Janina Thomauske für #kkl39 „Hinter der Zeit“
Hinter der Zeit
wandeln wir wie Schatten.
Wie Farben, die ermatten,
malt die Zeit ihr graues Bild auf eine Leinwand.
Hinter der Zeit
rennen wir und rennen wir
und wissen nicht, wohin.
Doch Zeit gibt scheinbar einen höheren Sinn.
Denn wir wissen erst, was einst lieb und teuer war
in seiner Vergänglichkeit.
In der Retrospektive war es wichtig,
in der Retrospektive war es nichtig.
Mit der Zeit,
lernen wir zu gehen,
loszulassen,
Wichtiges wieder zu sehen.
Das Alte vielleicht zu hassen,
das Neue zu lieben.
Mit der Zeit
verändert sich der Geist
der sich unaufhörlich um sich selbst kreist.
Bis er aufhört, zu existieren.
Janina Thomauske studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften und Anglistik / Amerikanistik auf Bachelorniveau und Medienwissenschaft im Master. In ihrer Freizeit schreibt sie gerne Gedichte für Erwachsene und Kurzgeschichten für Erwachsene und Kinder.
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