Michael Hübner für #kkl42 „Selbstachtung“
der kraft des aufbruchs trauen
dem blühen zu
so drängt es
ganz unbeirrt
es sucht sich raum
und findet sich
im wachsen
durchbricht
der eisendornen
umklammerung
frei atmend
entgegen aller
verzweiflung
sich lichtend
im selbstsein
aus widernissen
die kraft
zur wandlung
gewinnen
Ich kann nichts falsch machen
Tanzen wie soll das denn gehen?
Habe das noch nie vermisst
Es ist toll du wirst schon sehen
Stepp doch mal den Grumbeertwist *
Leg nur los es ist nicht schwer
Geht doch sieh nur bitte sehr
Staune schon dass es gelingt
Wie da meine Hüfte schwingt
* Grumbeere – ein Dialektwort für Kartoffeln
Frederick (ein Pantun nach einer Erzählung von Leo Lionni)
Als ich noch keine Worte hatte
hat Frederick mir imponiert
Weil er so einfach von sich sagte
Ich bin ein Dichter ungeniert
Der Fredrick hat sich imponiert
Er sammelt ganz auf seine Weise
Bin Dichter sagt er ungeniert
und trag zusammen andre Speise
Mit Sammeln ganz auf seine Weise
bewahrt er wirksam Mäuseleben
Zusammen trägt er andre Speise
um dann Besonderes zu geben
Bewahrt so wirksam Mäuseleben
Wärmt ihre Herzen wie noch nie
Besonderes hat er zu geben
Ein Öffnen hin zur Phantasie
Wärmt Mäuseherzen wie noch nie
Erweckt die Farben und die Strahlen
Entfaltungskraft der Phantasie
sich Wundervolles auszumalen
Erweckt die Farben und die Strahlen
als andrer Vorrat ist verzehrt
Sich Wundervolles auszumalen
hat aus dem Innern sie genährt
Als andrer Vorrat war verzehrt
sie seinen Worten folgten gerne
ganz aus dem Innern wohl genährt
Von Frederick war viel zu lernen
Heut forme ich die Worte gerne
Mein Selbst zu zeigen mir gestatte
Von Frederick war viel zu lernen
als ich noch keine Worte hatte
Michael Hübner, Rheinländer, Jg. 1959, auf Liebeswegen vor einigen Jahren in den Schwarzwald und zum Schreiben gekommen
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