FRANZ BRUNNER für #kkl47 „Symbolik“
Deine Hand.
Noch hat sich das Tageslicht versteckt, doch suche ich bereits nach deiner Hand.
Mit aller Vorsicht, zaghaft und hoffnungsvoll suche ich sie.
Deine Hand ist stark und sie ist zart. Und sie ist schön.
Sie ist sanft und sie ist liebevoll, sie ist fürsorglich und sie ist verlässlich.
Wenn sie berührt, berührt sie alles, alles an mir und alles in mir.
Um diese Hand hielt ich einst an, seither hält sie mich.
Sie hält mich fest, wenn ich zu fallen und sie hält mich am Boden, wenn ich abzuheben drohe.
An allen Tagen schützt sie mich, behütet sie mich, mag sie mich.
Diese Hand winkt, wenn ich gehe und sie winkt noch mehr, wenn ich wieder komme.
Sie begleitet mein Kommen und Gehen, stets begrüßt oder verabschiedet sie mich.
Diese Hand sät Glück, vermehrt es und behütet es.
Sie teilt, wenn sie soll und sie behütet, wenn sie muss.
Diese Hand beschenkt mich täglich, drückt mich täglich.
Sie beflügelt und bestärkt, beruhigt und zähmt zugleich.
Diese Hand nimmt bescheiden und gibt stets von Herzen.
Sie ernährt, wenn Bedarf ist und sie hilft, wenn sie kann.
Diese Hand ist wunderbar, diese Hand kann Wunder vollbringen.
Sie kann Wunden heilen und sie kann die Zeit anhalten.
Diese Hand ist einzigartig, ist Teil eines großen Wunders.
Das Wunder, das bist du. Jeden Tag, den du an meiner Seite bist, bist du das Wunder.


FRANZ BRUNNER / STEYR
Im historischen Steyr/OÖ geboren, aufgewachsen, ein- und ausgeschult, verheiratet und, und, und …. In 38 Jahren als Lehrer an der HTL Steyr Tausende von Seiten geschrieben, 99% davon technisches Allerlei. Sinniert nun im Ruhestand über Gottes seltsame Welt. Sport, Reisen, Lesen, Kochen und Rettungsdienste liefern reichlich Stoff für skurrile Geschichten. Er ist Gründungsmitglied des Steyrer Schreibzirkels „textQuartett“ und liest auch hin und wieder in Cafes aus seiner Kurzgeschichten-Sammlung.
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