Im Spiel der Symbole

Anastasia Weimer für #kkl47 „Symbolik“




Im Spiel der Symbole

Im Spiel der Symbole, wo die Liebe nicht lebt,
sind wir Seelenverwandte, gebunden durch den Schmerz,
getrennt von den Ketten der Realität, die uns fesseln,
und doch bleibt unser Echo in der Stille der Nacht.

In der Dämmerung der verlorenen Worte,
wo die Stille zwischen uns ein Flüstern trägt,
schweben Schatten durch die Gänge unserer Seelen,
und das Echo unserer Herzen bleibt ungehört.

Ich war ein wandernder Geist, gefangen in der Zeit,
ein reflektierendes Bild der Liebe, die uns flieht.
Der Alkohol der Hoffnung betäubte die Sinne,
bis die Welt um mich herum in Grau zerfiel.

Ich hoffe, es geht dir gut, hinter der Fassade,
doch du bist der Grund für das ständige Verlangen.
Niemand trägt die Schuld an diesem stillen Verrat,
der sich wie Nebel in die Erinnerungen schleicht.

Für Momente waren wir eins, in einer anderen Dimension,
die Farben der Unendlichkeit malten unsere Träume,
doch jetzt lebe ich in der Scherbe der Zeit,
wo jede Begegnung ein weiteres Kapitel schließt.

Alle meine Morgen sind ein Spiel von Illusionen,
eingekapselt in einem endlosen Kreislauf,
ich suchte nach dem Wundermittel der Entfaltung,
doch die Effekte verblassten wie der letzte Lichtstrahl.

In dieser verschlungenen Realität, in der ich existiere,
ruiniert die Liebe mein innerstes Wesen.
Die Berührung war flüchtig, wie der Wind in den Bäumen,
und der süße Schmerz bleibt, unaufhörlich.

Ich liebe dich, so tief und voller Zweifel,
jedes Gefühl ein Schatten, der mich verfolgt.
In der Distanz bleibt nur der Hunger nach dir,
während die Zeit weiterzieht, ein unermüdlicher Strom.

Ich habe an dich gedacht, in den Nächten der Einsamkeit,
doch der Mut verlässt mich, wenn das Telefon still bleibt.
Die Tage verstreichen wie fallende Blätter,
und der Wind trägt die Erinnerungen in die Ferne.

Kaufe dir das Auto der Freiheit, das du so sehr begehrst,
doch es wird nicht anspringen ohne den Zündfunken,
der nur in den Berührungen der Herzen existiert,
die in der Dunkelheit nach Licht suchen.

So tanzen wir weiter im Schatten der Möglichkeiten,
unsere Herzen schlagen im Takt der unerfüllten Träume,
während wir in dieser Symphonie des Verlangens verweilen,
zwei Seelen, die sich lieben und doch niemals ganz sein können.

Im Spiel der Symbole, wo die Liebe nicht lebt,
sind wir Seelenverwandte, gebunden durch den Schmerz,
getrennt von den Ketten der Realität, die uns fesseln,
und doch bleibt unser Echo in der Stille der Nacht.




Anastasia Weimer wurde am 17. September 1988 in Sawodoukowsk, UdSSR, geboren und zog 1993 mit ihrer Familie nach Berlin. Sie begann im Alter von zwölf Jahren zu schreiben und veröffentlicht seit 2002 Gedichte und Kurzgeschichten in Magazinen und Anthologien.

Nach einer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und einem Fernstudium in „Praktischer Psychologie“ und „Kreativem Schreiben“ veröffentlichte sie 2018 ihren Debütroman „Asphaltblume“. Anastasia beschäftigt sich in ihren Werken mit der Komplexität von Liebe, Verlust und Identität.






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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