Rampen

Stephan Tikatsch für #kkl35 „Erwachen“




Rampen

Taufrischer Morgen

Lagert ganz unten  im Stapel

Als Synonym tanzend

Ganz im Zeichen der Suchmaschinenzeit

Vogelgezwitscher, hochgepitcht

Schneidet im Wissen dynosaurischer Fantasie

Schlafabwärts durchs Erwachen

Kaffeeturbolenzen fahren mich hoch

Schicht für Schicht

Ohne Lift im Blasen-outfit

Die Bäume sind laut Zweifel möglichst leise

Sprüche aus dem Wurmloch zitieren Quellenlos

Manch Zwinkern, manch Heulen

An Mondsonnensprossen






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Das ist der Traum

Ewige Nachsicht

Im Hinterherschauen ein Glück

Wir, gläsern unendlich.

Das ist der Traum

Auf den Treppen unter Flaggen

Windstill schwarz

Wo doch Bunt

Die Tode gibt, verwässert

Entstellt nach vorn – zurück.

Das ist der Traum

Die Ruhe vor dem Wurm

Das Fest ohne Rede

Die Liebe.




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Irrer Blick

Nach oben geschaut

Die Idee erblickt

Dann die Augen gerollt

Dann den Herzen zugezwinkert

Das Blindsein erobert

Nach unten Vermutet

Mich selbst ertappt

Dann gestolpert

Dann ein Auge zugedrückt

Und dann

Geradeaus geschaut




Stephan Tikatsch, *05.08.1974 in Wien. Dichtkunst, Musik, Malerei, Fotografie u.v.m. Veröffentlicht in europäischen Literaturzeitungen und Anthologien. Gründet 2017 die Literaturzeitung SYLTSE.

Jüngste Veröffentlichungen:

Anthologie „Austrian Beat 2, Gedichte: Trüb, Männerscheiß, Wir kippen den Effekt, 2023

St.Pölten, Anthologie „ungebunden“, Gedicht: Abschöpfungs-Verfahren, 2023

Am Erker Zeitschrift für Literatur Nr. 85#, Minisatire: Wiener Synchronizitäten oder wie mir der Mundartgeist beim Morawa erschienen war, 2023

Er lebt und arbeitet in Graz.






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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