Abrüsten

Rainer „Reno“ Rebscher für #kkl50 „Hingabe“




Abrüsten

Schmerz und Traurigkeit

sich zugestehen

innehalten

atmen

in die Wut hinein

Angst

in Zuversicht verwandeln

sich dabei

dem Frieden überlassen




Stille Zeichen

Wenn die Schritte durch

den Herbstschlaf klingen

und ihr Echo von

den Schlehen blaut,

bleibt mir noch die Zeit,

im Traum ein Lied zu singen,

Ballast abzuwerfen,

mutig los zu springen

in die Wintergruft, bevor

der Morgen graut.


Hoffnungsvoll verlasse ich

das alte Leben,

tauche in ein warmes Licht,

das niemals blendet.

Auf den Strahlen kann ich über

Berg und Wasser schweben,

werde meinen Liebsten

stille Zeichen geben,

dass das Dasein

mit dem Tod nicht endet.




Im  Kloster

Die Mauern werden

langsam, langsam

zur zweiten Haut.

Geborgen liegen

Gebete und Seelen

im Schatten Assisis.

Draußen zwitschert

ein vorlauter Zeisig

das Sonnengebet.




Rainer „Reno“ Rebscher, *1949 in Darmstadt, wh. Niedereschach (BW).  Psychotherapeut, Autor, Liedermacher. Mitglied der Gesellschaft für Zeitgenössische Lyrik Leipzig. Zuletzt erschienen: Neue Boote für die hellen Tage, 80 Gedichte, Reihe Poesie 21, Hrsg. Anton G. Leitner, Verlag Steinmeier, Deiningen, 2020. Drei Lyrikbücher seit 2012, mehrere CDs (zuletzt „Zwischenland – Liedpoesie“ bei Conträr Musik). In Anthologien wie Das GEDICHT, Versnetze, Poesiealbum Neu.

 www.rainer-rebscher.de






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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