Katja Heller für #kkl48 „Vernunft“
Ich bin jung, die Stimme sagt: auch dumm,
Soll hören auf die, mit Erfahrung,
Also bleibe ich stumm.
Soll lernen bis zum Umfallen, als Vorauszahlung.
Es heißt man soll träumen,
Von seiner Zukunft, seinem Leben,
Man soll bloß nichts versäumen,
Soll immer sein bestes geben, das höchste anstreben.
Also träume ich, aber ich will nicht nur schlafen,
Ich will leben und lachen, springen und reisen,
Aber dafür würde mich das Leben bestrafen?
Soll mich stehts als würdig erweisen, aber wie soll ich dann reisen?
Wie soll ich mein Leben leben,
Wenn die Stimme mir sagt, geh lernen, nicht träumen,
Aber wenn ich nicht träume, wie kann ich dann alles geben?
Wie soll ich so denn nichts versäumen?
Soll aufhören zu denken wie ein Kind,
Erwachsen handeln, die Stimme hören,
Nichts hinterfragen, alles machen, alles blind,
Nicht zulassen, dass diese Freigeister betören.
Soll nicht sein wie diese jungen Gören,
Soll nicht suchen nach meiner Herkunft,
Soll diese Stimme hören,
Die Stimme der Vernunft.
Ich heiße Katja Heller, bin 2008 geboren und besuche derzeit noch ein Gymnasium in Schleswig-Holstein. Aufgewachsen bin ich allerdings in Bayern. Ich habe mich schon immer für Lyrik und Kunst interessiert und würde es als viel mehr als nur ein Hobby bezeichnen.
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