lichtspiele            

Rainer „Reno“ Rebscher für #kkl34 „Klarheit“




lichtspiele                                                                                                     


frisch verschneite felder

so weit die klare stille reicht

nebellaken hängen fest

in baumgerippen


erste neujahrssonne gleißt

durch schmale wolken

risse auf zwölf

keltenhügel


dünne strahlen

oszillieren und

verschwinden

bis


ein rauer ostwind

wolken  wände

spaltet

und


lichtschwerter

sich friedlich

auf die gräber

senken




traumspiegel


spiegelung erhoffte ich

in deinen warmen

tiefseeaugen auf

dem strand

versuchter nähe


hätte gerne ausgeruht

regenbogenhaut

geschichten

zugehört jedoch

der wind vom ozean


hat mich aufgeweckt

das klatschen roter

flaggen warnte vor

den ungebremsten

trauerfluten während


deine blicke

mit den möwen

zu den wolken stiegen

in die ferne flogen

sich verklärten





HAIKU

Schwarzerlenwasser

windstill schaukelt die Boje

im Nachtperlensee




Rainer „Reno“ Rebscher, *1949 in Darmstadt, wh. Niedereschach (BW).  Psychotherapeut, Autor, Liedermacher. Mitglied der Gesellschaft für Zeitgenössische Lyrik Leipzig. Zuletzt erschienen: Neue Boote für die hellen Tage, 80 Gedichte, Reihe Poesie 21, Hrsg. Anton G. Leitner, Verlag Steinmeier, Deiningen, 2020. Drei Lyrikbücher seit 2012, mehrere CDs (zuletzt „Zwischenland – Liedpoesie“ bei Conträr Musik). In Anthologien wie Das GEDICHT, Versnetze, Poesiealbum Neu.

 www.rainer-rebscher.de






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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