Florian Meurer für #kkl30 „Macht & Ohnmacht“
Alles vergessen, nichts deuten
Sie ragen mit den Ästen in geheime Welten,
Verraten ihr Geheimnis nicht.
Der Mensch träumt nur davon zu wissen.
Stünde er nachts auf,
Ginge in den Wald hinaus, in grauer Stunde
In seine stillen Welten
Jenseits dessen, was wir hören,
Wüsste er, dass er ein Fremdling ist.
Bereit dann, bis es dämmert,
Alles zu vergessen,
Was man über diese grauen Stämme sagt,
Nichts zu deuten.
So wüsste er um seine Torheit,
Wenn Morgensonne durch die Blätter fällt.
Florian Meurer
Jahrgang 1987, ist seit dem Jahr 2004 als Lyriker tätig. Studium der Fächer Germanistik und Geschichte. Im Anschluss (freier) Redakteur. Seit 2008 wurden Gedichte auf Online-Blogs sowie in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.
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„Alles vergessen, nichts deuten
Sie ragen mit den Ästen in geheime Welten,
Verraten ihr Geheimnis nicht.
Der Mensch träumt nur davon zu wissen.
Stünde er nachts auf,
Ginge in den Wald hinaus, in grauer Stunde
In seine stillen Welten
Jenseits dessen, was wir hören,
Wüsste er, dass er ein Fremdling ist.
Bereit dann, bis es dämmert,
Alles zu vergessen,
Was man über diese grauen Stämme sagt,
Nichts zu deuten.
So wüsste er um seine Torheit,
Wenn Morgensonne durch die Blätter fällt.
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ob man will
oder auch nicht
Erinnerungen
verfolgen
den Menschen
quer durch
die Gedankenwelt
auf schmalem Steg
des Bewusstseins
Tag und Nacht
überwacht der Traum
das Wesen Mensch
im Drama der Seele
dem Traum
spielt der Mensch
eine Nebenrolle
wie auch am Tag
unter seinesgleichen
ist der Mensch Zeit
in seiner kurzen Zeit
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