Aus der Ferne

René Oberholzer für #kkl9 „beseelt“




Aus der Ferne

In der Dunkelheit
Nur du und ich
Und Grillen
Und der Mond
Und Lichter
In der Ferne
Und ein Hund
Der bellt
Und eine Glocke
Die schlägt

In der Dunkelheit
Nur du und ich
Und der Sommer
Und Wärme
Und Küsse
Die munden
Und das Meer
Das schweigt
Und das Herz
Das pocht

In der Dunkelheit
Nur du und ich
Und ein Morgen
Aus der Ferne




Berührt

Du hast mich
Berührt
Gerührt
Verführt

Deine Worte sind
Wie Brücken
Wie Schlüssel
Wie Ringe

Deine Augen sind
Wie Wildnis
Wie Sterne
Wie Heimat

Deine Lippen sind
Wie Brunnen
Wie Nachtisch
Wie Frühling

Deine Zunge ist
Wie Feuer
Wie Hingabe
Wie Leben

Du hast mich
Berührt
Gerührt
Verführt




Die Vollendung

In den Rauhnächten
Die Unterwäsche
An den Nagel gehängt
Mit den Zungen gespielt
Und an Erdbeeren gedacht

In den Rauhnächten
Sich in die Seele geschaut
Mit dem Feuer getanzt
Sich an Haut gewärmt
Den Winter vergessen

In den Rauhnächten
Nackt geborgen
Und tief vereint
Von Liebe erleuchtet
Die Erinnerung vollendet




Überschwänglich

Der Himmel ist grau
Ich beschrifte ihn rot
Mit deinem Namen

Und siehe da
Der Himmel öffnet sich
Ein helles Blau erscheint

Doch am Abend
Vereint sich das Grau
Dein Name verschwindet

Ich rufe ihn morgen
Laut in den Himmel
Und warte auf ein Echo




René Oberholzer, lebt und arbeitet seit 1987 als Oberstufenlehrer, Autor und Performer in Wil/Schweiz.

Schreibt seit 1986 Lyrik, seit 1991 auch Prosa.

War Mitbegründer der literarischen Experimentiergruppe „Die Wortpumpe“ (mit Aglaja Veteranyi), ist Mitbegründer der „Autorengruppe Ohrenhöhe“, Mitglied der Autoren der Schweiz (AdS), des Zürcher Schriftstellerverbands (ZSV) und des Bundesverbandes junger Autoren (BVjA). Erhielt 2001 den Anerkennungspreis der Stadt Wil für sein literarisches Schaffen.

Publikationen:

„Wenn sein Herz nicht mehr geht, dann repariert man es und gibt es den Kühen weiter“ (39 schwarze Geschichten) (2000), Verlag Im Waldgut in Frauenfeld.

„Ich drehe den Hals um – Genickstarre“ (92 Gedichte) (2002), Nimrod-Literaturverlag in Zürich.

„Die Liebe wurde an einem Dienstag erfunden“ (120 Geschichten) (2006), Nimrod-Literaturverlag in Zürich.

Kein Grund zur Beunruhigung“ (236 Gedichte) (2015), Driesch Verlag in Drösing.

„Sehnsucht. Mit Weitblick“ (80 Gedichte) (2020), Klaus Isele Editor in Eggingen

„Das letzte Stück vom Himmel“ (80 Gedichte) (2021), Klaus Isele Editor in Eggingen

Gedichte und Kurzgeschichten in Anthologien, Zeitungen, Literaturzeitschriften und Online-Portalen im gesamten deutschsprachigen Raum (über 3000 Einzeltexte). Einzelne Texte sind auch ausserhalb des deutschsprachigen Raums übersetzt und veröffentlicht worden.

 

Veröffentlicht von kklkunstkulturliteratur

Redakteur von #kkl Kunst-Kultur-Literatur Magazin, Autor, Trainer und Coach im Bereich Bewusstseinserweiterung, glücklicher Papa und Ehemann.

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