Andrea Weber-Knapp für #kkl47 „Symbolik“
Sternenstaub
Ich sitz in meiner Kemenate
und schau dem Staub beim Schweben zu.
Die Körner tanzen einen Reigen
und geben einfach keine Ruh‘.
Im Allgemeinen mag man sie
doch nicht an seinem Ruheort.
D’rum wedelt man den Sternenstaub
um sich herum auch stets hinfort.
Hinfort wird’s mit Dir auch mal geh’n,
ob Du es willst oder auch nicht.
Im Grunde bist Du eins mit ihm –
Du weißt es nur noch nicht.
Feeling inner rain
Lebensunfähig?
Schuldig!
Also nicht zu gebrauchen
Mir und and“ren eine Last
Schwerlast
hungernd
ohne Lust
ohne Halt
ohne Liebe
ohne Hoffnung
ohne Selbstliebe
ohne Geborgenheit
Wo ist es hin, das ich?
Ich bin ohnehin
ungeliebt, verloren
grenzenlos, einsam
hilflos, ohnmächtig
nutzlos, verzweifelt
freudlos, eingefroren
gelähmt, ausgeliefert
zertrümmert, untergehend
zerfallen zu Staub
so wie alles zerfällt
stetig wegbricht und ertrinkt
verloren geht wie ich selbst
Bin ich noch?
Voll Angst in der Seele
ich immer mich quäle
voll schwarzer Schmerzen
das Leben verscherzend
voll endloser Tränen
mit blutendem Herzen
ganz allein auf der Welt
die mir nicht mehr gefällt
HELP! Please help!
Come help your self!
Finde mich früher
bevor es zu spät ist
lass mich dich finden
unüberwindbar
sonnendurchflutet
mitfühlend warm
leicht voll Freude
mit sich im Reinen
nach innen und außen
gut befreundet, hell aufgelöst
für immer
„Sternenstaub als Symbol für konstante Vergänglichkeit
Innerer Regen (Schwerlast) als Symbol für Depression“
Andrea Weber-Knapp

– alleinerziehend mit 3 Töchtern
– seit über 30 Jahren berufstätig bei einem Wissenschaftsverlag in Heidelberg
– kunstvoll kreativ in jeglicher Richtung
– singend, schreibend, dichtend, reimend
– malerisch, fotografisch, floristisch und Stirn bietend unterwegs
– und ohne die enorme Energiequelle „Kreativität“ letztlich wohl nicht mehr existent
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