Vom suchen und finden des verschütteten Ichs

Benjamin Lapp für #kkl42 „Selbstachtung“





Vom suchen und finden des verschütteten Ichs


Oh Wehe,

Wir, die Schwermutigen,

die in sisyphosartiger Tragik,

an unserem inneren Mühsal so leidvoll tragen,

um das Lächeln auf dem steinigen Pfade

zu den Höhen der weihevollen Sichtbarkeit

zu führen.

So ist es von gebotener Dringlichkeit uns zu erheben

aus dem verengenden Panoptikum von Angst-Variationen,

und gewillt zu sein uns selbst zu vergeben

für den Makel einer mangelnder Fürsprache

an die so schmerzenden Seelen.


Denn siehe im Lichte der Hinwendung zum verschüttenden Ich,

erblühen unter jenem Geröll der Selbstverleugnung

gewitzte Knospen einer puren Lebenslust.


Lasst uns unser Sein freudig mit dieser inneren Blütenpracht schmücken,

auf das es, behütet begleitet vom tirilierenden Klang einer Lerche

und um des feierlichen Miteinanders Willen,

einen in allen Himmelsfarben leuchtenden Widerschein finden wird…


Oh Hosianna,

Wir, die Lächelnden,

feiern uns nun gegenseitig

auf dem weihevollen Höhen der Sichtbarkeit,

für das Geschenk der wiedererlangen Leichtigkeit des Seins.





Benjamin Lapp

Lyriker seit 2019

2021 ist der Gedichtsband: „Es ist fürwahr ein Pandämium…“ im Pohlmann Verlag erschienen.

Freier Autor für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften wie z.B. Unsere Zeitung, Zwielicht, SoZ und Ossietzky.







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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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