfang und Ende. Und wenn wir feststecken, kann es passieren, dass wir gar nicht merken, dass wir fast am Ende sind. Dabei sehnen wir uns so sehr nach Erfüllung, die nicht kommen kann, weil wir uns leer fühlen. Die Leere und die Fülle liegen so knapp beisammen, wie das Ende und der Anfang, und so weit auseinander, wie der Anfang und das Ende. Wir können darüber lächeln, weil es doch das Gleiche ist und unser Lächeln bringt uns ein kleines Glück, weil alles viel leichter fällt, und uns alles leicht gefällt. Es fällt auch ganz leicht, die Perspektive zu verschieben und wir können die Fülle sehen, die uns überall umgibt. Die Eindrücke werden mehr, das Leben beginnt sich zu füllen und egal wohin wir sehen, beginnt es zu wachsen. Und wir merken nicht, wie alles voll wird, weil unsere Termine überfüllt sind und sich ein Overflow breit macht. Ist es nicht zum Verzweifeln? Wir streben nach Erfüllung und unser überfülltes Leben hindert uns daran! Ein entspanntes Lächeln lässt uns erkennen, dass die Erfüllung so nahe am Überfüllten ist, wie die Annahme von der Ablehnung entfernt ist. Am Ende ist alles in Ordnung und wir sagen zu allem Ja, weil es keine Ablehnung mehr gibt. Bis dorthin ist es noch ein weiter Weg oder ein kurzer, wenn wir unseren Weg jetzt schon annehmen.





Mein Künstlername ist Meinrad. Ich bin seit Jahren als Schriftsteller tätig und schreibe Briefe, Tagebücher, Impulse, Gedichte, Prosatexte und habe auch bereits ein Buch geschrieben. Meine Veröffentlichungen werden erst in den kommenden Jahren erfolgen.
Die Schwerpunkte meiner Tätigkeiten: Behandlung von Zukunftsthemen
Meine Grundmotivation: glücklich leben
Ich bin 53 Jahre alt, verheiratet und Familienvater von 3 Söhnen.
Neben meinen schriftstellerischen Tätigkeiten bin ich Führungskraft in einem börsenotiertem Finanzunternehmen.





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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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