Jannik Hanstein für #kkl35 „Erwachen“
Der Wecker, der weg war:
Du Wecker wecktest mich,
Zogst mich aus meiner Traumwelt,
War ein Träumer in der Realität täglich,
Doch hast mir Welt vorgestellt.
Du Wecker wecktest mich,
Du klingeltest lange als ich schlief,
Doch als ich aufwacht hört ich dich nicht,
Gegen Ende wach, doch deine Geduld entlief.
Du Wecker gingst der nächsten Weckzeit nach,
Ich aber jetzt wach, der alte Zeiten Entdecker,
Weiß nicht den Grund, warum ich jetzt bin wach,
Es klingelte für mich kein Wecker,
Angekommen in Realität, mit welcher du mir locktest nach.
Dann klingelte mein Wecker,
Zur Realität die Einladung,
Wachte in meinem Bett auf als Denker,
Alles ein Traum oder doch eine Erinnerung?
Gottes Vorstellung:
Der Himmel fällt herab,
Die Erde steigt nach oben,
Der Mensch wird hinterfragt,
Der Gott fällt greifbar zu Boden.
Das Reich heute aus Nähe so groß,
So groß wie damalige Vorstellungen,
Der Gott aus Nähe so klein,
So klein, wie noch vor unserem Gelingen.
Der neue Gott lässt den alten fallen,
Der Gott damals nur im Kopfe,
Nun abgelöst vom Realen,
Diente nur als Ansporn zu werden wie er.
Wir Menschen, diejenigen die es schafften,
Dem zu trotzen wofür wir worden erschaffen,
Unsere Aufgabe, über Gott hinweg zu gehen,
Auf gleicher Augenhöhe kann er nicht mehr walten lassen.
Worden erschaffen zum bloßen Verehren,
Doch lernten, ihn als Idol zu schätzen,
Sollten uns ihm mit Liebe nähern,
Doch lernten, ihn durch Verbesserungen zu ersetzen.
Liebe wurde zur Leidenschaft der Verbesserung,
Wollten so werden wie er gleichwohl,
Wie ein Vater der Kinder Imponierung,
Zeigte er unser zukünftiges Idol.
Wollte uns leiten zu leben, durch Jesus sogar menschlich,
Jesus als Rollenbild, kein schlechter Schachzug Gottes,
Zu leben wie man als Mensch leben soll, lieblich,
Doch war unser Idol nicht mehr menschlich.
Gott du naiver alter Mann,
Dachtest bringst Liebe und Hoffnung auf die Welt,
Wolltest werden verehrt, doch schau dich Idol an,
Hast lediglich Neid, Konkurrenz und einen Wettbewerb hergestellt,
Eine Religion, die in Gott keine Antworten sucht, sondern Fragen ihn zu töten.
Der leere Wanderer:
Der leere Wanderer, wie er die Welt in seinen Kopf stecken soll,
Das Erleben des Wanderers immer mehr und mehr,
Alles um sein Kopf zu bekommen wieder voll,
Doch warum wird sein getragener Sack immer wieder leer?:
„Meine Erinnerungen, so wenige, dass mein Rücken schon weh tut,
Eine solch große Last, sie alle zu transportieren,
Würde den Sack gerne absetzen, damit mein Rücken ein wenig ruht,
Doch zu groß die Angst, auch den leeren Sack zu verlieren.
Meine Erinnerungen? Lediglich: Dass ich vergesse,
Darf nicht vergessen, dass ich vergesse,
Darf nicht vergessen, dass mein Sack ein Loch hat,
Was ansonsten passiert? Jeder Tag der erste Tag.
Streife vor mir hin, möchte mein Sortiment ergänzen,
Doch mein Sack, er hat ein Loch in seiner Gestalt,
Alles was ich weiß? Weiß, dass er ist zerrissen,
Alle Dinge aus ihm wieder herausfallend.
Würde ihn gerne flicken den Sack,
Damit ich beim Leben gleichzeitig auch mein altes sehe,
Doch leider unheilbar mein zerrissener voller Sack,
So voll wie er wäre, wenn er kein Loch besäße,
Was das für ein Loch ist? Ein Tor der Leere.
Alles was ich erlebe, meinem Kopf herausfallend vergänglich,
Alles woran ich mich erinnere? Nur das Rausfallen an sich
Was rausgefallen ist? Das weiß ich nicht,
Weiß nur, ich hab ein Loch im Sack meines Gedächtnis,
Bis ich sogar das vergesse und mich frage Wer bin ich?“
-[Alzheimer/Demenz; Befragung eines Dementen um zu beschreiben wie es sich anfühlt; Wie ist es sich an nichts mehr zur erinnern?]
Jannik Hanstein
Angehende Arbeit als Schriftsteller:
Philosophie mit Schwerpunkt auf Metaphysik und Ontologie, sowie eigene Gründung einer neuen Philosophie: Die „weltliche Philosophie“
Schreiben von philosophischen Gedichten, sowie von philosophischen Büchern (Essays)
Bibliographie
Erstes Buch bei Literaturagenturen beworben,
Zweites Buch in geschriebener Arbeit
Erster Gedichtband in Bewerbung
Zukunft:
Studium von Kulturwissenschaften und künstlerischer Praxis
Veröffentlichungen weiterer Werke;
Arbeit als unabhängiger Autor
Über #kkl HIER
