Gerald Marten für #kkl30 „Macht & Ohnmacht“
Die Machtfalle
(frei nach George Orwell)
Ein Chamäleon durchstreift das Land,
als Mensch und auch als Schwein bekannt.
Was unten ist, das muss nach oben,
das Machtgefüge wird verschoben!
Rebellisch tauscht man die Reviere,
passiert auf Orwells Farm der Tiere.
Die Entmachtung jeder Macht,
hat die Ohnmacht sich gedacht,
Gleichheit soll nun mächtig werden,
Ohnmacht wird die Macht auf Erden.
Und der Gockel auf dem Mist,
kann sein, dass der ein Hühnchen ist,
emanzipiert bis auf die Knochen,
der Gockel geht derweil was kochen.
Macht will ihre Macht erhalten,
Ohnmacht will sie neu gestalten,
muss dazu erst mächtig sein
und schon grunzt das nächste Schwein.
„Keine Macht für niemand“ sang
Rio Reiser, weg den Zwang!
Doch liebe Leute, gebt fein acht,
als Ohnmacht tarnt sich gern die Macht.
Ob männlich, weiblich, schwarz, ob weiß,
der Hunger ist auf Macht stets heiß.
Gerald Marten lebt und schreibt in
Oldenburg in Holstein in Ostseenähe,
ein relativ kleines Meer, welches
jedoch durch die Macht eines Sturms
Schiff und Küste schon mal ohnmächtig
werden lässt
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