Erinnerung

Ursula Strätling für #kkl39 „Hinter der Zeit“





Erinnerung


O Liebste,

wie soll ich, kann ich, will ich dich vergessen?

Vergessen deiner Lippen Zärtlichkeit,

Küsse, die zur Einheit uns verschmelzen ließen,

wenn auch nur für eine kurze Zeit …


Wie Haut an Haut wir miteinander lagen

und drängendes Verlangen uns verband,

und auch die tausendste der Fragen

in deinen Ohren Anklang fand …


Deiner Berührung kosendes Versprechen

mich tief erfüllte und doch hungrig werden ließ,

nach mehr und mehr von dem, was tausendfach besungen

und ganz einfach Liebe hieß …


Zwei Menschen sich gefunden

verheißungsvolles Glück –

doch nun ist es entschwunden …

was bleibt

davon zurück?





Nichts bleibt

Summen, Zwitschern,

fernes Glockengeläut.

Schwirrende Gedanken,

schwankende Gefühle.

Gestern, Morgen,

ÜberÜbermorgen.

Heut ist Heut ist Heute.

Nichts bleibt

immer





Zurück zu gehn heißt scheitern und

 gelebte Zeit entkernen

das geht nimmer.

Vergangen doch die Jahre

wir wollen neue pflanzen

gehn gemeinsam vor

und durch die Senke dann hinauf

zu schaffen einen Überblick

uns über unsre Möglichkeiten

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Ursula Strätling *1955
Die Autorin wohnt im Münsterland. Sie hat eine erwachsene Tochter, zwei erlernte Berufe, Abitur und widmete sich bisher dem Schreiben von Lyrik und Kurzprosa. Inzwischen verfasst sie nach einer kreativen Pause neben den Kriminalgeschichten auch Romane. Veröffentlicht wurde sie, neben einem Gedichtband und ihren eigenen Werken, in bereits über 85 Anthologien und Zeitschriften. Kürzlich erhielt sie für ihr Gedicht „Nachtglanz“ einen Preis. http://www.literaturpodium.de/gedichte/gewinner-namen.htm






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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