Ingrid Baumgart-Fütterer für #kkl37 „Präsenz“
Transzendentalpoesie
Hingebungsvoll
widmet sie sich
dem Schreiben
transzendentaler
Gedichte.
Ihr Bewusstsein
taucht hinab
auf den Grund
ihrer Seele,
leuchtet deren
göttliche
Unendlichkeit aus
und verankert
gewonnene
tiefe Erkenntnisse
im „erleuchteten“
Herzen,
aus dem die
Weisheit spricht,
die sie gefühlvoll
zu Papier bringt.
Wie von Zauberhand…
Er bringt Körper, Seele und Geist
meditativ in Einklang,
taucht selbstvergessen ein
in den Flow der Gegenwärtigkeit –
aus innerstem Quell
strömen Weisheiten hervor,
die er in Versen verdichtet.
Die Muse küsst ihn nicht nur,
sie führt ihm auch intuitiv
beim Schreiben die Hand –
er weiß nicht wie ihm geschieht,
kann gar nicht glauben, dass er
Gedichte voll innerer Herzensgüte
tatsächlich selbst verfasst hat.
Berührende Sterbebegleitung
Am Sterbebett
ihres bewusstseinsgetrübten Vaters
spürte sie tief im Herzen,
dass eine Verständigung mit ihm
nunmehr am ehesten über eine
wertschätzende Berührung möglich war.
Diese verhalf ihr dazu, auf einer
tieferen Bewusstseinsebene intuitiv
in seine „Erlebniswelt“ einzutauchen.
Währenddessen vollzog sich ein
wechselseitiger Energieaustausch
im Sinne einer Verbundenheit,
die keiner Worte bedurfte.
Seine Seele berührte sie im Innersten
wie der sanfte Flügelschlag eines Engels.
Ein Lächeln umspielte seine Lippen
bevor er den letzten Atemzug tat.
Nie zuvor war sie ihrem Vater so nahe.
Als sie von ihm Abschied nahm,
breitete sich eine ehrfürchtige Stille
in ihrem nun lichtvollen Herzen aus.
Gottbegnadete Poetin mit „Seelenblick“
Mit dem Herzen sie in Seelen schaut,
zartfühlend sie Vertrauen aufbaut
nie wird sie ihr Versprechen brechen,
sie hört auf ihr Herz, lässt es sprechen,
hält so für Mitmenschen stets bereit
das richtige Wort zur richtigen Zeit
und während sich ihr volles Herz leert
und die innere Weisheit sich mehrt,
schreibt sie auf, was das Herz ihr diktiert,
ehrliche Worte, kein einzig „maskiert“.
Allgegenwärtig und doch so fern
Ich spüre Dich in dem Wind,
der mein Haar zerzaust
Ich spüre Dich in dem Luftzug,
der mich kühlt
Ich spüre Dich in den Sonnenstrahlen,
die mich wärmen
Ich spüre Dich in den Blütendüften,
die meine Sinne betören
Ich spüre Dich in den Regentropfen,
die auf mich niederprasseln
Ich spüre Dich in den Schneeflocken,
die auf meiner Haut schmelzen
Ich spüre Dich in dem Pochen meines Herzens
Ich spüre Dich in dem Blut, das durch meine Adern strömt
Ich spüre Dich in dem Atem meiner Lungen….
Du bist für mich überall und nirgendwo zugleich,
aber unfassbar spürbar!
Innere Stärke
Im Rhythmus
der Atmung
in sich selbst
die Balance finden
zwischen Festhalten
und Loslassen,
zwischen „Zulassen“
und „Sich-Öffnen“,
zwischen Aktivität
und Ruhe,
zwischen Geben
und Nehmen.
Im Rhythmus
der Atmung
Schritt für Schritt
mit Liebe
im Herzen
den inneren Halt
festigen.
Herzensangelegenheit
Mit dem Herzen
das Unausgesprochene
hinter dem Gesagten
hören.
Mit dem Herzen
die nicht geweinten Tränen
der verletzten Seele
spüren.
Mit dem Herzen
hinter das Vordergründige
blicken,
wo sich im Licht der Liebe
das wahre Wesen
mit all seinen Facetten
zeigen darf.
Bewusstlosigkeit
Der Körper ihres im Koma liegenden Mannes scheint mit allen ihm zur Verfügung stehenden Ausdruckmöglichkeiten (s) eine Geschichte mit steigender Intensität eindrücklich zu inszenieren. Seine Frau, die viel Zeit an seinem Bett verbringt, versucht diese Signale zu entschlüsseln und die innere Wahrheit zu entdecken, die dem aktuellen Geschehen innewohnt. Hierzu ist es unerlässlich, ihre eigene Wahrnehmung zu verfeinern. Statt zu interpretieren, will sie vor allem offen sein für ihre eigenen Empfindungen und Intuitionen und sich davon leiten lassen, dabei aber einen Abgleich mit einer (weitgehend) objektiven Beobachtung nicht außer Acht lassen. Ansonsten läuft sie Gefahr, von sich auf ihren Mann zu schließen und demzufolge dessen kommunizierte Anliegen aus den Augen zu verlieren. Es geht vor allem um eine präsente „Absichtslosigkeit“ und dem Erspüren subtiler Signale, um ganz ohne Worte zwischen sich und ihren Mann eine Brücke der Begegnung zu bauen.
Ingrid Baumgart-Fütterer, Autorin, geb. 1954
Im Ruhestand seit Oktober 2014
Veröffentlichung von zahlreichen Artikeln in Pflegefachzeitschriften und von Gedichten in diversen Anthologien.
Veröffentlichung von zahlreichen Artikeln in der Mitarbeiterzeitschrift „Medikuss“ im Rahmen meiner ca. 12 jährigen Tätigkeit als Mitautorin der „Medikuss“- Redaktion des Städtischen Klinikums Karlsruhe.
Beruflicher Lebenslauf
Seit mehr als dreißig Jahren war ich am Städtischen Klinikum Karlsruhe gGmbH als Lehrerin für Pflegeberufe tätig.
Meine berufliche Tätigkeit war von folgenden vier Hauptelementen geprägt:
1.
Ab 1980 Aufbau und Leitung des Weiterbildungslehrganges für Anästhesie – und Intensivpflege. Ab 1984 Führung dieses Kurses als Lehrerin für Pflegeberufe.
2.
Nachdem sich 1994 das Städtische Klinikum Karlsruhe entschloss, eine „Innerbetriebliche Fortbildung“ einzurichten und Stationsleitungskurse in eigener Regie zu betreiben, übernahm ich die Aufgabe, diese Kurse im Rahmen einer erweiterten Verantwortungstätigkeit zu konzipieren, und selbstverantwortlich zu leiten.
3.
Ab 2003 Aufbau und Leitung des Weiterbildungslehrganges „Pflegeexperten“.
4.
Ab 2008 Tätigkeit als Lehrerin für Pflegeberufe und Kursleitung an der Akademie für Pflegeberufe.
Einen Teil des Unterrichts eines jeweiligen Kurses hatte ich selbst bestritten.
Nebenberuflich Seminarleitung/Dozentin
Themen: Stress- und Konfliktmanagement und moderne Arbeitstechniken (ca. 12 Jahre) für Mitarbeiter des Personalamtes der Stadt Karlsruhe.
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