Florian Meurer für #kkl35 „Erwachen“
Tiefer Schlaf und Erwachen
Als ich noch tiefer schlief und lauschte –
Im grünen Wald, wo still bis auf den Regen,
Hinter den tönenden Tropfen, die
Auf dünnen Blättern meine Hörgrenze berührten,
Unter dem fauligen Laub, erdgebunden im Schlamm
So fern von allem war, was ich noch suchte.
Als ich noch wacher saß und spürte –
Den weichen Druck nur Deiner Hand,
So fern von allem suchte ich da
Die Träne dort in Deinem Auge als
Erinnerung des Traumes, der lang vergessen
Oder als das Abbild einer nicht gelebten Zeit?
Nacht um Nacht verstummt in diesen Tagen
Der rauschende Gesang des Winds,
Tut sich in uns auf das goldene Licht,
Bebt im Universum unsere Sonne.
Auslotbarer wird die Schwärze zwischen uns
Und süßer strömt der Duft unseres Gestirns.
Florian Meurer, Jahrgang 1987, ist seit dem Jahr 2004 als Lyriker tätig. Studium der Fächer Germanistik und Geschichte. Im Anschluss (freier) Redakteur. Seit 2008 wurden Gedichte auf Online-Blogs sowie in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.
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