René Oberholzer für #kkl44 „Kosmos“
Letzte Fragen
Und wenn es eine letzte Frage
Im Universum noch gäbe
Würde ich sie
Mit dir teilen wollen
Und zwar so lange
Bis es eine neue
Letzte Antwort
Geben würde
Und wenn es keine letzte Frage
Im Universum mehr gäbe
Würde ich dich küssen
Auf 10 verschiedene Arten
Und zwar so lange
Bis es eine neue
Letzte Frage
Geben würde
Himmel und Hölle
Vom Himmel hoch
Da komm ich her
Sagte ich ihr
Das ist mir zu hoch
Sagte sie
Und lachte dabei
Ich drehte mich um
Und ging barfuss
Durch die Hölle
In den Wolken
Im Himmel besitzt jeder Mensch eine Wolke und einen Garten. Robert unterhält einen Zwiebelgarten. Irma auf der Wolke gegenüber hat sich auf Lauch spezialisiert. Roger auf der Wolke darunter hat sich auf Rettich spezialisiert. Brigitte hat sich auf nichts spezialisiert. Diesen Garten möchte ich übernehmen, wenn der Platz frei wird.
René Oberholzer
e-mail: rene.oberholzer@bluewin.ch
Lebt und arbeitet seit 1987 als Oberstufenlehrer, Autor und Performer in Wil/Schweiz.
Schreibt seit 1986 Lyrik, seit 1991 auch Prosa.
War Mitbegründer der literarischen Experimentiergruppe „Die Wortpumpe“ (mit Aglaja Veteranyi) und der Autorengruppe Ohrenhöhe, ist Mitbegründer der „Tischkante 16“, Mitglied der Autoren der Schweiz (AdS) und des Zürcher Schriftstellerverbands (ZSV). Erhielt 2001 den Anerkennungspreis der Stadt Wil für sein literarisches Schaffen und 2022 den 23. Nahbellpreis des G&GN-Instituts in Düsseldorf für das lyrische Gesamtwerk.
Publikationen:
„Wenn sein Herz nicht mehr geht, dann repariert man es und gibt es den Kühen weiter“ (39 schwarze Geschichten) (2000), Verlag Im Waldgut in Frauenfeld.
„Ich drehe den Hals um – Genickstarre“ (92 Gedichte) (2002), Nimrod-Literaturverlag in Zürich.
„Die Liebe wurde an einem Dienstag erfunden“ (120 Geschichten) (2006), Nimrod-Literaturverlag in Zürich.
„Kein Grund zur Beunruhigung“ (236 Gedichte) (2015), Driesch Verlag in Drösing.
„Sehnsucht. Mit Weitblick“ (80 Gedichte) (2020), Klaus Isele Editor in Eggingen
„Das letzte Stück vom Himmel“ (80 Gedichte) (2021), Klaus Isele Editor in Eggingen
„Analphabeten der Liebe“ (80 Gedichte) (2023), Klaus Isele Editor in Eggingen
Gedichte und Kurzgeschichten in Anthologien, Zeitungen, Literaturzeitschriften und Online-Portalen im gesamten deutschsprachigen Raum (über 3000 Einzeltexte). Einzelne Texte sind auch ausserhalb des deutschsprachigen Raums übersetzt und veröffentlicht worden.
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