Grädülation

Philipp Ammon für #kkl59 „Ich denke, also bin ich“




Grädülation

Gänsefleisch den Mordin grüßen?

Frogte heud Genosse Ulbrischt,

Weil doch ooch sein Nomensdog is,

Gradülieren wir pordeiisch:

Äuch wenner nisch Gömmünist ist,

Schätzt är Jöhann Wölfgong Goedhe, 

Deutsche Glossik, Hümonismus,

Und wir pflegen unser Ärbe,

Nisch so wie die Westbanäusen:

Hier ist Weimar, Sozialismus,

Nisch där Googleberger Weimer:

Glückwünsche züm Badrozinium,

Grüße äus där Sowjedzone.




Philipp Ammon, geb. 1975, studierte in Berlin, Kasan, Moskau und Tbilissi Philologie und Geschichte. Bei Vittorio Klostermann erschien 2020 Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924. Im Gans Verlag erscheinen 2024 der Reiseessay Tuschetiens Wolken und Karthlis Untergang. Von der Schönheit und Zerstörung einer Kulturlandschaft am Rande der bewohnten Welt und der Erzählband Die Vertreibung ins Paradies oder die schöne Zeit. 2020 gewann er mit dem Gedicht Città eterna den Literaturpreis des Italienischen Kulturinstituts Neapel und der internationalen Poesie- und Literaturzeitschrift Nuove Lettere. Veröffentlicht u.a. in: NZZ, Die Presse, Cicero, Berliner Zeitung, The European, Jüdische Rundschau, David, perspektive. hefte für zeitgenössische literatur, Matrix – Zeitschrift für Literatur und Kunst. 






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Veröffentlicht von Jens Faber-Neuling

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Potentialentfaltung und Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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