Vom Schreiben

Susanne Rzymbowski für #kkl36 „Anarchie“




Vom Schreiben


Ich möchte schreiben

wie der Wind

ungestüm und brausend

als Erfrischung und Anstoß

wie ein Luftwirbel im Geist

spontan und nicht zu greifen


Ich möchte schreiben

wie das Wasser

mit unendlichen Tiefen

und eigener Strömung

als schäumende Woge

und sanfte Welle

kühl und klar


Ich möchte schreiben

wie das Feuer

voller Hitze

und flammendem Zünglein

lodernd und prasselnd

als Flackern von Licht


Ich möchte schreiben

wie die Erde

aus sicherem Grund

als Boden für Neues

im Acker des Lebens

als letzter Stätte

von Menschlichkeit

im Humus der Zeitlosigkeit




Susanne Rzymbowski, geb. 1964 in Köln, bezeichnet sich gerne als Spinnerin von Wort und Sinn, Autorin aus Leidenschaft. Ihre lyrischen Texte sind poetisch und kritisch.

Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien sowie Veröffentlichung eines eigenen Erzählbandes in 2020 (Titel: Blicklichter: Kurzgeschichten gegen die Trägheit) .






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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