Himmlisch

René Oberholzer für #kkl56 „Und dann kam…“




Himmlisch

Ich renne um mein Leben
Dich zu finden nebenan
Für Bryan Adams
Und sein HEAVEN
Das sich ausbreitet
Wie ein Klangteppich
Eine Ballade voller Liebe
Die sich aufbäumt
Und ins Herz wächst

Du rennst mir nach
In den grossen Saal
Wir finden uns wieder
In der Mitte der Tanzfläche
Ich lege meine Arme
Um deinen Körper
Du schmiegst dich an mich
Wir drehen uns langsam
Immer schön nach rechts

Ein paar stumme Männer
Stehen abseits verloren
An der Theke herum
Mit Gläsern in der Hand
Neidisch und voller Sehnsucht
Denn du bist in meinen Armen
Und ich in deinen
Und wir sind nur wir
So muss der Himmel aussehen

Und ich möchte nicht aufhören
Zu tanzen zu diesem Lied
Cinderella beautiful
Und so vergraben wir uns in uns
Nehmen nichts mehr wahr
Ausser uns selbst
Bis die letzten Takte verstreichen
Die letzten Töne verstummen
Im grellen Scheinwerferlicht




Stimme aus der Asche

Ich hielt am Himmel
Nach dir Ausschau

Eine weisse Wolke
Glich einem Gesicht

Ich hörte die Stimme
Deiner toten Mutter

Lieb meine Tochter
Sagte sie mehrmals

Ihr letzter Wunsch
Ist mein Weg




René Oberholzer      

Literaturport: https://www.literaturport.de/lexikon/rene-oberholzer/

wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Oberholzer

Lebt und arbeitet seit 1987 als Oberstufenlehrer, Autor und Performer in Wil/Schweiz.

Schreibt seit 1986 Lyrik, seit 1991 auch Prosa.

War Mitbegründer der literarischen Experimentiergruppe „Die Wortpumpe“ (mit Aglaja Veteranyi) und der Autorengruppe Ohrenhöhe, ist Mitbegründer der „Tischkante 16“, Mitglied verschiedener Schriftstellerverbände. Erhielt 2001 den Anerkennungspreis der Stadt Wil für sein literarisches Schaffen und 2022 den 23. Nahbellpreis des G&GN-Instituts in Düsseldorf für das lyrische Gesamtwerk.

Publikationen:

„Wenn sein Herz nicht mehr geht, dann repariert man es und gibt es den Kühen weiter“ (39 schwarze Geschichten) (2000), Verlag Im Waldgut in Frauenfeld.

„Ich drehe den Hals um – Genickstarre“ (92 Gedichte) (2002), Nimrod-Literaturverlag in Zürich.

„Die Liebe wurde an einem Dienstag erfunden“ (120 Geschichten) (2006), Nimrod-Literaturverlag in Zürich.

Kein Grund zur Beunruhigung“ (236 Gedichte) (2015), Driesch Verlag in Drösing.

„Sehnsucht. Mit Weitblick“ (80 Gedichte) (2020), Klaus Isele Editor in Eggingen

„Das letzte Stück vom Himmel“ (80 Gedichte) (2021), Klaus Isele Editor in Eggingen

Analphabeten der Liebe“ (80 Gedichte) (2023), Klaus Isele Editor in Eggingen

Ebbe und Flut – Gelgit“ (80 Gedichte in Deutsch und Türkisch) (2025), Ürün Yayinlari in Ankara

Gedichte und Kurzgeschichten in Anthologien, Zeitungen, Literaturzeitschriften und Online-Portalen im gesamten deutschsprachigen Raum (über 3000 Einzeltexte). Einzelne Texte sind auch ausserhalb des deutschsprachigen Raums übersetzt und veröffentlicht worden.

 







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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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