Durch Wut entflammt, mit Herz und Seele verbrannt

Lisa Wiesenberger für #kkl42 „Selbstachtung“




Durch Wut entflammt, mit Herz und Seele verbrannt

Sie starrte auf die Zeichnung an der sie gerade arbeitete. Der Junge aus ihren Träumen. Jeden Tag wartete er darauf, dass Valeria einschlief und mit ihm durch jegliche Orte lief. Sachen, die sie sonst nie machen durfte. Sie war so naiv. Sie wollten später in ein verlassenes Haus. Valeria zeichnete weiter am Bild und dachte über alles nach, was sie mit Roy erlebt hatte. Von diesen Gedanken wurde sie erfüllt. Sie waren durch Wälder spaziert oder nachts im Freizeitpark gewesen. Jeden Tag freute Valeria sich einzuschlafen und wieder mit ihrem besten Freund Sachen zu erleben. Sie hörte durch den beständigen Gedankenfluss ihren Vater nicht. Sie ließ die Müdigkeit wirken und im nächsten Augenblick schien Roy sie zu bemerken. Sie begrüßten sich und gingen los. Valeria nahm die Zeichnung mit. Im Traum fand sie die genauso grandios. Sie war ein Geschenk an Roy. Sie liefen die Straßen entlang, bis sie am Haus ankamen. Dann gingen sie hinauf aufs Dach und bewunderten der Sterne Pracht. „Ich bin froh, dass wir befreundet sind.“, sagte Valeria. „Du weißt, ich bin nicht real, naives Kind?“, antwortete Roy. „Ich habe dich geschaffen.“, antwortete Valeria. „Nein!“, rief Roy, halb am ausrasten. „Ich bin ein Teil von dir!“. Plötzlich erschrak Valeria, als sie Roy ansah. Sein Blick war anders, ja gar verzerrt. So hatte Valeria ihn noch nie gesehen. „Diese ganze Freundschaft war dein Versuch, deinen Selbsthass zu unterdrücken. Ich bin du, du bist ich, ohne einander existieren wir nicht! Sie dich mal im Spiegel an. Siehst du es nicht? Deine Gedanken, gefühle und anderes? Wie du dich eigentlich hasst, doch mit dir selbst befreundet bist. Diese Seite, welche nachts hervorkommt. Diese Seite die du tagsüber sehnlichst vermisst. Doch nachts kommt sie hervor, dein Selbsthass, getarnt als ‚roy‘, wie so oft hiervor.“, rief Roy und verschwand. Auf einmal Verbänden sich alle Gefühle und es blieb nur ein Gedanke. Mir dem Feuerzeug in der einen- und der Zeichnung in der anderen Hand (diese war schon entflammt). Valeria ließ sie fallen. So verschwand Roy, Valeria, das Haus und die Zeichnung. Alles war verbrannt




Lisa Wiesenberger






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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