das gesicht

Anne Kohler für #kkl42 „Selbstachtung“




das gesicht

war zer

schunden

als ich

ge

   fallen

bin

immer

ahnte

ich ein

    symbol

zuvor

weitete

ich

grenzen

und bin

zu weit

gegangen

dir

(ge

blendeter)

gestand

ich mein

an

sinnen

außen

keine

folgen

(deo

gratias)

innen

narkose

/er

starrung/

deine

strafe

sisyphos:

ewiges

tun

meine:

be

täubung

(jahre …)

und

heute?

ich bin

ge

kränkt

/krank/

un

erwartet

gebe ich

er

innerung

zurück

genese

kaschiere

nicht

die narbe

im ge

sicht





fotografie

als dein

gesicht

schöner

wurde

schlugst du

meine

wunde

in (still)

gehaltenen

zeiten

umkreise

ich dein

bild

deine

/schattierten/

facetten

als du

gingst

nahmst du

nicht mit

was du

gegeben

hast

abwesender!

während

deines vagen

versprechens

dich nah

zu wissen

variiere ich

meinen

hunger

und gebe

den mangel

mild in den

tag





Anne Kohler, geboren 1984 in Magdeburg, lebt in Nordrhein-Westfalen (Haltern am See) und hat u.a. an der TU Dortmund die Fächer Germanistik und Philosophie auf Lehramt studiert. Heute arbeitet sie als Lehrerin an einer Gesamtschule. Sie schreibt Gedichte und Kurzprosa. Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften.

sdr





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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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