marianne schaufler für #kkl „Präsenz“
Dein Leben.
Du kannst dir den Teebeutel
in den Coffee to go Becher werfen
mit lauwarmen Wasser
zum hastigen Trinken
mit viel Zucker
fürs schnelle Leben
brauchst den Beutel
nicht rausnehmen
lässt ihn eh nicht ziehen
und vor lauter, lauter
vergessen zu
gehen und trinken
vor dich her stolpern
In Ermangelung am Überblick
nichts
von deiner Umwelt sehend
Du kannst auf
dem Lieblingssessel sitzen
mit vorbereiteter Decke
in gemütlichen Klamotten
ein Buch am Platze
der Tee zieht
im Lieblingsgeschirr
Porzellan so sorgfältig
handbemalt
Ebenso
ein Traum für die Sinne
Deine Lieblingsmischung
Loser Tee
duftend und heiß
ein wenig vom Kandis
Der Blick schweift
hier und da
aus dem Fenster
Warme Socken
Siehst kein Eisregen
siehst auf fast
wattig Wirkenden
vor Leichtigkeit fallenden
Schneeblumen
jede einzelne
zwischen MakroMikrokosmos
anmutend und
wunderschön
Siehst wie der helle Tag
ihr Glitzern, beschreibt
Erfreust dich nachher
vorher in Vorfreude
verbleibend
wie sich deine Aussicht
dann ins Schillernde legt
Dein Leben.
Meine Seele heißt Chaos
Ich bin Laut und Wild
das Chaos mein Zuhaus`
Meine Seele aus dem Takt
Und oftmals suche
ich in den Wäldern
nach meiner Stille
Einer Stille
in der die Vögel singen
ein Wind durch die Kronen streicht
und Blätter rasseln lässt
Einer Stille
die des Bachlaufs
sanftes Plätschern
Gehör verschafft
und unter einem Ast
eines Käfers
Kriechen und Knistern
Einer Stille
in der alles im Gleichklang
ist und mich
ganz still werden lässt
In der meine Seele
ruht und sich versteht
Doch kann
ich diese Stille nicht finden
Kann nicht hören
lieblich erfreuende
Stille
Meine Seele ist zu laut
Liebe im Rad der Zeit
Ich würde Dir einen Drei
Tage Bart stehen lassen
Dir das Gel aus Deinen Haaren
waschen und warten auf den,
out of bed look, nach einem
morgen. Ich würde Dir `nen
verwaschenen Pullover anziehen
und ne Jogginghose dazu. Um
bei jeder unseren Begegnungen,
bei Deinem Anblick aus der Ferne,
ein Gefühl von Geborgenheit
erhaschen zu können, in dieser
rastlosen und kopflosen Zeit.
Die zeitlos ist, weil sie kaum
Zeit noch hat. Auch würde ich
mich hier und da, von Zeit zu Zeit,
ein kleines Stück kleiner machen,
um Dich fast zufällig zu
berühren, um mich dann in deine
Arme zu hüllen. Um die verlorene
Zeit des Alltagslebens, in dieser
knappen Zeit, in gefühlte Stunden
einzutauschen. Für kein Wort
werde ich diese Stille brechen,
die Erde darf still stehen. Meine
Umarmung etwas fester als
leicht, sodass ich behalte, das sie
war. Mein Mund würde Deinen
zum Abschied finden, als Ausdruck
des Dankes, für die Stärkung,
zum Weitermachen, in dieser
ruhelosen Zeit.
Marianne Schaufler
welt in einer welt
mich dem augenblick hingeben
ganz und gar dabei sein
alle gedanken konzentriert bündeln
alle sinne wahrhaft haben
den moment in die präsenz legen
dich sehen und bewusst haben
um in der rückschau nicht zu denken
fast wäre etwas von uns geblieben
und hör nur, die stille ist nie still
kein gestern, kein morgen, nur jetzt
einfach mal im augenblick verweilen und
mehr haben als einen wimpernschlag
die päsenz ist eine welt in einer welt
in der ich mich am liebsten zu dir gesell`
marianne schaufler
1976 im Ruhrpott geboren
Fachhochschulreife
Fachrichtung: Sozial-und Gesundheitswesen
examinierte Altenpflegerin zzt. Hausfrau
Lebend in Mittelfranken
Letzte Veröffentlichung : eXperimenta, Der Umtrieb
Seite im Gesichtsbuch, Wort Malerin
Über #kkl HIER
