Ingonda Lehner für #kkl54 „denkbar“
Denkbar einfach Frieden machen…
Denkbar einfach Frieden machen,
rucke zuck ist er gemacht,
kenn mich aus bei diesen Sachen,
das geht schnell, wär doch gelacht.
Morgen schon, ihr werdet sehen,
schnell herum ich alles dreh,
sehe nicht nur die Vergehen,
nein, ich auch zu diesen steh.
Bin ein großer Friedensmacher,
wenn man mich nur handeln lässt,
bin ein Mann, ein nicht sehr schwacher,
halte an mir selbst sehr fest.
Deshalb muss ich Frieden stiften,
seid mir dankbar ewiglich,
bin von mir ja selbst ergriffen,
ich lieb mich sehr inniglich.
Denkbar einfach, lasst mich machen,
nebenbei ich Frieden mach,
viele Leute mich verlachen,
halten mich für geisteschwach.
Etwas fahrig und auch struppig,
sagen sie, ich trample gern,
bin als Friedensbringer ruppig,
ich mit Teufel oft verkehr.
Denkbar auch, sie sind bloß Neider,
sie mein Wesen nicht verstehn,
meine Friedensworte, leider,
sie nicht meine Botschaft sehn.
Macht nichts, sollte es nicht glücken,
dann sind diese Menschen schuld,
das wird mich nicht sehr bedrücken,
Frieden machen braucht Geduld.
Doch Geduld kann ich nicht bringen,
dafür habe ich nicht Zeit,
schnippe schnapp muss was gelingen,
dann bin ich dazu bereit.
Meinen Kopf sie nicht verdienen,
unvergleichlich ist mein Geist,
läuft geschmiert so wie auf Schienen,
und mein Können dies beweist.
Denkbar einfach, Frieden machen,
rucke zuck hätt ich gemacht,
kenn mich aus mit Friedenssachen,
hätt den Frieden schnell gebracht.
Denkbar einfach…

Denkbar wär es, sagt die Seele…
Denkbar wär es, sagt die Seele,
irgendwann sollte es sein,
dass sie über allem stehe,
dass sie trägt das Sein allein.
Dass die Menschen Seelen sehen,
und ihr Fließen sie berührt,
und auf ihren Strömen gehen,
und der Mensch sein Dasein spürt.
Im Genügen, dass das Werden
ohne Kraft und Schwere ist,
leicht und sanft, ein schlichtes Erden,
das aus seiner Seele sprießt.
Denkbar einfach, ohne Plagen,
ohne Mühsal und vergnügt,
und kein Kind muss Lasten tragen,
einfach spielen auch genügt.
Spielerisch wir viel bedenken,
Leichtigkeit in uns dann fließt,
Einfachheit wir groß verschenken,
Seelenwärme uns umschließt.
Wärme, Spüren, Fühlen, Sehen,
Hände geben, leiser Ton,
und mit Frieden einfach gehen,
wäre unser aller Lohn.
Keine Kriege in Gedanken,
kein gebeugter Rücken mehr,
Menschen niemals mehr erkranken,
jedes Leid wird abgewehrt.
Denkbar auch, dass unser Denken
einfach wird im großen Sinn,
dieses Denken dann verschenken
mit der Herzenswärme drin.
Anzudenken, umzudenken,
denkbar wär es allemal,
würden wir das gut bedenken,
wär die Welt nicht stumm und kahl.
Denkbar wär es…
Ingonda Lehner, * geb.1957 verheiratet, drei Kinder, wohnhaft in Waizenkirchen,
1976 – 1980 Kunstuniversität Mozarteum Salzburg: Malerei und textiles Gestalten
Weitere Ausbildungen: NLP Master-Practitioner, Multimediale Kunsttherapie…
Ausstellungen in Österreich: Präsentationen von Malerei, Zeichnungen und Lyrik
Zahlreiche Veröffentlichungen von Gedichten in der Literaturzeitschrift „Pappelblatt“ (Literaturzeitschrift für Menschenrechte und Spiritualität, Wien)) und in der Anthologie „Seelenlieder“ (2020-2021) sowie in der alternativen Lyrikanthologie „Seelenmelodien“ (2021/2022) und im alternativen Lyrikjahrbuch „Im Garten der Seele“ (2022-/23) und Veröffentlichung von Gedichten im alternativen Lyrikjahrbuch: „Die Farben der Seele“ (2023-2024), edition sonneundmond
2022: Veröffentlichung des Buches: LIEDER DER NACHT UND LIEDER DES TAGES, Gedichte von Ingonda Lehner, edition sonneundmond
2023: Veröffentlichung des Buches: DIE NACHT IST VORGERÜCKT, DER TAG IST NAHE… Gedichte und Bilder von Ingonda Lehner, edition sonneundmond
2025: Veröffentlichung des Buches: WIE DAS LEBEN SO SPIELT…Gedichte und Zeichnungen von Ingonda Lehner, edition sonneundmond
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