Gabriele Feile für #kkl52 „Essenz“
Was bleibt von uns, wenn nichts mehr da ist?
Essenz – die Philosophie bezeichnet so das Wesen von Dingen und Menschen.
Üblicherweise beschreiben wir mit dem Wesen das, was etwas oder jemanden ausmacht. Wir fassen damit zusammen, wie jemand auf uns wirkt. Wir sagen: „Mit ihrem umgänglichen Wesen passt sie gut zu uns.“ Oder: „Er hat ein aufgewecktes Wesen und ist sehr unterhaltsam.“ Wir konzentrieren uns dabei auf das scheinbar Wesentliche eines Menschen.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar
Bedauerlicherweise beruht das, was wir als wesentlich bezeichnen meist auf Äußerlichkeiten. Wir beobachten und beurteilen eine Person und machen uns ein Bild von ihr. Wir sehen sie in einer bestimmten Rolle und sind oft sehr schnell mit dem Schubladisieren!
Unserer scheinbar exzellenten Menschenkenntnis schreiben wir es zu, dass wir andere in kürzester Zeit durchschauen. Wir verpassen ihnen eine Etikette und behandeln sie entsprechend dieser.
Viel zu selten nehmen wir uns die Zeit, uns mit anderen Menschen tiefer auseinanderzusetzen. Nicht nur, weil das anstrengend sein könnte – auch weil wir es nicht einmal bei uns selbst schaffen. Regelmäßig versäumen wir es, tief in uns selbst hineinzublicken und zu -horchen. Also zu reflektieren.
Selbstreflexion heißt: Ohne Scheu in den Spiegel – und darüber hinaus – zu schauen. Nicht nur die äußeren Makel zu suchen, sondern auch die positiven Merkmale zu erkennen. Nicht, das zu optimieren, was wir anderen zeigen, sondern das aus uns herauszuholen, was sich tief in unserem Inneren verbirgt.
Unsere Essenz. Unser wahres Wesen. Das, was von uns bleibt, wenn wir einen Raum verlassen. So wie der Duft eines Parfums.
Was ist unser wahres Wesen?
Bei all den Rollen, die wir täglich ausfüllen, ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Es gibt Menschen, die beherrschen den Übergang von einer zur anderen Rolle perfekt.
Auf Dauer kann das anstrengend sein. Dabei ist das gar nicht notwendig. Denn am meisten haben wir selbst, andere Menschen und die Welt davon, wenn wir stets und einfach unser wahres Wesen zeigen. Unser wahres Ich. Die Wahrhaftigkeit in uns. Das Wesentliche. Unsere Essenz.
Sei wesentlich – und du bist wirksam
Wenn wir wesentlich sind, sind wir so, wie wir gedacht sind. Wir tun das, wozu wir gemacht sind. Und zwar immer und in jeder Rolle.
Das gelingt, indem wir den Fokus auf das Wesentliche richten, wie einen inneren Kompass. Die Kunst des Fokussierens ist es, die Essenz zu erkennen, die sich in all unseren Rollen wiederfindet.
Diese Essenz nenne ich die Lebensaufgabe. Denn diese Aufgabe erfüllen wir – immer. Egal, was und wo wir gerade sind.
Diese Lebensaufgabe ist es, die unserem Leben einen Sinn gibt. Das Beste: Wir haben alles mitbekommen, um die Aufgabe mühelos erfüllen zu können. Es braucht keine speziellen Ausbildungen dafür. Unsere Gaben reichen völlig aus.
Auch braucht es keine Ansammlung von materiellem Ballast – oft als Reichtum missinterpretiert.
Bei unserer Beerdigung wird kaum jemand darüber sprechen, wie viel Geld wir auf dem Konto hatten und welche Gegenstände in unseren Wohnräumen standen.
Die Menschen werden erzählen, welchen Eindruck wir bei ihnen hinterlassen haben. Wie sie sich in unserer Gegenwart gefühlt haben. Und an welche gemeinsamen Erlebnisse sie sich erinnern.
Sie werden unser Wesen beschreiben – unsere Essenz.
Die Essenz bleibt, wenn alles andere vergangen ist.
Wie ein feiner Duft erinnert sie andere an uns.

Gabriele Feile erfüllt ihre Lebensaufgabe jeden Tag. Im Jahr 2020 hat sie die Schmetterlingsfrequenz entdeckt. Das ist die Schwingung auf der Menschen ankommen, sobald sie vollkommen sie selbst sind. Ihr Buch „Schmetterlinge fallen nicht vom Himmel – Wie ich den Sinn des Lebens suchte und meine Lebensaufgabe fand“ ist 2023 im LebensGut Verlag erschienen.
Seit 2025 gibt sie das Online-Magazin #schmetterlingsfrequenz heraus – Das Magazin für Mutige. Motto: Selbstfindung für Fortgeschrittene
https://schmetterlingsfrequenz.eu/
Foto: Sarah Korn Fotografie
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