Meine Seele

Roland Schneider für #kkl37 „Präsenz“




Meine Seele


Soweit das Auge kann schauen

Die Erde des Ackers- tiefbraun

Die Sonne scheint,- bestes Wetter

Unter meinen Schritten rascheln die Blätter


Und diese Weite nimmt mich gefangen

Schön, so gefangen zu sein

Und der Wind treibt Tränen über die Wangen

Und ich bin wandern,- allein


Und in meinem Gemüt schwingt eine Saite

Tieftraurig fröhlich,- einfach wunderschön

Und meine Seele entschwindet in diese Weite

Schade nur,- ich kann sie nicht sehen


Ich gönne den kleinen Ausflug ihr,- – – diesen

Kämpft sie doch sonst mit der Angst und den Zukunftsriesen

– Und sie bleibt immer Sieger dabei

Und es ist eben  n i c h t  einerlei

Eine Seele zu haben und zu spüren –

Tief in Dir, hinter vielen Türen


Manchmal,- wenn mein Schritt zum Acker geht

Manchmal,- wenn der Wind mich umweht

Manchmal,- man glaubt es kaum

Diese Seele braucht auch ihren Raum !


Deswegen such‘ ich die Weite vom Feld

Bin ganz allein da,- in  m e i n e r  Welt

Bin ganz nah am Anfang

Horche tief in mich hinein

Und machmal höre ich betörenden Klang

So schön,- ich könnt‘  weinen


Und in meinem Gemüt schwingt eine Saite

Tieftraurig fröhlich,- einfach wunderschön

Und meine Seele entschwindet in diese Weite

Schade nur,- ich kann sie nicht sehen

Und kommt zurück zu mir und lacht:


„Was hat das für einen Spaß gemacht –

Meine Seelenflügel tanzten im Wind

Habe gespielt wie ein kleines Kind


Habe Kraft für Dich gesammelt !

Wenn im Winter bei Dir alles verrammelt

Und kein Gefühl bei Dir kann bestehen

Hole ich Dich raus da,- Du wirst sehen !


Lass mich nur ab und zu fliegen in diese Weite

Dann stoß‘ ich Dir an Deine Saite

Die Dich so tieftraurig fröhlich macht

Und schließlich auch Dein Herze wieder lacht


Auf Deine Seele kannst Du Dich verlassen

Sie ist immer und wird immer aufpassen !“


Und in meinem Gemüt schwingt eine Saite

Tieftraurig fröhlich,- einfach wunderschön

Und meine Seele entschwindet in diese Weite

Schade nur,- ich kann sie nicht sehen




Roland Schneider

„Ich bin Rentner (69) und habe als Schwerbehindertenbeauftragter am Flughafen gearbeitet,- wohne in Frankfurt,- bin glücklich verheiratet,- liebe Natur und das Schreiben, das Meer und alles was das Leben schöner macht  – – -„






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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