Doreen Malinka für #kkl3 „Liebe kann…“
Erinnerung
Vorabend meiner Geburt
Am Seelenort zu lieben, zu reisen, zu träumen, zu transzendieren, in sich zu ruhen, zu lächeln, im Einklang mit allem zu schwingen, bezeugt Liebe; vor allem die Liebe zu sich selbst.
Auszug: „Im Widerhall des Schattens“
„Kali spera, ihr Lieben,
Schamanenreisen dienen einem besonderen Zweck, die Seelenanteile zurückzuholen, die in den Vergangenheiten abgespaltet oder verdrängt wurden, um die Seele wieder zu einem Ganzen zu verschmelzen und zu heilen sowie den Seelenplan des menschlichen Naturells im hiesigen Dasein zu inneren Frieden, Erfolg, Wohlstand Harmonie, Lebensfreude und Reichtum zu führen.
Bereits in der vorgeburtlichen Phase beschloss sie Glaubenssätze und Programme, Verhaltensmuster und Strukturen, negative Emotionen wie Ängste, Hass oder Wut sowie Verträge, Gelübde, Pakte u.v.m. aufzulösen, die meist in Selbstsabotage münden.
Das Klima, der Strand und das Meer, eine hohe Intensität der Energien auf der Insel Kreta laden mich dazu ein, sich auf die Ansprüche der Seele einzulassen und dorthin zu reisen, wo ich Transzendenz erfahren kann.
Heute folgte ich dem Ruf der Seele und dachte, Euch in diesen abendlichen Reizen auf die Reise mitzunehmen. (…)“
D e r A u s f l u g
Ich sprang und lief – Die Flure sangen
Ihr Reigen schien mich einzufangen
Im Klatschmohnnebel sank ich nieder
Dem Träumen nah, schloss ich die Lider
Gebettet auf dem Scharlachried
betörte mich des Windes Lied
Sein Atem raunte mir ins Ohr:
„Dein Heil, mein Lieb, es steht bevor!“
Die Wonne koste meinen Mund
Ein O entwich dem Sonnenmond
Und plötzlich trat in diesen Sund
Ein zottig grauer Schattenhund
Ein zweiter folgte seinem Rang
Als Bruderschaft im Blutsgewand
Sie knurrten und erregten sich
zum Jammertale fürchterlich
Sie bäumten sich zu Tannenrecken
Ich türmte hinter Dornenhecken
Denn Furcht erfasste meinen Leib
Als trüge ich ihr Schattenkleid
Kristalle schwebten nebulös
Verwirbelten sich kapriziös
Um diese Aue zu verwandeln?
Gedanken, Zunge und mein Handeln
Erstarrten in dem Wellentrubel
So sah ich mich an einer Kurbel
Das Räderwerk der Reise drehn
Und dennoch blieb sein Zeiger stehn
Er schnellte, bohrte sich in mich
Durchdrang mein Sein zur Innensicht
Als Hüter aller Unterwelten
Dazu die Fragen sich gesellten:
„Bin ich es selbst, des Schatten Windes?
Ist er ein Teil des Blutsgebindes?“
Und Tränen wuschen meine Haut
Ich schluchzte leise, klagte laut
Ich taumelte im Ozean
Poseidons Bart griff meinen Arm
Und führte mich zum Ort der Gnade
Ein Mondgestein in tiefster Lage
Gestrandet auf dem Meeresgrund
Entdeckte ich in diesem Rund
Ein Seelenlicht im Dämmerreich
Auf dem Altar mir zugereicht
Es kniete, flehte frei heraus:
„Ich will zu Dir! Nimm mich nach Haus!“
Die Traute aus mir rief: „Willkommen!
Im Herzen bist Du aufgenommen!“
Dann schmiegten wir uns aneinander
Und schlüpften wie ein Salamander
Zur Feuerschmelze-Transzendenz
Ins Scharlachreich der Eminenz
Leise fliehen meine Lieder
Ich sprudle wie ein Quell im Bach. Und Frische streckt sich früh am Tag; sie streichelt mich und schnürt mein Mieder. Ich flüstere: Oh, du, Geliebter, hörst du, wie laut mein Schatten lacht? … Und leise fliehen meine Lieder des Morgens lang bis in die Nacht.
Ein Same dürstet sich in meiner Brust nach Leidenschaft. Ich rufe dich, mein Brüderlein, du, mein Verstand, die schwarzen Zweifel zu ertränken und trinke deinen roten Wein, um auch die Sehnsucht zu versenken. – Du, Tiefe, bahnst mir einen Pfad; ach, Schwesterlein, du bist mir brav und schickst nach mir den Fährmann. Er trägt mich still in kühle Ferne. Ich koste dort die Silbersterne; und leise fliehen meine Lieder – zu dir, Geliebter, immer wieder.
Und heiß ergießt das Blut die Nacht. Dein Bann, Geliebter, wiegt auf meinem Mund. Mit Rosenduft in Purpurlila – küsst du mich wach, verbandeln wir und wandeln uns in reine Lust. Und leise fliehen meine Lieder – am Morgen wieder – bis in die Nacht.

Doreen Malinka
Wie ich Schriftstellerin wurde
„Es war eine alte tschechische Schreibmaschine, namens Adler, die mich seit Kindertagen bis ins Erwachsensein begleitet hatte und in mir die große Begeisterung zum Schreiben weckte. Immer, wenn ich bei meinen Großeltern zu Gast war, zog mich der schwarze Lackkasten wie eine Muse an sich, dass ich stundenlang darauf herumklimperte. Ich fühlte mich dabei wie im Rausch und in Zauber versetzt, dass ich alles um mich vergaß. Heute ist es noch genauso, nur – an Stelle der Adler – entführt mich ein digitales Tastaturbrett in diese Wunderwelt.“
Ich studierte ‚Die große Schule der Belletristik‘ und wirkte einige Jahre im Schriftstellerzirkel ‚Berlin-Pankow‘ mit. Der Schriftsteller Jan Koplowitz, mein damaliger Freund und Mentor, ermutigte mich stets zum Schreiben.
Neben mehreren Gedichten, die in verschiedenen Medien veröffentlicht wurden, gestaltete ich mein erstes Buch, das Lyrik und Kurzgeschichten vereint.
Zudem veröffentliche ich verschiedenartige Lyrik, Kurzgeschriebenes, Essays, Fotografien, Auszüge aus aktuellen Kompositionen und Illustrationen auf meinem Blog. Neben meinem intensiven Klavierspiel bilde ich mich im Fach des klassischen Gesangs, der Rhetorik und des Schauspiels.
