Alina Zaripov für #kkl39 „Hinter der Zeit“
Das Mysterium der Zeit:
Zeit ist relativ. Einige Menschen behaupten, dass die Zeit existiert, andere wiederum das genaue Gegenteil. Ich jedoch stehe zwischen diesen zwei Parteien. Lasst es mich erklären.
Albert Einstein sagte mal: „Zeit ist das was man an der Uhr abließt.“ Existiert Zeit überhaupt? Oder ist es eine fiktive Erfindung der Menschheit, damit der Mensch einen Anhaltspunkt zum Leben hat? Darüber habe ich nachgedacht und Antworten gefunden.
Eigentlich lebt unser Körper in der Gegenwart, aber unser Gehirn verarbeitet das Geschehene aus der Vergangenheit und wir sehen und denken, eigentlich in der Vergangenheit. Angenommen ein Objekt steht 50 cm vor unserem Auge entfernt. Mit der Lichtgeschwindigkeit wird das Objekt vor unserem Auge, in unserem Auge abgebildet. Bis wir das Objekt sehen können vergeht eine gewisse Zeitspanne. Auch braucht unser Gehirn eine gewisse Zeit um das Gesehene zu verarbeiten. Also leben wir nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Vergangenheit. Anders sieht es da mit der Zukunft aus…
Die Zukunft, besonders viel wissen wir darüber nicht. Um genauer zu sein eher nichts. Außer ein paar Prophezeiungen, wenn man überhaupt an so etwas glaubt, oder Mutmaßungen. Wenn wir nach „unserer“ Zeit gehen, dann wissen wir, dass ein Tag 24 Stunden hat und das Jahr 365 Tage. Dementsprechend können wir unseren Urlaub planen, unsere Ziele und was wir erreichen wollen. Aber ob es wirklich passiert, können wir mit Sicherheit nicht sagen. Hier kommt das Prinzip der Wahrscheinlichkeit ins Spiel. Aber, ich schweife vom Thema ab.
Um es kurz zu fassen: Während die Vergangenheit und die Gegenwart, klar und deutlich zu sehen sind, ist die Zukunft für uns ein Mysterium. Zeitreisen, sind hingegen noch komplizierter…
Wenn Zeitreisen existieren, dann können wir davon ausgehen, dass es eine Fixzeit und eine Fixperson, gibt in der wir jetzt gerade leben, da wo unser „Ich“ in der regulären Standard Zeit besteht. Und wenn wir aus dieser Fixzeit unsere Fixperson in eine von unseren anderen Fixzeiten reisen, wo unsere andere Fixperson bereits existiert, dann existieren wir zwar nicht in unserer eigenen Fixzeit als Fixperson, aber in der anderen Fixzeit in die wir gerade gereist sind, existieren wir doppelt und in unseren restlichen Fixzeiten existieren wir weiterhin als Fixperson nur einmal. Wenn jede Sekunde unseres Lebens eine Fixzeit ist, dann existieren wir so viel Mal wie die Sekunden unseres Lebens, bis zu unserem Ende, als Milliarden von Fixpersonen. Und wenn wir eine unserer Fixperson in einer dieser Fixzeiten töten, dann existieren wir nur bis zu dem Zeitpunkt, bis wo hin unsere getötete Fixperson existiert und nicht mehr drüber hinaus, jedenfalls nicht in unserem Universum.
Wenn es ein Multiversum gibt, dann gibt es unsere Kopie der Fixperson in jedem dieser Universen, mit ihren eigenen Fixzeiten, die variieren können. Und wenn es mehrere Multiversen gibt, dann existieren wir unendlich, genauso wie unsere Fixpersonen und ebenfalls ihre Fixzeiten. Falls die Theorie mit dem Multiversum stimmt.
Jedenfalls, komme ich zu dem Schluss, dass so etwas, wie die Zeit fiktiv existiert. Klar mit der Zeit können wir uns das Leben erleichtern, wie z.B. Termine planen. Aber, es ist nur ein erfundener Richtwert, der aus dem Nichts heraus geboren wurde. So wie unsere Welt.
Alina Zaripov, 18 Jahre alt, wohnhaft im wunderschönen Kempten im Allgäu,
Hobbys: Zeichnen, Malen, Klavier, Orgel, Speedcubing, Schreiben, Lesen.
Veröffentlichung einiger Texte im Papierfresserchenverlag:
Die Arche Noah in Damals… auf der Arche Noah von Martina Meier, Camelot eine Sage aus Großbritannien in alte Sagen neu erzählt Band 2 (Herausgeber: Martina Meier), Alle Wege führen nach Rom in alte Sagen neu erzählt Band 2 (Herausgeber: Martina Meier).
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