Eileen Mätzold und Toni Max Heine für #kkl57 „Selbstermächtigung“
Nicht Nietzsche
Dass ich nicht Nietzsche gewesen bin
ergibt keinen Sinn
ich tauche ins Wasser der Sprache
sehe Finsternissen wie Sterne
zu
da tanzt keiner
der lacht
wer hat die Nacht
mir ausgemacht
Man
Gott, bin ich verfallen
Mein Verfallensein
resultiert aus was oder wem
Nun nenne ich mich
einen solchen
Derjenige welcher
Dinge schreibt
und den Frauen
die Beine
auseinanderreißt
Wenn er kann
Langsam ergieße ich Wasser
auf den Wiesen
auf dass man es darauf
blühen ließe
dann
Ein Frosch wird dem Gelenk nach
geschlachtet
Ich bin nicht Nietzsche
ich schreibe Wahnsinn
und leide noch-nicht-umnachtet
Von aller Welt gesehen
und doch verachtet

Der Stabsvörnern
Inspiriert von einem Song von Paul Kalkbrenner.
Acryl Spachteltechnik auf Leinwand, mehrfach Übermalung 60x70CM
Toni Max Heine 2025
Lyrisch und Malerisch: Malerei von Toni Max Heine trifft auf Lyrik von Eileen Mätzold
Die Arbeiten des Malers Toni Max Heines widmen sich den Motiven von Bewegung und Stillstand, Natur und Maschine, Materialität und Auflösung. Hierbei spielt das Selbst eine zentrale Rolle.

In dem Projekt @lyrischundmalerisch mit der Lyrikerin Eileen Mätzold verbinden sich diese Motive auf der bildlichen Ebene mit der geschriebenen Sprache.
Beide öffnen sich dem Medium des anderen und lassen sich inspirieren.
Eileen Mätzold öffnet ihren Textkosmos und erfährt, wie abbildbar und absorbierbar Texte sein können.
Welchen Stellenwert hat das Ich und die Autorenpersona?
Was ist ein Gedicht?
Wie sagbar ist Kunst?
Weitere Einblicke in Toni Max Heines Arbeiten finden Sie auf Instagram unter @tonimaxheine und spartart.
Die Arbeiten von Eileen Mätzold wurden bei THELEM unter dem Titel „Reflexe um drei Uhr morgens“ veröffentlicht.
Näheres findet sich bei YouTube unter: @lyrischundmalerisch oder auf der Seite des THELEM Verlags.
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