Frau Schmid und Herr Mayer hören zu

Elvira Fischer für #kkl59 „Ich denke, also bin ich“




Frau Schmid und Herr Mayer hören zu

                                               Mein Name, Zweifel, Manuela Zweifel, 42 Jahre jung, nicht akademisch ausgebildet, nicht verheiratet oder leiert, kinderlos, zur Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer gehörend.

Schon sehr oft musste ich mir betreff meines Familiennamens Dummheiten anhören. Solche Menschen benenne ich dann ebenfalls mit dem Familienname Dummheit.

Ich finde, das hört sich wirklich gut an: Simone Dummheit, Markus Dummheit, Jürgen und Eva Dummheit…

Natürlich spreche ich sie nicht mit diesen Namen an. Ich weiß, was sich gehört!

In Wirklichkeit will ich aber keine Konflikte provozieren, denn mein Naturell würde ich eher als rein beschreiben.

Mein Widerspruch ist ja auch nicht erwünscht! Ich möchte auch nicht, dass Ihre Kommentare in ihren Hälsen steckenbleiben und sie daran ersticken.

Nein, Verantwortung für sie übernehme ich nicht!

Menschen, welche an meinem Namen mich zu erkennen glauben, sehen mich nicht unbedingt damit positiv!

Humorvoll: Bist du ein Schwarzmaler?

Ja, ich male meine Welt, aber gerne in Farbe!

Kontrollierend: Du bist aber kein Spielverderber?

Nein, ich spiele mit Siegen und Verlusten und finde den Spielverlauf meines Lebens spannend!

Arrogant: Ich würde deinen Namen umändern lassen! Oder was ich als Alleinstehende Frau meist zu hören bekommen: Heirate doch einen Herrn Trust!

Den ganzen Unkenrufen zum Trotz, spiele ich ihnen gerne eine unsichere Frau vor.

Ich gebe Wortmeldungen im Kreis meiner Kollegen ab: Das wird eh nichts!

Oder im Freundeskreis: Ob der wohl der Richtige ist?

Auch in der Nachbarschaft gehöre ich zu den Zweiflern: Hat das, alles seine Richtigkeit?

Ich könnte ein großes weites Feld für sie zu füllen, was ihre Erwartungen sind.

Durch meinen Namen habe ich einiges in 42 Lebensjahren lernen können.

Ich schaue mir alles zweimal an!

Menschen, welche mit Makel gezeichnet oder scheinbar makellos sind, welche colored oder schillernd mein Auge blenden, welche ihr Kontra in meine Pro-Kontra Punkte stoßen, gehören zu meinen Lieblings-Hinterfragen-Projekten!

Freuen tue ich mich, dass einige immer wieder auf meine Lebensstraße zurückkommen, obwohl ich sie nicht mag und ich sie noch einmal aus einer anderen Perspektive anschauen darf.

Ich bin in Ordnung, so wie ich bin!

Ich kann Dinge wandeln, vor dem einige lieber davonlaufen möchten.

Ich strahle Zufriedenheit aus, die nur für Menschen bestimmt ist, welche aus meinem Schatten gehen.

Ich kann nicht gut zuhören, blinzle dabei immer nervös mit den Augenlidern, aber in Kombination mit geschlossenen Lippen, muss ich doch etwas magisches an mir haben!

Ich bin mit meinen Fragen anstrengend, doch brauche ich Einsichten!

Mein Leben nehme ich in die Hand, auch wenn es nicht immer einfach ist!

Frau Schmid und Herr Mayer, soll ich noch mehr über mich erzählen?

Ich denke, also bin ich!




Elvira Fischer, Jahrgang 1963, weiblicher Erdenbewohner aus Bayern.

Seit Kindheit fühlen sich Worte bei mir wohl. Sie finden in Tagebucheinträgen, Gedichten und Kurzgeschichten ein Zuhause. Freunde und Familie belagere ich gerne mit Fragen aus der Philosophie.

Ausgezeichnet wurde ich für meine Empathie, meine Intuition und meinen ehrlichen Worten von meiner Familie, Freunden, im Beruf und in meinen Ehrenämtern.






Über #kkl HIER

Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

Hinterlasse einen Kommentar