Elenya Ventis für #kkl56 „Und dann kam…“
Die Tür zu meinen Worten
Ich möchte schreiben.
Habe so viel zu erzählen.
Alle Worte verstecken sich tief in mir.
Sie liegen hinter einer alten Tür,
die ich nicht öffnen kann.
Jeden Tag suche ich den Schlüssel,
doch der Zutritt bleibt mir verwehrt.
Sanft lege ich mein Ohr an das Holz und lausche.
Ich spüre, dass die Worte zu mir wollen.
Die Sehnsucht in mir ruft so laut nach ihnen.
Ich möchte sie halten, mit ihnen spielen,
sie betten auf mein weißes Papier.
Und dann kam ein sanfter Gedanke:
Loslassen.
Die Tür öffnet sich.
Die Worte fallen mir in die Arme.
Zärtlich trage ich sie auf mein weißes Papier
und hoffnungsvoll schicke ich sie in die Welt.
Elenya Ventis, geboren 1980 in Jülchendorf – zu Hause, mitten im Leben. Sie lebt in Sternberg mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern. Schon früh erlebte sie, dass Leben aus Brüchen, Dunkelheit und Neubeginn besteht. Ihre Texte sind tastende Wege zwischen Stille und Sturm, zwischen Schmerz und Hoffnung. Bisher wurden ihre Werke noch nicht veröffentlicht. Heute schenkt sie ihren Worten ein Zuhause auf Papier.
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