Lasse Thoms für #kkl34 „Klarheit“
Dichter-Nebel
Ich sehe dichten Nebel
Ich stehe im Dichter-Nebel
Worte zwischen Bedeutungen
Jedes Wort bereit für Umdeutung?
Kommunikation ist nicht Klarheit
Nicht im dichten Dichter-Nebel
Es tut mir leid, wenn Sie mich missverstehen
´s liegt nicht dran, dass Sie mir´s Wort verdrehen
´s liegt am dichten Dichter-Nebel
Was trennt einen Versprecher und ein Versprechen?
Ist doch klar, nur das r und das n.
Wenn Politiker sagen, nein, das haben sie nicht versprochen
Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeit
Wir machen´s besser, bald – versprochen.
Ist das Klarheit?
Oder nur Wortgewandtheit?
Klarheit, wo haben wir die schon?
Vielleicht im Gespräch von Vater und Sohn:
Was der Vater sagt, ist wahr für das Kind
Ist Klarheit, denn es ist der Vater, denkt´s junge Kind
Der weiß so ziemlich alles, denk ich
Aber was, wenn ich merk, das stimmt nicht?
Worte sind zwischen Bedeutungen
Zwischen Zweideutigkeit und Unklarheit
Bereit auch für Leugnungen
Es braucht Vertrauen, zu sagen
Was du sagst, glaube ich dir
Du sprichst immer klar im Gespräch mit mir
Keine falschen Versprechungen
Kein Versprechen-Brechen
Klarheit, weil du nicht lügst
Klarheit, weil du nicht betrügst
Dann sehen wir durch den dichten Nebel
Sehen klar vor uns was ehrlich und was echt ist
Und glauben an Klarheit, wenn´s Zeit zu sprechen ist.

Lasse Thoms ist 23 Jahre alt und lebt in Hamburg. Aufgewachsen ist er mit seinen beiden Brüdern und über die Jahre mehreren Hamstern bei Münster in NRW, wo er als freier Mitarbeiter bei der Lokalzeitung tätig war. Seine ersten kurzen Geschichten schrieb er in der Grundschule. In den Jahren seitdem haben sich zwar die Themen verändert, die Lust am Schreiben aber kaum. Höchstens hat sie noch zugenommen. Lasse Thoms hat mehrere Texte im Magazin KKL veröffentlicht.
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Guten Tag.
Zitat:
Und glauben an Klarheit, wenn´s Zeit zu sprechen ist.
Frage:
Auch wenn der Nebel dicht wird, die gesprochene Rede verschluckt.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Gamma
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