Velibor Baćo für #kkl44 „Kosmos“
Sternenkinder
Aus ewiger Unendlichkeit geboren,
Funken des Allseins,
strahlend über das Leben hinaus,
sichtbar in den Tiefen der Kunst,
in jedem Fraktal und jedem Punkt,
getragen durch die Wellen,
im Strom geboren,
individuell erkoren,
vereint in Liebe,
blühend in jeder Zeile,
tanzend in Silben und Gedicht,
Sternenkinder,
Sein,
Tanz der Schwingungen,
Chaos?
Entstehen und Vergehen,
ewiges Licht der Dunkelheit,
schwarze Sonne,
kein Auge es sieht,
kein Anfang wo auch kein Ende,
göttlicher Funke,
gespiegelt im Auge,
grüne See,
brauner Himmel,
blaues Blut,
Kunstwerk der Natur,
stets im Wandel,
verloren im Kosmos,
Zeit ohne Bedeutung,
gekrümmter Raum,
Frühling der Zeugung,
Herbst des Stillstands,
Liebe,
es existiert nur
Liebe.

Velibor Baćo, 1985 in Bugojno (Bosnien) geboren, Kriegsflüchtling und zunächst nach dem rechtswissenschaftlichen Studium in Salzburg Jurist bei einem Anwalt. Nach einer Station als Banksanierungsmanager und Bankjurist erste Gedichte auf Deutsch und Englisch und abstrakte Acrylmalerei in Wien. Seit 2019 Tätigkeit im Wohnungslosenbereich.
2. Platz Erik-Neutsch Literaturwettbewerb Lyrik 2021 – für erstes Gedicht „Der Klang der mir noch fehlte“.
Über 40 internationale Bild-, Text- sowie Gedichtpublikationen.
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