MIA STÜTZ für #kkl49 „Ablenkung“
Ablenkung
Ich ging durch das Leben
Voller Elan und Motivation
Ich wollte so vieles geben
Doch anscheinend hat jeder meine Gaben schon
Ich rede hier nicht vom Materiellem nein
Wie könnte ich nur so denken
Ich spreche von Liebe und der Kunst glücklich zu sein
Sich froh durchs Leben zu lenken
Doch immer verzage ich beim Schenken
Nie kann ich meine Liebe zeigen
Immer muss ich so viel über andre Dinge denken
Kannst du mir das je verzeihen
Du fühlst dich betrogen und verraten
Ich kann es dir nicht übelnehmen
Unsere Welt ist wie ein verwelkter Garten
Unsere Gesichter voll mit Tränen
Ich habe es wirklich probiert
Doch bin so oft gestoppt worden
Zu lange habe ich über die Zukunft philosophiert
Ich hatte einfach zu viele Sorgen
Mein größter Feind hat mir das Liebste genommen
Es ist als würde ich nur mehr existieren
Bin durch ein Meer aus Leid und Tränen geschwommen
Ich hätt nie gedacht dich zu verlieren
Ach, wie hasse ich meinen größten Feind
Oder sollte ich es im Plural sagen
Nein, es ist nicht die Einsamkeit
Es sind meine Gedanken, die mich plagen.
Sie sind meine größte Ablenkung
Sie schotten mich ab von der Realität
Sie sind deine größte Kränkung
Sie töten meine Kreativität
Sie zu bekämpfen kann ich versuchen
Doch schaffen werde ich es glaub ich nicht
Ach, wie könnt ich sie verfluchen
Also merkt euch Leute, Gedanken vernebeln unsere Sicht
Sie für sich zu nutzen kann ein harter Weg sein
Und manchmal fühlt er sich aussichtslos an
Doch sie dürfen nicht über unser Leben entscheiden
Wir müssen uns widersetzen gegen ihren Drang
Sie dürfen nämlich keine Ablenkung sein
Sie sollen inspirieren
Wir müssen einfach sagen „Nein!“
Und uns für unser Herz beginnen zu interessieren
MIA STÜTZ
Geboren 2008 in Graz. Schülerin an einem Gymnasium mit einer Leidenschaft für das Schreiben von Lyrik und Kurzgeschichten. Inspiriert von literarischen Klassikern, Poetry Slams und Theatervorstellungen schreibe ich gerne über gesellschaftliche Probleme und aktuelle Themen.
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