Gerald Marten für #kkl33
Licht aus
Nach kurzer, schwerer Krankheit,
die man Leben nennt,
verstarb die Ewigkeit
wie Feuer, das nicht brennt
Kein Leben ist vollendet,
ein Ende findet´s nur,
der Tod hat es gepfändet
und gibt es nicht retour
Vollendung ist ein Abschluss
in höchster Perfektion.
Doch du stehst frei zum Abschuss
und ewig grinst der Hohn
Man sagt den Greisen nach,
ihr Leben war erfüllt.
Gemach, mein Tod, gemach,
der Tag ist nie gestillt
Ein Werk vielleicht vollendet,
ein Buch, ein Job, ein Haus.
Von Träumen nur geblendet,
nun schlaf, das Licht mach aus
Gerald Marten, Jg. 1955, lebt und schreibt in Oldenburg in Holstein.
Bislang (Stand Juli 2023) rund 50 Veröffentlichungen verschiedenster Art und Inhalte in Anthologien und Zeitschriften, zudem 2002 ein satirischer Roman.
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